In dieser Arbeit soll die Auffassung von Entwicklungshilfe des Ethnologen Richard Rottenburg in ‚Weit hergeholte Fakten‘ dargestellt und sein Kulturverständnis kritisiert werden.
Entwicklungshilfe habe ihre Ziele verfehlt und bringe nichts. Das sind Kritiken die über EZ zu hören sind. Und trotzdem fießt immer mehr staatliches Geld in solche Projekte. Auch Rottenburg scheint von der heutigen Form der Entwicklungshilfe alles andere als überzeugt zu sein. Vielmehr drehe sich Entwicklungshilfe im Kreis und verfehle ihr Ziel: nämlich Entwicklungsländern zu helfen. R. geht sogar soweit zu behaupten, dass das die neue Form von kolonialer Hegemonie sei.
Da dies eine ethnologische Arbeit ist und es sich hier um ein ethnologisches Buch handelt, dürfen kulturelle Aspekte natürlich nicht fehlen. Mit Rottenburgs Darstellung von EZ soll auf sein Verständnis von Kultur näher betrachtet und kritisiert werden.
Inhaltsverzeichnis
- Entwicklungsethnologie vs. Ethnologie der Entwicklung
- Weit hergeholte Fakten
- Das heutige Kulturverständnis
- Kultur in 'Weit hergeholte Fakten'
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert die Sichtweise des Ethnologen Richard Rottenburg auf Entwicklungshilfe, wie sie in seinem Werk "Weit hergeholte Fakten" zum Ausdruck kommt. Der Fokus liegt dabei auf der Kritik an Rottenburgs Kulturverständnis und der Darstellung der Entwicklungshilfe als Instrument der kolonialen Hegemonie.
- Entwicklungsethnologie vs. Ethnologie der Entwicklung
- Kritik an der Entwicklungshilfe
- Rottenburgs Kulturverständnis
- Koloniale Hegemonie in der Entwicklungshilfe
- Ethnologische Perspektive auf Kultur
Zusammenfassung der Kapitel
- Entwicklungsethnologie vs. Ethnologie der Entwicklung: Dieses Kapitel beleuchtet die beiden Hauptansätze der Ethnologie im Kontext der Entwicklungshilfe: die Entwicklungsethnologie und die Ethnologie der Entwicklung. Es werden die Ziele, Methoden und Kritikpunkte beider Ansätze diskutiert.
- Weit hergeholte Fakten: Dieser Abschnitt stellt Rottenburgs Kritik an der Entwicklungshilfe vor. Mithilfe fiktiver Figuren werden die Problematiken und Absurditäten der Entwicklungshilfe aufgezeigt.
Schlüsselwörter
Entwicklungshilfe, Ethnologie, Kultur, Koloniale Hegemonie, Entwicklungsethnologie, Ethnologie der Entwicklung, "Weit hergeholte Fakten", Richard Rottenburg
Häufig gestellte Fragen
Was kritisiert Richard Rottenburg an der Entwicklungshilfe?
Rottenburg kritisiert, dass Entwicklungshilfe (EZ) oft ihre Ziele verfehlt, sich im Kreis dreht und in seiner radikalsten These sogar eine neue Form kolonialer Hegemonie darstellt.
Worum geht es in dem Buch „Weit hergeholte Fakten“?
Der Ethnologe nutzt fiktive Figuren und Erzählungen, um die Absurditäten und strukturellen Probleme innerhalb der Entwicklungszusammenarbeit aufzuzeigen.
Was ist der Unterschied zwischen Entwicklungsethnologie und Ethnologie der Entwicklung?
Entwicklungsethnologie arbeitet aktiv in Projekten mit, um diese zu verbessern. Die Ethnologie der Entwicklung betrachtet die EZ kritisch von außen als einen eigenen kulturellen Forschungsgegenstand.
Wie wird Rottenburgs Kulturverständnis in der Arbeit bewertet?
Die Arbeit setzt sich kritisch mit Rottenburgs Darstellung von Kultur auseinander und hinterfragt, wie er kulturelle Differenzen im Kontext der EZ gewichtet.
Warum fließt trotz Kritik immer mehr Geld in die Entwicklungshilfe?
Dies ist eine der zentralen Fragen, die die Arbeit aufwirft. Es scheint systemische Gründe zu geben, warum an der heutigen Form der EZ festgehalten wird, obwohl der Erfolg oft ausbleibt.
- Quote paper
- Fernanda Menezes Dias (Author), 2008, Kultur in Rottenburg's "Weit hergeholte Fakten", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161332