Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Politique - Théorie politique et Histoire des idées politiques

Menschenrechte und Verfassung

Ein Vergleich zwischen amerikanischer und französischer Revolution

Titre: Menschenrechte und Verfassung

Dossier / Travail , 2010 , 18 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Benedikt Kellerer (Auteur)

Politique - Théorie politique et Histoire des idées politiques
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

George Washington, Thomas Jefferson, John Adams oder auch Benjamin Franklin werden sofort mit der amerikanischen Gründungszeit in Verbindung gebracht. In der Tat spielen sie eine wichtige Rolle beim Kampf der Kolonien, sich vom Mutterland Großbritannien zu separieren. Die Gründung der Vereinigten Staaten wird von Anfang an von einer intellektuellen Elite begleitet. Sie eint der Wunsch nach einem freien, demokratischen Amerika, welches auf Volkssouveränität und Achtung der Menschen- und Bürgerrechte basiert. Doch wer beeinflusste die amerikanischen Gründerväter in ihrem Denken? Welche Unterschiede gibt es hinsichtlich der Deklaration der Menschenrechte zwischen amerikanischer und französischer Revolution? Denn auch in Frankreich wurde nahezu zur gleichen Zeit versucht, die politischen und sozialen Verhältnisse zu ändern und eine Republik zu etablieren.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Die Anfänge Amerikas

Die Menschen- und Bürgerrechte bei John Locke

Die Menschen- und Bürgerrechte in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung

Die Debatte um die Aufnahme der „Bill of Rights“ in die amerikanische Verfassung

Der Einfluss der Amerikanischen Revolution auf die Französische Revolution

Die Menschen- und Bürgerrechte während der Französischen Revolution

Die Unterschiede der Menschenrechtserklärungen in den USA und Frankreich

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die ideengeschichtliche Entwicklung und den Vergleich der Menschenrechtskonzepte im Kontext der Amerikanischen und Französischen Revolution, wobei insbesondere der Einfluss John Lockes und die verfassungsrechtliche Implementierung in beiden Nationen beleuchtet werden.

  • Wirkung der politischen Philosophie von John Locke auf die Gründerväter der USA
  • Entstehungsprozess und Verankerung der Bill of Rights in der US-Verfassung
  • Transfer von revolutionären Ideen von Amerika nach Frankreich
  • Gegenüberstellung der Menschenrechtserklärungen von 1776 und 1789
  • Analyse der Unterschiede in der theologischen und naturrechtlichen Begründung der Rechte

Auszug aus dem Buch

Die Menschen- und Bürgerrechte bei John Locke

John Locke gilt als Begründer eines liberalen Weltbilds. Er entwarf eine bürgerliche Gesellschaftsordnung, die „civil society“ (Waschkuhn: 1998, S. 211), die von Arbeit und Handel geprägt ist. Freiheitsrechte müssen durch politische Institutionen geschützt werden. Kann ein politisches Regime diesen Schutz nicht gewährleisten, ist es nach Locke illegitim und muss abgesetzt werden. Locke hatte daher entscheidenden Einfluss auf das Entstehen einer revolutionären Verfassung in Amerika (Euchner: 2004, S. 28f.).

Jeder Mensch hat im Naturzustand eine Reihe von subjektiven Rechten. Neben materialen Rechten wie Leben, Freiheit und Eigentum („life, liberty and estates“) (Ottmann: 2008, S. 12) besitzt er auch instrumentelle Rechte wie die Auslegung des Naturrechts oder die Möglichkeit der Selbstjustiz. Durch Abschluss eines Gesellschaftsvertrages – der hier nicht weiter ausgeführt werden soll – werden letztere Rechte an die „civil society“ übertragen. Demnach ist der Schutz der Rechtsgüter der Bürger die alleinige Aufgabe des „Body Politick“. Dieser ist für die Herstellung von Rechtssicherheit und Gerechtigkeit verantwortlich (Brocker: 2007, S. 266f.).

Diese Rechte sind für Locke unveräußerlich. Er begründet dies, da sie von Gott gegeben sind und dem Menschen somit auch nicht zur Disposition stehen. Locke schreibt dazu in seiner „Zweiten Abhandlung über die Regierung“: „that all men are created equal, that they are endowed by their Creator with certain unalienable Rights“ (Ottmann: 2008, S. 11). Zudem fordert Locke ein Widerstandsrecht für die Bevölkerung, wenn durch die Regierung in diese Grundrechte eingegriffen oder die Souveränität des Volkes angetastet wird. Der Widerstand der Bürger ist nach Locke kein Vertragsbruch oder Rückfall in den Naturzustand, da einzig die Regierung zur Niederlegung des Amtes gezwungen wird. Die „civil society“ bleibt dabei weiterhin erhalten (Brocker: 2007, S. 269f.).

Zusammenfassung der Kapitel

Die Anfänge Amerikas: Beschreibt die historische Entwicklung der amerikanischen Kolonien von der ersten Besiedlung bis zur Entstehung des amerikanischen Unabhängigkeitsstrebens gegen die britische Krone.

Die Menschen- und Bürgerrechte bei John Locke: Erläutert die liberale Philosophie Lockes, die das Fundament für die späteren amerikanischen Vorstellungen von unveräußerlichen Rechten und dem Widerstandsrecht legte.

Die Menschen- und Bürgerrechte in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung: Analysiert, wie die philosophischen Konzepte Lockes und Masons in die Unabhängigkeitserklärung von 1776 einflossen.

Die Debatte um die Aufnahme der „Bill of Rights“ in die amerikanische Verfassung: Beleuchtet den kontroversen Streit zwischen Federalists und Anti-Federalists über die Notwendigkeit und Gefahr eines Grundrechtskatalogs.

Der Einfluss der Amerikanischen Revolution auf die Französische Revolution: Zeigt die personellen und inhaltlichen Verbindungen zwischen den beiden Revolutionen auf und wie amerikanische Ideale Frankreich inspirierten.

Die Menschen- und Bürgerrechte während der Französischen Revolution: Diskutiert die Entstehung der „Déclaration des droits de l'homme et du citoyen“ und die spezifisch französischen Debatten um deren Implementierung.

Die Unterschiede der Menschenrechtserklärungen in den USA und Frankreich: Stellt die grundlegenden Differenzen in der Verfassungsstellung, der Eigentumsauffassung und der religiösen Begründung beider Erklärungen gegenüber.

Schlüsselwörter

Menschenrechte, Bürgerrechte, John Locke, Amerikanische Revolution, Französische Revolution, Verfassung, Unabhängigkeitserklärung, Bill of Rights, Volkssouveränität, Naturrecht, Freiheit, Eigentum, Widerstandsrecht, Federalists, Aufklärung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung der Menschen- und Bürgerrechte während der Amerikanischen und Französischen Revolution und vergleicht die jeweiligen theoretischen und verfassungsrechtlichen Grundlagen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen die Philosophie von John Locke, die Entstehung der US-Unabhängigkeitserklärung, die Debatte um die Bill of Rights sowie die Beeinflussung der französischen Revolution durch amerikanische Vordenker.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten sich in der Deklaration und verfassungsrechtlichen Verankerung der Menschenrechte zwischen den USA und Frankreich unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen historischen Kontexte ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine ideengeschichtliche Analyse sowie einen komparativen Ansatz, bei dem primäre Dokumente und relevante politikwissenschaftliche Literatur gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die historischen Meilensteine von den Anfängen Amerikas über die Federalist-Debatten bis hin zur französischen Deklaration von 1789 sowie die Unterschiede in deren Begründung und Anwendung detailliert betrachtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Menschenrechte, Volkssouveränität, Naturrecht, Freiheitsrechte und die Gegenüberstellung von amerikanischem und französischem Revolutionsdenken sind prägende Begriffe.

Welche Rolle spielt die Trennung von Staat und Kirche in den USA?

Die Trennung von Kirche und Staat genießt in den USA oberste Priorität, da die Gründerväter eine freie Religionsausübung ohne eine vom Kongress autorisierte Staatsreligion sicherstellen wollten.

Wie unterscheidet sich die Eigentumsauffassung zwischen USA und Frankreich?

Während in der amerikanischen Erklärung das Streben nach Glück den Fokus auf Individualität legt, ist das Eigentumsrecht in Frankreich als direktes Naturrecht verankert, was historisch aus dem Wunsch nach Überwindung der Feudalgesellschaft resultierte.

Fin de l'extrait de 18 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Menschenrechte und Verfassung
Sous-titre
Ein Vergleich zwischen amerikanischer und französischer Revolution
Université
University of Würzburg
Note
1,7
Auteur
Benedikt Kellerer (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
18
N° de catalogue
V161437
ISBN (ebook)
9783640746156
ISBN (Livre)
9783640746767
Langue
allemand
mots-clé
Französische Revolution Menschenrechte Verfassung Amerikanische Revolution Bill of Rights Unabhängigkeitserklärung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Benedikt Kellerer (Auteur), 2010, Menschenrechte und Verfassung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161437
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  18  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint