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Eine neue semantische Theorie der Emotionswörter

Titre: Eine neue semantische Theorie der Emotionswörter

Essai , 2010 , 16 Pages

Autor:in: Markus Böckmann (Auteur)

Philologie Allemande - Linguistique
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Forschungsarbeit zu den Vorträgen auf der Frühjahrstagung der japanischen Gesellschaft für Germanistik (Tokio, 2006), der 41. Bundesfachschaftentagung Sprachwissenschaft (Bielefeld, 2007) und der Dritten Tagung der deutschen Sprachwissenschaft(Rom, 2008).

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die linguistische Bestimmung des semantischen Gehalts

2.1. Körperreaktionen und Bewertungen

2.2. Emotionen als intentionale Zustände

3. Die Definition von Emotionswörtern

3.1. Erläuterungen

3.2. Beispiele für mögliche Definitionen von „Stolz“ und „Scham“

4. Schluss

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht den semantisch-definitorischen Inhalt von Emotionswörtern. Das primäre Ziel ist es, eine theoretische Grundlage zu entwickeln, die erklärt, wie menschliche Gefühle durch Sprache strukturiert und kommunizierbar gemacht werden, wobei insbesondere die Verknüpfung von Körperreaktionen und kognitiver Situationsbewertung im Fokus steht.

  • Analyse des Zusammenspiels von Körperreaktionen und Situationsbewertung
  • Untersuchung der Rolle von Intentionalität bei Emotionen
  • Synthese philosophischer und psychologischer Ansätze zur Emotionsdefinition
  • Praktische exemplarische Definition der Begriffe „Stolz“ und „Scham“
  • Reflektion über die Unverzichtbarkeit von Emotionen für Entscheidungsprozesse

Auszug aus dem Buch

2.1. Körperreaktionen und Bewertungen

Wie ich in Böckmann (2005) ausführlich diskutiert habe, kann man davon ausgehen, dass Emotionen aus zwei Komponenten bestehen. Zum einen aus den durch das situative Reizereignis hervorgerufenen Körperreaktionen, zum anderen aus der Bewertung der einzelnen Situation. (Vgl. Böckmann 2005: 63-71 und Abb. 1) Mit der Zwei-Faktoren-Theorie von Schachter und Singer (1962) ist diese Ansicht auch wissenschaftlich begründbar. Die Unterscheidung zwischen einzelnen Emotionen scheint jedoch hauptsächlich in der Bewertung einer Situation zu liegen, da die Körperreaktionen nicht eineindeutig auf eine bestimmte Emotion verweisen, sondern mit unterschiedlichen Emotionen ähnliche körperliche Reaktionen assoziiert sein können.

Abbildung 1 auf der folgenden Seite zeigt, dass Bewertung und Körperreaktionen als gefühlte Emotion interpretiert werden müssen – auch wenn Letztere nicht ausschließlich der Distinktivität dienen –, um bewusst erlebt zu werden. An der Stelle der Interpretation muss aber auch die Namensrelation der Emotionsbegriffe ansetzen. (Vgl. Berthoz 2005: 69) Um dies zu verdeutlichen, ein Beispiel wie eine Emotion erlernt werden könnte: Ein Kind reagiert auf eine Situation emotional und zeigt nach außen hin bestimmte körperliche Merkmale, z.B. versucht es sich, hinter den Beinen der Mutter zu verstecken. Die Mutter, die dies bemerkt, versucht zu verstehen, warum das Kind auf diese Weise reagiert und extrapoliert aufgrund ihrer eigenen emotionalen Erfahrungen, welches Gefühl das Kind gerade verspürt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik ein, dass Emotionswörter trotz der Subjektivität von Gefühlen eine objektive, sprachliche Struktur aufweisen, die eine Kommunikation über Emotionen erst ermöglicht.

2. Die linguistische Bestimmung des semantischen Gehalts: Hier wird dargelegt, dass Emotionen aus Körperreaktionen und Situationsbewertungen bestehen, wobei die Bewertung als intentionaler Prozess das entscheidende distinktive Merkmal für die Definition der Emotion darstellt.

3. Die Definition von Emotionswörtern: In diesem Kapitel wird ein Modell zur formalen Definition von Emotionen entwickelt, das auf den Kategorien Überzeugungen, Annahmen und Wünschen basiert und exemplarisch auf die Begriffe „Stolz“ und „Scham“ angewendet wird.

4. Schluss: Die Arbeit resümiert, dass Emotionen eine essenzielle Verknüpfung aus physiologischen Reaktionen und kognitiven Einstellungen sind, die für das soziale Handeln des Menschen unverzichtbar sind.

Schlüsselwörter

Emotionswörter, Semantik, Körperreaktionen, Situationsbewertung, Intentionalität, Alexithymie, Stolz, Scham, Kognition, Überzeugungen, Wünsche, Spracherwerb, Gefühlserleben, propositionale Einstellungen, Definitionsmodell

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der linguistischen Analyse und semantischen Definition von Emotionswörtern und untersucht, wie wir unsere subjektiven Gefühle sprachlich strukturieren und vermitteln können.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind die Emotionspsychologie, die Sprachphilosophie sowie die medizinische Forschung zur Alexithymie, um die Grundlagen von Emotionsbegriffen zu ergründen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, eine neue semantische Theorie zu formulieren, die den definitorischen Inhalt von Emotionswörtern durch die Verknüpfung von körperlichen Reaktionen und kognitiven Bewertungsakten erklärbar macht.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die interdisziplinäre Erkenntnisse aus der Psychologie und Philosophie integriert, um ein formalisierbares Definitionsmodell für Emotionen zu entwickeln.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Körperreaktionen als Bestandteil der Emotion und die Ausarbeitung einer dreistufigen Bewertungslogik (Überzeugungen, Annahmen, Wünsche) zur präzisen Bestimmung von Gefühlsbegriffen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Publikation?

Wichtige Begriffe sind die Intentionalität von Emotionen, die Rolle der Situationsbewertung sowie der Begriff der gefühlten Emotion im Gegensatz zur rein physiologischen Körperreaktion.

Welche Rolle spielt die Alexithymie für die Argumentation des Autors?

Das Krankheitsbild der Alexithymie dient als Beleg dafür, dass bei einer gestörten Interpretation von Körperreaktionen und Situationsbewertungen keine tragfähigen Konzepte von Emotionen gebildet werden können, was die Relevanz der kognitiven Ebene unterstreicht.

Wie definiert der Autor konkret die Begriffe Stolz und Scham?

Der Autor definiert diese Begriffe als komplexe Konjunktionen aus Körperreaktionen und einer bewertenden Struktur, die sich aus persönlichen Überzeugungen, Annahmen über soziale Bewertung und konkreten Wünschen des Individuums zusammensetzt.

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Résumé des informations

Titre
Eine neue semantische Theorie der Emotionswörter
Auteur
Markus Böckmann (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
16
N° de catalogue
V161477
ISBN (ebook)
9783640752140
ISBN (Livre)
9783640752577
Langue
allemand
mots-clé
Emotionswörter Semantik Semantiktheorien Gefühle Gefühlswörter Emotionen Bedeutung Bedeutungstheorien
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Markus Böckmann (Auteur), 2010, Eine neue semantische Theorie der Emotionswörter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161477
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Extrait de  16  pages
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