Internationale Lösungsansätze des Umweltproblems am Beispiel des Kyoto-Abkommens


Seminararbeit, 2003

17 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1. Einleitung

2. Chronologie der Klimaverhandlungen
2.1 Vereinbarungen vor dem Rio-Gipfel
2.2 Der Gipfel von Rio
2.3 COP 1: Das Berlin-Mandat
2.4 COP 2: Eine Zwischenbilanz
2.5 COP 3: Entstehung des Kyoto-Protokolls
2.6 COP 4: Der Aktionsplan
2.7 COP 5: 1. Bonner Konferenz
2.8 COP 6: Das Bonner Abkommen
2.9 COP 7: Das Ringen um Details
2.10 COP 8: Kein Fortschritt, kein Rückfall

3. Details zum Kyoto-Protokoll
3.1 Die Mechanismen zur Umsetzung der ökologischen Zielvorgaben im Protokoll von Kyoto
3.1.1 Der Handel mit Emissionszertifikaten
3.1.2 Joint Implementation (JI)
3.1.3 Clean Development Mechanism (CDM)
3.2 Der Ratifizierungsprozess

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Das globale Klima verändert sich und ein Auslöser für diesen Wandel ist der Mensch. Wissenschaftler beschäftigen sich nun bereits seit den siebziger Jahren mit diesem Problem, um die genauen Ursachen, das Ausmaß der Veränderung und die Folgen des Klimawandels zu erforschen. Diese Forschung basiert zu einem großen Teil auf theoretischen Modellen, die in dem globalen und komplexen Öko-System Erde mit seinen mannigfaltigen Verknüpfungen und gegenseitigen Einflussfaktoren nur schwer überprüfbar sind. Lediglich die Tatsache, dass sich das Klima verändert ist unumstritten und auf Grund von Beobachtungen der Klimastruktur der letzten Jahrzehnte belegbar.

Bereits in wenigen Jahrzehnten könnten die Auswirkungen dieser Entwicklung ihren Einfluss auf das Leben auf der Erde zeigen. Die Folgewirkungen z. B. des Abschmelzens der Polkappen, des Anstieges der Meeresspiegels, die durch die Temperaturverschiebung bedingte Änderungen der Standortbedingungen für Pflanzen, der Störung der allgemeinen atmosphärischen Zirkulation oder der Bildung und Ausweitung von Wüsten sind aus heutiger Sicht noch schwer zu bewerten.

In den letzten Jahrzehnten wuchs in der Öffentlichkeit die Einsicht, dass diese Entwicklung verhindert bzw. zumindest abgeschwächt werden muss. Der Druck auf die internationale Politik stieg.

Diese Seminararbeit dient als Einführung in die internationale Klimapolitik, insbesondere am Beispiel des Kyoto-Protokolles.

2. Chronologie der Klimaverhandlungen

Da das Kyoto-Protokoll allerdings nicht als eigenständige Entwicklung, sondern als Ergebnis eines bis heute andauernden Prozesses gesehen werden kann, wird zunächst auf die Chronologie der internationalen Klimapolitik eingegangen.

2.1 Vereinbarungen vor dem Rio-Gipfel

Die erste Klimaschutzkonferenz der Vereinten Nationen fand bereits im Jahre 1979 in Genf, dem Sitz der Weltklimaorganisation WMO (World Meteorological Organisation) statt. Diese Konferenz erkannte und behandelte schon die wesentlichen Probleme des globalen Klimas, wie z.B. den Treibhauseffekt, die auch die Folgekonferenzen prägten. Als ein Ergebnis der Klimakonferenz in Genf wurde das Weltklimaprogramm (WCP) (World Climate Programme) bei der WMO ins Leben gerufen.

Auf der „1. Weltklimakonferenz über Veränderungen der Atmosphäre“ in Toronto berieten rund 300 Natur- und Wirtschaftswissenschaftler, Sozialpolitiker und Umweltschützer aus 48 Staaten über die Ursachen, die Folgen und die Möglichkeiten der internationalen Bekämpfung der Erderwärmung. Als ein Ergebnis dieser Konferenz ist die Gründung der Regierungs übergreifenden Arbeitsgruppe über Klimaveränderungen, kurz IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) zu bezeichnen. Diese Organisation hat die Aufgabe, alle weltweit verfügbaren Informationen über die Veränderungen des Weltklimas zu erfassen und sie in einem Bericht zu bündeln. Erstmals wurde dieser Bericht im Jahre 1990 vorgelegt und diente der Vorbereitung und Formulierung der UN-Klimaschutz-Rahmenkonvention von Rio (1992).

Die 2. Weltklimakonferenz fand im Jahre 1990 wieder in Genf statt. Auf dieser Konferenz wurde bereits die Fertigstellung einer Klimaschutzkonvention gefordert. Auf Grund des massiven US-Widerstandes war es jedoch nicht möglich, konkrete Ziele dieser Konvention zu formulieren.[1]

2.2 Der Weltgipfel von Rio

Vom 3. bis 14. Juni 1992 fand in Rio de Janeiro (Brasilien) erneut eine Weltklimakonferenz statt, die ,,Konferenz der Vereinten Nationen zu Umwelt und Entwicklung" (UNCED), auch ,,Weltgipfel" oder ,,Erdgipfel" genannt. Über 15000 Delegierte aus 178 Staaten, 115 Staats- und Regierungschefs, Vertreter von 1420 NGO(Non-Governmental Organisations) und 7000 Journalisten waren anwesend. Dieser Weltgipfel wird bis heute als größte Zusammenkunft von Staatsoberhäuptern aller Zeiten bezeichnet.[2]

Auf diesem Gipfel wurde eine ganze Reihe verschiedenster Papiere verabschiedet, u. a.: die Deklaration von Rio, die Agenda 21, die Konvention über biologische Vielfalt und eine Sammlung von Grundsätzen zum Umgang mit den globalen Waldbeständen.

Das wohl wichtigste Papier war die Klimarahmenkonvention (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC). Die Erstellung dieses Papiers war 1990, nach der Veröffentlichung des ersten IPCC-Berichtes, von der UN-Generalsversammlung an ein internationales Komitee (International Negotiating Committee for a framework convention, INC) übertragen worden.

Diese Klimarahmenkonvention enthielt eine ganze Reihe von Verpflichtungen für die unterzeichnenden Staaten. Diese sollten zuerst ermitteln, wie die Treibhausbilanz ihres Landes aussieht. Dazu mussten zunächst die Treibhausgas-Emissionen des Landes gemessen werden. Danach wurde gemessen, wie viel von diesen Stoffen z.B. durch Bindung in Pflanzen wieder aufgenommen wird.

Weitere Verpflichtungen, die durch die Konvention erwuchsen, waren z.B. die Förderung von sparsamen und umweltfreundlichen Technologien zu fördern (z. B. die Windkraft), die natürlichen Senken (z.B. Wälder, Seen, Ozeane) für Klimarelevante Gase zu schützen und zu erhalten. Die Klimarahmenkonvention trat am 21. März 1994 in Kraft, 90 Tage, nachdem der 50. Staat sie in Kraft gesetzt hatte.

[...]


[1] Aachener Stiftung Kathy Beys: Die Weltklimakonferenz in Genf 1979. http://www.nachhaltigkeit.aachener- stiftung.de/110073956209119/Geschichte/Zwischen%20Stockholm%20und% 20Rio/Weltklimakonferenz%20Genf%201979.htm

[2] http://www.schulseiten.de/rs-recke/ag21/doc/ag21-23.htm

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Internationale Lösungsansätze des Umweltproblems am Beispiel des Kyoto-Abkommens
Hochschule
Fachhochschule Münster  (FB 09)
Veranstaltung
BWL II Seminar
Note
1,3
Autor
Jahr
2003
Seiten
17
Katalognummer
V16117
ISBN (eBook)
9783638210522
ISBN (Buch)
9783638777797
Dateigröße
565 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Internationale, Lösungsansätze, Umweltproblems, Beispiel, Kyoto-Abkommens, Seminar
Arbeit zitieren
Sebastian Klute (Autor), 2003, Internationale Lösungsansätze des Umweltproblems am Beispiel des Kyoto-Abkommens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16117

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