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Überlegungen zur Bedeutung des "Privilegium Minus"

Título: Überlegungen zur Bedeutung des "Privilegium Minus"

Trabajo de Seminario , 2010 , 17 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Sebastian Ketting (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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Diese Arbeit beschäftigt sich, wie bereits der Titel preis gibt, mit der Bedeutung des vom römisch-deutschen Kaiser Friedrich I. "Barbarossa" ausgestellten Privlegium Minus, welches den jahrelang währenden Konflikt um Bayern zwischen dem Welfen Heinrich III. von Sachsen und Heinrich II. von Bayern entschied.
Zunächst wird auf eben diesen Konflikt im Vorfeld der Ausstellung dieser Urkunde eingegangen, ehe die Regelungsversuche Friedrich des I. thematisiert werden. Inhaltlich geht es danach um die Inhalte des Privilegium Minus und die Bedeutungen sowohl der einzelnen inhaltlichen Bestimmungen, als auch der Urkunde als Gesamtes.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführende Bemerkungen

2. Welche Bedeutung kann man dem Privilegium Minus zumessen?

2.1. Welfisch- staufischer Konflikt und Königsdesignation Friedrichs III. von Schwaben. Die Entwicklungen vor der Königswahl 1152

2.2. Die Regelung des Anspruchs auf Bayern durch Friedrich Barbarossa

2.3. Das Dokument der Beilegung des Konflikts und der Gründung des Herzogtums Österreichs: Das Privilegium Minus

2.4. Bedeutungen und Auswirkungen des Privilegium Minus in der Praxis des 12. Jahrhunderts

3. Beantwortung der Forschungsfrage

4. Literatur- und Quellenverzeichnis

Zielsetzung und Forschungsfragen

Die Seminararbeit untersucht die historische Bedeutung des Privilegium Minus aus dem Jahr 1156, welches den Abschluss eines langjährigen Konflikts zwischen den Dynastien der Welfen und Babenberger darstellt. Ziel der Arbeit ist es, die Beweggründe Kaiser Friedrich I. Barbarossas sowie die weitreichenden rechtlichen und politischen Implikationen dieser Urkunde für die Erhebung Österreichs zum Herzogtum zu analysieren und deren Einzigartigkeit im Kontext des Hochmittelalters zu bewerten.

  • Analyse des welfisch-staufischen Konflikts im Vorfeld der Königswahl 1152.
  • Untersuchung der diplomatischen Strategien Friedrich Barbarossas zur Beilegung des bayerischen Lehensstreits.
  • Interpretation der spezifischen Bestimmungen des Privilegium Minus hinsichtlich Erbfolgeregelungen und Gerichtsbarkeit.
  • Einordnung der Urkunde als historisch bedeutendes Dokument zur territorialen und politischen Aufwertung Österreichs.

Auszug aus dem Buch

2.4. Bedeutungen und Auswirkungen des Privilegium Minus in der Praxis des 12. Jahrhunderts

Interessant ist nun, noch einmal etwas tiefer zu untersuchen, was die Bestimmungen des Privilegium Minus in der Realität bedeuten, bzw. wie sie sich auswirkten. Die absolut grundlegendste Änderung, die eben diese Urkunde festlegt, ist die Beendigung des Abhängigkeitsverhältnisses der ehemaligen Mark Österreichs von Bayern. Bezüglich der Festlegungen, die sich nicht auf territoriale Ansprüche und Erhebungen beziehen, darf man hier von einer außergewöhnlichen Urkunde des Mittelalters sprechen, denn zum einen wird auch die Frau Heinrich Jasomirgotts belehnt. Da allgemein bekannt ist, dass die Frau im Mittelalter, auch im Hochmittelalter noch nicht, sonst nicht durch Belehnung in eine so hohe Position erboben wird, ist diese ausdrückliche Nennung der Herzogin Theodora mehr als außergewöhnlich. Auch das Recht der weiblichen Erbfolge, im Fall eines Vollzugs der Ehe ohne männlichen Nachkommen, wird dem neu eingesetzten österreichischen Herzogspaar eingeräumt.

Eine absolute Einzigartigkeit bis dahin ist zum anderen die „libertas affectandi“, welches dem Herrscherpaar bei Kinderlosigkeit zugesteht, einen beliebigen Nachfolger zu bestimmen. In allen anderen derartigen Fällen des Mittelalters steht es dem römisch-deutschen König zu, das betreffende Lehen im Regelfall an einen Kandidaten seiner Wahl zu vergeben und daraus Kapital zu schlagen. Besonders bedeutend ist dieses Recht der Bestimmung des Nachfolgers bei Kinderlosigkeit, weil dieses Vorbild für spätere Urkunden war, die zwischen dem Königshaus und Dynastien ausgestellt wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführende Bemerkungen: Dieses Kapitel erläutert die Ausgangslage des welfisch-babenbergischen Konflikts um Bayern und führt in die Fragestellung zur historischen Bedeutung des Privilegium Minus ein.

2. Welche Bedeutung kann man dem Privilegium Minus zumessen?: Das Hauptkapitel analysiert detailliert die historische Entwicklung, die diplomatische Vermittlung durch Friedrich Barbarossa sowie den Inhalt und die praktische Tragweite der Urkunde.

2.1. Welfisch- staufischer Konflikt und Königsdesignation Friedrichs III. von Schwaben. Die Entwicklungen vor der Königswahl 1152: Hier wird der genealogische und politische Kontext beleuchtet, insbesondere die Designation Friedrichs I. durch Konrad III. und der bestehende Konkurrenzkampf um das Herzogtum Bayern.

2.2. Die Regelung des Anspruchs auf Bayern durch Friedrich Barbarossa: Dieser Abschnitt beschreibt die diplomatischen Hoftage und Bemühungen des Kaisers, den Konflikt zwischen Heinrich dem Löwen und Heinrich Jasomirgott friedlich zu beenden.

2.3. Das Dokument der Beilegung des Konflikts und der Gründung des Herzogtums Österreichs: Das Privilegium Minus: Eine Untersuchung der Urkunde selbst, ihrer Entstehung, der religiösen Rahmung und der zentralen Bestimmungen wie der Abtrennung Österreichs von Bayern.

2.4. Bedeutungen und Auswirkungen des Privilegium Minus in der Praxis des 12. Jahrhunderts: Fokus auf die praktischen Konsequenzen, wie die weibliche Erbfolge, die Mitbelehnung der Herzogin und das Recht der freien Nachfolgerwahl bei Kinderlosigkeit.

3. Beantwortung der Forschungsfrage: Abschließende Synthese der Ergebnisse, in der die langfristige historische Tragweite des Privilegium Minus als Meilenstein der österreichischen und staufischen Geschichte gewürdigt wird.

4. Literatur- und Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten Sekundärliteratur und zeitgenössischen Quellen.

Schlüsselwörter

Privilegium Minus, Friedrich Barbarossa, Heinrich Jasomirgott, Heinrich der Löwe, Babenberger, Welfen, Herzogtum Österreich, Hochmittelalter, Lehensrecht, Libertas affectandi, Königswahl, Territorialgeschichte, Bayern, Investitur, Reichsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Bedeutung und dem Entstehungskontext des Privilegium Minus aus dem Jahr 1156, einer bedeutenden Urkunde, die Österreich zum Herzogtum erhob.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind der Konflikt zwischen den Welfen und Babenbergern, die staufische Reichspolitik unter Friedrich Barbarossa sowie die rechtliche Sonderstellung Österreichs im Hochmittelalter.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel der Arbeit ist es zu bestimmen, welche Bedeutung dem Privilegium Minus für die damalige Zeit und für die spätere Entwicklung Österreichs zugemessen werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung relevanter Forschungsliteratur sowie der Interpretation zeitgenössischer Quellen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Vorgeschichte (welfisch-staufischer Konflikt), die diplomatische Beilegung der bayerischen Frage und die detaillierte Analyse der Urkundenbestimmungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Privilegium Minus, Babenberger, Friedrich Barbarossa, Herzogtum Österreich und die libertas affectandi.

Warum war die weibliche Erbfolge im Privilegium Minus so außergewöhnlich?

Im 12. Jahrhundert war es höchst ungewöhnlich, Frauen durch direkte Belehnung in solch hohe Positionen zu heben, da die politische Rolle und gesellschaftliche Stellung der Frau stark eingeschränkt war.

Welche Funktion hatte die „libertas affectandi“?

Sie ermöglichte dem Herrscherpaar im Fall von Kinderlosigkeit, selbst einen Nachfolger zu bestimmen, was dem üblichen Vorgehen widersprach, bei dem der König über das freiwerdende Lehen verfügte.

Inwiefern beeinflusste die Religion die Ausstellung der Urkunde?

Die Urkunde wurde bewusst auf religiöse Feiertage wie Mariä Geburt gelegt, um das politische Ergebnis göttlich zu legitimieren und als Akt im Namen Gottes darzustellen.

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Detalles

Título
Überlegungen zur Bedeutung des "Privilegium Minus"
Universidad
Dresden Technical University  (Geschichte)
Curso
Seminar: Fürstliche Dynastien im Hochmittelalter
Calificación
1,3
Autor
Sebastian Ketting (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
17
No. de catálogo
V161434
ISBN (Ebook)
9783640746149
ISBN (Libro)
9783640746774
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bedeutung Privilegium Minus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sebastian Ketting (Autor), 2010, Überlegungen zur Bedeutung des "Privilegium Minus", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161434
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