Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem finnischen und deutschen Bildungssystem. Es sollen zunächst die grundlegenden Eigenschaften der beiden Bildungssysteme vom Vorschulbereich bis in den Tertiärbereich kurz und knapp skizziert werden, um die grundlegenden Unterschiede deutlich zu machen.Erst seit der PISA Studie im Jahre 2000 ist das finnische und das deutsche Bil-dungssystem in den Blickpunkt der Öffentlichkeit geraten. Finnland, weil es eines der besten Bildungssysteme weltweit besitzt und Deutschland, weil es eines der schlechtesten Bildungssysteme der Industrieländern laut OECD besitzt.Dadurch, dass Finnland und Deutschland schon von der Einwohnerzahl und der Gesamtwohnfläche sehr unterschiedlich sind, sollen absolute Zahlen bezüglich Einwohnerzahl sowie Schülerinnen und Schüler einen Vergleich transparenter machen. Fundamental für die Unterschiede der zwei Bildungssysteme, ist hier zunächst die Bildungspolitik beider Länder zu nennen. Daher soll in einem weiteren Teil der Ar-beit auf die Schul- bzw. Bildungspolitik beider Länder eingegangen werden.Der erste Unterschied besteht zunächst darin, dass beide Länder unterschiedlich viel Geld in ihr Bildungssystem investieren. Der zweite Unterschied besteht darin, dass die Anzahl der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund in Deutschland und Finnland sehr variieren.Ein weiterer Teil dieser Arbeit handelt mit den unterschiedlichen Lernsituationen der beiden Länder. Es soll die Frage geklärt werden wie finnische und deutsche Schülerinnen und Schüler lernen. Wo besteht der Unterschied? Bzw. Gibt es einen Unterschied? In diesem Kontext sollen dann aktuelle Studien der Schulpädagogik zum Tragen kommen. Es soll diskutiert und begründet werden, inwiefern das aka-demische Fähigkeitsselbstkonzept1 respektive der soziale / interindividuelle Ver-gleich des FSKs in dem Land mit dem besseren Schulsystem, erfolgreicher aus-geprägt ist als in Ländern mit dem schlechteren Schulsystem. Im weiteren soll die Studie des Big-Fish-Little-Pond Effect in dieser Arbeit zur Gel-tung kommen und soll im Kontext der hohen Selektivität des deutschen Schulsys-tems die Folgen für die Schülerinnen und Schüler zeigen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Kapitel 1:
- 1.1 Das deutsche und finnische Bildungssystem im Vergleich
- 1.2 Die finnische Bildungspolitik
- 1.3 Die hohe Selektivität des deutschen Bildungssystem über mehrere Jahrzehnte hinweg
- Kapitel 2:
- 2.1 Das akademische Fähigkeitsselbstkonzept und wie es die Schülerleistungen beeinflusst. Studien und empirische Befunde
- 2.2 Auswirkungen von hohen und niedrigen FSKS
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit analysiert das deutsche und finnische Bildungssystem, mit dem Fokus auf die hohe Selektivität des deutschen Systems und deren Auswirkungen auf das Fähigkeitsselbstkonzept der Schülerinnen und Schüler. Die Arbeit beleuchtet die Unterschiede in den Bildungssystemen beider Länder und untersucht, wie sich die jeweilige Bildungspolitik auf die Lernsituationen und das Selbstbild der Schüler auswirkt.
- Vergleich des deutschen und finnischen Bildungssystems
- Analyse der finnischen Bildungspolitik und ihrer Auswirkungen
- Bewertung der hohen Selektivität des deutschen Bildungssystems
- Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Fähigkeitsselbstkonzept und Schülerleistungen
- Bedeutung des Big-Fish-Little-Pond Effects im Kontext der Selektivität
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel beschäftigt sich mit dem Vergleich des deutschen und finnischen Bildungssystems. Es werden die grundlegenden Eigenschaften beider Systeme, von der Vorschule bis zum Tertiärbereich, skizziert und die wichtigsten Unterschiede hervorgehoben. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei auf die finnische Bildungspolitik und die hohe Selektivität des deutschen Systems gelegt.
Kapitel 2 befasst sich mit dem akademischen Fähigkeitsselbstkonzept und seinen Auswirkungen auf die Schülerleistungen. Es werden relevante Studien und empirische Befunde vorgestellt, die den Einfluss des Selbstbildes auf die schulische Entwicklung beleuchten. Des Weiteren werden die Auswirkungen von hohen und niedrigen Fähigkeitsselbstkonzepten im Hinblick auf die Lernmotivation und den schulischen Erfolg analysiert.
Schlüsselwörter
Deutsches Bildungssystem, Finnisches Bildungssystem, Selektivität, Fähigkeitsselbstkonzept, Schülerleistungen, Bildungspolitik, Big-Fish-Little-Pond Effect, Vergleichende Bildungsforschung.
Häufig gestellte Fragen
Warum werden das deutsche und das finnische Bildungssystem verglichen?
Finnland gilt seit der PISA-Studie 2000 als eines der besten Bildungssysteme weltweit, während Deutschland damals im Vergleich der Industrieländer schlecht abschnitt.
Was ist der „Big-Fish-Little-Pond Effect“?
Dieser Effekt beschreibt, wie das Selbstbild eines Schülers (Fähigkeitsselbstkonzept) von der Leistungsstärke seiner Vergleichsgruppe abhängt.
Was wird am deutschen Bildungssystem besonders kritisiert?
Die Arbeit thematisiert vor allem die hohe Selektivität des deutschen Systems, die bereits früh über den weiteren Bildungsweg entscheidet.
Welche Rolle spielt das akademische Fähigkeitsselbstkonzept?
Es beeinflusst maßgeblich die Schülerleistungen und die Motivation, da es das Vertrauen in die eigenen schulischen Fähigkeiten widerspiegelt.
Welche strukturellen Unterschiede gibt es in der Bildungspolitik?
Unterschiede liegen in der Höhe der Bildungsinvestitionen sowie im Umgang mit Schülern mit Migrationshintergrund.
Gibt es Unterschiede in der Lernsituation zwischen beiden Ländern?
Ja, die Arbeit untersucht, wie finnische und deutsche Schüler lernen und welche pädagogischen Ansätze in Finnland zu besseren Ergebnissen führen.
- Quote paper
- Marc Dax (Author), 2010, Die hohe Selektivität des deutschen Bildungssystems, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/162126