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Der Schreiber und die Bibliothek im alten Mesopotamien

Título: Der Schreiber und die Bibliothek im alten Mesopotamien

Trabajo , 2009 , 24 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Ulrike Thiele (Autor)

Historia universal - Prehistoria e Historia antigua
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Wissen bzw. Wissenserwerb, soziale Eliten und Macht waren im alten Mesopotamien untrennbar miteinander verknüpft. Die Erfindung der Schrift, die auf das Ende des vierten Jahrtausends vor Christus zu datieren ist, entwickelte sich gleichzeitig mit dem Schreiben repräsentativer und monumentaler Künste, was zeigt, dass die führenden Eliten und Autoritäten Mittel und Wege suchten, das Denken und Handeln der Menschen in einem für sie günstigen Sinn zu beeinflussen und zu kontrollieren. Die Entwicklung von Zeichensystemen trennte nun diejenigen, Einfluss nehmen wollten und die Systeme verstanden von denen, die nicht zu diesem Kreis gehörten. Wissen und Schrift konzentrierten sich im Alten Mesopotamien, was unter Zugrundelegung der erfolgten Ausführungen nicht verwunderlich ist, in den Zentren von Verwaltung bzw. Autorität, während die einfache Bevölkerung davon fast gänzlich ausgeschlossen blieb. Zwar breitete sich das Schreiben und Lesen im frühen zweiten Jahrtausend auch in stark vereinfachter Form, die sich mehr an der gesprochenen Sprache orientierte, in private Bereiche aus, aber bereits im ersten Jahrtausend kehrte sich dieser Öffnungsprozess wieder um, so dass Schriftlichkeit weiterhin ein Elitephänomen von hochgestellten Familien und des Verwaltungsapparates blieb und drei Jahrtausende hindurch als wichtigstes Mittel zur Vermittlung von Wissen angesehen wurde. Die Schreiber, denen aufgrund ihrer Fähigkeiten eine Schlüsselfunktion in der Gesellschaft zukam, stehen im Fokus der vorliegenden Arbeit. Aber auch die Handhabung der Texte, also der durch die Schreiber "angefertigten Produkte", sowie die Werke selbst sollen näher beleuchtet werden. Hierbei liegt das Augenmerk auf den Bibliotheken und den verschiedenen literarischen Genres, die bereits im alten Mesopotamien existierten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I) Einleitung

II) Der Schreiber und die Bibliothek im alten Mesopotamien

1) Schreiber und Literarizität im Alten Babylonien

a) Ansehen, Herkunft und Ausbildung

b) Der Schreiber als Berufsstand: Die Tätigkeitsfelder eines Schreibers bzw. Gelehrten

aa) Der Schreiber als individueller Schreiber im privaten Bereich

bb) Der Schreiber im Palast

cc) Der Schreiber als Übersetzer

dd) Der Schreiber im Tempeldienst

ee) Keilschrift-Gelehrte

c) Könige als Schreiber

2) Die Bibliothek

a) Entstehung und "Standorte": Königliche, private und Tempelbibliotheken

b) Beschaffung und Anordnung der Tafeln

c) Ein konkretes Beispiel: Die Bibliothek König Assurbanipals in Ninive

d) Mesopotamische Literatur - ein Überblick

aa) Akkadische Literatur basierend auf sumerischer Literatur

aaa) Sumerische Literatur in der altbabylonischen Periode

(1) Königsliteratur und Hymnen

(2) Mythen

(3) Weitere literarische Formen

bbb) Übernahme in das Akkadische

bb) Sumerische Literatur mit begrenzter Fortführung im Sumerischen

cc) Akkadische Literatur

III) Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht den gesellschaftlichen Stellenwert des Schreibers sowie die Organisation von Schreibausbildung, Bibliothekswesen und literarischer Überlieferung im alten Mesopotamien, um aufzuzeigen, wie Wissen als exklusives Privileg einer sozialen Elite etabliert und bewahrt wurde.

  • Die soziale Rolle und Ausbildung von Schreibern als Elite innerhalb der mesopotamischen Gesellschaft.
  • Die vielfältigen Tätigkeitsfelder von Schreibern in privaten, königlichen und religiösen Kontexten.
  • Die Struktur, Katalogisierung und Funktion mesopotamischer Bibliotheken, insbesondere der Bibliothek Assurbanipals.
  • Die Entwicklung und Transformation mesopotamischer Literatur von sumerischen Vorlagen hin zu akkadischen Formen.
  • Das Spannungsfeld zwischen der Bewahrung tradierter Wissensbestände und der Anpassung an sich wandelnde politische und soziale Anforderungen.

Auszug aus dem Buch

a) Ansehen, Herkunft und Ausbildung

Der Schreiber gehörte zur sozialen Elite von Mesopotamien, was nicht nur durch einen entsprechenden familiären Hintergrund, sondern auch durch eine langjährige und angesehene Ausbildung bedingt war:12 Schüler, mit dem Ziel, Schreiber zu werden, konnten zunächst einmal in der Regel nur Kinder männlichen Geschlechts sein; ihre Väter gehörten in jedem Fall zur höheren Gesellschaftsschicht, das heißt sie waren von Beruf beispielsweise erfolgreiche Geschäftsleute, Priester, Botschafter, Könige oder selbst Schreiber.13

Wie archäologische Funde zeigen, gab es im alten Mesopotamien bereits Schreibschulen; es wurden Räume angefüllt mit Tontäfelchen in Ur, Sippar und Nippur gefunden, die auf die Existenz von Schulen bzw. entsprechende Schreibaktivitäten hinweisen.14 Allerdings dürfen Schreibschulen und Unterricht der damaligen Zeit im Hinblick auf Ablauf und Organisation nicht mit heutigen Institutionen verglichen werden, in denen verschiedene Lehrer für unterschiedliche Fächer zuständig sind und zahlreiche Kinder zu einer Klasse zusammengefasst werden.15

Zusammenfassung der Kapitel

I) Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die exklusive Rolle der Schrift als Elitekompetenz im antiken Mesopotamien und definiert die Zielsetzung, den Schreiberstand sowie die überlieferten Texte näher zu betrachten.

II) Der Schreiber und die Bibliothek im alten Mesopotamien: Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert die Ausbildung der Schreiber, ihre diversen Funktionen in Verwaltung und Gesellschaft, die Struktur antiker Bibliotheken sowie den Wandel und die Entwicklung der mesopotamischen Literatur von sumerischen zu akkadischen Inhalten.

III) Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die exklusive Schreibausbildung und das Bibliothekswesen wesentlich zur Sicherung der Macht einer kleinen gesellschaftlichen Elite beitrugen und die literarische Kultur trotz hoher Komplexität eng mit den sozialen und politischen Strukturen verknüpft blieb.

Schlüsselwörter

Mesopotamien, Schreiber, Schreibschule, Bibliothek, Assurbanipal, Keilschrift, sumerische Literatur, akkadische Literatur, Elite, Ausbildung, Wissensvermittlung, Tontafeln, Verwaltung, Omen, Literaturgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die soziokulturelle Bedeutung des Schreibers sowie die Organisation der Schreibausbildung und der Bibliotheken im alten Mesopotamien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Status der Schreiber, ihre Ausbildung, ihre verschiedenen Einsatzgebiete (vom Privatsektor bis zum Tempel), die Struktur der Bibliotheken und die Entwicklung der mesopotamischen Literatur.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Wissen als exklusives Gut einer sozialen Elite durch die Verbindung von Schreibkompetenz und Literaturtradition in Mesopotamien geformt und bewahrt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Analyse historischer Quellen, archäologischer Befunde und philologischer Zeugnisse zur literarischen Überlieferung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Schreiberstandes (Herkunft, Ausbildung, Tätigkeitsfelder) und eine detaillierte Analyse des Bibliothekswesens sowie der literarischen Entwicklung (Sumerisch-Akkadische Transformation).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Mesopotamien, Schreiber, Bibliothek, Keilschrift, Wissensvermittlung und Literaturgeschichte charakterisieren.

Welche Rolle spielte der Schreiber im Tempeldienst?

Schreiber im Tempeldienst übernahmen administrative Aufgaben, verwalteten Ressourcen, erstellten Weihinschriften und halfen bei der Dokumentation astronomischer Phänomene, die für politische Entscheidungen der Herrscher relevant waren.

Was zeichnete die Bibliothek König Assurbanipals aus?

Sie gilt als eines der bedeutendsten Beispiele mesopotamischer Bibliotheken, die durch systematisches Sammeln und Kopieren von Texten aus verschiedenen Regionen ein umfassendes Wissen in einer Vielzahl von Genres bewahrte.

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Detalles

Título
Der Schreiber und die Bibliothek im alten Mesopotamien
Universidad
University of Duisburg-Essen  (Historisches Institut)
Calificación
1,7
Autor
Ulrike Thiele (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
24
No. de catálogo
V161692
ISBN (Ebook)
9783640750993
ISBN (Libro)
9783640751594
Idioma
Alemán
Etiqueta
Schreiber Bibliothek Mesopotamien
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Ulrike Thiele (Autor), 2009, Der Schreiber und die Bibliothek im alten Mesopotamien, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161692
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