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Wertrelevanz von Corporate Governance

Eigentümer- und Vergütungsstrukturen

Titre: Wertrelevanz von Corporate Governance

Mémoire (de fin d'études) , 2007 , 102 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Lena Lindlar (Auteur)

Gestion d'entreprise - Comptabilité, Fiscalité
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Résumé Extrait Résumé des informations

In ihrer Arbeit analysiert Frau Lindlar den Einfluss von Corporate Governance auf den Unternehmenswert anhand zweier Faktoren: der Identität und Konzentration der Eigentümer sowie des Vergütungssystems des Unternehmens. Die Bedeutung „guter“ Corporate Governance für den Unternehmenswert wird in der Wirtschaftspresse sowie von Politik und Managementvertretern häufig betont. Die Interdependenzen verschiedener Governance-Instrumente sind jedoch erst in jüngerer Zeit in den Fokus der wissenschaftlichen Literatur gerückt.

Nach einer kurzen Einführung in grundlegende Beiträge zur Agency-Theorie und die durch eine Trennung von Eigentum und Verfügungsgewalt ausgelösten Konflikte werden verschiedene Instrumente der Corporate Governance vorgestellt. Dabei wird zwischen unternehmensinternen und -externen Faktoren unterschieden und deren jeweilige Möglichkeiten zur Lösung von Agency-Konflikten anhand empirischer Literatur kritisch diskutiert. Die Notwendigkeit einer integrierten Betrachtung von Eigentümerstrukturen und Managementvergütung wird durch das zweite Kapitel, das Corporate Governance als aus verschiedenen interdependenten Einflussfaktoren gebildetes System darstellt, begründet.

Zunächst werden die beiden Einflussfaktoren isoliert betrachtet, anschließend wechselseitige Abhängigkeiten untersucht. Im ersten Hauptteil geht es um die Frage, ob sich eine höhere Eigentümerkonzentration positiv auf den Unternehmenswert auswirkt. Auf die modelltheoretische Darstellung folgt eine ausführliche Diskussion empirischer Studien zur Bedeutung von Eigentümerkonzentration. Die Autorin legt dabei einen Schwerpunkt auf eine gründliche Diskussion der Untersuchungsmethodik. So werden die Möglichkeiten und Grenzen verschiedener ökonometrischer Verfahren dargestellt, Endogenitätsprobleme oder Verzerrungen durch ausgelassene erklärende Variablen zu verhindern. In zweiten Hauptteil der Arbeit werden die Wirkungen des Vergütungssystems auf das Managerverhalten analog zum vorangegangen Abschnitt zunächst anhand von zwei modelltheoretischen Arbeiten dargestellt und anschließend anhand empirischer Studien diskutiert. Abschließend betrachtet Frau Lindlar die Interdependenzen zwischen Eigentümerstruktur und Managementvergütung sowie deren Wirkungen hinsichtlich des Unternehmenswerts. Insbesondere geht sie der Frage nach, ob diese als Instrumente der Corporate Governance substitutiv oder komplementär wirken.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung und Aufbau der Arbeit

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

1.2 Aufbau der Arbeit

2 Konzeptionelle Grundlagen

2.1 Begriff der Corporate Governance

2.2 Prinzipal-Agenten-Theorie

2.3 Einflussfaktoren der Corporate Governance

2.3.1 Unternehmensinterne Einflussfaktoren

2.3.1.1 Überwachung durch das Aufsichtsorgan

2.3.1.2 Eigentümerstrukturen

2.3.1.3 Managementvergütung

2.3.1.4 Fremdkapital

2.3.2 Marktbezogene Einflussfaktoren

2.3.2.1 Markt für Unternehmenskontrolle

2.3.2.2 Arbeitsmarktwettbewerb

2.4 Systeme der Corporate Governance

2.4.1 Shareholderorientiertes System

2.4.2 Stakeholderorientiertes System

3 Eigentümerstrukturen und Unternehmenswert

3.1 Modelltheoretische Betrachtung

3.1.1 Modell von Shleifer/Vishny (1986)

3.1.2 Modell von La Porta et al. (2002)

3.2 Empirischer Zusammenhang

3.2.1 Konzentriertes Eigentum

3.2.1.1 Kontrolle als öffentliches Gut

3.2.1.2 Private Vorteile der Kontrolle

3.2.2 Eigentümeridentität

3.3 Zwischenfazit

4 Managementvergütung und Unternehmenswert

4.1 Modelltheoretische Betrachtung

4.1.1 Modell von Goldman/Slezak (2006)

4.1.2 Modell von Aggarwal/Samwick (2006)

4.2 Empirischer Zusammenhang

4.2.1 Pay-Performance-Sensitivitäten

4.2.2 Aktienbasierte Vergütung und Unternehmenswert

4.3 Zwischenfazit

5 Zusammenhang von Eigentümerstrukturen, Vergütungsstrukturen und Unternehmenswert

5.1 Empirischer Zusammenhang

5.2 Modelltheoretische Betrachtung

5.2.1 Modell von Burkart et al. (1997)

5.2.2 Modell von Huddart (1993)

6 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Wertrelevanz von Corporate Governance, insbesondere in Form von Eigentümer- und Vergütungsstrukturen, in börsennotierten Gesellschaften. Dabei wird analysiert, ob die Präsenz von Großaktionären sowie erfolgsorientierte Vergütungssysteme tatsächlich zur Lösung von Eigner-Manager-Interessenkonflikten beitragen oder ob diese Mechanismen eigene Probleme wie Tunneling oder kurzfristige Ergebnismanipulation schaffen.

  • Analyse theoretischer Modelle und empirischer Studien zum Einfluss von Eigentümerkonzentration auf den Unternehmenswert.
  • Untersuchung der Anreizwirkungen aktienbasierter Managementvergütung und deren Auswirkung auf langfristige Unternehmensentscheidungen.
  • Vergleich der Auswirkungen von Shareholderorientierten und Stakeholderorientierten Corporate Governance-Systemen.
  • Diskussion der Komplementarität von Überwachungsmechanismen durch Großaktionäre und Anreizmechanismen durch Managementvergütung.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Modell von Shleifer/Vishny (1986)

Das Modell von Shleifer/Vishny (1986) ist eine der ersten modelltheoretischen Analysen zur Wertrelevanz von Beteiligungen von Großaktionären. Die Autoren betrachten in ihrem Modell ein Unternehmen, dessen Anteile einem Großaktionär sowie vielen Kleinaktionären gehören. Alle Anteilseigner sind risikoneutral und es besteht Interessenkonvergenz. Der Großaktionär steht in keinem Zusammenhang mit dem Management des Unternehmens und hält einen Anteil von α < 0, 5 am Unternehmen. Die Kleinaktionäre halten zusammen einen Anteil von (1 − α). Der Anteil des Großaktionärs α ist ein fester Wert. Der Großaktionär G hat Zugang zu einer Technologie, mit deren Hilfe er wertsteigernde Verbesserungspotenziale der derzeitigen Geschäftsstrategie aufdecken kann. Dies geschieht durch Überwachung und Kontrolle des Managements sowie durch unabhängige Forschung.

Wenn G Investitionen in Höhe von c(f) tätigt und dabei ein Verbesserungspotenzial mit dem Wert Z aufdeckt, kann er versuchen, die Kontrolle über das Unternehmen zu erlangen. In diesem Fall macht er ein öffentliches Bar-Übernahmeangebot für einen Anteil von (0, 5 − α) der Unternehmensaktien. Das Übernahmeangebot ist mit administrativen Kosten in Höhe von cT verbunden, die G im Falle eines Angebots zu tragen hat. G wird ein Übernahmeangebot machen, wenn er (0, 5 − α) Anteile der Kleinaktionäre zu einem Preis von q + π erwerben kann. Dabei ist zu beachten, dass q nicht notwendigerweise dem Aktienkurs vor Übernahme entspricht, da dieser bereits wertsteigernde Effekte aus der möglichen Übernahme beinhalten kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung und Aufbau der Arbeit: Einführung in die Relevanz der Unternehmenskontrolle und Zielsetzung der Untersuchung, die den Einfluss von Eigentümer- und Vergütungsstrukturen auf den Unternehmenswert erforscht.

2 Konzeptionelle Grundlagen: Erläuterung der ökonomischen Definitionen von Corporate Governance, der Prinzipal-Agenten-Theorie sowie Vorstellung wichtiger Einflussfaktoren und idealtypischer Governance-Systeme.

3 Eigentümerstrukturen und Unternehmenswert: Theoretische und empirische Analyse der Rolle von Großaktionären, wobei insbesondere Modellansätze von Shleifer/Vishny und La Porta et al. beleuchtet werden.

4 Managementvergütung und Unternehmenswert: Untersuchung der Anreize durch aktienbasierte Vergütung sowie deren Auswirkungen auf Investitionen und Managementverhalten anhand theoretischer Modelle wie Goldman/Slezak.

5 Zusammenhang von Eigentümerstrukturen, Vergütungsstrukturen und Unternehmenswert: Synthese der vorangegangenen Kapitel zur Analyse der Interaktion zwischen Überwachung durch Großaktionäre und Managementvergütung.

6 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Untersuchungsergebnisse und Diskussion weiterführender Forschungsbedarfe für nicht-börsennotierte Unternehmen.

Schlüsselwörter

Corporate Governance, Eigentümerstruktur, Managementvergütung, Unternehmenswert, Prinzipal-Agenten-Theorie, Großaktionär, Anreizsysteme, Pay-Performance-Sensitivität, Unternehmenskontrolle, Kapitalmarkt, Agency-Kosten, Stakeholder, Shareholder Value, Tunneling, Investitionspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Wertrelevanz von Corporate Governance, mit besonderem Fokus auf die Auswirkungen von Eigentümerstrukturen und Vergütungsmechanismen auf den Unternehmenswert in börsennotierten Gesellschaften.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Überwachungsfunktion von Großaktionären, der Anreizwirkung aktienbasierter Managementvergütung, potenziellen Agency-Konflikten und dem Zusammenspiel dieser Mechanismen.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Es wird untersucht, ob Eigentümer- und Vergütungsstrukturen wertrelevant sind und ob diese Instrumente zur Lösung von Interessenkonflikten zwischen Managern und Aktionären beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine Literaturanalyse und systematische Auswertung formaler ökonomischer Modelle sowie einer Vielzahl einschlägiger empirischer Studien zur Corporate Governance.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische und empirische Analysen zu Eigentümerstrukturen, Vergütungsstrukturen sowie deren simultaner Modellierung und gegenseitiger Beeinflussung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Corporate Governance, Eigentümerkonzentration, Managementvergütung, Agency-Probleme, Anreizkompatibilität und Unternehmenswertmaximierung sind die prägenden Fachbegriffe.

Warum ist die Identität des Großaktionärs für den Unternehmenswert entscheidend?

Die Identität beeinflusst die Ziele und den Zeithorizont des Investors; so verfolgen beispielsweise Familien, Banken oder institutionelle Investoren unterschiedliche Strategien, die sich unterschiedlich auf das Managementverhalten auswirken.

Wie interagieren Großaktionäre und Managementvergütung laut der Untersuchung?

Sie können komplementär wirken, da aktive Großaktionäre die Anreize durch aktienbasierte Vergütung verstärken können, oder aber substitutiv, wenn die direkte Überwachung durch den Großaktionär bereits ausreicht, um das Management zu disziplinieren.

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Résumé des informations

Titre
Wertrelevanz von Corporate Governance
Sous-titre
Eigentümer- und Vergütungsstrukturen
Université
University of Mannheim
Note
1,0
Auteur
Lena Lindlar (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
102
N° de catalogue
V161617
ISBN (ebook)
9783640756285
ISBN (Livre)
9783640756407
Langue
allemand
mots-clé
Corporate Governance Unternehmensbewertung Principal Agent Ownership Agency Theory Compensation Aufsichtsrat Aktienbasierte Vergütung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Lena Lindlar (Auteur), 2007, Wertrelevanz von Corporate Governance, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161617
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