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Übergangsriten - Eine kurze Darstellung

Title: Übergangsriten - Eine kurze Darstellung

Term Paper , 2006 , 16 Pages , Grade: 1.7

Autor:in: Fernanda Menezes Dias (Author)

Ethnology / Cultural Anthropology
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Das Thema Rituale beschränkt sich nicht nur, wie man zunächst annehmen
mag, auf „nicht-westliche“ Kulturen, vielmehr sind sie sind in jeder Kultur zu finden. In einigen sind die Rituale mehr mit Symbolen und Mystizismus verbunden, in anderen eher weniger. Eine genaue Defnition des Rituals ist nicht möglich. Zum einen weil sie sehr
kulturabhängig sind und zum anderen weil sich die Ansichten darüber im
Laufe der Zeit immer wieder verändert habe. Selbst heute noch herrschen die verschiedensten Meinungen darüber. Die möglichen Defnitionen sollen hier aber nicht diskutiert werden. Viel mehr möchte ich mich nur auf einen kleinen Teil der Rituale, nämlich den Übergangriten beschränken, da mir diese bei meiner Arbeit als zentral wichtig erschienen.
Bei der Arbeit an den Übergangsriten stütze ich mich hauptsächlich auf die Thesen von Van Gennep und Turner. Was Van Gennep mit Übergangsriten denn meint, wieso Turner sich hauptsächlich mit der Schwellenphase befasste, was ein Übergangsritual genau ausmacht oder was der Sinn der Rebellionsriten ist, sind nur eine der vielen Fragen die ich mit meiner Arbeit versuche zu beantworten. Auch einem Kritiker habe ich Platz eingeräumt.


Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Hauptteil

1. Formen von Übergangsritualen

2. Übergangsriten

3. Schwellenzustand

- Rebellionsriten

- The Power of Rights

4. Eigenschaften von Schwellenwesen

5. Kritik an Gennep und Turner

Schlusswort

Quellen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die religionsethnologische Bedeutung von Ritualen, wobei der Fokus gezielt auf Übergangsriten und deren strukturelle Phasen liegt. Ausgehend von den klassischen Theorien von Arnold van Gennep und Victor Turner analysiert die Autorin, wie solche Riten soziale Ordnung sichern, den Status von Individuen transformieren und welche Rolle dabei liminale Phasen sowie Communitas spielen.

  • Grundlagen und Definitionsproblematik von Ritualen
  • Die drei Phasen der Übergangsriten nach van Gennep
  • Liminalität und die Bedeutung der Communitas bei Turner
  • Funktion von Rebellionsriten als soziale Umkehr
  • Kritische Betrachtung männlicher und weiblicher Initiationsmodelle

Auszug aus dem Buch

3. Schwellenphase

Während van Gennep sich auf alle drei Phasen bezieht, widmet sich Turner in seinem Werk „Das Ritual – Struktur und Anti-Struktur“ besonders der Schwellenphase. Er hält sie für wichtig, da hier die entscheidenden Dinge zur Umwandlung der Initianten geschehen. Wie bereits erwähnt, ist die Schwellenphase die jenige Phase des Rituals in der der Initiant seine bisherige soziale Rolle bereits abgestreift hat und sich auf die neue vorbereitet. Er bezeichnet sie als „Betwixt and Between“ (in seinem gleichnamigen Buch) weil es eine Phase ist, in der der Initiant sich zwischen zwei genau definierten Stadien befindet, aber keinem genau zuzuordnen ist.

Charakteristisch für dieses Stadium des Rituals ist, dass der Initiant in eine andere Realität hineinmanövriert wird. Dadurch, dass der Neophyt in dieser Situation außerhalb der sozialen Wirklichkeit lebt, bekommt dieser die Möglichkeit normale und gewöhnliche Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen und zu hinterfragen. Dadurch besteht eigentlich die Möglichkeit, das gesellschaftliche Gerüst ins Wanken zu bringen. Diese Station des Rituals wird von Turner Liminalität genannt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung erläutert, dass Rituale ein kulturübergreifendes Phänomen sind, und grenzt den Fokus der Arbeit auf Übergangsriten unter Einbeziehung der Thesen von van Gennep und Turner ein.

Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in fünf Kapitel, die von den verschiedenen Formen ritueller Handlungen über die Analyse von Übergangsphasen und dem Zustand der Liminalität bis hin zur kritischen Auseinandersetzung mit den gängigen Theorien reichen.

Schlusswort: Das Schlusswort resümiert die hohe soziale Relevanz von Ritualen für den Zusammenhalt von Gemeinschaften und stellt fest, dass die Begriffe Ritual und Ritus im wissenschaftlichen Diskurs oft komplex, aber nicht strikt voneinander getrennt verwendet werden.

Schlüsselwörter

Rituale, Übergangsriten, Liminalität, Schwellenphase, Communitas, Van Gennep, Victor Turner, Initiation, Sozialstruktur, Rebellionsriten, Religionsethnologie, Statuswechsel, Antistruktur, Tradition, Soziale Ordnung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die ethnologische Analyse von Ritualen, mit einem speziellen Fokus auf Übergangsriten und deren Bedeutung für die soziale Struktur einer Gemeinschaft.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Phasenlehre nach van Gennep, das Konzept der Liminalität und Communitas nach Turner sowie Rebellionsriten und geschlechtsspezifische Unterschiede bei Initiationsritualen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Funktionsweise und Notwendigkeit von Übergangsriten aufzuzeigen, um zu verstehen, wie sie den Statuswechsel von Individuen steuern und zur Aufrechterhaltung der sozialen Ordnung beitragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die zentrale anthropologische Werke von Arnold van Gennep, Victor Turner, Max Gluckman und Jean de La Fontaine vergleicht und diskutiert.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definition und Formen von Übergangsriten, die Bedeutung des Schwellenzustands (Liminalität), die Dynamik von Rebellionsriten sowie die Kritik von Bruce Lincoln an den klassischen Modellen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Übergangsriten, Liminalität, Communitas, Initiation und soziale Struktur.

Was versteht man unter dem Begriff "Liminalität" in diesem Kontext?

Liminalität bezeichnet die Schwellenphase eines Rituals, in der der Initiant sich zwischen seinem alten und seinem neuen Status befindet und somit außerhalb der üblichen sozialen Hierarchien steht.

Welche Kritik äußert Bruce Lincoln an den klassischen Theorien?

Lincoln kritisiert, dass sich Gennep und Turner zu stark auf männliche Initiationsrituale konzentrieren und ihr Phasenmodell nicht ohne Weiteres auf weibliche Riten übertragbar ist.

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Details

Title
Übergangsriten - Eine kurze Darstellung
College
University of Frankfurt (Main)  (Institut für Historische Ethnologie)
Course
Einführung in die Religionsethnologie
Grade
1.7
Author
Fernanda Menezes Dias (Author)
Publication Year
2006
Pages
16
Catalog Number
V161315
ISBN (eBook)
9783640766635
ISBN (Book)
9783640767083
Language
German
Tags
Übergangsrituale Übergangsriten Schwellenzustand Rebellionsriten The power of rights Schwellenwesen Arnold van Gennep Victor Turner Religionsethnologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Fernanda Menezes Dias (Author), 2006, Übergangsriten - Eine kurze Darstellung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161315
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