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Die Kaiserkrönung Heinrich V. - Der Weg zur Krise von 1111

Title: Die Kaiserkrönung Heinrich V. - Der Weg zur Krise von 1111

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 35 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Sara Gläser (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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m Bezug auf die Kaiserkrönung Heinrich V. im Jahre 1111; einem denkwürdigenEreignis für die Zeitgenossen, was anhand der zahlreichen Überlieferungenfestzustellen ist, muss zunächst, bevor die Krönung selbst ins Zentrum desBetrachtens gerückt wird, die Situation, in der sich die Kontrahenten befanden,erläutert werden. Weiterhin ist es ebenso wichtig auf ihre ideologische Stellunghinzuweisen– gleichzeitig jedoch die durchaus angewandte Pragmatik ihrerMachtbehauptung und–erweiterung nicht außer Acht zu lassen. Die angestrebtenZiele ließen sowohl Paschalis II., wie auch Heinrich V. vom Pfad ihrer Ideologieabrücken; Heinrich setzte die seinen letztendlich (zumindest vorübergehend) mitGewalt durch.
In seiner diplomatischen und umsichtigen Politik hatte sich Urban II, der, obgleichVerfechter der gregorianischen Reformideen, bemüht, sowohl den kirchenpolitischen Notwendigkeiten, als auch den Vorschriften des kanonischen Rechts Genüge zuleisten.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Erste Kontakte zwischen Heinrich V. und Paschalis II. – die Synode von Guastalla

1.2 Die Synoden von 1107: Châlons-sur-Marne und Troyes

1.3 Die Verhandlungen von 1109 und der »tractatus de investitura episcoporum«

2. Der Romzug 1110

2.1 Der Vertrag von Santa Maria in Turri

2.2 Der Vertrag von Sutri

3. Die Kaiserkrönung im Februar

3.1 Die Gefangenschaft des Papstes

3.2 Das »Pravileg«

3.3 Die Kaiserkrönung am 13. April

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit analysiert die Kaiserkrönung Heinrichs V. im Jahr 1111 und untersucht dabei insbesondere den Weg in die Krise, der durch die gescheiterten Investiturverhandlungen geprägt war. Ziel ist es, die Beweggründe der beteiligten Akteure zu beleuchten und das Handeln des Kaisers im Kontext der politisch-ideologischen Spannungen zwischen Regnum und Sacerdotium neu zu bewerten.

  • Die diplomatischen Vorverhandlungen und Synoden zwischen 1106 und 1109
  • Die Analyse der Verträge von Santa Maria in Turri und Sutri
  • Die dramatischen Ereignisse des Romzugs 1110 und der Krönung 1111
  • Die Dynamik der Gefangennahme des Papstes und deren Folgen
  • Die kritische Auseinandersetzung mit der herrschenden Forschungsmeinung zu Heinrich V.

Auszug aus dem Buch

Die Kaiserkrönung im Februar

Am 11. Februar erreichte Heinrich die Stadt Rom. Sein Heer ließ er traditionsgemäß am Monte Mario lagern. Die königlichen Geiseln, nämlich des Königs Neffe Friedrich, der Bischof Bruno von Speyer und drei Grafen waren schon am 9. Februar übergeben worden; wann dies mit den päpstlichen geschah ist nicht eindeutig zu belegen. Ekkehard verlegt die Übergabe auf den Tag vor Sutri; die Paderborner Annalen auf den 12. Februar vor dem Einzug des Königs in den Petersdom, aber nach seinem Empfang durch den Papst. Die Vita Paschalis erwähnt zum gleichen Zeitpunkt die Übergabe der königlichen Geiseln. Zumindest scheint es keine Unregelmäßigkeiten beim Austausch gegeben zu haben.

Am Sonntag, dem 12. Februar sandte der Papst einen Festzug, der dem vom Monte Mario herabsteigenden König entgegen ziehen sollte, um ihn zur Leostadt zu geleiten. Darunter waren: „[…] signiferos cum bandis, scrinarii, iudices et stratores; maxima etiam populi multitudo ei cum ramis [...]”. Es ging über die Via Triumphalis bis zu der kleinen Brücke, die über den Höllenbach führte. Dort leistete der König den ersten Eid. „[…] Duo iuxta priorum imperatorum consuetudinem iuramenta, unum ante ponicellum [...]” Darin schwur er, dass er Privilegien und Gewohnheiten der Römer wahren werde. „Ich, Heinrich, künftiger Kaiser, schwöre, dass ich die guten Gewohnheiten der Römer achten werde, und bestätige aufrichtig die dritte Urkunde, so wahr mir Gott helfe und seine heiligen Evangelien.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das komplexe Spannungsfeld des Investiturstreits ein und erläutert die Ausgangslage sowie die Zielsetzung der Untersuchung.

1.1 Erste Kontakte zwischen Heinrich V. und Paschalis II. – die Synode von Guastalla: Das Kapitel beleuchtet den Beginn der diplomatischen Bemühungen um eine Aussöhnung, die durch starre Positionen bei der Laieninvestitur jedoch keine Fortschritte brachten.

1.2 Die Synoden von 1107: Châlons-sur-Marne und Troyes: Hier werden die erfolglosen Verhandlungen und die Verschärfung der Konflikte zwischen den päpstlichen Forderungen und dem königlichen Anspruch auf Investitur dargestellt.

1.3 Die Verhandlungen von 1109 und der »tractatus de investitura episcoporum«: Der Fokus liegt auf dem diplomatischen Fortschritt durch den Traktat, der jedoch die grundsätzliche Uneinigkeit nicht beheben konnte.

2. Der Romzug 1110: Dieses Kapitel beschreibt den militärischen Aufbruch Heinrichs V. nach Rom und die politischen Manöver zur Absicherung seiner Position gegenüber der Kurie.

2.1 Der Vertrag von Santa Maria in Turri: Die Analyse konzentriert sich auf den Vorvertrag, der die Rückgabe kirchlicher Regalien im Austausch gegen den Verzicht auf die Laieninvestitur festlegte.

2.2 Der Vertrag von Sutri: Hier wird der endgültige Abschluss des Abkommens zwischen König und Papst sowie die Rolle der beteiligten Fürsten thematisiert.

3. Die Kaiserkrönung im Februar: Das Kapitel dokumentiert den feierlichen Einzug in Rom und die ritualisierten Eidesleistungen vor der Krönungszeremonie.

3.1 Die Gefangenschaft des Papstes: Der Text analysiert den plötzlichen Umschlag der Stimmung, der zur Gefangennahme des Papstes durch den König führte.

3.2 Das »Pravileg«: Dieses Kapitel untersucht das unter Zwang entstandene Privileg, das die Investitur als kaiserliches Vorrecht festschrieb.

3.3 Die Kaiserkrönung am 13. April: Die Schilderung der eigentlichen Krönung unter den Schatten der vorangegangenen Ereignisse und die Zelebrierung der Messe bilden den Abschluss der chronologischen Betrachtung.

4. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion über das historische Urteil bezüglich Heinrichs V. und einer Einordnung seiner Rolle im Investiturstreit.

Schlüsselwörter

Investiturstreit, Heinrich V., Paschalis II., Kaiserkrönung 1111, Regalien, Vertrag von Sutri, Sacerdotium, Regnum, Laieninvestitur, Gregorianische Reform, Römischer Romzug, Privileg, Kirchenpolitik, Mittelalter, Papsttum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Ereignissen rund um die Kaiserkrönung Heinrichs V. im Jahr 1111 und analysiert den Investiturstreit als zentralen Konflikt zwischen dem deutschen Herrscher und dem Papsttum.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die diplomatischen Verhandlungen, das Verhältnis zwischen weltlicher und kirchlicher Macht, die Rolle der Regalien sowie die juristische Auseinandersetzung über die Laieninvestitur.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Autorin möchte untersuchen, welche Bedingungen zum Scheitern der Verhandlungen führten und wie die Person Heinrichs V. entgegen dem einseitig negativen Forschungsbild in einen historisch differenzierten Kontext eingebettet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung stützt sich auf eine tiefgehende Analyse zeitgenössischer Quellen wie Chroniken, Streitschriften und Briefe sowie auf die Auseinandersetzung mit der aktuellen wissenschaftlichen Forschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch von den frühen diplomatischen Kontakten über den Romzug 1110 bis hin zu den turbulenten Ereignissen der Krönung am 13. April 1111.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Investiturstreit, Regalien, Laieninvestitur, Sacerdotium, Regnum sowie die Namen der Hauptakteure Heinrich V. und Paschalis II.

Warum kam es zur Gefangennahme des Papstes?

Die Gefangennahme wird nicht als sorgfältig geplante Verschwörung, sondern als fatale Eskalation nach dem Scheitern der Investiturverhandlungen während der Krönungszeremonie interpretiert.

Wie wird der Begriff »Regalia« interpretiert?

Die Arbeit arbeitet heraus, dass das Scheitern der Krönung 1111 auch auf eine gegensätzliche Interpretation des Regalienbegriffs zurückzuführen ist: Die Kirche sah darin die Pertinenz zum Reich, während der Kaiser und sein Umfeld die Pertinenz zum König betonten.

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Details

Title
Die Kaiserkrönung Heinrich V. - Der Weg zur Krise von 1111
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Philosoph. Fakultät)
Course
Die Kaiserekrönung im Mittelalter
Grade
sehr gut
Author
Sara Gläser (Author)
Publication Year
2002
Pages
35
Catalog Number
V16135
ISBN (eBook)
9783638210683
Language
German
Tags
Kaiserkrönung Heinrich Krise Kaiserekrönung Mittelalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sara Gläser (Author), 2002, Die Kaiserkrönung Heinrich V. - Der Weg zur Krise von 1111, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16135
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