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Die Verbindung zwischen Gott und Naturphänomenen und ihre Auswirkung auf die Entstehung von Gottesbildern

Exemplarische Darlegung an zwei Theophanien des Alten Testaments

Titre: Die Verbindung zwischen Gott und Naturphänomenen und ihre Auswirkung auf die Entstehung von Gottesbildern

Dossier / Travail , 2021 , 18 Pages , Note: 1

Autor:in: Anonym (Auteur)

Théologie - Théologie biblique
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Mithilfe der Analyse zweier biblischer Texte wird der Zusammenhang von Gott und Naturphänomenen dargelegt und die Auswirkung auf das Gottesbild betrachtet.
Hierfür werden zwei Theophanien aus dem Alten Testament herangezogen welcher einer Strukturanalyse unterzogen und gedeutet werden. Die Auswirkungen auf das Gottesbild werden vor allem im Kontext von Kindern betrachtet.

Eine der wohl bekanntesten Überlieferungen aus dem Alten Testament ist Exodus 20, die die Verkündung der zehn Gebote thematisiert. Hierbei soll das zweite Gebot Gottes besonders in den Fokus gerückt werden. In der Einheitsübersetzung von 1999 heißt es in Ex 20,4 wie folgt: Du sollst dir kein Gottesbild machen und keine Darstellung von irgendetwas am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde.
Die Differenzierung zwischen der Ausgabe und der überarbeiteten Ausgabe von 2016 ist insofern wichtig, als der Wortlaut voneinander abweicht und damit einhergehend eine semantische Änderung vorliegen könnte.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

  • 1 Das Gottesbild und die Natursymbolik
  • 2 Gottesbilder und Gottesvorstellungen
    • 2.1 Ausgleich der Transzendenz Gottes durch sprachliche Bilder
    • 2.2 Gott als Schöpfer der Natur
  • 3 Vergleich zweier Theophanieberichte im Alten Testament hinsichtlich ihrer Natursymbolik
    • 3.1 Ex 19,16-19
      • 3.1.1 Text (in kolometrischer Schreibweise)
      • 3.1.2 Strukturanalyse
      • 3.1.3 Deutung
    • 3.2 1 Könige 19,11-13
      • 3.2.1 Text (in kolometrischer Schreibweise)
      • 3.2.2 Strukturanalyse
      • 3.2.3 Deutung
    • 3.3 Naturerscheinungen in den Theophanieberichten
  • 4 Auswirkung von Natursymbolen auf das Gottesbild
  • Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Verbindung zwischen Gott und Naturphänomenen im Alten Testament, um zu analysieren, wie diese Interaktion die Entstehung und Entwicklung von Gottesbildern beeinflusst. Im Fokus steht die Frage, inwiefern Naturereignisse im Kontext biblischer Theophanien unsere Vorstellungen von Gott prägen und ob Gottes Rolle als Schöpfer in Einklang mit naturwissenschaftlichen Erkenntnissen gebracht werden kann.

  • Die biblische Anweisung, sich kein Gottesbild zu machen, im Verhältnis zu inneren Gottesvorstellungen.
  • Die Darstellung Gottes als Schöpfer der Natur und dessen Wirken in der Welt.
  • Exemplarische Analyse und Vergleich zweier Theophanieberichte (Exodus 19,16-19 und 1 Könige 19,11-13).
  • Die symbolische Bedeutung von Naturphänomenen (Donner, Blitze, Sturm, Erdbeben, Feuer, Säuseln) bei Gotteserscheinungen.
  • Der Einfluss von Natursymbolen auf das individuelle und kollektive Gottesbild.

Auszug aus dem Buch

3.1.3 Deutung

Der Textauszug beginnt in 16a mit einer Zeitangabe. Der Tag wird in numerischer Weise dargestellt, was mit der vorangestellten, hier ausgelassenen Weisung Gottes zusammenhängt. Der Verweis auf den dritten Tag macht deutlich, dass es einen Ursprungstag gab, von welchem aus gezählt wurde. In der Bibel dienen Tage als Maßeinheit der Zeit. Diese Maßeinheit wird durch die Theophanie unterbrochen und bricht damit mit dem Alltäglichen. Der Zusatz am Morgengrauen konkretisiert den genauen Zeitpunkt. 16b beginnt mit dem Präteritum von beginnen, was darauf hinweist, dass vor Erreichen des Morgengrauens am dritten Tag ein anderer Zustand geherrscht haben muss. Es drückt demnach eine Zustandsänderung aus. Die Verben donnern und blitzen verweisen auf Himmelsereignisse, die eng miteinander verbunden sind. Sie unterscheiden sich jedoch in der Wahrnehmbarkeit. Während das Donnern nur akustisch wahrgenommen werden kann, können Blitze nur optisch erkannt werden. Beide Phänomene erinnern hier an Theophanieereignisse, in denen Gott im Gewitter erscheint. Der Vers 16c beginnt mit einem Paradoxon, indem Wolken, welche aufgrund ihrer Schwebefähigkeit als leicht wahrgenommen werden, mit dem Adjektiv schwer genannt werden. Diese, verbunden mit dem Donnern und Blitzen, eröffnen das Bild eines Gewitters und erinnern an eine altorientalische Symbolsprache, welche mythologische Elemente beinhaltet. Das Verb lagen deutet daraufhin, dass der genannte Himmelskörper über dem Berg verweilt. Der Zusatz über dem Berg lässt zudem die Vermutung offen, dass die beschriebene Wetterlage nur dort vorherrschte und umliegende Bereiche nicht betroffen waren. 16d beschreibt mit dem Komparativ gewaltiger den erklingenden Hörnerschall. Damit wird die Lautstärke betont. Der ohnehin schon als laut assoziierte Schall, wird damit noch einmal besonders hervorgehoben. 16e nimmt Bezug auf das Volk, der Zusatz ganze verdeutlicht, dass ausschließlich alle Israeliten auf die gleiche Weise reagieren. Das Zittern könnte in dem Kontext der lauten und bedrohlichen Phänomene Angst andeuten, doch vielmehr soll es die Nähe zur Heiligkeit Gottes anzeigen.

Zusammenfassung der Kapitel

Kapitel 1 Das Gottesbild und die Natursymbolik: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, indem es die biblische Anweisung gegen Götzenbilder mit der unvermeidlichen Entwicklung innerer Gottesvorstellungen durch sprachliche Überlieferungen verbindet und den Fokus auf Naturphänomene bei Gotteserscheinungen legt.

Kapitel 2 Gottesbilder und Gottesvorstellungen: Hier werden die Begriffe Gottesbild und Gottesvorstellung differenziert und die transzendente Darstellung Gottes im Alten Testament beleuchtet, wobei Naturphänomene wie Wolken, Feuer und Finsternis als Symbole seiner Anwesenheit dienen.

Kapitel 3 Vergleich zweier Theophanieberichte im Alten Testament hinsichtlich ihrer Natursymbolik: Dieses Kapitel analysiert exemplarisch zwei Theophanien (Ex 19,16-19 und 1 Kön 19,11-13) detailliert, untersucht die darin vorkommenden Naturphänomene und deren symbolische Bedeutung für die Gottesdarstellung.

Kapitel 4 Auswirkung von Natursymbolen auf das Gottesbild: Es wird zusammenfassend dargelegt, wie Natursymbole in biblischen Texten die Gottesvorstellung prägen und verstärken, indem sie Gottes Wirken als fortlaufender Schöpfer der Natur widerspiegeln und die Pluralität der Gottesbilder aufzeigen.

Schlüsselwörter

Gottesbild, Gottesvorstellung, Natursymbolik, Theophanie, Altes Testament, Exodus, 1 Könige, Schöpfer, Naturphänomene, Bilderverbot, Exegese, Metaphern, Sprachbilder, Heiligkeit, Sinai

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Verbindung zwischen Gott und Naturphänomenen im Alten Testament und untersucht, wie diese Assoziationen die Entstehung und Entwicklung von Gottesbildern beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind die Entwicklung von Gottesbildern, die Rolle von Natursymbolik in biblischen Theophanien, der Vergleich spezifischer biblischer Berichte sowie die Diskussion über Gottes Einfluss auf die Natur im Kontext moderner Erkenntnisse.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu analysieren, wie Naturphänomene in alttestamentlichen Theophanien das menschliche Gottesbild formen und wie Gottes Rolle als Schöpfer in diesem Zusammenhang verstanden werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine exegetische Methode angewendet, die die Analyse von Bibeltexten, strukturelle Textanalyse und Deutung von Sprachbildern und Metaphern umfasst.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil der Arbeit behandelt einen detaillierten Vergleich zweier ausgewählter Theophanieberichte aus Exodus und 1 Könige hinsichtlich ihrer Natursymbolik sowie die daraus resultierenden Auswirkungen auf das Gottesbild.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Schlüsselwörter wie Gottesbild, Natursymbolik, Theophanie, Altes Testament, Schöpfer, Naturphänomene und Exegese charakterisiert.

Warum ist die Unterscheidung zwischen „Gottesbild“ und „Gottesvorstellung“ wichtig für die Arbeit?

Die Arbeit differenziert diese Begriffe, da „Gottesvorstellung“ das mentale Konzept von Gott beschreibt, während „Gottesbild“ dessen Konkretisierung in Texten meint, was essentiell ist, um zu verstehen, wie biblische Überlieferungen unsere inneren Bilder von Gott prägen, ohne eine konkrete Abbildung zu schaffen.

Welche spezifischen Unterschiede zeigen sich in den Naturphänomenen der verglichenen Theophanien von Mose und Elija?

Während in der Sinai-Theophanie (Exodus) Gott durch Donner, Blitze, schwere Wolken, Rauch und Beben in zerstörerischer Macht erscheint, offenbart er sich Elija (1 Könige) nicht im starken Sturm, Erdbeben oder Feuer, sondern in einem sanften, leisen Säuseln, was unterschiedliche Gottesbilder evoziert.

Wie wird die Rolle Gottes als Schöpfer der Natur im Kontext naturwissenschaftlicher Erkenntnisse diskutiert?

Die Arbeit erörtert, wie Gott als Schöpfer auch im Hier und Jetzt noch wirken kann, indem er sich der natürlichen Ordnung bedient und fortlaufend in die Natur eingreift, was eine „cooperatio“ zwischen Schöpfer und Geschöpf impliziert und sich mit naturwissenschaftlichen Gesetzmäßigkeiten vereinbaren lässt.

Welche Rolle spielen Ergebnisse der Gottesbildforschung bei Kindern und Jugendlichen für die Argumentation der Arbeit?

Studienergebnisse zur Gottesbildforschung bei Kindern und Jugendlichen (z.B. von Hanisch) untermauern die Argumentation, dass Natursymbole und biblische Erzählungen unmittelbar und oft unbewusst in die Gottesvorstellung einfließen und diese prägen.

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Titre
Die Verbindung zwischen Gott und Naturphänomenen und ihre Auswirkung auf die Entstehung von Gottesbildern
Sous-titre
Exemplarische Darlegung an zwei Theophanien des Alten Testaments
Note
1
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
18
N° de catalogue
V1611593
ISBN (ebook)
9783389156803
ISBN (Livre)
9783389156810
Langue
allemand
mots-clé
Gottesbilder Altes Testament AT Theophanie Theophanien Bibel Religion Gott Gottesbild Naturphänomene Schöpfung Theophanieberichte Theologie Exodus Deuteronomium Bibelanalyse Gottesvorstellungen Könige
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Citation du texte
Anonym (Auteur), 2021, Die Verbindung zwischen Gott und Naturphänomenen und ihre Auswirkung auf die Entstehung von Gottesbildern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1611593
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