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Hospital Readmissions - Ein adäquater Indikator der stationären Versorgungsqualität

Limitationen tracerspezifischer Auswertungsansätze mit Sekundärdaten (GKV-Routinedaten)

Titre: Hospital Readmissions - Ein adäquater Indikator der stationären Versorgungsqualität

Dossier / Travail , 2010 , 34 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Sebastian Sauer (Auteur)

Santé - Divers
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Résumé Extrait Résumé des informations

Während in den USA und in Großbritannien bereits seit den letzten Jahrzenten die extern vergleichende Qualitätssicherung mittels Routinedaten entwickelt worden ist, so wird in Deutschland erst seit 2005 intensiver darüber diskutiert (vgl. Schwartze & Lüngen 2008). Ein besonderer Fokus bei der Messung und dem Vergleich der medizinischen Versorgungsqualität besteht in der Abbildung der einrichtungsübergreifenden stationären Ergebnisqualität, die nach § 135 u. 137 SGB V in Deutschland eingeführt worden ist. Zur potentiellen Darstellung der stationären Ergebnisqualität werden aktuell die Indikatoren Mortalität, Wiederaufnahmen, Revisionsraten und andere typische Komplikation genannt (vgl. Heller et al. 2008). Bei der Darstellung der zuvor genannten Indikatoren besteht eine große Uneinigkeit darüber, ob Primärdaten, wie die von der ÄZQ erhoben werden, oder ob Sekundärdaten, die primär zur Abrechnung verwendet werden (GKV-Routinedaten), besser dafür geeignet seien, um einen Vergleich der Ergebnisqualität adäquat abbilden zu können (vgl. Zorn 2007).
Aus Public Health-Perspektive nimmt die zunehmend sektorenübergreifende externe Qualitätssicherung in Deutschland aufgrund der gesetzlichen Imple-mentation einen zentralen Stellenwert bei der Entwicklung geeigneter Aus-wertungsansätze und bei der Messung der vergleichenden stationären Ver-sorgungsqualität mittels GKV-Routinedaten ein. Ferner könnte der Anreiz für Krankenkassen und Krankenhäuser darin bestehen, dass vergleichende Qua-litätsindikatoren aus Routinedaten zur späteren Vertragsgestaltung (Pay-for-Performance) genutzt werden (vgl. Schwartze & Lüngen 2008).
In dieser Arbeit soll deshalb der Frage nachgegangen werden, ob sekundär-datenermittelte (GKV-Routinedaten) Wiederaufnahmeraten einen adäquaten Indikator der stationären Versorgungsqualität darstellen und ob diese in Zukunft für einen Ergebnisqualitäts- und Vertragswettbewerb für Krankenhäuser und Krankenkassen, sowie zur nutzensteigernden Informationsgestaltung für Patienten genutzt werden könnten?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Bedeutung der stationären Krankenhausversorgung und der externen stationären Qualitätssicherung in Deutschland

1.1. Stationäre Krankenhausversorgung

1.2. Externe stationäre Qualitätssicherung

2. Typen von Wiederaufnahmen

3. Vor- und Nachteile der Messung der stationären (Ergebnis-) Versorgungsqualität mit Sekundärdaten (GKV-Routinedaten)

3.1. Vorteile

3.2. Nachteile

4. Auswertungsansätze zu Wiederaufnahmen und deren Zusammenhang zur Qualität der stationären Versorgung

4.1. Allgemeine Wiederaufnahmeraten

4.2. Diagnose- und Patientengruppenspezifische Wiederaufnahmeraten

4.2.1. Diagnosebezogen

4.2.2. Patienten mit chronischen Erkrankungen

4.3. Tracerspezifischer Auswertungsansatz im QSR-Projekt

4.3.1. QSR-Studienergebnisse zu ausgewählten Tracerdiagnosen

4.3.2. Internationale Studienergebnisse zu ausgewählten Tracerdiagnosen

5. Diskussion

5.1. Normative und empirische Grenzwerte

5.2. Statistische Power

5.3. Risikoadjustierung

5.4. Quantitative Tracerbegrenzung

5.5. Kausalitätsprobleme ohne Integration zusätzlicher klinischer Informationen

5.6. Sektorale Trennung

6. Schlussfolgerung & Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Frage, ob durch Sekundärdaten (GKV-Routinedaten) ermittelte Wiederaufnahmeraten als adäquater Indikator für die stationäre Versorgungsqualität geeignet sind und ob sie zukünftig für den Ergebnisqualitätswettbewerb sowie zur nutzensteigernden Informationsgestaltung für Patienten eingesetzt werden können.

  • Bedeutung der stationären Krankenhausversorgung in Deutschland
  • Kategorisierung und Analyse verschiedener Typen von Wiederaufnahmen
  • Kritische Bewertung der Vor- und Nachteile der Sekundärdatennutzung für die Qualitätsmessung
  • Untersuchung tracerspezifischer Auswertungsansätze (QSR-Projekt) und internationaler Studienergebnisse
  • Diskussion von Rahmenbedingungen wie Risikoadjustierung, Datenintegration und sektoraler Trennung

Auszug aus dem Buch

2. Typen von Wiederaufnahmen

Um in dieser Arbeit ein einheitliches Begriffsverständnis zu gewährleisten, wird vorab eine wichtige Einteilung der verschiedenen Typen von Wiederaufnahmen³ vorgestellt (siehe Tab.1) und anhand von selbstgewählten Beispielen dargestellt.

Wiederaufnahmen werden nach Swart (2005) in drei unterschiedliche Typen eingeteilt. Sie können „(...) Teil eines geplanten Fallmanagements sein (...)“ (Swart 2005, S. 106), indem aufgrund eines natürlichen Behandlungsverlaufs eine geplante Wiederaufnahme medizinisch notwendig ist. Als Beispiel wären hier insbesondere onkologische Krankheitsbilder zu nennen, die eine geplante Wiederaufnahme ins Krankenhaus aufgrund von Nachkontrollen erfordern (vgl. AOK-Bundesverband et al. 2007).

Desweiteren können Wiederaufnahmen ungeplant, aber unabhängig von der vorhergehenden Behandlung erfolgen. Hierunter könnten zum Beispiel Re-Infarkt Patienten fallen, die zuvor aufgrund eines Myokardinfarktes stationär behandelt wurden. Ein kausaler Zusammenhang zwischen der Erstbehandlung und der Wiederaufnahme kann nicht zugeordnet werden, da auch anderen Ereignisse als ursächlicher Grund eines Re-Infarktes in Betracht kommen könnten (vgl. Swart 2005).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Bedeutung der stationären Krankenhausversorgung und der externen stationären Qualitätssicherung in Deutschland: Dieses Kapitel beleuchtet den Stellenwert der stationären Versorgung durch statistische Daten und erläutert die gesetzlichen Grundlagen der externen Qualitätssicherung.

2. Typen von Wiederaufnahmen: Hier werden zur Vorbereitung der weiteren Analyse drei Kategorien von Wiederaufnahmen definiert, um deren medizinische Hintergründe zu unterscheiden.

3. Vor- und Nachteile der Messung der stationären (Ergebnis-) Versorgungsqualität mit Sekundärdaten (GKV-Routinedaten): Das Kapitel diskutiert kritisch die Eignung von Abrechnungsdaten als Qualitätsindikator, wobei sowohl Kosteneffizienz als auch methodische Limitationen gegenübergestellt werden.

4. Auswertungsansätze zu Wiederaufnahmen und deren Zusammenhang zur Qualität der stationären Versorgung: Verschiedene methodische Ansätze, von allgemeinen Wiederaufnahmeraten bis hin zum spezifischen Tracer-Konzept, werden vorgestellt und im Hinblick auf ihre Aussagekraft bewertet.

5. Diskussion: Die Tracer-Methodik wird hier in den Kontext zentraler Herausforderungen wie statistischer Power, Risikoadjustierung und mangelnder klinischer Detailtiefe in Routinedaten gesetzt.

6. Schlussfolgerung & Ausblick: Zusammenfassend wird festgestellt, dass aktuelle Routinedaten allein nicht ausreichen; es werden notwendige Voraussetzungen für eine zukünftige Eignung als Qualitätsindikator und Instrument für Pay-for-Performance formuliert.

Schlüsselwörter

Wiederaufnahmeraten, GKV-Routinedaten, stationäre Versorgungsqualität, Tracerdiagnosen, QSR-Projekt, Ergebnisqualität, Risikoadjustierung, sektorenübergreifende Daten, Pay-for-Performance, Fallmanagement, Krankenhausversorgung, Patienteninformation, Sekundärdatenanalyse, Qualitätsdefizite, Versorgungssteuerung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit setzt sich kritisch mit der Nutzung von GKV-Routinedaten auseinander, um die Ergebnisqualität von Krankenhäusern anhand von Wiederaufnahmeraten zu messen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die Einordnung von Wiederaufnahmen, die Stärken und Schwächen der Sekundärdatenanalyse sowie die methodische Evaluierung von Tracerspezifischen Auswertungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt, ob sekundärdatenbasierte Wiederaufnahmeraten derzeit einen adäquaten Qualitätsindikator darstellen und wie sie zukünftig zur Informationsgestaltung und für den Wettbewerb genutzt werden könnten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse und systematische Aufarbeitung existierender Studien und methodischer Konzepte (insbesondere des QSR-Projekts) im Bereich der Qualitätssicherung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Wiederaufnahmetypen, die Diskussion von Vor- und Nachteilen der Routinedaten sowie die detaillierte Bewertung spezifischer Auswertungsmodelle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wiederaufnahmeraten, GKV-Routinedaten, Ergebnisqualität, Tracerdiagnosen und Risikoadjustierung sind die zentralen Begriffe.

Warum sind Wiederaufnahmen nicht automatisch ein Zeichen für schlechte Qualität?

Der Autor zeigt auf, dass viele Wiederaufnahmen "geplant" sind (z.B. onkologische Nachsorge) oder unabhängig vom vorangegangenen stationären Aufenthalt auftreten, weshalb eine pauschale Bewertung ohne weitere klinische Informationen nicht möglich ist.

Welche spezifischen Voraussetzungen nennt der Autor für eine verbesserte Nutzung der Daten?

Zu den Voraussetzungen zählen unter anderem die sektorenübergreifende Datenintegration, eine verfeinerte Risikoadjustierung zur Vermeidung von Verzerrungen sowie die Entwicklung kombinierter Qualitätsindizes.

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Résumé des informations

Titre
Hospital Readmissions - Ein adäquater Indikator der stationären Versorgungsqualität
Sous-titre
Limitationen tracerspezifischer Auswertungsansätze mit Sekundärdaten (GKV-Routinedaten)
Université
University of Bremen
Note
1,0
Auteur
Sebastian Sauer (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
34
N° de catalogue
V162324
ISBN (ebook)
9783640760312
ISBN (Livre)
9783640760503
Langue
allemand
mots-clé
Hospital Readmissions Qualitätsindikator Routinedaten stationäre Wiederaufnahmen Tracerdiagnosen Sekundärdaten Limitationen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sebastian Sauer (Auteur), 2010, Hospital Readmissions - Ein adäquater Indikator der stationären Versorgungsqualität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/162324
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Extrait de  34  pages
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