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Kultur in Rottenburg's "Weit hergeholte Fakten"

Title: Kultur in Rottenburg's "Weit hergeholte Fakten"

Term Paper , 2008 , 23 Pages , Grade: 1.3

Autor:in: Fernanda Menezes Dias (Author)

Ethnology / Cultural Anthropology
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit soll die Auffassung von Entwicklungshilfe des Ethnologen Richard Rottenburg in ‚Weit hergeholte Fakten‘ dargestellt und sein Kulturverständnis kritisiert werden.
Entwicklungshilfe habe ihre Ziele verfehlt und bringe nichts. Das sind Kritiken die über EZ zu hören sind. Und trotzdem fießt immer mehr staatliches Geld in solche Projekte. Auch Rottenburg scheint von der heutigen Form der Entwicklungshilfe alles andere als überzeugt zu sein. Vielmehr drehe sich Entwicklungshilfe im Kreis und verfehle ihr Ziel: nämlich Entwicklungsländern zu helfen. R. geht sogar soweit zu behaupten, dass das die neue Form von kolonialer Hegemonie sei.
Da dies eine ethnologische Arbeit ist und es sich hier um ein ethnologisches Buch handelt, dürfen kulturelle Aspekte natürlich nicht fehlen. Mit Rottenburgs Darstellung von EZ soll auf sein Verständnis von Kultur näher betrachtet und kritisiert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Hauptteil

A.

1. Entwicklungsethnologie vs. Ethnologie der Entwicklung

2. Weit hergeholte Fakten

B.

3. Das heutige Kulturverständnis

4. Kultur in 'Weit hergeholte Fakten'

Schlusswort

Literatur

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die kritische Auseinandersetzung des Ethnologen Richard Rottenburg mit der Entwicklungshilfe in seinem Werk „Weit hergeholte Fakten“ und untersucht dabei insbesondere sein Verständnis von Kultur sowie die Machtmechanismen innerhalb der Entwicklungszusammenarbeit.

  • Gegenüberstellung von Entwicklungsethnologie und Ethnologie der Entwicklung
  • Kritische Dekonstruktion von Metacodes und dem sogenannten „Technischen Spiel“
  • Diskursanalyse der Rollen von Financiers, Konsultanten und lokalen Akteuren
  • Wandel vom klassischen Kulturverständnis hin zur prozessualen Kulturbetrachtung
  • Untersuchung der hegemonialen Strukturen im westlich geprägten Entwicklungskontext

Auszug aus dem Buch

1. Entwicklungsethnologie vs. Ethnologie der Entwicklung

In der Diskussion um die Positionierung der Ethnologie im Kontext der Entwicklungshilfe, lassen sich zwei Herangehensweisen unterscheiden: nämlich Entwicklungsethnologie und Ethnologie der Entwicklung.

In der Entwicklungsethnologie werden Mittel und Wege diskutiert, wie Entwicklungshilfe mit Unterstützung der Ethnologie, am besten und effektivsten durchzuführen ist. Zentral ist hier das Berücksichtigen lokaler Kulturen. „Sie sehen in dem, was hier als ‚Institutionalisierung der ethnologischen Perspektive‘ bezeichnet werden soll, den effektivsten Weg, Einfluß auf die entwicklungspolitische Praxis zu nehmen und sie so von innen heraus zu humanisieren.“ Entwicklungshilfe kann in ihren Augen nur erfolgreich sein, wenn Kultur als „alle Lebensbereiche durchdringende(s) Konzept gemeinschaftlicher Selbstdefinition und Sinnstiftung“ angesehen wird.

Seit Mitte der 80er gibt es von Ethnologen konkrete Kritiken und Vorschlägen wie Entwicklungshilfe aus völkerkundlicher Sicht zu verbessern ist. Hauptkritikpunkt ist, dass man sich zu sehr auf finanzielle und technische Hilfe konzentriert. Kulturelle Entwicklungen des jeweiligen Landes dabei außer Acht lässt. Wenn Entwicklungshilfe jedoch fruchten soll, muss es zu einer Verquickung von technischem und kulturellem Wissen kommen.

Während die Entwicklungsethnologie aktiv zu einer Gestaltung der Entwicklungshilfe beitragen möchte, reflektiert und kritisiert die Ethnologie der Entwicklung das, was sich innerhalb der Entwicklungsarena abspielt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik der Arbeit sowie Vorstellung der kritischen Perspektive auf das Werk von Richard Rottenburg.

Hauptteil: Kernstück der Analyse, das sich mit der methodischen Einordnung der Ethnologie in die Entwicklungshilfe befasst.

1. Entwicklungsethnologie vs. Ethnologie der Entwicklung: Erläuterung der theoretischen Differenz zwischen der gestalterischen Entwicklungsethnologie und der eher reflektierenden Ethnologie der Entwicklung.

2. Weit hergeholte Fakten: Detaillierte Darstellung der von Rottenburg beschriebenen Akteursrollen und der dahinterliegenden Problematiken in der Entwicklungspraxis.

3. Das heutige Kulturverständnis: Herleitung des modernen, prozessualen Kulturbegriffs im Gegensatz zur klassischen, statischen Betrachtungsweise.

4. Kultur in 'Weit hergeholte Fakten': Anwendung der theoretischen Kulturbetrachtung auf Rottenburgs Analyse der hegemonialen Machtverhältnisse in der Entwicklungshilfe.

Schlusswort: Kritische Reflexion der Stärken und Schwächen von Rottenburgs Werk sowie der generellen Rolle der Ethnologie der Entwicklung.

Literatur: Verzeichnis der in der Arbeit zitierten Quellen und weiterführenden wissenschaftlichen Werke.

Schlüsselwörter

Entwicklungshilfe, Richard Rottenburg, Entwicklungsethnologie, Ethnologie der Entwicklung, Metacode, Technisches Spiel, Kulturverständnis, Hegemonie, Lokales Wissen, Partizipation, Entwicklungszusammenarbeit, Diskursanalyse, Wissensrepräsentation, Machtverhältnisse, Kulturelle Transformation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das von Richard Rottenburg in „Weit hergeholte Fakten“ dargestellte Verständnis von Entwicklungshilfe und hinterfragt die dabei implizierten Kulturbegriffe.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Machtverhältnisse zwischen Akteuren in der Entwicklungszusammenarbeit, die Rolle von Expertenwissen sowie die Bedeutung kultureller Differenzen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen der öffentlichen Wahrnehmung von Entwicklungshilfe und den tatsächlich stattfindenden, oft hegemonial geprägten Machtstrukturen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Es handelt sich um eine ethnologische Diskursanalyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur und der kritischen Dekonstruktion von Fallbeispielen basiert.

Was wird im Hauptteil detailliert beleuchtet?

Der Hauptteil analysiert die unterschiedlichen Perspektiven von Finanzier, Konsultant und Ethnologe auf Projekte sowie die Bedeutung abstrakter Begriffe wie „Metacode“ oder „Technisches Spiel“.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die zentralen Begriffe sind Entwicklungshilfe, Metacode, kulturelle Hegemonie, Diskurs und prozessuales Kulturverständnis.

Warum spielt der Begriff „Metacode“ bei Rottenburg eine so zentrale Rolle?

Der Metacode fungiert als westlich dominiertes, abstraktes Regelwerk, das sicherstellt, dass Informationen aus Entwicklungsländern für westliche Institutionen „berechenbar“ und interpretierbar gemacht werden.

Was ist mit dem „Technischen Spiel“ in der Entwicklungshilfe gemeint?

Es bezeichnet die Reduktion komplexer soziokultureller Probleme auf rein technische oder numerische Fragen, um moralische und politische Differenzen auszublenden und eine vermeintliche Objektivität zu erzeugen.

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Details

Title
Kultur in Rottenburg's "Weit hergeholte Fakten"
College
University of Frankfurt (Main)  (Institut für Historische Ethnologie)
Course
Kultur und Entwicklung
Grade
1.3
Author
Fernanda Menezes Dias (Author)
Publication Year
2008
Pages
23
Catalog Number
V161332
ISBN (eBook)
9783640744251
ISBN (Book)
9783640744473
Language
German
Tags
Entwicklungshilfe Entwicklungszusammenarbeit Richard Rottenburg Entwicklung Kultur 'Weit hergeholte Fakten' Entwicklungsethnologie Ethnologie der Entwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Fernanda Menezes Dias (Author), 2008, Kultur in Rottenburg's "Weit hergeholte Fakten", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161332
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