Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend)

Sprachplanung und Sprachpflege im Vergleich über Ländergrenzen hinweg

Betrachtung der sprachlichen Verantwortungsträger in Argentinien und Spanien

Titel: Sprachplanung und Sprachpflege im Vergleich über Ländergrenzen hinweg

Hausarbeit , 2021 , 16 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Simon Sandleben (Autor:in)

Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend)
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit untersucht und vergleicht die Sprachplanung und Sprachpflege in Argentinien und Spanien. Im Zentrum der Analyse stehen die zentralen Institutionen, Maßnahmen und Motive, die den Umgang mit der spanischen Sprache in beiden Ländern prägen. Die Arbeit zeigt auf, wie historische Entwicklungen, nationale Identitätsbildung und politische Systeme zu unterschiedlichen Ansätzen in der Sprachpolitik führen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Rolle der Sprachakademien, staatlicher Gesetzesinitiativen und dem Einfluss der Medien. Der Vergleich macht deutlich, wie Argentinien und Spanien zwischen dem Bewahren einer globalen Spracheneinheit und der Förderung eigener sprachlicher Identitäten navigieren. Diese Studie bietet wertvolle Einblicke in die Soziolinguistik der Hispanophonie und ist für alle interessant, die sich für Sprache, Politik und Kultur in der spanischsprachigen Welt begeistern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die grundlegenden Konzepte Sprachplanung und Sprachpflege sowie deren Institutionalisierung

2.1 Der Sprachplanungsbegriff

2.2 Die Dimension von Sprachpflege

2.3 Allgemeine institutionelle Umsetzungen

3 Ein sprachliches Panorama zu Argentinien und Spanien

3.1 Charakteristika und Status der Sprachenvielfalt in Argentinien

3.2 Sprachensituation in Spanien

4 Eine kontrastive Betrachtung von Sprachplanungs- und Sprachpflegemaßnahmen

4.1 Gegenüberstellung von Sprachplanungs- und Pflegeaktivitäten zwischen Argentinien und Spanien

4.1.1 Staatliche Sprachplanung- und Pflege im Vergleich

4.1.2 Vergleich der Sprachakademien

4.1.3 Unterschiede zwischen Medieneinrichtungen

4.1.4 Wichtige länderspezifische Sprachinstanzen

4.2 Interpretation der Unterschiede und Gemeinsamkeiten

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die strukturellen Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Bereich der Sprachplanung und Sprachpflege in Argentinien und Spanien, um die historisch gewachsenen sprachlichen Abweichungen zwischen diesen Nationen zu systematisieren und deren institutionelle Hintergründe aufzuzeigen.

  • Grundlagen der Begriffe Sprachplanung und Sprachpflege
  • Sprachliche Situation und historische Entwicklung in Argentinien und Spanien
  • Vergleich staatlicher Sprachplanungs- und Pflegeaktivitäten
  • Rolle von Sprachakademien und Medien bei der Normierung des Spanischen
  • Einfluss länderspezifischer Sprachinstanzen und Persönlichkeiten

Auszug aus dem Buch

3.2 Sprachensituation in Spanien

Spanien ist ein einsprachiges Land mit regionaler Zweisprachigkeit. Es existieren sieben verschiedene Sprachen in Spanien (vgl. Klare 2006: 69). Kastilisch als die Amtssprache in ganz Spanien, vier weitere Katalanisch, Baskisch, Galicisch und das Aranesische sind dabei Amtssprachen in den jeweiligen Autonomen Regionen (vgl. ebd.). Sowohl das Kastilische als auch die Regionalsprachen genießen mit dem in Kraft treten der Verfassung von 1978 besonderen Schutz (vgl. Berschin et al. 2012: 45).

Ähnlich wie zuvor in Argentinien beschrieben, hat auch die sprachliche Vielfalt Spaniens historisch seine Höhen und Tiefen erlebt (vgl. Becker 2013: 248ff). Die Sprachensituation in Spanien wurde erstmalig Anfang des 18. Jahrhunderts politisiert, indem das Dekret von Nueva Planta aus dem Jahr 1716 das Kastilische auch in Katalonien als die einzig offizielle Amtssprache bestimmte (ebd.: 248). Im 19. Jahrhundert erreichten Galizien und Katalonien im Zuge regionaler Widerstandsbewegungen ihre kulturelle Blütezeit und mit dieser auch deren Sprachen (ebd.: 249). Während sich die Situation der Minderheitensprachen zu Zeiten der Diktatur Primo de Riberas von 1923 bis 1930 verschlechterte, erlangten sie durch die zweite Republik von 1931 bis 1939 erstmalig offiziellen Status (vgl. ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Sprachplanung und Sprachpflege in Argentinien und Spanien ein und erläutert die Motivation, die historischen Abweichungen der spanischen Sprache in diesen Nationen zu untersuchen.

2 Die grundlegenden Konzepte Sprachplanung und Sprachpflege sowie deren Institutionalisierung: Das Kapitel definiert die theoretischen Grundlagen der Sprachpolitik, unterteilt in Sprachlenkung, Sprachplanung und Sprachpflege, und beleuchtet die Rolle von Institutionen bei sprachlichen Eingriffen.

3 Ein sprachliches Panorama zu Argentinien und Spanien: Es werden die spezifischen sprachlichen Gegebenheiten beider Länder analysiert, wobei der Fokus auf der Vielfalt und historischen Entwicklung in Argentinien sowie der regionalen Zweisprachigkeit in Spanien liegt.

4 Eine kontrastive Betrachtung von Sprachplanungs- und Sprachpflegemaßnahmen: Das Kapitel bietet eine vergleichende Analyse der staatlichen Aktivitäten, der Funktionen von Sprachakademien, des Einflusses der Medien und der Bedeutung individueller Sprachinstanzen.

5 Fazit: Die Arbeit resümiert, dass trotz ähnlicher historischer Phasen unterschiedliche Schwerpunkte in der Sprachpflege gesetzt werden, wobei Spanien erfolgreicher in der Statusplanung für Minderheitensprachen agiert als Argentinien.

Schlüsselwörter

Sprachplanung, Sprachpflege, Argentinien, Spanien, Sprachpolitik, Spanisch, Sprachakademie, Real Academia Española, Academia Argentina de Letras, Sprachnormierung, Minderheitensprachen, Sprachvarietät, Sprachwandel, Institutionen, Sprachbewusstsein

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht und vergleicht die unterschiedlichen Ansätze der Sprachplanung und Sprachpflege in Argentinien und Spanien unter Berücksichtigung ihrer institutionellen Rahmenbedingungen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die theoretische Einordnung von Sprachkonzepten, die historische sprachliche Entwicklung der beiden Nationen, der Einfluss von Sprachakademien und Medien sowie die Rolle des Staates bei der Sprachregulierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Gründe für die divergierten Triebkräfte und strukturellen Unterschiede des Spanischen zwischen Spanien und dem entkolonialisierten Argentinien durch eine systematisierte Gegenüberstellung zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine kontrastive Methode, bei der Institutionen und Maßnahmen in beiden Ländern in Relation zueinander gesetzt und interpretiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, einen Überblick über die sprachliche Situation in beiden Ländern und eine detaillierte kontrastive Analyse der staatlichen und institutionellen Sprachpflegeaktivitäten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sprachplanung, Sprachpflege, Sprachnormierung, die Rolle der Real Academia Española sowie der Academia Argentina de Letras und der Umgang mit Sprachvielfalt.

Wie unterscheidet sich die Sprachpflege der beiden untersuchten Sprachakademien?

Während die argentinische Akademie (AAL) eine spezifische nationale Norm restriktiv zu etablieren versucht, verfolgt die spanische RAE einen eher konsensfähigen Weg, der die Vielfalt des hispanophonen Raums stärker integriert.

Welche Rolle spielen die Medien in beiden Ländern bei der Sprachpflege?

In beiden Ländern verpflichten sich wichtige Medienhäuser dem Schutz des Spanischen, etwa durch Stilhandbücher oder die Verbreitung von Sprachnormen, wobei dies in Spanien zusätzlich durch öffentlich-rechtliche Programme zur Sprachförderung ergänzt wird.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sprachplanung und Sprachpflege im Vergleich über Ländergrenzen hinweg
Untertitel
Betrachtung der sprachlichen Verantwortungsträger in Argentinien und Spanien
Hochschule
Universität Mannheim  (Abteilung für romanische Sprach- und Medienwissenschaft)
Veranstaltung
Proseminar: Zwischen Prestige, Sprachvariation und Identität- Soziolinguistik angewandt auf das Spanische
Note
2,0
Autor
Simon Sandleben (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
16
Katalognummer
V1615406
ISBN (PDF)
9783389153345
ISBN (Buch)
9783389153352
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sprachplanung Sprachpflege Soziolinguistik Spanien Argentinien Real Academia Española Academia Argentina de Letras Sprachpolitik Argentinisches Spanisch Sprachidentität Minderheitensprachen Diglossie Sprachwandel Lunfardo Voseo Sprachprestige Indigene Sprachen Postkoloniale Linguistik Sprachideologie Varietätenlinguistik Sprachkontakt Hispanistik Medien und Sprache Sprachnormierung Sprachpurismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Simon Sandleben (Autor:in), 2021, Sprachplanung und Sprachpflege im Vergleich über Ländergrenzen hinweg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1615406
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  16  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum