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Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett mit Morbus Crohn

Implikationen für eine ressourcenorientierte Betreuung

Titre: Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett mit Morbus Crohn

Dossier / Travail , 2024 , 16 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Melanie Völske (Auteur)

Santé - Sciences de la santé
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Résumé Extrait Résumé des informations

Diese Arbeit beleuchtet die besonderen Herausforderungen und Bedürfnisse von Schwangeren mit der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung Morbus Crohn im Verlauf von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Ausgehend von einer kompakten medizinischen Einführung zu Pathophysiologie, Klinik, Diagnostik und Therapie werden praxisrelevante Implikationen für die geburtshilfliche Betreuung aufgezeigt.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Hebammen und Fachkräfte Frauen mit Morbus Crohn sicher, individuell und ressourcenorientiert begleiten können. Dazu werden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu Fertilität, Schwangerschaftsverlauf, Geburtsplanung, Stillzeit und postpartaler Phase integriert. Anhand eines Fallbeispiels wird ein praxisnaher ressourcenorientierter Betreuungsplan entwickelt, der die Stärkung der Autonomie, Entscheidungsfähigkeit und Gesundheit der Schwangeren in den Mittelpunkt stellt.

Die Arbeit richtet sich an Studierende und Fachpersonen aus der Hebammenwissenschaft, Geburtshilfe, Pflege, Public Health und Medizin, die ihre Kenntnisse zu chronischen Erkrankungen in der Schwangerschaft vertiefen und ihre Beratungskompetenz evidenzbasiert erweitern möchten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

  • 1. Grunderkrankung Morbus Crohn
    • 1.1 Allgemeines
    • 1.2 Pathophysiologie
    • 1.3 Klinik
    • 1.4 Diagnose
    • 1.5 Therapie
    • 1.6 Differenzialdiagnosen
  • 2. Implikationen der Erkrankung für Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett und daraus folgende Maßnahmen
    • 2.1 Fertilität/Kinderwunsch/Konzeption
    • 2.2 Schwangerschaft
    • 2.3 Geburt
    • 2.4 Wochenbett
  • 3. Kontext der individuellen und familiären Situation
  • 4. Ressourcenorientierter Betreuungsplan
  • 5. Diskussion
  • 6. References

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit befasst sich mit den komplexen Zusammenhängen von Morbus Crohn und den verschiedenen Phasen der Reproduktion – von Kinderwunsch und Konzeption über Schwangerschaft und Geburt bis zum Wochenbett. Das primäre Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis der Auswirkungen dieser chronisch-entzündlichen Darmerkrankung auf Mutter und Kind zu vermitteln und evidenzbasierte Empfehlungen für eine ganzheitliche, interdisziplinäre Betreuung zu liefern.

  • Grundlagen und Pathophysiologie des Morbus Crohn.
  • Einfluss der Erkrankung auf Fertilität, Kinderwunsch und Konzeption.
  • Risiken und Management während der Schwangerschaft bei Morbus Crohn.
  • Besonderheiten bei Geburt und im Wochenbett für betroffene Frauen.
  • Entwicklung eines ressourcenorientierten und patientenzentrierten Betreuungsplans.
  • Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit im geburtshilflichen Kontext.

Auszug aus dem Buch

2.1 Fertilität/Kinderwunsch/Konzeption

Kinderwunsch, Schwangerschaft und Geburt für diese sehr relevant. Ein signifikanter Teil der Betroffenen bleibt unfreiwillig kinderlos. (Schmidt et al., 2021; Wiestler & Seidler, 2022) Dies ist auch zurückzuführen auf fehlendes Wissen und Aufklärung zum Einfluss der Erkrankung auf Mutter und Kind. (Torres et al., 2023) Die Sorge vor einer möglichen Vererbung des MC sowie vor Fehlbildungen des Kindes spielen hier genauso eine Rolle, wie die Angst vor Schwangerschafts- und/oder Geburtskomplikationen ausgelöst durch den MC. Eine eingehende, offene und im Idealfall präkonzeptionelle Beratung der Patient*innen kann und sollte hier zu einer informierten Entscheidungsfindung beitragen und junge betroffene Frauen und Paare gesundheitsfördernd begleiten.

Die Fertilität einer Betroffenen, die sich in einer stabilen Remission befindet, ist nicht erniedrigt im Vergleich zu nicht Betroffenen. (Preiß et al., 2014) Auch ist das Risiko eines Schubs in der Schwangerschaft nicht erhöht. (Preiß et al., 2014) Die Wahrscheinlichkeit das ein Kind einer MC-Betroffenen selbst einen MC entwickelt ist zwischen 2-13fach erhöht. (van der Woude et al., 2015) Weiterhin sind Töchter von Müttern mit MC häufiger betroffen. Wenn beide Elternteile MC haben, steigt das Risiko noch weiter.

Entscheidend für den Verlauf der Schwangerschaft und das Outcome des Kindes ist der Inflammationsstatus während der Konzeption. (Bush et al., 2004; Torres et al., 2023) Eine Remission herbeizuführen oder zu erhalten, sollte daher auch mit Hinblick auf Kinderwunsch und Schwangerschaft oberstes Ziel sein. Wenn möglich schon vor der Konzeption sollte ein CED-Status sowie relevante Laborparameter (kleines Blutbild, Vitamin B12, Vitamin D, Folsäure, Ferritin) erhoben werden. (Schmidt et al., 2021; Wiestler & Seidler, 2022) Eine Schwangerschaft führt zu einem physiologischen Mehrbedarf, der aufgrund einer bestehenden Malnutration nicht grundsätzlich ohne Substitution gedeckt werden kann. (Bischoff et al., 2020)

Genauso sollte frühzeitig die Medikation kritisch besprochen und ggf. angepasst werden. So sollte das teratogene aber sehr häufig angewendete Medikament Methotrexat 3-6 Monate vor der Konzeption absetzen werden. (Schmidt et al., 2021) Hier kann auf andere, sichere Medikamente umgestellt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Grunderkrankung Morbus Crohn: Dieses Kapitel definiert Morbus Crohn als eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, beschreibt deren Pathophysiologie, klinische Manifestationen, Diagnoseverfahren und therapeutische Ansätze sowie relevante Differenzialdiagnosen.

2. Implikationen der Erkrankung für Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett und daraus folgende Maßnahmen: Hier werden die spezifischen Auswirkungen von Morbus Crohn auf Fertilität, Kinderwunsch, den Verlauf von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett detailliert erörtert und notwendige präventive sowie therapeutische Maßnahmen abgeleitet.

3. Kontext der individuellen und familiären Situation: Anhand eines Fallbeispiels einer jungen Frau mit Morbus Crohn wird die individuelle Lebenssituation beleuchtet, einschließlich Aspekten wie Medikation, präkonzeptioneller Beratung und den Sorgen der Betroffenen bezüglich Fehlbildungen.

4. Ressourcenorientierter Betreuungsplan: Dieses Kapitel erklärt, wie ein individueller, ressourcenorientierter Betreuungsplan für schwangere Frauen mit Morbus Crohn erstellt wird, der die Probleme und Bedürfnisse der Schwangeren als Grundlage nimmt und auf die Erhaltung der Remission und Stärkung der Entscheidungsfähigkeit abzielt.

5. Diskussion: Die Diskussion fasst zusammen, dass Frauen mit Morbus Crohn als Risikoschwangere gelten und eine umfassende, interdisziplinäre Betreuung benötigen, um optimale Outcomes für Mutter und Kind zu gewährleisten, wobei eine adäquate Medikation und ein gesunder Lebensstil wichtige Säulen bilden.

Schlüsselwörter

Morbus Crohn, Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Kinderwunsch, Fertilität, chronisch-entzündliche Darmerkrankung (CED), Remission, Betreuungsplan, Risikoschwangerschaft, interdisziplinäre Betreuung, Hebammenwissenschaft, Komplikationen, Präkonzeptionelle Beratung, Medikamentenanpassung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Diese Arbeit behandelt die Auswirkungen von Morbus Crohn auf Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett und die daraus resultierenden Implikationen für die geburtshilfliche Betreuung, um optimale Outcomes für Mutter und Kind zu ermöglichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind die Grunderkrankung Morbus Crohn, deren Einfluss auf Fertilität und Konzeption, die physiologischen und medizinischen Herausforderungen während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett sowie die Entwicklung eines ressourcenorientierten Betreuungsplans.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis der Implikationen von Morbus Crohn für die Reproduktionsphase von Frauen zu vermitteln und einen evidenzbasierten Ansatz für eine interdisziplinäre und patientenzentrierte Betreuung zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Synthese bestehender Leitlinien und Forschungsergebnisse, um evidenzbasierte Empfehlungen abzuleiten und ein Fallbeispiel zur Veranschaulichung zu nutzen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die medizinischen Aspekte des Morbus Crohn, dessen Pathophysiologie, Klinik, Diagnose und Therapie, sowie detaillierte Implikationen für Fertilität, Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett, ergänzt durch ein Fallbeispiel und die Entwicklung eines Betreuungsplans.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind Morbus Crohn, Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Kinderwunsch, CED, Remission, Betreuungsplan, Risikoschwangerschaft, interdisziplinäre Betreuung, Hebammenwissenschaft, Komplikationen, Präkonzeptionelle Beratung, Medikamentenanpassung.

Warum ist eine präkonzeptionelle Beratung bei Morbus Crohn so wichtig?

Eine präkonzeptionelle Beratung ist entscheidend, um Patientinnen über mögliche Risiken aufzuklären, die Medikation anzupassen (z.B. Methotrexat absetzen) und eine Remission vor der Schwangerschaft zu erreichen, um Komplikationen zu minimieren.

Welche Rolle spielen Hebammen bei der Betreuung von Schwangeren mit Morbus Crohn?

Hebammen spielen eine zentrale Rolle bei der einfühlsamen und engmaschigen Betreuung, der Aufklärung über gesunde Ernährung, dem Monitoring relevanter Laborparameter und der Stärkung der Gesundheitskompetenz der Frau im Rahmen einer interdisziplinären Zusammenarbeit.

Welche spezifischen Risiken bestehen für das Kind, wenn die Mutter Morbus Crohn hat?

Es besteht ein erhöhtes Risiko für Frühgeburtlichkeit, Fehlgeburten, SGA (Small for Gestational Age), Plazentainsuffizienz, intrauteriner Wachstumsrestriktion (IUGR) und eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass das Kind selbst Morbus Crohn entwickelt.

Gibt es Empfehlungen bezüglich des Geburtsmodus bei Morbus Crohn?

Grundsätzlich ist eine vaginale Entbindung möglich, die Entscheidung hängt jedoch von geburtshilflichen Faktoren ab. Bei perianal oder rektal aktivem Morbus Crohn wird eine Sectio empfohlen, und auf Episiotomien sollte möglichst verzichtet werden.

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Résumé des informations

Titre
Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett mit Morbus Crohn
Sous-titre
Implikationen für eine ressourcenorientierte Betreuung
Université
Medical University Hanover  (Hebammenwissenschaft)
Cours
Erkrankungen in der Schwangerschaft
Note
1,3
Auteur
Melanie Völske (Auteur)
Année de publication
2024
Pages
16
N° de catalogue
V1623491
ISBN (PDF)
9783389158982
ISBN (Livre)
9783389158999
Langue
allemand
mots-clé
Morbus Crohn Schwangerschaft Geburt Wochenbett Autoimmunerkrankung
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Citation du texte
Melanie Völske (Auteur), 2024, Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett mit Morbus Crohn, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1623491
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Extrait de  16  pages
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