Die Heldin Lara Croft in der Gesellschaft

Charaktereigenschaften und Entwicklung der Figur


Hausarbeit (Hauptseminar), 2010

15 Seiten, Note: 2


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kurze Inhaltsangabe des Films

3. Die Heldin Lara Croft
3.1. Das äußere Erscheinungsbild der Heldin
3.2. Ihre Arbeit
3.3. Berufung und Vaterkomplex
3.4. Beziehungen
3.5. Intelligenz

4. Heldenrolle
4.1. Arten von Helden

5. Fazit

6. Quellenangabe

1. Einleitung

In dieser Arbeit wird der Film „Lara Croft: Tomb Raider“ behandelt. Die Heldenrolle von Lara Croft, ihre Funktion für die Gesellschaft sowie die Charaktereigenschaften und die Entwicklung der Heldin werden analysiert und diskutiert.

Daraus ergeben sich folgende Thesen:

Welche Funktion erfüllt die Heldin Lara Croft für die Gesellschaft?

Macht Lara Croft im Laufe des Filmes einen Reifeprozess durch?

Welche Schwächen sind bei Lara Croft zu vernehmen?

Lara Croft wird oft als das „perfect girl“ bezeichnet. Die am häufigsten genannten Schlagwörter im Bezug auf Lara Croft sind „verführerisch“, „ideal“, „heldenhaft“ und „perfekt“. Und so wird sie auch im Film dargestellt. Es steht eine Frau im Mittelpunkt der Handlung und im Zentrum der Diskurse. Sie ist eine Kriegerin, die ihr Leben für die Gesellschaft opfert um die Welt zu retten. Ursprünglich sollte Lara Croft ein Mann werden, doch der Erfinder dieser Figur suchte eine Alternative zu den üblichen Charakteren, weil er es für unangemessen hielt, einen männlichen Hauptdarsteller mit den akrobatischen Fähigkeiten auszustatten, die er für den Protagonisten vorsah. In Tomb Raider ist sehr stark zu bemerken, dass sich wirklich der ganze Film um die Protagonistin dreht und dass sie die Handlung bestimmt.

2. Kurze Inhaltsangabe des Films

Lara Croft: Tomb Raider ist ein Abenteuerfilm von Regisseur Simon West aus dem Jahr 2001 mit Angelina Jolie in der Hauptrolle. Der Film basiert auf der Computerspielreihe Tomb Raider. Erfunden wurde Lara Croft 1994 von Toby Gard.

Lara Croft ist die Tochter des englischen Archäologen Lord Croft der am 15. Mai 1985 unter mysteriösen Umständen gestorben ist. Lara Croft hat sein Anwesen und sein Vermögen geerbt. Sie lebt mit ihrem Butler Hillary auf einem großen Haus in Surrey. Lara ließ eine riesige Grabkammer einrichten, in der sie mit spinnenförmigen Robotern kämpft, die ihr Computerexperte Bryce für sie baute. Eines Nachts erwachte Lara durch ein plötzlich einsetzenden Ticken. Sie findet hinter einer Wand eine Kiste mit einer alten Wanduhr, die tickt. Am nächsten Tag bittet sie Bryce, die Uhr zu untersuchen, doch als ihr das zu lange dauert, zertrümmert sie das Gehäuse und findet eine Taschenuhr, bei welcher nur einer der beiden Zeiger läuft. Dieser Zeiger läuft rückwärts und sie beginnt bald zu verstehen, dass es sich um einen Countdown handelt. Die Uhr weist auf er Rückseite eine Vertiefung auf, die als eine Art Schlüssel zu etwas anderem gehört. Lara wsofort ar klar, dass es sich um das "allsehende Auge" handelt, von dem ihr der Vater vor seinem Tod erzählt hatte. Ein Geheimbund, welcher sich die „Illuminaten“ nennt, will die Weltherrschaft an sich reißen will und kennt das Geheimnis um das "allsehende Auge", den Schlüssel zum "Dreieck des Lichts". Nur alle fünftausend Jahre, wenn die Planeten auf ihren Umlaufbahnen eine Gerade bilden, besteht die Möglichkeit, die beiden Bruchstücke wieder zusammenzufügen und weil die "Linearkonstellation" in den nächsten Tagen stattfinden wird, haben die Illuminaten den Rechtsanwalt Manfred Powell beauftragt, rechtzeitig die Bruchstücke des verschwundenen Dreiecks zu finden. Auch Lara findet rasch heraus um was es sich handelt. Kurz darauf brechen vermummte Kämpfer in ihr Anwesen ein und Obwohl Lara, Bryce und der Butler viele der Angreifer töten, gelingt es einem von ihnen, die geheimnisvolle Uhr zu stehlen. Nach dem Kampf bringt ein Kurier einen Brief zu Laras Anwesen. Der Umschlag enthält einen Brief ihres Vaters, der ihr erst an diesem besagten Tag zugestellt werden sollte. Es besteht aus nichts anderem als einem Zitat von William Blake. Lara kombiniert und geht in die Bibliothek und nimmt den Band von William Blake heraus. Darin findet sie geheime Aufzeichnungen ihres Vaters über das "Dreieck des Lichts" und die Bedeutung der Linearkonstellation der Planeten. Lara vermutet dass eines der beiden Bruchstücke in den Ruinen einer Kultstätte versteckt ist. Sie reist, mit Hilfe von Bekannten, nach Kambodscha um dieses Stück zu finden. Manfred Powell ist bereits da, und er hat Alex West bei sich, einen früheren Freund Laras, der sich als Archäologe tarnt, aber ein Grabräuber ist, der nur auf Geld aus ist. Während Powell und West von Hilfskräften eine Wand der Anlage einreißen lassen, um ins Innere vordringen zu können, folgt Lara Schmetterlingen durch eine Maueröffnung. Die Männer glauben schließlich, das Passstück für das "allsehende Auge" gefunden zu haben. Lara entdeckt jedoch, dass die Rückseite der Uhr an einer anderen Stelle angesetzt werden muss. Wenige Sekunden bevor der Uhrzeiger auf Null steht, zeigt sie sich und fordert Powell auf, ihr die Uhr zu geben, weil sonst die Chance für sie beide ungenützt verstreichen würde. Tatsächlich bringt sie dadurch eines der beiden Bruchstücke des magischen Dreiecks zum Vorschein. Da erwachen die Steinfiguren und versuchen, Lara und die andern Menschen zu töten und ihnen den Fund wieder abzunehmen. Aber Lara kämpft sich mit dem Bruchstück ins Freie durch. Doch Powell bekommt die Uhr wenig später wieder in die Hand. Weil Lara eines der beiden gesuchten Bruchstücke und Powell mit der Uhr den Schlüssel zum Aufspüren des zweiten Teils besitzt, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als gemeinsam weiterzumachen. Powell behauptet, Laras Vater sei bei den Illuminaten sein „Lehrer“ gewesen. Sie kann es nicht glauben, hofft jedoch, mit Hilfe des Dreiecks den Tod ihres Vaters rückgängig machen zu können. In einer sibirischen Höhlenanlage stoßen Manfred Powell, Alex West, Lara Croft und Mr Pimms, ein Mitglied des Rats der Illuminaten, auf ein riesiges mechanisches Modell des Sonnensystems. Wieder findet Lara das Passstück zur Uhr und damit auch das zweite Bruchstück des Dreiecks. Feierlich hebt der Illuminat die beiden Teile hoch und hält eine Rede. Powell wird ungeduldig, erschießt den Illuminat und fügt selbst die beiden Bruchkanten zusammen. Doch es passiert nichts. Erst als Lara ein Sandkorn dazulegt, entsteht wieder das "Dreieck des Lichts". Ihr Vater beginnt durch die Macht des Dreiecks wieder zu leben. Doch er weist Lara darauf hin, dass sie nicht in den Fluss der Zeit eingreifen soll und darf und dass sie das Dreieck wieder zerstören soll. Schweren Herzens hört Lara auf den Rat ihres Vaters und zerstört das Dreieck durch einen Schuss in tausend Teile.

3. Die Heldin Lara Croft

Im Folgenden möchte ich auf das Aussehen, den Charakter sowie die Heldenrolle von Lara Croft näher eingehen. Meine Thesen werden behandelt und es soll Einblicke in den Film „Tomb Raider“ liefern.

3.1. Das äußere Erscheinungsbild der Heldin

Der Körper der Protagonistin spielt eine große Rolle und ist die diskurstragende Kategorie überhaupt. Sie trägt ein schwarzes, eng anliegendes Top und dazu eine Hot Pants. Diese aufkommende Erotik die durch Lara Croft verbreitet wird ist mitunter ein wichtiger Bestandteil des Films, denn sie vermittelt nicht nur Stärke sondern auch Anmutigkeit und Sex. Laras Körper wird im Film fetischisiert, denn sie hat den perfekten Körper einer Actionheldin, der Kraft und Erotik zugleich verspricht. Der weibliche Körper, der auch nackt gezeigt wird, stellt eine Kombination aus „typisch weiblichen“ Kleidungsstücken und „männlichen“ Accessoires wie die Militärstiefel und den Waffengürtel dar. In ihrem Grundprinzip bleibt ihre Kleidung immer dieselbe, indem sie als „zweckmäßig“ dargestellt wird und für ihre Tätigkeit passend ist. Lara Croft erhielt von ihren Erfindern überdimensionierte weibliche Attribute - Ein großer Schmollmund, eine Wespentaille, riesige Brüste und extrem lange Beine. Ihr Frausein wird einerseits auf diese Attribute reduziert, andrerseits ist ihr Körper eine durchtrainierte Kampfmaschine, die zum Bestehen ihrer Aufgaben eingesetzt wird und nicht um etwa Männer zu verführen.[1] In Tomb Raider werden Anteile von Laras Körper auch in anderen symbolischen Formen in den Mittelpunkt des Films gerückt. Wie etwa das „Allsehende Auge“. Dieser Diskurs stellt auch dar, dass es sich nicht zufällig um einen weiblichen Körper handelt. Der Körper macht somit einen wesentlichen Teil ihrer Identität aus, denn es wird offensichtlich, dass die Frau auch wesentlich über ihr Aussehen definiert wird.

Darüber hinaus hat Lara keine Probleme mit ihrem Körper. Die Thematik, wie schwierig es ist so einen perfekten Körper zu erarbeiten, wird völlig ausgeblendet. Man sieht sie zwar im Training, doch auch das scheint ihr Spaß zu machen. Weiters isst sie den ganzen Film über keinen einzigen Bissen. Dies führt zu dem Gedanken, dass sie eine Essstörung hat oder es soll vermittelt werden, dass diese perfekte Frau nicht essen muss um zu leben und stark zu sein.

[...]


[1] Vgl. Deuber-Mankowsky, Astrid: 2001, S.62

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Die Heldin Lara Croft in der Gesellschaft
Untertitel
Charaktereigenschaften und Entwicklung der Figur
Hochschule
Universität Wien
Note
2
Autor
Jahr
2010
Seiten
15
Katalognummer
V161764
ISBN (eBook)
9783640752126
ISBN (Buch)
9783640752553
Dateigröße
475 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Heldin, Lara, Croft, Gesellschaft, Charaktereigenschaften, Entwicklung, Figur
Arbeit zitieren
Sandra Müller (Autor), 2010, Die Heldin Lara Croft in der Gesellschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161764

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