Die BFEMA 11 ist eine geteilte Klasse. Elf Schülerinnen und Schüler absolvieren eine einjährige Vollzeitschulform Berufsfachschule Mechatronik. Die Berufsfachstufe vermittelt eine theoretisch-fachliche und allgemeine Ausbildung. Zudem wird eine praktische Ausbildung von 160 Zeitstunden durchgeführt.
Mit dem erworbenen Abschluss ist der Eintritt in die Fachstufe einer Berufsausbildung möglich. Der erweiterte Sekundarabschluss I kann mit einem bestimmten Gesamtnotendurchschnitt erworben werden.1
Neun Schüler absolvieren die Berufsschule Mechatronik in Teilzeitform. Sie sind zwei Tage die Woche in der Berufsschule und drei Tage im Betrieb.
An der heutigen Stunde nehmen die elf Schülerinnen und Schüler der Vollzeitschulform teil, da die anderen Schüler im Ausbildungsbetrieb sind. Aus diesem Grunde nehme ich auch nur zu diesen Schülerinnen und Schüler Bezug.
Der heutige Teil der Klasse besteht aus sechs Schülerinnen und fünf Schüler2. Die Altersstruktur ist als heterogen zu bezeichnen. Dies spiegelt sich auch im Leistungsvermögen der Schüler wieder (vgl. Anlage VI).
Schüler wie z.B. x, x und x verfolgen den Unterricht aufmerksam und hinterfragen Themenabschnitte. Sie weisen eine Vielzahl von guten Wortbeiträgen auf und treiben die Gruppenarbeiten, sowie das Gruppenpuzzle voran. Andere Schüler wie z.B. x, x und x beteiligen sich kaum eigeninitiativ am Unterricht. x ist in die Klasse gewechselt und muss sich erst noch einfinden. Sie wird aber von den Mitschülern unterstützt.
Die geringe Klassenstärke ermöglicht eine gute Beobachtung und Betreuung der einzelnen Schüler.
Inhaltsverzeichnis
1 Analyse des Bedingungsfeldes
1.1 Angaben zur Lerngruppe
1.2 Kompetenzen der Lerngruppe
1.3 Der Referendar
1.4 Organisatorische Rahmenbedingungen
2 Didaktisch-methodische Konzeption
2.1 Didaktische Überlegungen
2.1.1 Analyse der curricularen Vorgaben
2.2 Methodische Konzeption
2.2.1 Makrostruktur
2.2.2 Mikrostruktur
3 Lern- und Handlungsziele/Kompetenzen
4 Lernerfolgskontrolle
5 Anlagen
Anlage I: Quellenangabe
Anlage II: Erklärung
Anlage III: Geplanter Unterrichtsverlauf
Anlage IV: Makrostruktur
Anlage V: Stundenverlauf (Stellwand)
Analge VI: Klassendaten der BFEMA11
Anlage VII: Sitzplan
Anlage VIII: Arbeitsauftrag
Anlage IX: Aufgabenblatt
Anlage X: Arbeitsauftrag Lösung
Anlage XI: Aufgabenblatt Lösung
Anlage XII: Kundenauftrag
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Schülern der Berufsfachschule Mechatronik grundlegende logische Verknüpfungen der Digitaltechnik durch eine handlungsorientierte Unterrichtseinheit zu vermitteln. Im Zentrum steht dabei die Bearbeitung eines praxisnahen Kundenauftrags zur Automatisierung einer Bustür mittels der LOGO!-Steuerungstechnik.
- Einführung in logische Grundverknüpfungen (UND, ODER, NICHT)
- Anwendung der Methode "Gruppenpuzzle" zur Wissensaneignung
- Umsetzung einer realitätsnahen Problemstellung (Kundenauftrag)
- Entwicklung und Dokumentation von Steuerprogrammen inklusive Wertetabellen
- Förderung der Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz
Auszug aus dem Buch
2.2.2 Mikrostruktur
Zu Beginn der Stunde werde ich Transparenz schaffen, indem ich den Schülern das heutige Stundenthema „Öffnen einer Bustür“ - Einführung logischer Verknüpfungen am Beispiel eines Kundenauftrages vorstelle. Zudem zeige ich den Stundenverlauf auf einem Flipchartbogen, um die Schüler für die heutige Stunde zu sensibilisieren.
Ich habe mich für ein allgemeines Thema entschieden, um dem Vorstellungsvermögen der Schüler gerecht zu werden. Ich hätte auch ein spezielles Thema der Mechatronik wählen können, jedoch haben viele Schüler noch keine Erfahrung auf diesem Gebiet, weil sie noch nicht im Ausbildungsbetrieb tätig sind.
Ich lege den Kundenauftrag (s. Anhang XII) auf einen OHP (Overheadprojektor) auf. Damit ist die ganze Aufmerksamkeit der Klasse bei der Aufgabe. Ich hätte auch die Aufträge austeilen können, doch dann schweifen viele Schüler ab.
Den schriftlichen Kundenauftrag (s. Anhang XII) werde ich von Sven vorlesen lassen, damit er motiviert ist und eine positive Einstellung zur Aufgabe entwickelt. Danach lasse ich noch einmal Wiebke mit eigenen Worten wiedergeben, was als Arbeitsauftrag zu machen ist (s. 1.1). Durch gezieltes Ansprechen der beiden Schüler wird noch einmal das Interesse zur Aufgabe geweckt. Alle Schüler kennen bereits dieses Verfahren, da ich es bei jeder Stunde, je nach Situation, einstreue.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Analyse des Bedingungsfeldes: Beschreibt die Zusammensetzung der Lerngruppe BFEMA 11, deren Kompetenzstand im Bereich der Digitaltechnik und die organisatorischen Rahmenbedingungen des Unterrichts.
2 Didaktisch-methodische Konzeption: Erläutert die curriculare Einordnung gemäß Rahmenlehrplan sowie die methodischen Entscheidungen, insbesondere den Einsatz des Gruppenpuzzles zur aktiven Wissenserschließung.
3 Lern- und Handlungsziele/Kompetenzen: Definiert die angestrebten fachlichen und sozialen Lernziele, die von der Planung der Arbeitsschritte bis hin zur Präsentation der Steuerungslösung reichen.
4 Lernerfolgskontrolle: Beschreibt die Verfahren zur Überprüfung des Lernerfolgs, welche durch Beobachtung während der Arbeitsphasen und durch gezielte Kontrollfragen während der Präsentation erfolgen.
5 Anlagen: Umfasst die zur Unterrichtsvorbereitung genutzte Fachliteratur, Erklärungen sowie alle zur Durchführung benötigten Arbeitsmittel wie Aufträge, Aufgabenblätter und Sitzpläne.
Schlüsselwörter
Mechatronik, LOGO!, Digitaltechnik, logische Verknüpfungen, Unterrichtsentwurf, Kundenauftrag, Gruppenpuzzle, Fachkompetenz, Steuerungstechnik, Wertetabelle, Automatisierung, Berufsfachschule, Lernfeld 4, Funktionsbaustein, Unterrichtsmethode.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit stellt einen detaillierten Unterrichtsentwurf für den Bereich Elektrotechnik/Mechatronik dar, der sich mit der Einführung logischer Verknüpfungen befasst.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen sind die Grundlagen der Digitaltechnik, der Aufbau von Wertetabellen und die praktische Programmierung mit LOGO! im Rahmen eines Kundenauftrags.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist es, dass die Schüler durch die Methode "Gruppenpuzzle" selbstständig logische Verknüpfungen verstehen und diese auf die Automatisierung einer Bustür anwenden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Unterrichtsmethodik basiert auf einem handlungsorientierten Ansatz, insbesondere durch den Einsatz des Gruppenpuzzles, der Problematisierung und der abschließenden Präsentation der Arbeitsergebnisse.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Lerngruppe, die didaktische Begründung der Unterrichtsplanung sowie die konkrete Strukturierung der Lernhandlungen und Kompetenzziele.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Mechatronik, LOGO!-Programmierung, Kundenauftrag, logische Verknüpfungen und handlungsorientierter Unterricht.
Warum wurde das Szenario einer Bustür als Kundenauftrag gewählt?
Der Autor wählte ein allgemeines, lebensnahes Beispiel, da viele Schüler der Berufsfachschule noch keine praktischen Erfahrungen in Ausbildungsbetrieben gesammelt haben und ein solches Szenario ihre Vorstellungskraft besser anspricht.
Welchen Zweck erfüllt der Einsatz der LOGO! Soft Comfort Software?
Die Software dient der Simulation der Schülerlösungen, wodurch die Schüler direktes Feedback erhalten, ob ihre theoretische logische Schaltung mit der geforderten Praxis übereinstimmt.
Wie wird das Gruppenpuzzle konkret in den Unterrichtsablauf integriert?
Die Schüler werden in Stammgruppen eingeteilt und erarbeiten sich Expertenwissen in verschiedenen Teilbereichen, welches sie anschließend in ihre Stammgruppe zurücktragen, um gemeinsam den Kundenauftrag zu lösen.
- Citation du texte
- Dipl. Ing, Master of Education Trinus Bußmann (Auteur), 2010, „Öffnen einer Bustür“ - Einführung logischer Verknüpfungen am Beispiel eines Kundenauftrages, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161567