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Aktive Aneignungsprozesse im Prozess der Sozialisation – Die Selbstsozialisation

Título: Aktive Aneignungsprozesse im Prozess der Sozialisation – Die Selbstsozialisation

Trabajo Escrito , 2008 , 21 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Maximilian Stangier (Autor)

Sociología - Individuo, grupos, sociedad
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Jeden Tag aufs Neue muss ein soziales Wesen ein gewaltiges Maß an auf ihn einstürmenden Reizen aufnehmen, welche verarbeitet, antizipiert und interpretiert werden wollen, um Leben in gesellschaftlichem Rahmen möglich zu machen. Der Mensch leistet dies indem er in einem Prozess zu einem sozial funktionierenden und berechenbaren Rollenträger wird und so Teil der Gesellschaft sein kann. In dem Prozess der sozial – Werdung bildet sich jenes heraus, was wir als Identität verstehen. Ihre Entstehung, extrinsischen Einflüsse, sowie Prozesse der Vergesellschaftung sollen Ansatzpunkte dieser Arbeit sein.
In dem Seminar zur (Selbst-)Sozialisation befassten wir uns weiterführend mit dem Stellenwert der Eigenleistungen des Menschen im Verhältnis zu den gesellschaftlichen Angeboten, welche unter Verwendung von Schlagworten wie Selbstorganisation, Selbststeuerung, Selbstmanagement, Selbstkontrolle, Selbstregulation sowie Eigenverantwortung geführt werden. Den Schwerpunkt bildete die Betrachtung der aktiven Aneignungsprozesse der Sozialisation, betitelt als Selbstsozialisation. Das Präfix „Selbst-“ wird den Begriffen Sozialisation und Bildung häufig dann vorangestellt, wenn es darum geht, die Selbsttätigkeit und Eigenaktivität des Individuums in den Vordergrund zu rücken. Im pädagogischen Kontext sind es aktuell beispielsweise Konzepte der Selbstwirksamkeit oder auch des Empowerment (als Ablösung des Begriffs der Selbsthilfe), die diskutiert werden.
Den Prozess der Sozialisation beschreibend wurden im Seminar Kinder und Jugendliche besonders hervorgehoben. Sie erleben den Prozess des Erwachsenwerdens zwischen zwei Polen: die Fremdsozialisation, durch pädagogisches Wirken auf der einen, die Selbstsozialisation auf der anderen Seite. „Das Verhältnis von Fremd- und Selbstsozialisation ist vorstellbar als ein Kontinuum, dessen Endpunkte (Fremdsozialisation – Selbstsozialisation) nur als Konstrukte existieren: Es gibt weder reine Selbst- noch reine Fremdsozialisation. Verschiedene soziokulturelle Kontexte bergen jeweils unterschiedliche Selbst- und Fremdsozialisationspotenziale“ (Müller 2004, S.2). Die Herausbildung des Menschen als soziales Wesen findet nun zwischen diesen Polen statt.
Die Aufgabe dieser Arbeit soll es sein, sich dem theoretischen Begriff der Selbstsozialisation mit einem Umweg über die gängigsten Sozialisationstheorien zu nähern, um dann Anhand eines Essays von Jürgen Zinnecker (2000) ausführlich den Begriff selbst zu erörtern.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Identität, Sozialisation und Gesellschaft

2.1 Was ist Identität

2.2 Was ist Sozialisation

2.3 Sozialisationstheorien

2.3.1 Psychologische Bezugstheorien

2.3.2 Sozialökologische Sichtweise

2.3.3 Rein soziologisch orientierte Theorien

2.3.4 Konstruktivistische Sichtweise von Sozialisation

3. Selbstsozialisation

3.1 Bedeutungsräume

3.2 Begriffsfassung – Umfeld und Gegenpol

3.3 Historischer Exkurs und pädagogische Bedeutung

4. Handlungstheorie

5. Resümee

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, den theoretischen Begriff der Selbstsozialisation durch eine fundierte Auseinandersetzung mit gängigen Sozialisationstheorien zu explorieren und das Konzept anhand des Essays von Jürgen Zinnecker (2000) detailliert zu analysieren. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Rolle der aktiven Aneignungsprozesse des Individuums im Prozess der Sozial-Werdung.

  • Dialektik zwischen Individuum und Gesellschaft
  • Theoretische Perspektiven auf Sozialisation (psychologisch, sozialökologisch, soziologisch, konstruktivistisch)
  • Semantische und historische Einordnung des Begriffs Selbstsozialisation
  • Das Spannungsfeld zwischen Fremd- und Selbstsozialisation
  • Bedeutung von Eigeninitiative und Selbststeuerung im Aufwachsen

Auszug aus dem Buch

3.3 Historischer Exkurs und pädagogische Bedeutung

Die Entgegensetzung von Selbst- und Fremdsozialisation im pädagogischen Kontext ist nun nicht erst eine Erfindung der 80er Jahre. Die Wurzeln hierzu finden sich bereits um die Jahrhundertwende. Zinnecker verweist hier auf Karl Groos, welcher bei der Ausbildung eines Kindes, wobei Ausbildung gleichermaßen für Entwicklung wie Sozialisation stehen kann, zwischen Selbstausbildung und Fremdausbildung unterscheidet. Die Selbstausbildung wird dort weiter unterschieden in unbeabsichtigte Selbstausbildung beim Spiel und absichtliche Selbstausbildung. Die absichtliche Selbstausbildung oder auch bewusste Selbsterziehung kann nun auf nicht-soziale Prozesse angewandt werden, wie etwa Fahrrad fahren zu üben, aber eben auch auf soziale Prozesse, wie sich die Regeln eines Spieles anzueignen (siehe play und game; hier sind Prozesse wie sie von Mead beschrieben wurden tragend, siehe Kapitel 2.3.3)(vgl. Zinnecker 2000, S.276). Dies wäre dann als Selbstsozialisation zu verstehen.

Generell wurde dieses Konzept der Gegenüberstellung von selbstinitiierten Lernprozessen zu institutionalisiertem Lernen in der Wissenschaft des Öfteren aufgegriffen. Letztlich leitet es zur Vermutung, dass verschiedene Abschnitte des Aufwachsens unterschiedliche Schwerpunkte beim Wechselspiel zwischen den Formen der Ausbildung oder Sozialisation haben. So könnte in frühen Phasen die Fremdausbildung überwiegen, dominiert von intentionalen Erziehungsversuchen von Instanzen wie Familie oder Schule und im späteren Verlauf des Lebens mehr Selbstausbildung zum Tragen kommen. Es erscheint sinnig, dies mit den Begriffen der Selbst- und Fremdsozialisation gleichzusetzen: Zu Beginn des Lebens überwiegt der Anteil der fremd gesteuerten Sozialisation und wird zunehmend, mit dem Prozess der mündig Werdung, von der Selbstsozialisation abgelöst. Das dies immer früher geschieht ist der kulturellen Veränderung von Pädagogik geschuldet bzw. dem Umstand das das Subjekt an Bedeutung gewinnt. Hier ist dies feststellbar Zusammenhang mit der Zunahme von Verknüpfungen positiven Bedeutungsinhaltes und der Begrifflichkeit „Selbst“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der aktiven Aneignungsprozesse im Rahmen der Sozialisation ein und definiert Selbstsozialisation als zentrales Konzept der Arbeit.

2. Identität, Sozialisation und Gesellschaft: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen von Identität und Sozialisation sowie die verschiedenen sozialisationstheoretischen Konzepte, von psychologischen bis hin zu konstruktivistischen Ansätzen.

3. Selbstsozialisation: Hier erfolgt eine formelle Annäherung an den Begriff, die Differenzierung von Bedeutungsräumen und eine historische Einordnung im pädagogischen Kontext.

4. Handlungstheorie: Das Kapitel betrachtet die Selbstsozialisation aus handlungstheoretischer Sicht, insbesondere im Hinblick auf das „aktive Handeln“ des Individuums.

5. Resümee: Das Resümee zieht ein Fazit über die Bedeutung von Eigeninitiative in heutigen Sozialisationsprozessen und die wachsende Bedeutung des Konzepts der Selbstsozialisation.

Schlüsselwörter

Selbstsozialisation, Sozialisation, Identität, Fremdsozialisation, Selbststeuerung, Eigenaktivität, Handlungstheorie, Konstruktivismus, Sozialisationstheorie, Subjekt, Sozial-Werdung, Persönlichkeitsentwicklung, Zinnecker

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den aktiven Aneignungsprozessen im Prozess der Sozialisation, insbesondere mit dem Begriff der Selbstsozialisation.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind das Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft, die theoretische Fundierung von Sozialisation und die Abgrenzung zur Fremdsozialisation.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Begriff Selbstsozialisation theoretisch aufzuarbeiten, in den Kontext gängiger Sozialisationstheorien einzuordnen und seine Bedeutung anhand eines Essays von Jürgen Zinnecker zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der kritischen Auseinandersetzung mit einschlägigen Sozialisationstheorien sowie dem Essay von Jürgen Zinnecker.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Bezugspunkte von Sozialisation, die Definition und Semantik der Selbstsozialisation sowie deren handlungstheoretische Implikationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Selbstsozialisation, Identitätsbildung, Fremdsozialisation, Subjektorientierung und Handlungstheorie.

Welche Rolle spielt die Unterscheidung zwischen „play“ und „game“ nach Mead?

Diese Unterscheidung verdeutlicht die Entwicklung von kindlichen Rollenspielen (play) hin zu komplexem, regelbasiertem sozialen Handeln (game), was für das Verständnis der Sozialisation als Entwicklungsprozess entscheidend ist.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Fremd- und Selbstsozialisation?

Die Arbeit definiert beide Pole als Konstrukte, wobei Fremdsozialisation das pädagogisch geleitete Wirken beschreibt und Selbstsozialisation die aktive, vom Subjekt intentionale Eigenleistung bei der sozialen Integration betont.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
Aktive Aneignungsprozesse im Prozess der Sozialisation – Die Selbstsozialisation
Universidad
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Calificación
1,0
Autor
Maximilian Stangier (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
21
No. de catálogo
V161443
ISBN (Ebook)
9783640746279
ISBN (Libro)
9783640746866
Idioma
Alemán
Etiqueta
Aktive Aneignungsprozesse Prozess Sozialisation Selbstsozialisation
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Maximilian Stangier (Autor), 2008, Aktive Aneignungsprozesse im Prozess der Sozialisation – Die Selbstsozialisation, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161443
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