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Theorien der Corporate Governance am Beispiel der Dieselgate-Affäre

Titel: Theorien der Corporate Governance am Beispiel der Dieselgate-Affäre

Hausarbeit , 2024 , 26 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Benjamin Wagner (Autor:in)

BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Seminararbeit analysiert Theorien der Corporate Governance am Beispiel der Dieselgate-Affäre bei Volkswagen und gliedert sich in Einleitung, Stand der Wissenschaft, Dieselgate-Affäre und Resümee.
Die Einleitung betont die Notwendigkeit von Wirtschaftsethik angesichts globaler Ungleichheiten und Skandale wie Dieselgate, die das Vertrauen in Unternehmen wie VW erschütterten. Der zweite Abschnitt erläutert Corporate Governance, insbesondere die Prinzipal-Agenten-Theorie, die Interessenkonflikte zwischen Eigentümern und Managern fokussiert, und den Stewardship-Ansatz, der auf vertrauensvolles, kollektivistisches Verhalten von Führungskräften setzt.
Im dritten Teil wird die Dieselgate-Affäre beschrieben: Volkswagen manipulierte Abgaswerte durch illegale Software, was milliardenschwere Verluste und einen Imageverlust verursachte. Die Arbeit untersucht, warum Corporate-Governance-Mechanismen versagten, und wendet beide Theorien an, um Schwächen in der Überwachung und Verantwortung zu identifizieren. Der Stewardship-Ansatz wird als mögliche Präventionsstrategie diskutiert.
Das Resümee betont die Relevanz beider Ansätze, empfiehlt jedoch eine differenzierte Anwendung je nach Unternehmenskontext. Die Arbeit schließt mit einem Ausblick auf weiterführende Forschung, etwa durch Experteninterviews, um die Eignung der Ansätze zu prüfen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • Tabellenverzeichnis
  • Abbildungsverzeichnis
  • Abkürzungsverzeichnis
  • 1 Einleitung
  • 2 Stand der Wissenschaft
    • 2.1 Corporate Governance
    • 2.2 Prinzipal-Agenten-Theorie
    • 2.3 Stewardship Ansatz
  • 3 Dieselgate-Affäre
    • 3.1 Sachverhalt und Konsequenzen
    • 3.2 Anwendung theoretischer Konzepte
  • 4 Resümee
  • Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit befasst sich mit den Auswirkungen auf die Gestaltung der Corporate Governance, insbesondere im Kontext von Wirtschaftskrisen und Skandalen. Sie wendet die Prinzipal-Agenten-Theorie und den Stewardship-Ansatz auf die VW „Dieselgate“-Affäre an, um zu untersuchen, inwiefern diese Theorien den Skandal erklären oder seine Auswirkungen hätten verhindern oder reduzieren können.

  • Corporate Governance Theorien
  • Prinzipal-Agenten-Theorie
  • Stewardship-Ansatz
  • Dieselgate-Affäre (VW Abgasskandal)
  • Wirtschaftsethik
  • Unternehmensführung und Kontrolle

Auszug aus dem Buch

Prinzipal-Agenten-Theorie

Die Annahmen der Neoklassik, die von vollkommenen und vollständigen Märkten ausgehen, werden von der neuen Institutionenökonomik kritisch hinterfragt sowie nach und nach aufgehoben. Dadurch wird es möglich, positive Transaktionskosten und asymmetrische Informationsverteilungen im Rahmen ökonomischer Modelle explizit zu berücksichtigen. Im Mittelpunkt der neuen Institutionenökonomik steht die Annahme, dass Institutionen für wirtschaftliche Abläufe relevant sind. Die neue Institutionenökonomik untersucht eine Welt, in der individuelle Nutzenmaximierung, begrenzte Rationalität und opportunistisches Verhalten die ökonomische Handlungsweise von Wirtschaftssubjekten beeinflussen. Es handelt sich bei der neuen Institutionenökonomik nicht um ein einzelnes Theoriegebäude, sondern um mehrere miteinander verknüpfte Theoriebausteine, die sich teilweise überschneiden und ergänzen (vgl. Welge/ Eulerlich 2021: S. 8). Im Folgenden werden zwei Modelle der neuen Institutionenökonomik, die Prinzipal-Agent-Theorie und der Stewardship Ansatz erläutert.

Ein wichtiges Modell, um das Verständnis der Asymmetrie-Probleme zwischen den einzelnen Teilnehmern innerhalb eines Finanzierungsvorgangs zu beschreiben, ist das bereits erwähnte Prinzipal-Agent-Modell. Erste Nennung des Bergriffes des „Agency“ wurde 1977 von Stephan A. Ross getätigt. Der Begriff der Agentur ist eine Bezeichnung sozialer Interaktion. Diese Beziehung besteht zwischen zwei (oder mehreren) Parteien. Eine Partei, welche Ross als Agent bezeichnet, handelt im Namen eines Vertreters, dem Prinzipal. Er beschreibt die Beziehung zwischen der Agentur und einem Prinzipal als universell, wie etwa Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Staat und Bürger sowie Auftraggeber und Kunde (vgl. Ross 1973: S. 134). Diese Annahme wurde von Jensen und Meckling, welche die Nutzenmaximierung zweier miteinander interagierender Marktteilnehmer (der Agent sowie der Prinzipal) erläutert, weiterentwickelt (vgl. Jensen/ Meckling 1976: S. 5-6). Dem Modell liegt das Menschenbild des Homo oeconomicus zugrunde, welches besagt, dass Individuen Nutzenmaximierer sind und ihre eigenen Interessen auch unter Verwendung von opportunistischem Verhalten verfolgen. Der Agent hat gegenüber dem Prinzipal einen Informationsvorsprung (vgl. Mathissen 2009: S.17-18). Das Modell trifft Aussagen darüber, wie eine effiziente Vertragsgestaltung rational denkender Parteien bei asymmetrischen Informationen aussehen könnte.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Arbeit beleuchtet die zunehmende Bedeutung der Wirtschaftsethik angesichts von Betrugsskandalen und stellt die „Dieselgate“-Affäre als aktuelles Beispiel vor. Sie skizziert das Vorgehen zur Anwendung von Corporate-Governance-Theorien auf diesen Fall, um dessen Ursachen und mögliche Prävention zu analysieren.

Stand der Wissenschaft: Dieses Kapitel erläutert die Vielschichtigkeit von Corporate Governance, die sich in rechtlichen und faktischen Rahmenbedingungen für Unternehmensführung und -kontrolle manifestiert. Es beschreibt die Evolution von CG-Systemen vom Shareholder- zum Stakeholderansatz und stellt die Prinzipal-Agenten-Theorie sowie den Stewardship-Ansatz als zentrale ökonomische Modelle vor.

Dieselgate-Affäre: Der Abschnitt schildert den Sachverhalt der „Dieselgate“-Affäre, ihre weitreichenden finanziellen und juristischen Konsequenzen und analysiert, inwiefern die Theorien der Corporate Governance zur Erklärung oder Vermeidung des Skandals beitragen könnten. Es wird insbesondere die Rolle des Aufsichtsrats und des damaligen CEOs bei der Entdeckung und Handhabung des Betrugs untersucht.

Resümee: Das Resümee fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen, dass sowohl die Prinzipal-Agenten-Theorie als auch der Stewardship-Ansatz ihre Berechtigung haben, jedoch ihre Anwendbarkeit je nach Branche und Unternehmenstypus differenziert betrachtet werden sollte. Es betont die Wichtigkeit geeigneter Monitoring-Werkzeuge und CG-Methoden, um opportunistischem Verhalten vorzubeugen.

Schlüsselwörter

Corporate Governance, Dieselgate-Affäre, Prinzipal-Agenten-Theorie, Stewardship-Ansatz, Wirtschaftsethik, Unternehmensführung, Aufsichtsrat, Skandal, Stakeholder, Shareholder, Betrug, Risikomanagement, VW, Ethik, Management.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen auf die Gestaltung der Corporate Governance und wendet ökonomische Modelle wie die Prinzipal-Agenten-Theorie und den Stewardship-Ansatz auf reale Skandale an, insbesondere die VW „Dieselgate“-Affäre.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind Corporate Governance, Wirtschaftsethik, die Prinzipal-Agenten-Theorie, der Stewardship-Ansatz, sowie die Analyse und die Konsequenzen des VW Abgasskandals.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Auswirkungen der Corporate Governance auf die Unternehmensführung zu veranschaulichen und herauszuarbeiten, inwiefern die Prinzipal-Agenten-Theorie und der Stewardship-Ansatz den Dieselgate-Skandal erklären oder seine Auswirkungen hätten reduzieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine theoretisch-konzeptionelle Analyse von Corporate-Governance-Modellen, ergänzt durch eine Fallstudie zur Anwendung dieser Theorien auf die Dieselgate-Affäre, teilweise unter Hinzuziehung eines Diagnosetools nach Künkel.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der Corporate Governance, insbesondere die Prinzipal-Agenten-Theorie und der Stewardship-Ansatz, detailliert erläutert und anschließend auf den Sachverhalt, die Konsequenzen und die mögliche Erklärung des Dieselgate-Skandals angewendet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind Corporate Governance, Dieselgate-Affäre, Prinzipal-Agenten-Theorie, Stewardship-Ansatz, Wirtschaftsethik, Unternehmensführung, Aufsichtsrat, Skandal, Stakeholder, Shareholder, Betrug, Risikomanagement, VW, Ethik, Management.

Wie unterscheidet sich der Stewardship-Ansatz von der Prinzipal-Agenten-Theorie?

Die Prinzipal-Agenten-Theorie geht von opportunistischem Verhalten und Nutzenmaximierung des Agenten aus, während der Stewardship-Ansatz annimmt, dass Manager intrinsisch motiviert sind, sich im besten Interesse des Unternehmens und der Anteilseigner zu verhalten, anstatt nur ihren individuellen Nutzen zu verfolgen.

Welche konkreten Konsequenzen hatte die Dieselgate-Affäre für Volkswagen?

Die Dieselgate-Affäre führte zu Gesamtverlusten von über 27 Milliarden Euro für Volkswagen, einem erheblichen Imageverlust, juristischen Auseinandersetzungen weltweit und Schadensersatzzahlungen, insbesondere in den USA.

Warum wurde der Dieselgate-Skandal trotz bestehender Corporate Governance nicht frühzeitig erkannt?

Die Arbeit untersucht, ob die Auswahl und Überwachung des Vorstands unzureichend war oder ob der Aufsichtsrat als Monitoringinstrument versagt hat. Es wird hinterfragt, ob die Prinzipal-Agenten-Theorie hier der richtige Ansatz war und ob die Hauptaktionäre ihre Kontrollpflicht ausreichend wahrgenommen haben.

Welche Rolle spielen psychologische Faktoren im Stewardship-Ansatz?

Im Stewardship-Ansatz wird davon ausgegangen, dass Manager durch psychologische und situative Faktoren motiviert sind, sich kooperativ zu verhalten. Sie identifizieren sich mit der Organisation und streben danach, im besten Interesse des Unternehmens zu handeln, was auf das Konzept des "self-actualizing-man" zurückgeführt wird.

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Details

Titel
Theorien der Corporate Governance am Beispiel der Dieselgate-Affäre
Veranstaltung
Wirtschaftsethik und Corporate Governance
Note
1,3
Autor
Benjamin Wagner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
26
Katalognummer
V1619708
ISBN (eBook)
9783389154526
ISBN (Buch)
9783389154533
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Corporate Governance Dieselgate-Affäre Prinzipal-Agenten-Theorie Stewardship-Ansatz Volkswagen Wirtschaftsethik Abgasmanipulation Imageverlust Aktionärsstruktur Monitoring
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Benjamin Wagner (Autor:in), 2024, Theorien der Corporate Governance am Beispiel der Dieselgate-Affäre, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1619708
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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