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Die Konzepte Meritorik und Paternalismus. Kritische Stellungnahme unter Anbetracht der sozialen Leistung der Jugendbetreuung

Titre: Die Konzepte Meritorik und Paternalismus. Kritische Stellungnahme unter Anbetracht der sozialen Leistung der Jugendbetreuung

Dossier / Travail , 2024 , 14 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Auteur)

Travail Social - Aide aux enfants et à la jeunesse
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Diese wissenschaftliche Hausarbeit beschäftigt sich mit der Vorstellung der Konzepte der Meritorik und des Paternalismus, ebenso wie deren Differenzierung zueinander. Anschließend wird, mit Hilfe einer sozialen Leistung aus der Praxis, kritisch Stellung zu beiden Konzepten genommen.
Dazu widmet sich die wissenschaftliche Hausarbeit mit der Frage, inwieweit beide Konzepte, unabhängig voneinander, in der Jugendbetreuung gerechtfertigt sein können und ob und wie dabei die Autonomie der Jugendlichen bewahrt bleiben kann.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

  • 1. Einleitung
  • 2. Das Konzept der Meritorik
  • 3. Das Konzept des Paternalismus
  • 4. Differenzierung von Meritorik und Paternalismus
  • 5. Kritische Stellungnahme beider Konzepte am Beispiel der sozialen Leistung „Jugendbetreuung“
  • 6. Fazit
  • 7. Schlusswort
  • Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Hausarbeit beschäftigt sich mit der Vorstellung und Differenzierung der Konzepte Meritorik und Paternalismus. Ihr primäres Ziel ist es, kritisch Stellung dazu zu nehmen, inwieweit beide Konzepte, unabhängig voneinander, in der Jugendbetreuung gerechtfertigt sein können und ob und wie dabei die Autonomie der Jugendlichen bewahrt bleiben kann.

  • Analyse der Konzepte Meritorik und Paternalismus
  • Differenzierung beider Konzepte
  • Anwendung auf die soziale Leistung der Jugendbetreuung
  • Bewahrung der Autonomie Jugendlicher
  • Betrachtung aus ökonomischer und pädagogischer Sicht
  • Konflikt zwischen Paternalismus und Liberalismus

Auszug aus dem Buch

Kritische Stellungnahme beider Konzepte am Beispiel der sozialen Leistung „Jugendbetreuung“

Nachdem nun die Konzepte der Meritorik und des Paternalismus definiert und anschließend differenziert dargestellt wurden lässt sich sagen, dass beide Konzepte staatliche Markteingriffe unter Rechtfertigung ökonomischer Argumente darstellen. Das Fundament bildet dabei die Annahme, dass ein wesentlicher Bestandteil der Marktordnung die wirtschaftspolitischen Maßnahmen sind und dass diese als einen Teil staatlicher Ordnungspolitik erachtet werden. (Döring, 2014) Dabei lässt sich das Marktsystem des Subsidiaritätsprinzips nach dem Freiburger Wirtschaftswissenschaftler Walter Eucken (Tischner, 2024) als ökonomische Begründung betrachten. Seine formulierte Leitidee für staatliche Markteingriffe durch meritorische Güter und dem Paternalismus im Sinne des Subsidiaritätsprinzips wird dadurch begründet, dass das Prinzip eben davon ausgeht, dass der Staat oder Führungspersonen immer dann helfend eingreifen und Funktionen übernehmen dürfen, wenn der Aufbau der Gesellschaft von unten nach oben nicht vollzogen werden kann, weil die Kräfte der Bürger:innen oder anderen untergeordneten Einheiten nicht ausreicht, um eben das zu gewährleisten. (Schilling T., 2016) Weiter lassen sich aus ökonomischer Sicht Argumente für die Rechtfertigung der Anwendung von Meritorik und Paternalismus benennen, weil sie das korrigierende Eingreifen rechtfertigen können. Darunter zählen zum Beispiel das Marktversagen, die soziale Gerechtigkeit, Gesundheit und Sicherheit sowie Stabilität und Ordnung. Demnach können Meritorik und Paternalismus das Marktversagen durch korrigierendes Eingreifen verhindern, soziale Gerechtigkeit fördern, indem der Staat beispielsweise Güter und Dienstleistungen zur Verfügung stellt, die unabhängig von Einkommen oder sozialen Status genutzt werden können. Weiter können Meritorik und Paternalismus aber auch den Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung gewährleisten und für allgemeines Wohl sorgen. (Döring, 2014)

Trotzdem sind Meritorik und Paternalismus nicht ohne Kontroversen zu betrachten, da besonders der Paternalismus häufig als Antagonist des Liberalismus gesehen wird. (Uni Rostock, 2024) Der Liberalismus, der im 19. Jahrhundert eine weltweite politische Bewegung darstellte und im 18. Jahrhundert in Europa entstand (Hoffmann & Müller-Loeffelholz, 2024), beschreibt eine politische Weltanschauung, die davon gekennzeichnet ist, dass die Freiheit eines jeden Individuums im Fokus steht. Zudem lehnt der Liberalismus Zwänge aller Art ab und verlangt die Beschränkung politischer Macht. (Schilling T., 2024) Hierbei zeigen sich die Wiedersprüche, die der Meritorik und dem Paternalismus gegenüberstehen und beide Konzepte abwerten, da sie die individuelle Freiheit und die Autonomie eines jeden Individuum einschränken können. (Uni Rostock, 2024)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Führt in die Sozialwirtschaft und Sozialökonomie ein, stellt die Konzepte Meritorik und Paternalismus vor und formuliert die Forschungsfrage zur Rechtfertigung beider Konzepte in der Jugendbetreuung und der Bewahrung der Autonomie Jugendlicher.

2. Das Konzept der Meritorik: Erläutert Meritorik als finanzwissenschaftliches Konzept nach Musgrave, das staatliche Eingriffe zur Beeinflussung des Konsumentenverhaltens zum Wohl der Bürger:innen beschreibt, inklusive der Unterscheidung zwischen Gütern mit Zwangscharakter und Nutzungsoption.

3. Das Konzept des Paternalismus: Definiert Paternalismus als hierarchisches Prinzip sozialer Interaktion, bei dem übergeordnete Instanzen Entscheidungen im besten Interesse der Schutzbedürftigen treffen, ohne deren Zustimmung einzuholen, oft entgegen individuellen Präferenzen.

4. Differenzierung von Meritorik und Paternalismus: Vergleicht beide Konzepte und hebt hervor, dass Meritorik auf individuellen Leistungen und darauf basierenden Belohnungen/Strafen fußt, während Paternalismus staatliche oder autoritäre Entscheidungen zum Wohle der Allgemeinheit durchsetzt.

5. Kritische Stellungnahme beider Konzepte am Beispiel der sozialen Leistung „Jugendbetreuung“: Diskutiert die Rechtfertigung von Meritorik und Paternalismus in der Jugendbetreuung unter Berücksichtigung von ökonomischen Argumenten und gesellschaftspolitischen Aspekten und beleuchtet die Spannungen mit liberalistischen Idealen der individuellen Freiheit und Autonomie.

6. Fazit: Fasst die Erkenntnisse zusammen, dass eine gesunde Autonomieentwicklung bei Jugendlichen entscheidend ist und durch die Konzepte Meritorik und Paternalismus, wenn sie das Kindeswohl sichern und die Autonomie wahren, gerechtfertigt werden kann.

7. Schlusswort: Gibt einen abschließenden Überblick über die Arbeit, die verwendeten Methoden und betont die Notwendigkeit eines Balanceaktes zwischen der Durchsetzung der Konzepte und der Erhaltung der Autonomie der Jugendlichen für deren Wohlergehen.

Schlüsselwörter

Meritorik, Paternalismus, Jugendbetreuung, Autonomie, Sozialwirtschaft, Sozialökonomie, Liberalismus, staatliche Eingriffe, Wohlfahrtsstaat, Entscheidungsfreiheit, Selbstbestimmung, pädagogischer Kontext, soziale Leistung, Marktversagen, soziale Gerechtigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Konzepte Meritorik und Paternalismus und deren kritische Anwendung im Kontext der sozialen Leistung der Jugendbetreuung, insbesondere unter dem Aspekt der Bewahrung der Autonomie Jugendlicher.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind die ökonomischen und gesellschaftspolitischen Konzepte von Meritorik und Paternalismus, die soziale Leistung der Jugendbetreuung, die Bedeutung und Entwicklung von Autonomie bei Jugendlichen sowie die Rolle des Staates und pädagogischer Fachkräfte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Frage zu beantworten, inwieweit Meritorik und Paternalismus in der Jugendbetreuung gerechtfertigt sein können und wie dabei die Autonomie der Jugendlichen bewahrt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf Medienrecherche und wissenschaftlichen Services, unter Anwendung von Phrasensuche und Trunkierung, sowie der Nutzung von Suchmaschinen und Online-Bibliotheksdatenbanken.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil definiert und differenziert die Konzepte Meritorik und Paternalismus und nimmt kritisch Stellung zu deren Anwendung am Beispiel der sozialen Leistung „Jugendbetreuung“, wobei auch der Konflikt mit liberalistischen Ideen beleuchtet wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Schlüsselwörter wie Meritorik, Paternalismus, Autonomie, Jugendbetreuung, Sozialwirtschaft und staatliche Eingriffe charakterisiert.

Inwiefern stehen Meritorik und Paternalismus im Widerspruch zum Liberalismus?

Meritorik und Paternalismus stehen im Widerspruch zum Liberalismus, da beide Konzepte staatliche Eingriffe oder die Einflussnahme höherer Autoritäten auf individuelle Entscheidungen vorsehen, was die liberale Betonung von individueller Freiheit und Autonomie einschränken kann.

Wie wird die Autonomie in dieser Arbeit definiert und welche Bedeutung hat sie für Jugendliche?

Autonomie wird als Selbstständigkeit, Entscheidungsfreiheit und Selbstbestimmung definiert. Für Jugendliche ist sie eine wertvolle Errungenschaft, die zur positiven Lebensgestaltung, Prüfung eigener Wünsche und Entwicklung einer eigenen Identität befähigt, wobei eine sichere Bindung für ihre Entwicklung essentiell ist.

Welche konkreten Beispiele werden für die Anwendung von Meritorik und Paternalismus in der Jugendbetreuung genannt?

Für Meritorik wird ein Beispiel genannt, bei dem Jugendliche durch Gemeinschaftsdienste zusätzliche Ressourcen erhalten. Für Paternalismus wird die Empfehlung einer Verhaltenstherapie oder die Unterbringung in einer Wohngruppe bei einem unsicheren Elternhaus genannt, auch wenn die Jugendlichen dies ablehnen möchten.

Wie kann die Autonomie Jugendlicher bei der Anwendung von Meritorik und Paternalismus bewahrt werden?

Die Autonomie kann bewahrt werden, indem Unterstützung gegeben wird, die den Wert des Jugendlichen unabhängig von Leistung betont, und indem Jugendliche trotz notwendiger Maßnahmen Mitbestimmungsmöglichkeiten erhalten und umfassend über Entscheidungen informiert werden, um ihr Wohl und ihre zukünftige Autonomie zu sichern.

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Résumé des informations

Titre
Die Konzepte Meritorik und Paternalismus. Kritische Stellungnahme unter Anbetracht der sozialen Leistung der Jugendbetreuung
Note
1,3
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2024
Pages
14
N° de catalogue
V1623256
ISBN (PDF)
9783389156209
ISBN (Livre)
9783389156216
Langue
allemand
mots-clé
Meritorik Paternalismus Jugendbetreuung Stellungnahme
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2024, Die Konzepte Meritorik und Paternalismus. Kritische Stellungnahme unter Anbetracht der sozialen Leistung der Jugendbetreuung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1623256
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Extrait de  14  pages
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