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Die Aidsdebatte des 20. Jahrhunderts im Spiegel einer Analyse der Zeitschrift "Die Zeit"

Die Jahre 1983 - 2005

Título: Die Aidsdebatte des 20. Jahrhunderts im Spiegel einer Analyse der Zeitschrift "Die Zeit"

Proyecto de Trabajo , 2006 , 28 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Henrike Göhl (Autor)

Estudios de género
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Der erste Artikel, in dem über die geheimnisvolle Krankheit „Morbus Kaposi“ in Deutschland berichtet wird, erscheint im „Spiegel“ mit der Ausgabe vom 31.05.1982. 1872 waren k.u.k. dem Hautarzt Moritz Kohn Kaposi in Rumänien erstmals Patienten mit dieser merkwürdigen Krankheit aufgefallen.Ältere Juden zumeist, an deren Haut sich blau-rote, krebsige Knoten bildeten, die an Zahl im Laufe von Jahren stetig zunahmen.So bekam diese geheimnisvolle Krankheit ihren Namen.
In dieser Aussage wird für mich klar, dass es zu jeder Zeit eine bestimmte geltende Wahrheit gibt.Denn wie uns nun 24 Jahre später bekannt ist, ist diese geheimnisvolle Krankheit weder eine Krebserkrankung noch ist sie die „Lustseuche“ der Homosexuellen. Nein, sie betrifft uns alle, sofern sie denn existiert. Damit meine ich, dass die Existenz von HIV noch nicht eindeutig nachgewiesen wurde. Um einen Virus als solchen zu bezeichnen, muss er mit einem ganz bestimmten Verfahren isoliert werden, was bis heute nicht geschehen ist. In dieser vorliegenden Arbeit habe ich mich nun mit der Berichterstattung des Themas „Aids“ in einem Zeitraum von 1983 – 2005 in der Zeitung „Die Zeit“ näher beschäftigt und bin zu spannenden Resultaten gekommen.Zugegebenermaßen war die Vorstellung, mich durch 25 Jahre „Zeitgeschichte“ anhand von einmal wöchentlichen Zeitungserscheinungen durchzuarbeiten, nicht gerade erbaulich.Bei meiner weiteren Recherche nach einem geeigneten und hoffentlich vorhandenen Archiv stieß ich auf Gruner & Jahr.Ich fragte einen Arbeitskollegen von mir, der zu dieser Zeit gerade bei Gruner&Jahr ein Praktikum absolvierte, ob er nicht intern jemand ausfindig zu machen sei, mit dem ich direkten Kontakt aufnehmen kann. Ich konnte daraufhin Kontakt mit einem Mitarbeiter des Archivs aufnehmen, der so freundlich war, mir über 1800 Artikel zum Thema „Aids“ aus den Jahren 1983 – 2005 auszudrucken.Deswegen möchte ich mich nun den Zeitperioden nähern und versuchen eine Entwicklung, im Sinne des Diskurses „Aids“ aufzuzeigen. Im ersten Kapitel widme ich mich kurz der Chronik der Zeitung „Die Zeit“, danach stelle ich die Jahre 1983 – 1989 vor, im zweiten Kapitel fasse ich den Zeitraum 1990 – 1999 zusammen, und im dritten Kapitel werde ich die Jahre 2000 – 2005 näher betrachten. Nach jedem Zeitabschnitt habe ich versucht, eine möglichst genaue Zusammenfassung der einzelnen Perioden darzustellen. Am Ende meiner Arbeit werde ich mich reflektierend zu der Art und Weise der Berichterstattung in der „Zeit“ äußern.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Eine kurze Chronik der Wochenzeitschrift „Die Zeit“

3. Der Diskurs der 80iger Jahre

3.1. Zusammenfassung 80iger Jahre

4. Der Diskurs der 90iger Jahre

4.1. Zusammenfassung 90iger Jahre

5. Der Diskurs der Jahre 2000 – 2005

5.1. Zusammenfassung der Jahre 2000 – 2005

6. Ein Versuch einer diskursanalytischen Auswertung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die mediale Berichterstattung über das Thema „Aids“ in der Wochenzeitschrift „Die Zeit“ im Zeitraum von 1983 bis 2005. Ziel ist es, die diskursive Entwicklung, Machtverhältnisse und die Art der Wissensvermittlung innerhalb der Berichterstattung historisch nachzuzeichnen und kritisch zu reflektieren.

  • Historische Chronologie des Aids-Diskurses in „Die Zeit“ (1983–2005)
  • Analyse der Rolle medizinischer Forschung und pharmazeutischer Interessen
  • Dokumentation von sozialen Bewegungen und persönlichen Schicksalen
  • Diskursanalytische Betrachtung nach Michel Foucault

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Der erste Artikel, in dem über die geheimnisvolle Krankheit „Morbus Kaposi“ in Deutschland berichtet wird, erscheint im „Spiegel“ mit der Ausgabe vom 31.05.1982. In diesem Artikel geht es um eine angebliche Krebskrankheit, die meistens eine bestimmte Zielgruppe trifft: Homosexuelle im Alter zwischen 25 und 30 Jahren.

„1872 waren k.u.k. dem Hautarzt Moritz Kohn Kaposi in Rumänien erstmals Patienten mit dieser merkwürdigen Krankheit aufgefallen. Ältere Juden zumeist, an deren Haut sich blau rote, krebsige Knoten bildeten, die an Zahl im Laufe von Jahren stetig zunahmen.“ (Zitat: Spiegel, 1982, Ausgabe vom 31.05.1982 )

So bekam diese geheimnisvolle Krankheit ihren Namen. In diesem Zusammenhang möchte ich mich nun kurz der Macht des Diskurses widmen. Dem Diskurs, der zu der damaligen Zeit seine Runden machte und die Welt in Angst und Schrecken versetzte. „Für die Homosexuellen hat der Herr immer eine Peitsche bereit“ (Zitat: Spiegel, Berliner Professor für Bakteriologie Franz Fehrenbach, 1982, Ausgabe vom 31.05.1982)

In dieser Aussage wird für mich klar, dass es zu jeder Zeit eine bestimmte geltende Wahrheit gibt. Denn wie uns nun 24 Jahre später bekannt ist, ist diese geheimnisvolle Krankheit weder eine Krebserkrankung noch ist sie die „Lustseuche“ der Homosexuellen. Nein, sie betrifft uns alle, sofern sie denn existiert. Damit meine ich, dass die Existenz von HIV noch nicht eindeutig nachgewiesen wurde. Um einen Virus als solchen zu bezeichnen, muss er mit einem ganz bestimmten Verfahren isoliert werden, was bis heute nicht geschehen ist. Demzufolge stellt sich uns auch die Frage, ob HIV die Immunschwäche „Aids“ verursacht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Motivation der Autorin dar, das Thema Aids in der Wochenzeitschrift „Die Zeit“ kritisch zu hinterfragen und den zeitlichen Rahmen der Analyse festzulegen.

2. Eine kurze Chronik der Wochenzeitschrift „Die Zeit“: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über die Entstehung und Entwicklung der Zeitung von 1946 bis 2006.

3. Der Diskurs der 80iger Jahre: Es wird der Beginn der Aids-Berichterstattung in der „Zeit“ thematisiert, geprägt von Panikmache, medizinischer Unsicherheit und dem Aufkommen erster Aidshilfen.

3.1. Zusammenfassung 80iger Jahre: Ein kurzer Rückblick auf die widersprüchlichen Datenlagen und die Entstehung neuer sozialer Hilfsstrukturen in diesem Jahrzehnt.

4. Der Diskurs der 90iger Jahre: Fokus auf die Entwicklung neuer Medikamente wie AZT, die Konfrontation mit persönlichen Schicksalen und die kritische Auseinandersetzung mit globalen Aidskongressen.

4.1. Zusammenfassung 90iger Jahre: Die Dekade wird als zentrales Jahrzehnt identifiziert, in dem jedoch keine Heilung gelang und wissenschaftliche Machtkämpfe dominierten.

5. Der Diskurs der Jahre 2000 – 2005: Untersuchung der internationalen Aidspolitik, insbesondere in Südafrika, sowie der Debatten um Patentrechte und den Zugang zu Medikamenten in Entwicklungsländern.

5.1. Zusammenfassung der Jahre 2000 – 2005: Die letzten Jahre werden als Phase nachlassender medialer Panik und einer Institutionalisierung der Debatte beschrieben.

6. Ein Versuch einer diskursanalytischen Auswertung: Abschlussreflexion unter Anwendung diskursanalytischer Ansätze von Foucault, wobei die Berichterstattung in „Die Zeit“ kritisch bewertet wird.

Schlüsselwörter

Aids, HIV, Diskursanalyse, Wochenzeitschrift Die Zeit, soziale Bewegungen, Pharmaindustrie, Morbus Kaposi, Forschung, Machtverhältnisse, Aids-Debatte, Medizingeschichte, Prävention, Wissenschaft, Diskriminierung, Zeitgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die historische Berichterstattung zum Thema Aids in der deutschen Wochenzeitung „Die Zeit“ zwischen 1983 und 2005.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung der medizinischen Forschung, die Rolle der Pharmaindustrie, den Umgang mit sozialen Bewegungen und die gesellschaftliche Wahrnehmung von Aids.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, die Entwicklung der öffentlichen Kommunikation und Machtdiskurse über Aids in einem führenden Printmedium kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin wendet Ansätze der Diskursanalyse an, insbesondere inspiriert durch Michel Foucaults Konzept der Machtverhältnisse in Diskursen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil ist chronologisch gegliedert (80er, 90er, 2000er Jahre) und untersucht jeweils die spezifische Berichterstattung der entsprechenden Zeitabschnitte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Aids, Diskursanalyse, HIV, Zeitgeschichte, Pharmaindustrie und soziale Bewegungen.

Wie bewertet die Autorin die Rolle von „Die Zeit“ bei der Berichterstattung?

Die Autorin kritisiert die „Zeit“ als ein eher konservatives Medium, das kritische Stimmen selten ungefiltert zu Wort kommen ließ und oft wertend berichtete.

Welche Rolle spielen die Forschungs- und Patentstreitigkeiten für die Autorin?

Sie werden als Indikator für Machtkämpfe um Geld und Prestige gewertet, die den wissenschaftlichen Fortschritt behindert haben könnten.

Warum wird die Situation in Südafrika in den späteren Jahren besonders beleuchtet?

Südafrika steht exemplarisch für den globalen Konflikt zwischen dem Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten und der Macht der Pharmakonzerne.

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Detalles

Título
Die Aidsdebatte des 20. Jahrhunderts im Spiegel einer Analyse der Zeitschrift "Die Zeit"
Subtítulo
Die Jahre 1983 - 2005
Universidad
University of Hamburg  (Gender und Queer Studies)
Curso
Die AIDS-Debatte des späten 20. Jh. als Initiatorin für soziale Bewegungen: Konstruktionen, Machtdiskurse und gesellschaftliche Identifikationen aus historischer Perspektive
Calificación
1,0
Autor
Henrike Göhl (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
28
No. de catálogo
V161153
ISBN (Ebook)
9783640747122
ISBN (Libro)
9783640857920
Idioma
Alemán
Etiqueta
Aids soziale Bewegungen Zeit Aidsdebatte Aidsdiskurs
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Henrike Göhl (Autor), 2006, Die Aidsdebatte des 20. Jahrhunderts im Spiegel einer Analyse der Zeitschrift "Die Zeit" , Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161153
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