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Beraterrollen in der Organisationsentwicklung. Psychologische Aspekte interner und externer Beratung und der Umgang mit Widerstand

Título: Beraterrollen in der Organisationsentwicklung. Psychologische Aspekte interner und externer Beratung und der Umgang mit Widerstand

Trabajo Escrito , 2025 , 17 Páginas

Autor:in: Joyce Maaß (Autor)

Psicología - Consulta y Terapia
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Wie beeinflussen interne und externe Berater*innen den Umgang mit Widerstand in der Organisationsentwicklung aus psychologischer Sicht?

Die Zahl der Beratungsunternehmen in Deutschland ist laut BDU (2024) kontinuierlich gestiegen und liegt derzeit bei über 26.000 – ein Hinweis auf den wachsen-den Bedarf an professioneller Unterstützung. Eine Umfrage von IMWF und Baulig Consulting (2021) zeigt, dass Beratung besonders in Bereichen wie Digitalisierung (91 %) und Führung (88 %) gefragt ist. Auch betriebswirtschaftliche Themen (84 %), Wissenstransfer (76 %) und Unternehmensumstrukturierungen (73 %) spielen eine wichtige Rolle. Schuler hebt hervor, dass moderne Arbeitswelten nicht auf die Reduktion von Komplexität zielen, sondern deren produktive Nutzung fördern sollten. Dafür sind passende Rahmenbedingungen nötig, um neue Erfolgsfaktoren zu erkennen und umzusetzen. Diese Arbeit untersucht aus psychologischer Perspektive die Rolle interner und externer Berater*innen in der Organisationsentwicklung (OE) – insbesondere im Umgang mit Widerstand. Nach einer begrifflichen und theoretischen Einführung folgt eine psychologische Analyse von Beratungsbeziehungen und Lernprozessen. Abschließend werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Berater*innenrollen im Wandel systematisch verglichen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

  • Abkürzungsverzeichnis
  • 1 Einleitung
  • 2 Theoretische Grundlagen
    • 2.1 Definition der Organisationsentwicklung
    • 2.2 Definition der Berater*innenrollen
    • 2.3 Definition der internen Beratung
    • 2.4 Definition der externen Beratung
    • 2.5 Widerstand
  • 3 Psychologische Analyse der Berater*innenrollen
    • 3.1 Beziehungsgestaltung als Schlüsselkompetenz
    • 3.2 Lernprozessorientierung und Umgang mit Widerstand
  • 4 Vergleich: Interne und externe Beratung im Kontext der OE
    • 4.1 Vorteile und Herausforderungen interner Berater*innen
    • 4.2 Vorteile und Herausforderungen externer Berater*innen
    • 4.3 Einfluss auf die Organisationskultur und Lernprozesse
  • 5 Diskussion
  • 6 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht aus psychologischer Perspektive die Rolle interner und externer Berater*innen in der Organisationsentwicklung (OE), insbesondere im Umgang mit Widerstand. Die zentrale Forschungsfrage lautet, wie interne und externe Berater*innen den Umgang mit Widerstand in der Organisationsentwicklung aus psychologischer Sicht beeinflussen.

  • Die Rolle interner und externer Berater*innen in Veränderungsprozessen der Organisationsentwicklung (OE).
  • Der psychologisch fundierte Umgang mit Widerstand in organisationalen Kontexten.
  • Die Bedeutung der Beziehungsgestaltung als Schlüsselkompetenz in Beratungsprozessen.
  • Lernprozessorientierung und deren Einfluss auf die Bewältigung von Widerstand.
  • Vergleich der spezifischen Stärken und Herausforderungen interner und externer Beratungsrollen.
  • Analyse des Einflusses von Beratung auf Organisationskultur und Lernprozesse.

Auszug aus dem Buch

2.5 Widerstand

Widerstand in der Supervision und Organisationsberatung beschreibt das bewusste oder unbewusste, offene oder verdeckte Ablehnen von geplanten oder laufenden Veränderungsprozessen auf individueller, Gruppen- oder Organisationsebene. Dieser Widerstand kann sich gegen die angestrebte Veränderung selbst, gegen die gewählte OE-Strategie oder auch gegen die beratende Person richten. Widerstand ist dabei nicht per se negativ zu bewerten er kann ebenso Ausdruck des Wunsches sein, Bewährtes zu erhalten, Missverständnisse zu artikulieren oder auf eine geringe Toleranz gegenüber Veränderungen hinweisen. In der Praxis äußert sich Widerstand häufig durch Beschwerden, Schweigen, Demotivation, Krankmeldungen, Kündigungen oder passives Verhalten. Die dahinterliegenden Ursachen sind jedoch oft nicht auf den ersten Blick erkennbar. Daher wird Widerstand mitunter als Störung eines an sich als sinnvoll betrachteten Veränderungsprozesses wahrgenommen, obwohl er vielschichtige und berechtigte Beweggründe haben kann. Aus Sicht der motivierenden Gesprächsführung gilt Widerstand als natürlicher und unvermeidbarer Bestandteil von Beratungsprozessen – insbesondere bei sensiblen Themen wie Schuld, Scham oder Kontrollverlust. Widerstand wird hier nicht negativ bewertet, sondern als bedeutsames Signal verstanden, das darauf hinweist, dass der/die Klient*in den Veränderungsprozess als zu schnell, überfordernd oder bevormundend erlebt. Häufig wird Widerstand nicht allein durch den/die Klient*in erzeugt, sondern entsteht (mit-)verursacht durch das Verhalten der/des Berater*in, was eine kritische Reflexion des eigenen Vorgehens erforderlich macht (Thiel, 1999). Widerstand zeigt sich besonders in Beratungssituationen, die mit negativen Erfahrungen wie Kritik, Ablehnung oder Bestrafung verknüpft sind. Er signalisiert, dass sich der/die Klient*in emotional vom gemeinsamen Prozess distanziert hat bietet jedoch zugleich die Chance, regulierend einzugreifen und die Veränderungsmotivation gezielt zu stärken.

Widerstand tritt häufig dann auf, wenn der/die Berater*in versucht, Entscheidungen durchzusetzen, die nicht den Bedürfnissen des/der Klient*in entsprechen, oder wenn das Tempo der Veränderung als zu hoch erlebt wird. Ebenso kann er entstehen, wenn zentrale Prinzipien der motivierenden Gesprächsführung – wie Empathie, Akzeptanz und Augenhöhe – verletzt werden (Thiel, 1999). Insgesamt ist Widerstand Ausdruck einer gestörten Beziehung zwischen Klient*in und Berater*in. In aktuellen Veröffentlichungen zur motivierenden Gesprächsführung wird Widerstand daher zunehmend als „Dissonanz“ bezeichnet – ein Begriff, der die Beziehungsebene stärker in den Vordergrund rückt und auf eine gestörte therapeutische Allianz hinweist (Metzger, 2025, S. 104).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Stellt den wachsenden Bedarf an Beratung in Deutschland dar, fokussiert auf die Rolle interner und externer Berater*innen in der Organisationsentwicklung und deren Umgang mit Widerstand aus psychologischer Sicht.

2 Theoretische Grundlagen: Schafft eine begriffliche und konzeptionelle Basis für zentrale Themen wie Organisationsentwicklung, Berater*innenrollen, interne und externe Beratung sowie die Natur von Widerstand als integralem Bestandteil von Veränderungsprozessen.

3 Psychologische Analyse der Berater*innenrollen: Untersucht die psychologische Bedeutung der Berater*innenrollen in der Organisationsentwicklung, insbesondere die Beziehungsgestaltung als entscheidenden Erfolgsfaktor und den konstruktiven Umgang mit Widerstand im Kontext von Lernprozessen.

4 Vergleich: Interne und externe Beratung im Kontext der OE: Beleuchtet Gemeinsamkeiten, Unterschiede und wechselseitige Einflüsse interner und externer Beratung, analysiert ihre Stärken und Herausforderungen sowie ihren Einfluss auf Organisationskultur und Lernprozesse.

5 Diskussion: Fasst die Erkenntnisse über den Einfluss interner und externer Berater*innen auf den Umgang mit Widerstand aus psychologischer Perspektive zusammen und betont die zentrale Rolle der Beziehungsgestaltung für nachhaltige OE.

Schlüsselwörter

Organisationsentwicklung, Beraterrollen, interne Beratung, externe Beratung, Widerstand, psychologische Aspekte, Beziehungsgestaltung, Lernprozesse, Change Management, Führungskräfte, Empathie, Kongruenz, Wertschätzung, Transformation, Unternehmenskultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die psychologischen Aspekte der Rollen von internen und externen Berater*innen in der Organisationsentwicklung und deren Einfluss auf den Umgang mit Widerstand.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind die Definition und Analyse von Organisationsentwicklung, Berater*innenrollen (intern/extern), psychologische Aspekte von Beratungsbeziehungen, Umgang mit Widerstand sowie Lernprozesse und Organisationskultur.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, aus psychologischer Sicht zu analysieren, wie interne und externe Berater*innen den Umgang mit Widerstand in der Organisationsentwicklung beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen und konzeptionellen Analyse, die bestehende Konzepte und empirische Befunde aus der Psychologie und Organisationsforschung integriert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt theoretische Grundlagen der Organisationsentwicklung und Beraterrollen, eine psychologische Analyse der Beziehungsgestaltung und des Umgangs mit Widerstand sowie einen systematischen Vergleich von interner und externer Beratung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Organisationsentwicklung, Beraterrollen, interne und externe Beratung, Widerstand, Beziehungsgestaltung und Lernprozesse.

Wie definiert die Arbeit "Widerstand" im Kontext der Organisationsentwicklung?

Widerstand wird als bewusste oder unbewusste Ablehnung von Veränderungsprozessen auf individueller, Gruppen- oder Organisationsebene verstanden, der als natürlicher Bestandteil von Beratungsprozessen und nicht zwangsläufig als negativ bewertet wird.

Welche Rolle spielen Carl Rogers' Grundhaltungen für die Beziehungsgestaltung in der Beratung?

Die Arbeit betont, dass Kongruenz, bedingungslose Wertschätzung und Empathie nach Carl Rogers essenzielle Grundhaltungen für eine förderliche Beratungsbeziehung sind und maßgeblich zum erfolgreichen Umgang mit Widerstand beitragen.

Inwiefern unterscheidet sich die Rolle externer Berater von der interner Berater beim Umgang mit Widerstand?

Interne Berater*innen profitieren von ihrer Nähe zur Organisation und können Widerstände frühzeitig erkennen, während externe Berater*innen eine objektive Außenperspektive einbringen und Widerstand als Lernimpuls konstruktiv integrieren können, jedoch einen begrenzteren Zugang zur Organisationskultur haben.

Wie beeinflusst die Organisationskultur Lernprozesse und den Erfolg von Veränderungsprozessen?

Die Organisationskultur prägt maßgeblich das Verhalten und die Wahrnehmung der Organisationsmitglieder und ist entscheidend für die Lern- und Anpassungsfähigkeit. Eine lernförderliche Kultur, unterstützt durch gezielte Beratung, fördert Akzeptanz und Lernbereitschaft in Veränderungsprozessen.

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Detalles

Título
Beraterrollen in der Organisationsentwicklung. Psychologische Aspekte interner und externer Beratung und der Umgang mit Widerstand
Autor
Joyce Maaß (Autor)
Año de publicación
2025
Páginas
17
No. de catálogo
V1618003
ISBN (PDF)
9783389157275
ISBN (Libro)
9783389157282
Idioma
Alemán
Etiqueta
beraterrollen organisationsentwicklung psychologische aspekte beratung umgang widerstand
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Joyce Maaß (Autor), 2025, Beraterrollen in der Organisationsentwicklung. Psychologische Aspekte interner und externer Beratung und der Umgang mit Widerstand, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1618003
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