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Deutsche Auswanderung in die USA im 19. Jahrhundert

Title: Deutsche Auswanderung in die USA im 19. Jahrhundert

Term Paper , 2010 , 16 Pages

Autor:in: Saskia Bommert (Author)

History of Germany - Modern History
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Diese schriftliche Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, welche Gründe zur Auswanderung von mehr als fünf Millionen Deutschen in die USA führten und wie es im 19. Jahrhundert zu regelrechten „Wellen“ der Auswanderung kommen konnte unter besonderer Berücksichtigung der sozialen Struktur der Auswanderer und dem historischen Kontext. Um diese Frage ausführlich beantworten zu können, werden zunächst die sozialen, politischen und ökonomischen Hintergründe Deutschlands beleuchtet, wobei besonders die Faktoren betrachtet werden, die die Menschen aus der Heimat drängten.Aus diesen Gründen gebe ich einen sozio-historischen Überblick, da ich mir bei meiner Recherche besonders die Frage gestellt habe, welche Bevölkerungsgruppen auswanderten und wieso sie dafür gerade Amerika wählten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 VORAUSSETZUNGEN

2.1 VERÄNDERUNGEN IN DER LANDWIRTSCHAFT UND BEVÖLKERUNGSDRUCK

2.2 REISEDARLEHEN

2.3 ERFINDUNG UND AUSBAU DER EISENBAHN

2.4 INFORMATIONSFLUSS

3 VERLAUF UND GRÜNDE DER AUSWANDERUNG

4 DIE SOZIALE STRUKTUR DER AUSWANDERER

5 SIEDLUNGSVERHALTEN

6 RÜCKWANDERUNG

7 AMERIKA IM VERGLEICH MIT ANDEREN AUSWANDERUNGSLÄNDERN IM 19.JAHRHUNDERT

8 FAZIT

9 LITERATUR:

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die wesentlichen Motive und Strukturen der deutschen Massenauswanderung in die USA während des 19. Jahrhunderts. Ziel ist es, die komplexen sozio-ökonomischen Hintergründe zu analysieren, die zur Entstehung von Migrationswellen führten, und dabei sowohl die treibenden Push-Faktoren in Deutschland als auch die Pull-Faktoren Amerikas kritisch zu hinterfragen.

  • Sozio-ökonomische Ursachen und Bevölkerungsdruck im 19. Jahrhundert
  • Die Rolle von technischen Fortschritten wie Eisenbahn und Dampfschifffahrt
  • Strukturwandel, Industrialisierung und ihre Auswirkungen auf das Wanderungsverhalten
  • Soziale Zusammensetzung der Migranten und Bedeutung der Kettenwanderung
  • Siedlungsmuster und die Tendenz zur Urbanisierung in den USA

Auszug aus dem Buch

2.2 Reisedarlehen

Diejenigen, die sich für das Abwandern entschieden, mussten eine teure und anstrengende Überfahrt auf sich nehmen. Grade die Bevölkerung aus Baden, der Pfalz und Württemberg wanderten aus, da sie aufgrund der geographischen Lage den Wasserweg nutzen konnten. Da man im 19. Jahrhundert nur mit dem Schiff nach Übersee kam, bedeutete dies für die Auswanderer, dass sie den Rhein hochfuhren zu einem deutschen Hafen, um dann endlich ein Schiff nach Amerika nehmen zu können. Die Überquerung des Atlantiks dauerte mehrere Monate und stellte eine enorme physische und psychische Belastung dar. Krankheiten an Bord waren die Regel, viele erreichten nie ihr Ziel.

„Während der Seefahrt aber entstehet ein jammervolles Elend, Gestank, Dampf, Grauen, Erbrechen, mancherley Seekrankheiten, Fieber, Ruhr, [...] Mundfäule, und dergleichen, auch von dem sehr wüsten und schlimmen Wasser herrühret, wodurch viele elendiglich verderben und sterben“ Dennoch wagten viele die Ausreise. Wer genug Geld hatte, z.B. aus dem Verkauf seines Besitzes, konnte sich die Überfahrt selber finanzieren. Manche hatten bereits ausgewanderte Verwandte, die den Daheimgebliebenen Geld schickten für die Überfahrt. Doch der Großteil der Auswanderer hatte nicht diese Möglichkeiten, daher wurde im 17. Jahrhundert das Redemptioner-System erfunden. In der Neuen Welt wurden dringend einfache Arbeiter gesucht, daher gab es Reederer, die als Mittelsmänner für amerikanische Farmer oder Firmen Arbeitskräfte unter den Ausreisewilligen anwarben. Von amerikanischer Seite wurden die Reisekosten gedeckt, als eine Art Darlehen, die der Auswanderer dann abarbeitete. In der Regel war innerhalb von vier Jahren seine Schuld getilgt. Was zunächst zwielichtig klingt, stellte sich als lukratives Geschäft für beide Seiten heraus. Günther schätzt, dass bis zur Abschaffung dieses Systems im Jahr 1890 50 bis 70% der deutschen Auswanderer auf diese Art als Schuldknechte in die Staaten gelangten. Da die Überfahrt für damalige Verhältnisse kaum erschwinglich war, war dies oftmals die einzige Möglichkeit die Kosten der Reise zu decken, da allein schon die Anreise zu den Häfen vier bis sechs Wochen dauerte und das Vermögen der Ausreisenden aufzehrte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in das Thema der deutschen Auswanderung im 19. Jahrhundert unter Berücksichtigung der sozialen Struktur und der relevanten Push- und Pull-Faktoren.

2 VORAUSSETZUNGEN: Untersuchung der technischen und finanziellen Bedingungen sowie der sozio-ökonomischen Ursachen, die eine Auswanderung erst ermöglichten oder notwendig machten.

2.1 VERÄNDERUNGEN IN DER LANDWIRTSCHAFT UND BEVÖLKERUNGSDRUCK: Analyse der Folgen des Realerbteilungsgesetzes und der steigenden Lebensmittelpreise, die zur Landflucht beitrugen.

2.2 REISEDARLEHEN: Erläuterung der Finanzierungsmöglichkeiten der Überfahrt durch das Redemptioner-System und der physischen Belastungen während der Seereise.

2.3 ERFINDUNG UND AUSBAU DER EISENBAHN: Darstellung der Bedeutung moderner Verkehrsmittel für die Mobilität der Auswanderer im Inland und in den USA.

2.4 INFORMATIONSFLUSS: Analyse des Einflusses von Medien und Reiseberichten auf die Wahrnehmung von Amerika als Ziel der Auswanderung.

3 VERLAUF UND GRÜNDE DER AUSWANDERUNG: Zusammenfassende Darstellung der verschiedenen Wellen der Auswanderung und kritische Betrachtung der klassischen Motive.

4 DIE SOZIALE STRUKTUR DER AUSWANDERER: Analyse der demografischen Merkmale, Altersgruppen und beruflichen Hintergründe der Auswandernden.

5 SIEDLUNGSVERHALTEN: Beschreibung des zielorientierten Siedlungswesens, das zur Entstehung deutscher Gemeinschaften und Städtenamen in den USA führte.

6 RÜCKWANDERUNG: Beleuchtung des oft unterschätzten Phänomens der Rückkehr in die alte Heimat aufgrund gescheiterter Erwartungen.

7 AMERIKA IM VERGLEICH MIT ANDEREN AUSWANDERUNGSLÄNDERN IM 19.JAHRHUNDERT: Vergleich der Attraktivität der USA gegenüber anderen Regionen hinsichtlich politischer Freiheit und wirtschaftlicher Bedingungen.

8 FAZIT: Abschließende Zusammenfassung der Ursachen als Zusammenspiel aus Industrialisierung, sozialem Elend und der Suche nach Wohlstand.

Schlüsselwörter

Massenauswanderung, 19. Jahrhundert, Deutschland, USA, Industrialisierung, Sozio-ökonomische Faktoren, Push-Faktoren, Pull-Faktoren, Bevölkerungsdruck, Auswanderer, Siedlungsverhalten, Urbanisierung, Redemptioner-System, Landwirtschaft, Sozialgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Ursachen und den Verlauf der deutschen Massenauswanderung nach Amerika während des 19. Jahrhunderts mit einem Fokus auf die sozio-ökonomischen Hintergründe.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die agrarischen Veränderungen, der Einfluss der Industrialisierung, die Rolle der Transporttechnik und die soziale Struktur der Auswanderer.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welche Faktoren zur Auswanderung führten und wie die verschiedenen „Wellen“ der Auswanderung vor dem historischen Kontext zu bewerten sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine historisch-analytische Methode, indem sie Statistiken, Reiseberichte und zeitgenössische Quellen im Kontext der Sozialgeschichte auswertet.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil behandelt die Voraussetzungen, den Verlauf der Auswanderungswellen, die soziale Zusammensetzung der Migranten sowie deren Siedlungsverhalten in den USA.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Massenauswanderung, Industrialisierung, soziale Struktur, Push- und Pull-Faktoren sowie die transatlantische Migration.

Warum war das Redemptioner-System für viele Auswanderer wichtig?

Da viele Auswanderer nicht über genügend Vermögen für die Überfahrt verfügten, ermöglichte dieses System die Finanzierung der Reise durch spätere Arbeitsleistung in Amerika.

Welche Rolle spielte die industrielle Revolution für die Auswanderung?

Die Industrialisierung fungierte als zwiespältiger Motor: Sie schuf einerseits Not durch den Verfall traditioneller Handwerksberufe, bot aber andererseits Arbeitsplätze in den wachsenden Städten.

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Details

Title
Deutsche Auswanderung in die USA im 19. Jahrhundert
College
Ruhr-University of Bochum
Author
Saskia Bommert (Author)
Publication Year
2010
Pages
16
Catalog Number
V161628
ISBN (eBook)
9783640775743
ISBN (Book)
9783640775569
Language
German
Tags
deutsche Auswanderung Deutschland 19. Jahrhundert Industrialisierung soziale Frage USA Amerika Erbteilungsgesetz Redemptionerhandel Rückwanderung Eisenbahn Atlantikreisen deutsche Emigration deutsches Siedlungsverhalten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
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Saskia Bommert (Author), 2010, Deutsche Auswanderung in die USA im 19. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161628
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