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Frauenorden im Spannungsfeld zwischen Kirche und Politik. Birgittinische Ordensregeln und die Reformbemühungen der Herzogin Maria von Kleve

Titre: Frauenorden im Spannungsfeld zwischen Kirche und Politik. Birgittinische Ordensregeln und die Reformbemühungen der Herzogin Maria von Kleve

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2009 , 23 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Anna-Lena Strotjohann (Auteur)

Histoire de l'Europe - Moyen Âge, Temps modernes
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Das Thema der folgenden Seminararbeit ist die Rolle des birgittinischen Ordens im Spannungsfeld von Politik und Kirche im Spätmittelalter. Um diesen Konflikt darzustellen, werden die Reformbemühungen für das Kloster Marienbaum bei Xanten von dessen Stifterin Herzogin Maria von Kleve untersucht.

Zunächst wird ein kurzer Abriss über die Entstehung und Entwicklung von Frauenorden im Mittelalter gegeben, um die allgemeine Bedeutung und Funktion zu definieren. Von diesem Überblick ausgehend, wird der birgittinische Orden untersucht. Hierbei werden insbesondere die Entstehungsgeschichte und die Ordensregeln betrachtet. Diese Untersuchung möchte die späteren Reformbemühungen der Herzogin von Kleve und die möglichen Auswirkungen deutlich machen.

Anhand eines ausgewählten päpstlichen Mandates, namentlich „Piis fidelium votis“, wird zunächst die Quellenanalyse stattfinden. Von dieser Quelle ausgehend, soll der Kontext zum Spannungsfeld von Kirche und Politik dargestellt werden. Von der impliziten Betrachtung wieder heraus gehend, möchte eine Beziehung zu allgemeinen Tendenzen innerhalb der monastischen Reformtätigkeiten im Spätmittelalter hergestellt werden.

Die Quellenlage und die Forschungsbeiträge zu den Birgitten und der Herzogin Maria von Kleve beschränken sich auf wenige Fundstellen. Hauptsächlich ist der Autor Tore Nyberg zu nennen, der die Birgitten grundlegend erforschte. Die Rolle der Frau hinsichtlich von Kirche und Politik im Mittelalter findet in der aktuellen Forschung dahingegen mehr Präsenz. Ebenso wie die grundlegende Untersuchung zu Reformen innerhalb der Klöster und Orden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Frauenorden

2.1 Entstehungsgeschichte der Frauenorden

2.2 Entwicklungen

3. Orden der heiligen Birgitta von Schweden

3.1 Ursprung und Entstehung

3.2 Entwicklung zum Orden

3.3 Die Ordensregeln und ihre Besonderheiten

3.4 Klostergründungen

4. Quellenanalyse

4.1 Inhalt der Quelle

4.2 Kontextuierung

4.3 Allgemeine Tendenzen der monastischen Reformbestrebungen

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Rolle des birgittinischen Ordens im spätmittelalterlichen Spannungsfeld zwischen Politik und Kirche, wobei die Reformbemühungen für das Kloster Marienbaum durch Herzogin Maria von Kleve als zentrales Fallbeispiel dienen, um die Dynamik zwischen landesherrlicher Autonomie und kirchlicher Jurisdiktion zu beleuchten.

  • Entstehung und Entwicklung mittelalterlicher Frauenorden
  • Geschichte und Ordensstruktur des Birgittenordens
  • Quellenkritische Untersuchung des päpstlichen Mandats „Piis fidelium votis“
  • Konfliktlinien zwischen Landesherrschaft und dem Erzbistum Köln
  • Monastische Reformbestrebungen im 15. Jahrhundert als gesamteuropäisches Phänomen

Auszug aus dem Buch

3.3 Die Ordensregeln und ihre Besonderheiten

Birgittas Vision bildet die Basis für die spätere Ordensregel. Die Vision baut sich aus drei Einleitungskapiteln auf. Die Regelbestimmungen umfassen 27 Kapitel. Die niedergeschriebene Vision endet mit vier Schlusskapiteln. In dieser Vision wird detailliert festgelegt, wie sich das Nonnenkloster aufbaut. Die Festlegung reicht von der Beschreibung der Betten und der Kleidung, hin zum Fasten und dem Eintrittsakt in das Kloster. Daraufhin wird die Organisation des gesamten Klosters beschrieben. Die beschriebene Regel legt fest, dass die Nonnen über eigene Ordenspriester verfügen und umfasst die Vorschriften zur Wahl der Äbtissin und die Beichtvollmachten der Ordensmänner.

Das Kloster soll den Mitgliedern des Erlöserordens dienen. Die Frauen leben hier in strenger Klausur und kommunizieren mit Auswärtigen nur durch ein Gitter. In einem eigenen Hof, ihnen aber gleichberechtigt, leben die Ordensmänner. Die genaue Anzahl der „sorores“ und „fratres“ ist festgelegt. Neben diesen gehören noch Laienbrüder- und schwestern zum Klosterverband. Alle Mitglieder bilden die sogenannte Vollversammlung, die dem Vorschlag der Äbtissin, zur Person des Generalkonfessors, zustimmen soll. Der Vorschlag der Äbtissin muss vom Bischof genehmigt werden. Der Bischof übernimmt die Aufnahme neuer Mitglieder und nimmt das Gelübde ab.

In dieser Struktur stellt die Abtei eine geschlossene Einheit dar, die als „Gesamtkloster“ zu betrachten ist. Diese Tatsache unterscheidet den Erlöserorden von anderen Orden, die inkorporierte Frauenkonvente oder „Doppelklöster“ unterhielten. Dennoch konnte sich durch die Wahrung und Einhaltung der strengen Regeln der „vita religiosa“ keine weitreichende Differenzierung finden lassen. Durch diese Maßnahmen konnte jene Form des gemeinschaftlichen Lebens von Frauen und Männern innerhalb des kirchlichen Rechts legitimiert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Rolle des birgittinischen Ordens im Spannungsfeld von Politik und Kirche ein und definiert das Kloster Marienbaum als primäres Fallbeispiel.

2. Frauenorden: Dieses Kapitel gibt einen historischen Abriss über die Entstehung und Entwicklung weiblicher Ordensgemeinschaften und religiöser Bewegungen im Mittelalter.

3. Orden der heiligen Birgitta von Schweden: Hier werden Ursprung, Entwicklung, Ordensregeln sowie die Gründungspraxis des Birgittenordens als besondere monastische Form untersucht.

4. Quellenanalyse: Dieses Kapitel analysiert das päpstliche Mandat „Piis fidelium votis“ und setzt es in den historischen Kontext der Reformbemühungen sowie der Machtkonflikte zwischen Herzogtum und Erzbistum.

5. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die Ergebnisse der Untersuchung zur Klostergründung Marienbaum als Beispiel für die kirchen- und machtpolitischen Transformationen des Spätmittelalters.

Schlüsselwörter

Birgittenorden, Marienbaum, Herzogin Maria von Kleve, monastische Reform, Spätmittelalter, Erzbistum Köln, Piis fidelium votis, Patronatsrecht, Vita religiosa, Klausur, Doppelklöster, Landesherrschaft, Kirchenpolitik, Ordensregel, Klostergründung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle des birgittinischen Ordens im spätmittelalterlichen Konflikt zwischen politischer Landesherrschaft und kirchlicher Autorität.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung von Frauenorden, die spezifische Struktur des Birgittenordens und die monastischen Reformbestrebungen im 15. Jahrhundert am Niederrhein.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Motive und Auswirkungen der Reformbemühungen von Herzogin Maria von Kleve bei der Gründung des Klosters Marienbaum im Kontext politischer und kirchlicher Machtinteressen darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine quellenanalytische Untersuchung eines spezifischen päpstlichen Mandats in Verbindung mit einer kontextualisierenden Literaturanalyse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung der Frauenorden, eine detaillierte Darstellung des Birgittenordens und eine tiefgehende Analyse der Bittschrift der Herzogin von Kleve im Spannungsfeld der damaligen Machtverhältnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind Birgittenorden, monastische Reform, Landesherrschaft, Patronatsrecht und das Kloster Marienbaum.

Inwiefern unterschied sich der Birgittenorden von anderen Gemeinschaften?

Der Orden zeichnete sich durch eine spezielle Struktur aus, die ein gemeinschaftliches Leben von Männern und Frauen innerhalb eines "Gesamtklosters" unter Beibehaltung einer strengen Klausur ermöglichte.

Warum forderte Herzogin Maria von Kleve einen eigenen Visitator?

Dies war ein gezielter Versuch, den kirchlichen Einfluss des Kölner Erzbischofs zu begrenzen und die Eigenständigkeit des herzoglich gestifteten Klosters zu sichern.

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Résumé des informations

Titre
Frauenorden im Spannungsfeld zwischen Kirche und Politik. Birgittinische Ordensregeln und die Reformbemühungen der Herzogin Maria von Kleve
Université
Ruhr-University of Bochum  (Historisches Institut)
Note
1,7
Auteur
Anna-Lena Strotjohann (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
23
N° de catalogue
V161548
ISBN (ebook)
9783668306394
ISBN (Livre)
9783668306400
Langue
allemand
mots-clé
frauenorden spannungsfeld kirche politik birgittinische ordensregeln reformbemühungen herzogin maria kleve
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anna-Lena Strotjohann (Auteur), 2009, Frauenorden im Spannungsfeld zwischen Kirche und Politik. Birgittinische Ordensregeln und die Reformbemühungen der Herzogin Maria von Kleve, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161548
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Extrait de  23  pages
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