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Handel mit Brasilien. Perspektiven und Gefahren

Título: Handel mit Brasilien. Perspektiven und Gefahren

Trabajo Escrito , 2022 , 32 Páginas , Calificación: 2,1

Autor:in: Anonym (Autor)

Economía - Relaciones económicas internacionales
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Die Zielsetzung ist, die Handelsbeziehung zwischen den Ländern Brasilien und Deutschland näher zu betrachten und zu analysieren. Dabei wird auf die umweltökonomischen, als auch auf die wettbewerbspolitischen Facetten eingegangen. Abschließend werden die künftigen Perspektiven, sowie die potenziellen Gefahren berücksichtigt und die intensiven Beziehung beider Ländern veranschaulicht und erläutert.

Die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Brasilien sind Bestandteil für die Volkswirtschaftslehre. Sie helfen die Bedeutung des internationalen Handels für die Wirtschaft beider Länder und die Weltwirtschaft herauszustellen. Durch die Volkswirtschaftslehre kann man komplexe Zusammenhänge in der Gesellschaft analysieren, wie z. B. das Wachstum oder die Inflation. Dies knüpft direkt an die wirtschaftlichen Herausforderungen an, welche die Themen Beschäftigungslosigkeit oder Umweltprobleme beinhalten können.

Durch den großen Einfluss des Handelskonkurrenten China bekommt die Beziehung zwischen Brasilien und Deutschland neue Perspektiven. Bezogen auf Brasilien und Deutschland ist die internationale Perspektive zu nennen, denn diese zwei Länder sind wichtige Akteure im internationalen Handel. Zudem entstehen durch die Beziehungen z. B. bilaterale Handelsabkommen oder Freihandelszonen. Ferner ist die Handelsbeziehung die Grundlage für die Analyse der Wirtschaftspolitik, einschließlich der Zölle, Währungsfragen und politischen Entscheidungen.

In den folgenden Kapiteln werden die Perspektiven und Gefahren zwischen Deutschland und Brasilien, unter Berücksichtigung deren wirtschaftlichen Auswirkungen analysiert. Es werden die wirtschaftlichen Chancen, als auch die potenziellen Risiken und Herausforderungen untersucht. Zuletzt werden die Zukunftsperspektiven dargestellt und abschließend die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst.

Extracto

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1 Einleitung

2 Rahmenbedingungen zwischen Deutschland und Brasilien

3 Handelsbeziehung zwischen Deutschland und Brasilien

4 Analyse der finanziellen Ströme

5 Wirtschaftliche Vorteile für beide Länder

6 Mögliche Gefahren und Herausforderungen

7 Zusammenfassung

Literatur


1 Einleitung

 

1.1 Einführung in das Thema

 

Die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Brasilien sind Bestandteil für die Volkswirtschaftslehre. Sie helfen die Bedeutung des internationalen Handels für die Wirtschaft beider Länder und die Weltwirtschaft herauszustellen. Durch die Volkswirtschaftslehre kann man komplexe Zusammenhänge in der Gesellschaft analysieren, wie z. B. das Wachstum oder die Inflation. Dies knüpft direkt an die wirtschaftlichen Herausforderungen an, welche die Themen Beschäftigungslosigkeit oder Umweltprobleme beinhalten können.

 

Durch den großen Einfluss des Handelskonkurrenten China bekommt die Beziehung zwischen Brasilien und Deutschland neue Perspektiven. Bezogen auf Brasilien und Deutschland ist die internationale Perspektive zu nennen, denn diese zwei Länder sind wichtige Akteure im internationalen Handel. Zudem entstehen durch die Beziehungen z. B. bilaterale Handelsabkommen oder Freihandelszonen. Ferner ist die Handelsbeziehung die Grundlage für die Analyse der Wirtschaftspolitik, einschließlich der Zölle, Währungsfragen und politischen Entscheidungen (vgl. Edling, 2023, S. 3 ff.).

 

In den folgenden Kapiteln werden die Perspektiven und Gefahren zwischen Deutschland und Brasilien, unter Berücksichtigung deren wirtschaftlichen Auswirkungen analysiert. Es werden die wirtschaftlichen Chancen, als auch die potenziellen Risiken und Herausforderungen untersucht. Zuletzt werden die Zukunftsperspektiven dargestellt und abschließend die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst.

 

1.2 Zielsetzung

 

Die Zielsetzung ist, die Handelsbeziehung zwischen den Ländern Brasilien und Deutschland näher zu betrachten und zu analysieren. Dabei wird auf die umweltökonomischen, als auch auf die wettbewerbspolitischen Facetten eingegangen. Abschließend werden die künftigen Perspektiven, sowie die potenziellen Gefahren berücksichtigt und die intensiven Beziehung beider Ländern veranschaulicht und erläutert.

 

1.3 Begriffsdefinitionen

 

Der Handel bezieht sich im Allgemeinen auf den An- und Verkauf von Waren und Dienstleistungen, welcher in heimischen Märkten oder im internationalen Kontext stattfinden kann (vgl. Büter, 2020, S.1f.).

 

Dem gegenüber strebt der „Freihandel“ den Liberalismus an, welcher spezielle Beschränkungen auf dem globalen Markt entkräftet. Es wird ein Handel frei von Zöllen und Handelsbariere angestrebt, sodass ein Handelsverkehr ermöglicht wird (vgl. bpb, n.D.) Der Freihandel dient als Grundlage für die bilateralen Handelsbeziehungen. Diese zielen darauf ab, dass zwei (bilaterale) Akteure, z.B. Brasilien und Deutschland, durch ihre wirtschaftlichen Beziehungen ergänzende Vorteile erzielen können. Wichtige Merkmale sind der Austausch von Waren & Dienstleistungen, Zöllen und Handelsbarrieren oder Freihandelsabkommen. Diese können einen erheblichen Einfluss auf die Wirtschaft beider Länder haben und sind wichtige Akteure auf dem internationalen Markt (vgl. bpb, n.D.).

2 Rahmenbedingungen zwischen Deutschland und Brasilien

 

2.1 wirtschaftliche Rahmenbedingungen

 

Brasilien verfügt über Vorteile aufgrund von einem Überschuss an Arbeitskräften und natürlichen Ressourcen. Mit einer Bevölkerung von über 200 Millionen Menschen und einem noch im Aufbau befindlichen Schulsystem hat Brasilien eine Vielzahl an ungelernten Arbeitskräften. Diese werden überwiegend in der Landwirtschaft, primär im Kaffeeanbau, eingesetzt. Des Weiteren ist das Land reich an natürlichen Ressourcen, wie fruchtbaren Böden, Mineralien, Eisenerz oder Sojabohnen. Brasiliens Exportvolumen und -strukturen werden stark von einer stetigen Zunahme an Rohstoffen, hohen Rohstoffpreisen und starken globalem Wachstum beeinflusst. Brasilianische Importe hingegen dienen der Herstellung von Gütern (vgl. Bastos et al., 2014).

 

 

Tabelle 2.1 Inflationsrate und Arbeitslosenquote Brasilien 2021-2023 in Prozent

 

Anmerkungen. Eigene Darstellung in Anlehnung an Brasilianisches Institut für Geographie und Statistik. (31. August, 2023). Brasilien: Monatliche Arbeitslosenquote von Juli 2021 bis Juli 2023. In Statista. Zugriff am 12. September 2023, von https://de.statista.com/statistik/daten/studie/565670/umfrage/monatliche-arbeitslosenquote-in-brasilien-nach-trimestern/ und Brasilianisches Institut für Geographie und Statistik. (12. September, 2023). Brasilien: Inflationsrate von August 2021 bis August 2023. In Statista. Zugriff am 12. September 2023, von https://de.statista.com/statistik/daten/studie/203877/umfrage/monatliche-inflationsrate-in-brasilien/. Copyright 2023 durch Statista.

 

Aus der Tabelle 2.1 kann man entnehmen, dass die Arbeitslosenquote in den Jahren 2021-2023 gesunken ist. Vergleicht man dies mit Deutschland, wird erkennbar, dass die Arbeitslosenquote in Brasilien höher ist, als in Deutschland (5,7 %) (vgl. Bundesagentur für Arbeit, 2023). Die Inflationsquote ist historisch gesehen (im Vergleich zu Deutschland bis zum Jahr 2022) gestiegen, was darauf zurückzuführen ist, dass die Regierung spezielle Maßnahmen ergriff (vgl. Wikibrief, 2021).

 

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland zeichnen sich durch eine stabile und vielfältige Industrie, hoch qualifizierten Arbeitskräften sowie einer zentral geografischen Lage in Europa aus. Als größte Volkswirtschaft Europas und viertgrößte weltweit, bietet Deutschland einen umfangreichen Binnenmarkt. Im Bereich der Automobil- und Maschinenindustrie und der IT-Branche ist die deutsche Wirtschaft leistungsstark. Deutschland nimmt global eine führende Position als Exporteur und Importeur von Waren und Dienstleistungen ein. Des Weiteren zeichnet sich Deutschland durch eine hohe Produktivität aus und legt den Fokus auf Forschung und Entwicklung (vgl. Mattei, 2019).

 

2.2 Rechtliche und politische Rahmenbedingungen

 

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für wirtschaftliche Aktivitäten in Deutschland werden durch eine politische Stabilität, einem robusten Rechtsstaat und einer effizienten Verwaltung geprägt. Das Land verfügt über ein System von wirtschaftlichen Gesetzen. Die soziale Marktwirtschaft, welche auf einem freiem Unternehmertum basiert spielt eine zentrale Rolle in Deutschland. Dies hat dazu beigesteuert, ein hohes Maß an wirtschaftlicher Stabilität und sozialer Sicherheit zu ermöglichen (vgl. Mattei, 2019).

 

Die Handelspolitik Brasiliens hat eine lange Geschichte des Protektionismus, die bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts zurückzuführen ist. Im Mai 2010 führte die brasilianische Regierung eine 25-prozentige Erhöhung der Einfuhrzölle für Autoteile. Ein Jahr später gab es eine 30-prozentige Steuer auf importierte Fahrzeuge. Inländisch produzierte Autos und Lastwagen waren hierbei nicht miteinbegriffen. Der Exportgarantiefonds (FGE) unterstützte zwischen 2009 und 2012 insgesamt 253 Exportoperationen. Zudem hat die brasilianische Entwicklungsbank (BNDES) verschiedene Programme eingeführt, um die Zinsbelastung für Exporteure zu reduzieren (vgl. Bastos, V. M., Esche, A., Flores, R., George, S., Gonçalves, A. C. P., Petersen, T., & Rausch, T., 2014).

 

Im Hinblick auf die deutsche Handelspolitik kann gesagt werden, dass Deutschland seine Handelspolitik nicht eigenständig kontrollieren kann, da sie als Mitglied der Europäischen Union der Festlegung von Zöllen oder Verhandlungen unterliegen. Die EU fokussierte sich intensiv auf die Liberalisierung im Dienstleistungshandel. Die EU verfolgt zudem eine Politik zum Schutz der Landwirtschaft (vgl. Bastos et al., 2014, S.17).

 

Brasilien besitzt ein aufstrebendes Wachstum und investierte in die Armutsbekämpfung bis 2013. Ab dem Jahr 2018 gab es vermehrte Korruptionsskandale, was zu einer Unzufriedenheit der Bewohner führte. Dies wurde durch den politischen Wechsel von Präsident Jair Bolsonara weiter verstärkt, dieser setzte sich nicht für den Schutz von indigenen Gebieten oder für den Schutz des Amazonas ein. Bei der Präsidentenwahl 2022, wurde Luiz Inácio Lula da Silva zum Präsidenten gewählt. Dadurch sank im Jahr 2023 die Arbeitslosigkeit auf 7,9 Prozent und erreichte den niedrigsten Wert, den es seit dem Jahr 2014 nicht mehr gab. Infolge dessen enstand in den Jahren 2010-2023 eine politische Stabilität, welche das Vertrauen von Investoren stärkte. Dies führte zu mehr ausländischen Direktinvestitionen und einer besseren wirtschaftlichen Performance (vgl. Deutsch-brasilianische Industrie- und Handelskammer, 2023).

3 Handelsbeziehung zwischen Deutschland und Brasilien

 

Die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Brasilien sind ein wichtiger Bestandteil innerhalb der globalen Wirtschaft. Beide Länder ziehen Nutzen aus Handelsaktivitäten und dem Austausch von Waren, Dienstleistungen und Kapital. Dies wirkt sich nicht nur auf den Wohlstand beider Nationen aus, sondern stärkt auch die bilateralen Beziehungen (vgl. Auswärtiges Amt, 2023).

 

3.1 Die Bedeutung der Handelsbeziehung

 

Die Handelsbeziehungen eröffnen den Ländern die Möglichkeit, ihre eigenen Ressourcen zu exportieren und fehlende Ressourcen zu importieren, sodass sich für beide Länder eine wirtschaftliche Effizienz ergiebt. Der europäische Handel hilft, die Abhängigkeit von chinesischen Märkten zu verringern, die für brasilianische Rohstoffexporteure ein potenzielles Risiko darstellen. Einerseits hat Brasilien einen wachsenden Handel mit Argentinien und den USA, aber konkurriert andererseits auch mit diesen Ländern hinsichtlich Exporten (z.B. Soja, Rindfleisch und Kohlenwasserstoffen) (vgl. Bastos et al, 2014, S.19ff.).

 

Bei dem Thema des Regenwaldschutzes unterstützen sich beide Länder gegenseitig. Im Januar 2023 wurde von Deutschland ein Fond von 35 Millionen Euro für den Amazonen freigestellt (vgl. BMZ, 2023).

 

3.2 Historische Entwicklung der Handelsbeziehungen

 

Die Integration in Lateinamerika begann im vorherigen Jahrhundert. Im Februar 1960 unterzeichneten Argentinien, Brasilien, Chile, Mexiko, Paraguay, Peru und Uruguay den ersten Vertrag zur wirtschaftlichen Integration in Lateinamerika, die Aliança Latino-Americana de Livre Comércio (ALALC). Weitere Staaten traten bei und erweiterten die ALALC über den südamerikanischen Kontinent, inklusive Mexiko (vgl. Wehner, 1999, S.262). Das Ziel war eine Freihandelszone und einen Abbau von Handelshemmnissen. Die ALALC traf auch Hinternisse, sodass die Associação Latino-Americana de Integração (ALADI) gegründet wurde. Ein zentrales Instrument war das Mercosul-Abkommen, auf welches im weiteren Verlauf noch näher eingegangen wird (vgl. Korthoff, 2005). Im Jahre 1957 gründeten die ALADI Staaten die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) mit dem Ziel der Angleichung der Wirtschaftspolitiken, welches durch die Zollunion und die gemeinsame Agrarpolitik erreicht werden sollte. Der Vertrag der Europäische Union von 1993 war der Grundstein für die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU). Dadurch wurde der „Euro“ (€) eingeführt, welche eine weltweit etablierte Währung ist (vgl. Läufer, 2005; Giering, 2006; Amtblatt der europäischen Gemeinschaften, 2001).

 

3.3 Importe und Exporte

 

Im Hinblick auf die allgemeine Dienstleistungsbilanz kann aus der Tabelle 3.1 abgeleitet werden, dass im Jahr 2022 die Dienstleistungen seit 2020 gesunken sind. Im Jahr 2020 betrug die Dienstleistungsbilanz ca. -23,25 Mrd. US$ (davon ca. 50 Mrd. US$ Importe und ca. 26 Mrd. US$ Exporte) und im Jahr 2022 stiegen zwar die Exporte um 7,91Mrd.US$ an. Die Importe stiegen auf 20,71 Mrd. US$ a, während die Dienstleistungsbilanz um 12,8 Mrd. US$ sank. (vgl. WTO, 2023).

 

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Tabelle 3.1 Brasiliens Dienstleistungsbilanz, bestehend aus den Importen und Exporten in den Jahren 2012-2022 im Milliarden US-Dollar

 

Anmerkungen. WTO. (25. Juli, 2023). Brasilien: Dienstleistungsbilanz aufgeschlüsselt nach Import und Export von Dienstleistungen (trade in Services) im Zeitraum 2012 bis 2022 (in Milliarden US-Dollar) [Graph]. In Statista. Zugriff am 12. September 2023, von https://de.statista.com/statistik/daten/studie/15762/umfrage/dienstleistungsbilanz-von-brasilien/. Copyright 2023 durch Statista.

 

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Abbildung 3.1 Einfuhr brasilianischer Produkte in Millionen Euro (vgl. Gtai, 2022)

 

Die deutschen Produkte, welche aus dem Land ausgeführt werden sind hauptsächlich Güter der gewerblichen Wirtschaft (siehe Abbildung 3.1). Fortführend nahmen die Genussmitel zu sowie der gesamte Import Brasileins. Zudem sieht man, dass Deutschland eindeutig weniger Land- und Ernährungswirtschaftliche Produkte exportiert (Vergleich Abbildung 1 und Abbildung 2).

 

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Abbildung 3.2 Ausfuhr deutscher Produkte in Millionen Euro (vgl. Gtai, 2022)

 

Aus der Abbildung 3.2 kann man ablesen, dass der Export von Deutschland in den Jahren 2021 und 2022 zugenommen hat. Besondere Anstiege gab es bei den Gütern der gewerblichen Wirtschaft. Dies kann man in Zusammenhang mit der Abbildung 3.3 betrachten. Die deutschen Ausfuhrgüter im Jahr 2021 sind hauptsächlich chemische Erzeugnisse und Maschinen.

 

 

Abbildung 3.3 Dienstleistungen zwischen Deutschland und Brasilien (vgl. Gtai, 2022)

 

Im Gegenzug dazu, importiert Deutschland von Brasilien im Jahr 2022 hauptsächlich Kaffe und Ölkuchen (vgl. statistisches Bundesamt, 2022)

 

 

Abbildung 3.4 Land- und Forstwirtschaftliche Veränderung in den Jahren 2000-2022 (Wochenbericht Brasilien, 2023, S.9)

 

Aus Abbildung 3.4 kann man entnehmen, dass die Land- und Forstwirtschaft in den Jahren 2000-2020 zunahm. Im Jahr 2000 lag der Index bei 57. Er stieg bis in dem Jahr 202 auf 113 an. Darüber hinaus steig die landwirtschaftliche Produktion um 99 Prozent seit dem Jahr 2000. Aufgrund dessen nahm die landwirtschaftlich genutzt Fläche um 28,3 Prozent zu. Die bewaldete Fläche stieg ebenfalls um 59,4 Prozent an. Zusammenfassend kann man festhalten, dass sich die Dienstleistungsbilanz von Brasilien positiv entwickelte, da die Warenimporte und Exporte in den Jahren 2000-2022 anstiegen. Insgesamt stiegen die Warenausfuhren um 16, 47 Prozent und die Wareneinfuhren um 20,55 Prozent (vgl. Wochenbericht Brasilien, 2023 S. 1 ff.). Die wichtigsten Exportgüter sind vor allem Kaffee, was an der erheblichen landwirtschaftlichen Fläche bedingt wird. Zu den wichtigsten Importen zählen Güter der gewerblichen Wirtschaft, besonders die Automobilgüter.

 

3.4 Der Außenhandel mit China

 

In kürzester Zeit hat sich China zur führenden Handelsmacht der Welt entwickelt, welches aus der Abbildung 3.2 hervorgeht. Seit dem Beitritt Chinas zur Welthandelsorganisation (WTO) im Jahr 2001 ist der chinesische Anteil am globalen Güterhandel kontinuierlich gestiegen (vgl. Statistisches Bundesamt, 2023). Im Jahr 2008 weiste China ein höheres Wachstum als die USA auf. Dadurch wurde im Jahr 2012 China zum wichtigen Handelspartner mit einem Anteil von 9,59 Prozent.

 

 

Abbildung 3.2 Deutschlands Anteile von den USA und China am Gesamtvolumen des Außenhandels (Exporte und Importe) von Deutschland von 1991 bis 2022

 

Anmerkungen. UN Comtrade. (20. Februar, 2023). Deutschland: Anteil von den USA und China am Gesamtvolumen des Außenhandels (Exporte + Importe) von Deutschland von 1991 bis 2022 [Graph]. In Statista. Zugriff am 12. September 2023, von https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1385169/umfrage/anteil-chinas-und-der-usa-am-aussenhandel-deutschlands/

 

Die Beziehungen von China und Brasilien zeichnen sich dadurch aus, dass China den größten Import der BRICS-Statten seit mehrere Jahren aufweist (vgl. WTO, 2023). Sie sind einer von Deutschlands größten Konkurrenten, wenn es um die Handelsbeziehungen mit Brasilien geht. Ihr Handelsvolumen ist die letzten Jahre stetig gestiegen, sodass Brasilien Chinas wichtigster Partner in Lateinamerika wurde. Der Handel konzentriert sich hauptsächlich auf Brasiliens Export von Rohstoffen und langwirtschaftlichen Produkten (z.B. Sojabohnen, Eisenerz, Öl oder Fleischprodukte). Im Gegensatz dazu importiert Brasilien Güter, wie Elektronik, Maschinen oder Fahrzeuge. Aufgrund dieser bedeutenden Beziehungen beteiligte sich China an verschiedenen brasilianischen Infrastrukturprojekten, wie z.B. im Eisen- oder Hafenbau. Dies ermöglichte eine ausgebaute Infrastruktur und einen erleichterten Export. Im Bezug auf die Währung die Währung, kann festgehalten werden, dass beide Länder ein bilaterales Währungsabkommen besitzen, welches einen Austausch, ohne einen Umtausch in US-Dollar, ermöglicht (vgl. Jogschies, 2022; Rose, 2022; Santora, 2023).

 

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass China weiterhin eine Schlüsselrolle auf dem globalen Markt spielen wird und ein wichtiger Handelspartner für Brasilien und Deutschland ist. Deutschland exportiert sowohl in China, als auch nach Brasilien hauptsächlich Maschinen, Fahrzeuge oder Elektronik, denn die deutsche Qualität ist in beiden Ländern sehr gefragt. Brasilien hingegen exportiert hauptsächlich Rohstoffe und landwirtschaftliche Produkte in beide Länder. Dies macht Deutschland und China zu wirtschaftlichen Konkurrenten, denn beide Länder in die brasilianische Infrastruktur investiert (vgl. Busch, 2018; Rodríguez, 2020, S. 373 ff.).

 

 

Abbildung 3.3 Brasiliens Haupthandelspartner und Hauptwarengruppen im Jahr 2022 (UN Comtrade, 2022, S.10)

 

Anmerkungen. Brasilien. (2023, 28. Juli). Statistisches Bundesamt. Abgerufen am 12. September 2023 (7), von https://www.destatis.de/DE/Themen/Laender-Regionen/Internationales/Laenderprofile/brasilien.html. Copyright, 2023 durch Statista.

 

Aus der Abbildung 3.3 lässt sich entnehmen, dass die Warenexporte im Jahr 2022 von China bedingt wurden. Somit ist China einer der wichtigsten Exportländer für Brasilien. Hinsichtlich der Warenimporte ist China der stärkste Akteur mit 22,8 Prozent. Deutschland besitzt vergleichsweise nur 5,1 Prozent.

 

Brasiliens Warenexporte beziehen sich auf Mineralische Brennstoffe oder auch Mineralöle, sowie Ölsamen, Erze, Fleisch oder Eisen und Stahl. Dies spiegelt Brasiliens Rohstoffe wieder. Im Bezug auf die Warenimporte lässt sich festhalten, dass die mineralischen Brennstoffe, Maschinen, elektronische Erzeugnisse, Düngermittel und chemische Erzeugnisse importiert werden, was einen Transfer zu dem Ausbau der Infrastruktur zulässt.

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Título
Handel mit Brasilien. Perspektiven und Gefahren
Curso
VWL
Calificación
2,1
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2022
Páginas
32
No. de catálogo
V1611838
ISBN (Ebook)
9783389156964
ISBN (Libro)
9783389156971
Idioma
Alemán
Etiqueta
Brasilien Handelsbeziehungen VWL wirtschaftliche Entwicklung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2022, Handel mit Brasilien. Perspektiven und Gefahren, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1611838
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