Global Warming und seine Folgen für Mikronesien


Hausarbeit, 2008

21 Seiten, Note: 1.7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Hauptteil
1. Die Gefahr des Global Warming
Grundlagen
Auswirkungen & Prognosen
2. Was bedeutet das Global Warming
für die Bewohner Ozeaniens?
Auswirkungen
Prognosen
3. Global Warming Politik
Internationale Maßnahmen
Ozeanien und andere kleine Inselstaaten

Schlusswort

EINLEITUNG

Im Rahmen des Seminars „Seefahrerkulturen in Mikronesien" soll das Thema „Global Warming" im Hinblick auf seine Folgen für ganz Ozeanien dargestellt werden.

Durch die mediale Aufmerksamkeit ist es heute kaum möglich, sich dem Thema Globale Erderwärmung zu entziehen. Fernsehen, Zeitungen und Zeitschriften berichten von einer kommenden Apokalypse und entfachten einen bisher wohl selten da gewesenen Hype um ein wissenschaftliches Thema. Die Folge davon: jedem ist Global Warming ein Begriff.

Aufgabe dieser Arbeit soll es sein, die bisherigen Auswirkungen der Klimaerwärmung in Ozeanien darzustellen. Die Entscheidung fiel nach kurzem Einlesen auf dieses Gebiet, da die Auswirkungen für den ganzen Pazifik gelten und es sich als schwer erwies lediglich Mikronesien zu berücksichtigen. Konkrete Beispiele, sofern welche vorhanden waren, beziehen sich immer auf mikronesische Inseln. Da es sich hierbei um eine ethnologische Hausarbeit handelt, habe ich mich vor allem im ersten Kapitel dazu entschieden, die naturwissenschaftlichen Aspekte nur oberflächlich zu behandeln.

Die vorliegende Arbeit erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.

HAUPTTEIL

1. Die Gefahr Global Warming

Grundlagen

Auf die Frage was denn eigentlich Global Warming sei, antwortete einmal der Manager Ben Namakin1 wie folgt: „In Central Africa, Lake Chad, once the sixth- largest lake in the world, has all but disappeared. In just 45 years it has shrunk to a fraction ofit's original size with only 10 percent remaining."2 Er geht sogar noch weiter, indem er sagt, dass bis zum Jahre 2015 die sechs Carteret Inseln, die zu Papua Neu Guinea gehören, völlig verschwunden sein werden.

Klar ist, dass die Erderwärmung die Umwelt und damit uns Menschen verändert. In welchem Maße wir tatsächlich dazu beitragen ist bis heute umstritten. Daher ist es sinnvoll, sich dem Thema erstmal aus einer geschichtlichen Perspektive zu nähern.

Wir leben heute in einer Warmzeit die seit ungefähr 11.600 Jahren anhält und es noch 15.000 - 20.000 Jahre tun wird.3 Während dieser Periode gab es immer wieder wärmere und kältere Phasen. So war die letzte warme Zeitspanne, Medieval Warm Period genannt, von 700 bis 1250 n. Chr. Die Temperatur stieg um ungefähr 1 Grad. Rund 100 Jahre später beginnt die Little Ice Age Zeit in der die Durchschnittstemperatur um 1 Grad weltweit sank. Sie endete Mitte des 19. Jahrhunderts. Seitdem herrscht wieder ein wärmeres Klima.4 Seit dem späten 19. Jahrhundert steigt die Temperatur jedoch stetig an und ist um ~ 0,74 Grad angestiegen.5

Grund für diese Erhöhung ist der Treibhauseffekt. Dieser sorgt durch die Treibhausgase für eine höhere Temperatur auf der Erde. Ohne ihn hätte der Planet eine Durchschnittstemperatur von -18 Grad, was ein menschliches Leben wahrscheinlich unmöglich machen würde. Als Treibhausgase bezeichnet man gasförmige Stoffe „die bewirken, dass Infrarotstrahlung in der Atmosphäre zurückgehalten wird, so dass die Erdoberfläche sowie der untere Bereich der Atmosphäre sich erwärmen."6

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bild 2: Darstellung des Treibhauseffekts

Man unterscheidet zwischen natürlichen und unnatürlichen Treibhausgasen. Bei den natürlichen handelt es sich um solche die in der Umwelt Vorkommen und schon immer Bestandteil der Atmosphäre waren. Die unnatürlichen, meist als anthropogen bezeichnet, sind Treibhausgase die der Mensch verursacht.

Hauptsächlich sind das:

Ursachen Beitrag zur Erderwärmung7

Kohlenstoffdioxid (C02) Nutzung fossiler

Brennstoffe8,

Abholzung 55%

Fluorchlorkohlenstoff (FCKW) Kühlmittel 24%

Methan (CH4) Reisanbau 15%

Distickstoffoxid (N20) Düngung, Nutzung

fossiler Brennstoffe 6%

Wie die Tabelle zeigt bildet das CO2 den größten Teil des anthropogenen Treibhausgases.

Ein weiterer Faktor der bei der globalen Erwärmung eine wesentliche Rolle spielt sind die Aerosole. Dabei handelt es sich um Partikel in der Atmosphäre, die die Sonnenstrahlung teilweise absorbieren. Sie entstehen in der Atmosphäre, aber auch durch Waldbrände oder Vulkanausbrüchen.9 Obwohl es umstritten ist, geht man heute davon aus, dass der Mensch für die starke Zunahme der Treibhausgase verantwortlich ist. Grund für diese Annahme sind die hohen Emissionswerte, die mit steigender Industrialisierung auch immer höher werden. Parallel dazu wird es immer wärmer. Innerhalb der letzten 50 Jahre ist die Temperatur pro Jahrzehnt um 0,13 Grad gestiegen. Das ist doppelt soviel wie in den 100 Jahren davor.

1994 schrieb der britische Meteorologe John Houghton, dass die 80er das wärmste Jahrzehnt seit den Wetteraufzeichnungen gewesen sei.10 Im Februar 2007 veröffentlicht der Weltklimarat den vierten Bericht über die globale Erwärmung. Hier sind bereits elf der letzten zwölf Jahre11 die wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen!12 Daher geht man mit einer über 90%igen Sicherheit davon aus, dass die steigenden Temperaturen auf den Menschen zurückzuführen sind.13

Auswirkungen & Prognosen

Durch verbesserte Technologien können Veränderungen des Klimas immer leichter beobachtet und ausgewertet werden. Daten die Wissenschaftler seit den 1970ern aufzeichnen, zeigen „dass die [...] Erwärmung bereits einen erkennbaren Einfluss auf die physikalischen und biologischen Systeme hatte"14. So beobachtet man beispielsweise, dass die Durchschnittstemperatur der Ozeane in Tiefen bis zu 3.000 Metern angestiegen ist und dass sie bereits 80% der Klimawärme absorbiert haben. Die Erwärmung führt zu einer Ausdehnung des Wassers und trägt somit zum Anstieg des Meeresspiegels bei.

Die eigentliche Ursache dafür ist aber das Schmelzen der Gebirgsgletscher und der Eiskappen. Zwischen 1961 - 2003 ist der Meeresspiegel pro Jahr um 1,8 Zentimeter angestiegen, während des 20. Jahrhunderts sogar um ca. 17 Zentimeter.15 Bis 2030 rechnet man mit einem weiteren Anstieg von bis zu 15 Zentimeter. Das hört sich zunächst nicht viel an, stellt aber Menschen, die in Küstenregionen leben (und das tun ungefähr die Hälfte der Menschen, da das Land hier besonders fruchtbar ist16 ) vor existentielle Probleme, wie z. B. Landverlust oder Vermischung von Salz- mit Süßwasser.

Mit der globalen Erwärmung verändert sich auch die Landwirtschaft. Manche Gebiete sind von extremen Niederschlägen, andere von Dürren betroffen. Da Menschen in der eigenen Region nur solche Pflanzen anbauen können, die für das lokale Klima geeignet sind, sind Klimaveränderungen verheerend, da die bisherigen Nutzpflanzen nicht mehr gedeihen können. Eine Ausnahme bilden bestimmte Arten in Afrika. Diese blühen trotzdem, haben dafür kürze Vegetationszeiten. Für die Menschen bedeutet das weniger Essen und weniger Verkauf.

[...]


1 Namakin ist Program ManagerOfEnvironmentat Education & Awareness Program at the Conservation Society OfPohnpei. Aus: http://www.micsem.org/pubs/counselor/frames/climatechangefr.htm (Dezember 2007)

2 http://www.micsem.org/pubs/counselor/frames/climatechangefr.htm (Dezember 2007)

3 www.na-bibb.de/eu-arbeitsprogramm, p. 34 (17/01/08)

4 Nunn, Patrick: Climate, Environment and Society in the Pacific during the Last Millennium, Elsevier-Amsterdam 2007, p. 209

5 http://www.ipcc.ch/ipccreports/ar4-wg1.htm (22/01/08)

6 Leggett, Jeremy: Der Treibhauseffekt. In: Global Warming. Die Wärmekatastrophe und wie wir sie verhindern können. Piper - München 1991 p. 33

7 Tabelle aus: Leggett, Jeremy: Der Treibhauseffekt. In: Global Warming. Die Wärmekatastrophe und wie wir sie verhindern können. Piper - München 1991 p. 36

8 z. B. Kohle, Erdgas oder -öl

9 Houghton, John: Globale Erwärmung. SpringerVerlag - Berlin 1994, p. 41

10 Houghton, John: Globale Erwärmung. SpringerVerlag - Berlin 1994

11 d. h. laut Bericht von 1995 bis 2006

12 http://www.ipcc.ch/pdf/reports-nonUN-translations/deutch/IPCC2007-WGl.pdf (22/01/08)

13 http://www.ipcc.ch/ipccreports/ar4-wgl.htm (22/01/08)

14 http://www.ipcc.ch/pdf/reports-nonUN-translations/deutch/IPCC2007-WG2.pdf (22/01/08)

15 http://www.ipcc.ch/pdf/reports-nonUN-translations/deutch/IPCC2007-WG1.pdf (22/01/08)

16 Nunn, Patrick: Climate, Environment and Society in the Pacific during the Last Millennium, Elsevier-Amsterdam 2007, p. 209

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Global Warming und seine Folgen für Mikronesien
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Institut für Historische Ethnologie)
Veranstaltung
Seefahrerkulturen in Mikronesien
Note
1.7
Autor
Jahr
2008
Seiten
21
Katalognummer
V161334
ISBN (eBook)
9783640755233
ISBN (Buch)
9783640755288
Dateigröße
656 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Global Warming, Mikronesien, Ozeanien
Arbeit zitieren
Magister Artium Fernanda Menezes Dias (Autor), 2008, Global Warming und seine Folgen für Mikronesien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161334

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