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Wie kann eine geschichtsjournalistische Aufarbeitung des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses aussehen?

Nach den Qualitätskriterien von Horst Pöttker

Title: Wie kann eine geschichtsjournalistische Aufarbeitung des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses aussehen?

Master's Thesis , 2025 , 84 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Tobias Wagner (Author)

Communications - Media / Journalism
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Summary Excerpt Details

Der erste Frankfurter Auschwitz-Prozess von 1963 bis 1965 war der größte von Deutschen abgehaltene Nazi-Prozess der Nachkriegszeit. Die Beschäftigung mit ihm und seinem Initiator Fritz Bauer kann uns dabei helfen, uns entschieden gegen die Verbrechen des Nationalsozialismus zu stellen und uns auch Schwächen in der Aufarbeitung dieser Verbrechen zu stellen. Diese Masterarbeit hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, nach der Beschäftigung mit den geschichtlichen Hintergründen der Nazi-Zeit, der Entwicklung von Geschichte in den Medien und der Analyse von multimedialen sowie geschichtsjournalistischen Qualitätskriterien, in Zusammenarbeit mit dem Fritz Bauer Forum eine Multimedia-Reportage zu erstellen (https://auschwitz-prozess-geschichte.de/), die sich mit dem genannten Prozess befasst und seine Verbindung zur aktuell gelebten deutschen Erinnerungskultur aufzeigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

  • 1. Einleitung
  • 2. Historische Einordnung
    • 2.1 Judenverfolgung
    • 2.2 Holocaust
    • 2.3 Konzentrations- und Vernichtungslager
    • 2.4 Konzentrationslager Auschwitz
    • 2.5 Auschwitz-Prozesse
  • 3. Vorhandene Werke zum ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess
    • 3.1 Original-Dokumente
      • 3.1.1 Audio-Mitschnitte
      • 3.1.2 Schriftliche Protokolle
      • 3.1.3 Bewertung
    • 3.2 Prozessberichte
      • 3.2.1 ,Asche auf vereisten Wegen'
      • 3.2.2 ,Um die Endlösung'
      • 3.2.3 Bewertung
    • 3.3 Journalistische Werke
    • 3.4 Zusammenfassung
  • 4. Grundlagen für die Multimedia-Reportage
    • 4.1 Gründe für eine Website
    • 4.2 Zielgruppe der Reportage
    • 4.3 Gründe für das Tool Pageflow
    • 4.4 Forschungsstand zu multimedialen Qualitätskriterien
  • 5. Geschichtsjournalismus und seine Qualitätsmerkmale (nach Horst Pöttker)
    • 5.1 Wichtigkeit von Geschichte in den Medien
    • 5.2 Entwicklung von Geschichte in den Medien
    • 5.3 Bereiche des Geschichtsjournalismus
    • 5.4 Forschungsstand zum Geschichtsjournalismus
    • 5.5 Qualitätsmerkmale des Geschichtsjournalismus
      • 5.5.1 Wahrheit
      • 5.5.2 Verständlichkeit (bis hin zu Unterhaltsamkeit)
      • 5.5.3 Aktualität
  • 6. Schaffungsbericht zur Multimedia-Reportage
    • 6.1 Link zur Website
    • 6.2 Der grundsätzliche Ton der Website
    • 6.3 Die thematische Gliederung der Reportage
      • 6.3.1 Der richtige Einstieg
      • 6.3.2 Einführende Informationen
      • 6.3.3 Der, Prozess an sich'
      • 6.3.4 Die Meinungen zum Prozess und zur Bekämpfung der Nazi-Verbrechen
      • 6.3.5 Die Konsequenz des Auschwitz-Prozesses
    • 6.4 Die multimedialen Inhalte
      • 6.4.1 Der Text
      • 6.4.2 Die Bilder
      • 6.4.3 Die Audio-Inhalte
      • 6.4.4 Die Videos
    • 6.5 Zusammenarbeit mit Historikerinnen
  • 7. Zusammenfassung und Bewertung
  • 8. Literaturverzeichnis
  • 9. Anhang
    • 9.1 Mitschnitt-Länge Website, auschwitz-prozess.de'
    • 9.2 Audio-Dateien DVD, Der Auschwitzprozess'
    • 9.3 Gliederung Buch, Um die Endlösung. Prozeßberichte'.

Zielsetzung & Themen

Diese Masterarbeit untersucht die Frage "Wie kann eine geschichtsjournalistische Aufarbeitung des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses aussehen?". Ziel ist es, ein journalistisches Produkt zu konzipieren, das die historischen Ereignisse für ein breites Publikum zugänglich macht und deren aktuelle Relevanz gemäß den Qualitätskriterien von Horst Pöttker beleuchtet.

  • Historische Einordnung des Nationalsozialismus und Holocaust.
  • Analyse und Bewertung bestehender Publikationen zum Frankfurter Auschwitz-Prozess.
  • Erarbeitung und Anwendung von Qualitätskriterien für den Geschichtsjournalismus nach Horst Pöttker.
  • Konzeption und Detaillierung einer Multimedia-Reportage zum Thema.
  • Verknüpfung der historischen Aufarbeitung mit aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen.
  • Bewertung des erstellten Produkts hinsichtlich seiner Wirksamkeit und Qualitätsstandards.

Auszug aus dem Buch

3.4 Zusammenfassung

Damit wurden nun die wichtigsten Dokumenten-Gattungen aufgelistet, die sich mit dem ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess befassen. Neben den hier aufgezählten existieren zwar noch viele weitere Dokumente, Berichte, Bearbeitungen, Aufarbeitungen und Einordnungen des Prozesses – darunter fallen auch fiktionale Werke wie beispielsweise der Spielfilm ,Die Ermittlung', die TV-Serie ,Das Deutsche Haus' oder das Videospiel ,The Darkest Files'. Insgesamt sind es allerdings viel zu viele, um sie alle zu nennen. Außerdem reichen diejenigen, auf die hier eingegangen wurde, aus, um einen angemessenen Überblick über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Erzeugnisse zu liefern.

Zunächst einmal ist und war es die Errungenschaft der Original-Dokumente, die zum Prozess existieren, überhaupt zugänglich zu sein. Viele dieser Dokumente haben jedoch das Problem, dass sie unübersichtlich sind und nötige Einordnungen fehlen. Das liegt unter anderem daran, dass Materialien (wie beispielsweise die Audio-Mitschnitte des Prozesses) nicht primär mit der Intention entstanden sind, von einer breiten Masse an Menschen konsumiert zu werden.94 Außerdem benötigt das vollständige Durcharbeiten allein aufgrund der besonde- ren Menge an Material (beispielsweise 100 Stunden Hörmaterial auf der DVD ,Der Auschwitzprozess. Tonbandmitschnitte, Protokolle, Dokumente') vergleichsweise viel Zeit.

Der gleiche Punkt trifft auch auf Prozessberichte zu, die häufig einen Umfang von mehreren Hundert Seiten aufweisen.95 Zusätzlich zur Länge ist diese Art der Literatur häufig subjektiv geschrieben, was in Anbetracht des Themas Auschwitz zwar durchaus nachvoll- ziehbar ist, jedoch dem journalistischen Gebot der Objektivität widerspricht. Allein die Tat- sache, dass Zeug*innen der Prozesse aus ihren eigenen Erfahrungen und Erinnerungen be- richten, macht Prozessberichte außerdem anfällig für das Problem, das auch Zeitzeugenge- sprächen oft attestiert wird: dass die Erzählungen fehlerhaft sind und wichtige Details außer Acht lassen.96

Journalistischen Beiträgen auf der anderen Seite - wesentlich kürzer als Original-Dokumente oder Bücher - fehlt (wie auch allen anderen genannten Werken) häufig die angemessene Verknüpfung zur Gegenwart, um ihren Konsument*innen klarzumachen, was den ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess für heute immer noch relevant macht. Zusammenfassend kann daher gesagt werden, dass ein übersichtliches Werk zum ersten Frankfurter Auschwitz- Prozess, das durch abwechslungsreiche Elemente, Hintergrundinformationen sowie aktuelle Verweise die Chance hat, einer breiten Masse an Menschen alle nötigen Informationen zum Prozess zu übermitteln und gleichzeitig plausibel begründet, warum der Prozess bis in die heutige Zeit Bedeutung hat, nicht existiert.

Zusammenfassung der Kapitel

Kapitel 1 Einleitung: Stellt die Relevanz des Themas dar, indem sie aktuelle Umfragen zur Zufriedenheit mit der Demokratie und der Zustimmung zu rechtspopulistischen Parteien aufzeigt und daraus die Notwendigkeit einer besseren Aufarbeitung der NS-Geschichte ableitet.

Kapitel 2 Historische Einordnung: Bietet einen Überblick über die Judenverfolgung, den Holocaust, Konzentrationslager wie Auschwitz und die Auschwitz-Prozesse, um das notwendige historische Hintergrundwissen zu vermitteln.

Kapitel 3 Vorhandene Werke zum ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess: Analysiert verschiedene bestehende Publikationen zum Prozess, darunter Original-Dokumente, Prozessberichte und journalistische Werke, und bewertet deren Eignung für eine breite Öffentlichkeit.

Kapitel 4 Grundlagen für die Multimedia-Reportage: Begründet die Wahl der Multimedia-Reportage als Darstellungsform für das Thema, definiert die Zielgruppe und beleuchtet den Forschungsstand zu multimedialen Qualitätskriterien.

Kapitel 5 Geschichtsjournalismus und seine Qualitätsmerkmale (nach Horst Pöttker): Untersucht die Wichtigkeit und Entwicklung des Geschichtsjournalismus in den Medien und stellt dessen Qualitätsmerkmale nach Horst Pöttker (Wahrheit, Verständlichkeit, Aktualität) detailliert dar.

Kapitel 6 Schaffungsbericht zur Multimedia-Reportage: Beschreibt den Entstehungsprozess der multimedialen Reportage, ihre thematische Gliederung sowie die Integration multimedialer Inhalte und die Zusammenarbeit mit Historikerinnen.

Kapitel 7 Zusammenfassung und Bewertung: Fasst die Erkenntnisse über die verschiedenen Darstellungsformen zusammen und bewertet die erstellte Multimedia-Reportage anhand von Pöttkers Qualitätskriterien, wobei sie ihre Relevanz für die Gegenwart hervorhebt.

Schlüsselwörter

Auschwitz-Prozess, Geschichtsjournalismus, Multimedia-Reportage, Holocaust, Nationalsozialismus, Qualitätskriterien, Horst Pöttker, Erinnerungskultur, Demokratie, Rechtsextremismus, Zeugenaussagen, Medienkonvergenz, Storytelling, historische Aufarbeitung, Deutschland

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie eine geschichtsjournalistische Aufarbeitung des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses gestaltet werden kann, um seine Relevanz für die Gegenwart zu verdeutlichen und ein breites Publikum zu erreichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die historische Einordnung des Nationalsozialismus und Holocaust, die Analyse vorhandener Publikationen zum Auschwitz-Prozess, Qualitätskriterien des Geschichtsjournalismus und die Konzeption einer Multimedia-Reportage.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Forschungsfrage "Wie kann eine geschichtsjournalistische Aufarbeitung des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses aussehen?" durch die Erstellung einer Multimedia-Reportage zu beantworten, die Pöttkers Qualitätskriterien erfüllt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine Analyse des Forschungsstands zu bestehenden Werken und multimedialen Qualitätskriterien, insbesondere nach Horst Pöttker, als Grundlage für die Konzeption einer eigenen journalistischen Publikation.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die historische Einordnung, die Analyse bestehender Werke zum Frankfurter Auschwitz-Prozess, die Grundlagen und Qualitätsmerkmale des Geschichtsjournalismus sowie die Konzeption der Multimedia-Reportage detailliert behandelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Schlüsselwörter wie Auschwitz-Prozess, Geschichtsjournalismus, Multimedia-Reportage, Holocaust, Nationalsozialismus, Qualitätskriterien, Horst Pöttker, Erinnerungskultur, Demokratie und Rechtsextremismus charakterisiert.

Warum wird eine Multimedia-Reportage als Darstellungsform gewählt?

Eine Multimedia-Reportage wird gewählt, da sie komplexe Themen publikumsfreundlich darstellen kann, die sinkende Aufmerksamkeitsspanne berücksichtigt und ein junges Publikum über verschiedene Medienkanäle anspricht.

Welche Rolle spielen die Qualitätskriterien von Horst Pöttker?

Pöttkers Qualitätskriterien, insbesondere Wahrheit (Richtigkeit, Vollständigkeit, Unabhängigkeit), Verständlichkeit (bis hin zu Unterhaltsamkeit) und Aktualität, dienen als zentrale Orientierung für die Konzeption und Bewertung der Multimedia-Reportage.

Wie adressiert die Arbeit die aktuelle Relevanz des Auschwitz-Prozesses?

Die Arbeit stellt Bezüge zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen her, wie dem Anstieg rechter Gesinnung in Deutschland und dem Nahostkonflikt, um die dauerhafte Bedeutung der Lehren aus dem Auschwitz-Prozess zu untermauern.

Welche Herausforderungen wurden bei der Auswahl und Bewertung der vorhandenen Werke festgestellt?

Viele vorhandene Werke sind entweder zu umfangreich und unübersichtlich, subjektiv gefärbt oder es fehlt ihnen an einem Bezug zur Gegenwart, was ihre Eignung für ein breites Publikum einschränkt.

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Details

Title
Wie kann eine geschichtsjournalistische Aufarbeitung des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses aussehen?
Subtitle
Nach den Qualitätskriterien von Horst Pöttker
College
University of Applied Sciences Magdeburg  (Soziale Arbeit, Gesundheit und Medien)
Grade
2,0
Author
Tobias Wagner (Author)
Publication Year
2025
Pages
84
Catalog Number
V1611516
ISBN (eBook)
9783389159750
ISBN (Book)
9783389159767
Language
German
Tags
Fritz Bauer, Auschwitz, Frankfurt, Auschwitz-Prozess, Geschichtsjournalismus, Multimedia, Reportage, Multimedia-Rreportage, Horst Pöttker, Irmtrud Wojak, Fritz Bauer Forum
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Wagner (Author), 2025, Wie kann eine geschichtsjournalistische Aufarbeitung des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses aussehen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1611516
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