Unter dem Motto "Damit nichts verloren geht - Geschichten und Erinnerungen aus früherer Zeit" 1913-1970
Mutters Erlebnisse aus ihrer schweren Kindheit, Erinnerungen an die Zeit im 2.Weltkrieg, Geschehnisse und Anekdoten rund um das Bergdorf Krispl und dessen Bewohner.
Inhaltsverzeichnis
S'Lisei
Unter'm Schmittenstoa
Lisei's langer Schulweg
Die arbeitsreiche Jugendzeit
Großvaters Finger
Die Hochzeit mit „Kråma Sepp"
Tati's Hirsch-Fleisch
Der Juli-Putsch im Jahre 1934
Der zweite Weltkrieg (1939 – 1945)
Lisei's Geschwister
Thresi - Sommergewitter
Hiasl
Felix und Konrad
„Kinds'n"
Der „kalte" Wassertrog
Felix's Kriegserzählungen
Konrads Kriegserinnerungen
Das Findelkind
Die letzten Kriegstage
Die Kråma-Kinder
Berta
Seppi
Der Schürzenjäger
Frau Schett
Albert
L i s i
Die Wespe
Erika
Christi
Mesner-Dirndln
Das Bauern-Schnapsei
Jugendliche Streiche
Winterzauber
Stallgeschichten
Schlusswort
Zielsetzung und Themen
Dieses Buch dokumentiert die persönlichen Erinnerungen und Familiengeschichten von „s'Gölln Lisei" und ihren Nachkommen. Das Ziel ist es, das bäuerliche Leben im Tennengau über mehrere Generationen hinweg lebendig zu halten und die Schicksale der Familienmitglieder – geprägt durch harte Arbeit, den Zweiten Weltkrieg und den Alltag auf dem Bauernhof – für nachfolgende Generationen festzuhalten.
- Das bäuerliche Leben und die Großfamilie im Tennengau
- Persönliche Erfahrungen und Erlebnisse in der Zeit des Zweiten Weltkriegs
- Die Weitergabe von Traditionen und Werten in ländlichen Gebieten
- Alltagsgeschichten, Anekdoten und Streiche der Kinder und Geschwister
Auszug aus dem Buch
Großvaters Finger
Einmal - Lisei war da unge fähr 10 Jahre alt - hatte sich der „Aehrei" an einer Kuh, die an Milzbrand erkrankt war, infiziert und sich am linken Mittelfinger eine Blutvergiftung geholt. Der „Gölln Hias" wie ihn alle nannten, war seinerzeit Gemeindemetzger und wurde oft zu den Bauern gerufen, wenn eine Kuh schwer erkrankt oder ver letzt war und deshalb nichts anderes als die Schlachtung übrig blieb. Großvater wusste zwar von der Krankheit der Kuh, dachte aber beim Ausarbei ten nicht an eine kleine Verletzung am Finger.
Erst ein paar Tage danach bemerkte er, dass er zu wenig aufgepasst hatte, aber da war das Unglück schon passiert. Die lebensbedrohenden Bakterien waren bereits über die offene Wunde in den Körper gelangt. Zu einem Doktor zu gehen war nicht mehr möglich, denn das hätte einen ganzen Tagesmarsch beansprucht und er fühlte sich schon recht elend. Außerdem hätte es von seinem Standpunkt aus gese hen, unmännlich und wehleidig gewirkt. Der Zustand des Fingers verschlimmerte sich immer mehr und die entzündete Blutbahn erreichte inzwischen schon die Achselhöhle. Da ging Großvater in die Werkstatt und schraubte ein Stemmeisen ein. Er legte seinen dick geschwollenen Finger auf den Hackstock, fixierte das Stemmeisen ordentlich und schlug mit einem schweren Hammer mit all seiner verbliebenen Kraft zu!
Zusammenfassung der Kapitel
S'Lisei: Dieses Kapitel stellt das Leben der Mutter "s'Gölln Lisei" vor, ihre Kindheit am Bauernhof, die entbehrungsreichen Jahre während und nach den Weltkriegen sowie ihre Hochzeit.
Lisei's Geschwister: Hier werden die Erlebnisse und Lebenswege der Geschwister von Lisei geschildert, inklusive ihrer Jugenderinnerungen, Kriegserlebnisse und besonderen Episoden.
Die Kråma-Kinder: Dieses Kapitel widmet sich den sechs Kindern von Lisei und beschreibt ihren Alltag, ihre Streiche sowie die familiären Herausforderungen, die sie gemeinsam durchlebten.
Schlusswort: Eine abschließende Reflektion der Autorin über das bewegte Leben ihrer Mutter und der Dank an alle, die am Entstehen dieser Familiengeschichte mitgewirkt haben.
Schlüsselwörter
Bauernhof, Familiengeschichte, Tennengau, Zweiter Weltkrieg, Landleben, Krispl, Kindheitserinnerungen, Göllner, Brauchtum, Alltagskultur, Krisplkråma, Mesner, Ahnenforschung, Zeitgeschichte.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Familiengeschichte grundsätzlich?
Das Buch versammelt persönliche Erinnerungen und Familiengeschichten über die Familie der Autorin Christine Singer, insbesondere das Leben ihrer Mutter „s'Gölln Lisei" und deren Kinder.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind das entbehrungsreiche Leben in einem bäuerlichen Umfeld, der Zusammenhalt in einer Großfamilie sowie das Überleben während der Weltkriege.
Was ist das primäre Ziel des Buches?
Das Ziel ist die Bewahrung der Familiengeschichte und der bäuerlichen Traditionen, um diese für die nachfolgenden Generationen als lebendige Erinnerung zu dokumentieren.
Welche wissenschaftliche oder narrative Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um einen narrativen, autobiografisch geprägten Erzählstil, der auf mündlichen Überlieferungen, alten Familienfotos und persönlichen Erinnerungen der Autorin basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Mutter, der Geschwister und der Kinder, wobei der Schwerpunkt auf den prägenden Lebensereignissen und Anekdoten aus Krispl liegt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Bauernhof, Familiengeschichte, Tennengau, Kriegserlebnisse, Traditionen, Kindheit.
Wie erlebte die Familie den Zweiten Weltkrieg?
Die Familie war durch ständige Angst, Sorgen um die Angehörigen an der Front und den Kampf um das tägliche Überleben geprägt, wobei der Vater glücklicherweise nicht an die Front musste.
Welche Rolle spielt die „Kråmerei" im Familienleben?
Das Lebensmittelgeschäft der Mutter war ein zentraler Bestandteil des Alltags, das die Familie versorgte und zugleich eine belastende zusätzliche Arbeit für die Mutter darstellte.
- Quote paper
- Christine Singer (Author), 2010, Unter'm Schmittenstoa, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/162154