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Die therapeutische Wirkung von Musik in der Schwangerschaft und bei zu früh geborenen Kindern

Titel: Die therapeutische Wirkung von Musik in der Schwangerschaft und bei zu früh geborenen Kindern

Hausarbeit , 2009 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Bachelor of Arts Heilpädagogik Susanne Pohl (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Klänge, Melodien und Rhythmen begleiten uns vom Beginn unseres Lebens an, bis zu unserem letzten Atemzug. Unser Ohr ist jenes Organ das als erstes, bereits im Mutterleib funktioniert und deren Funktion vermutlich bis kurz bevor wir sterben, besteht und somit nicht nur unsere erste sondern auch letzte Verbindung zur Außenwelt ist. Musik begegnet uns im Alltag und übernimmt dabei verschiedene Funktionen. Sie dient der Unterhaltung, dem Stressabbau, der Beruhigung, aber auch als Kommunikationsmittel. Die frühste Musik die wir vernehmen, ist jene im Mutterleib. Sie setzt sich aus Körpergeräuschen und der Stimme der Mutter zusammen und wird von Geräuschen der unbekannten Außenwelt untermalt. Klänge und Melodien der Sprache sind ebenfalls eine Form von Musik und können wie jede Form von Musik, therapeutisch genutzt werden um den Menschen zu stärken und zu begleiten. Musiktherapie kann dazu dienen sich im Leben besser zurecht zu finden, Rhythmen zu finden und zu entwickeln, in Kommunikation zu treten, Ängste zu nehmen, Geborgenheit zu finden und das Leben zu spüren und wahrzunehmen. Die Wahrnehmung ist das, womit Musiktherapie arbeitet und insbesondere unsere auditive Wahrnehmungsmöglichkeit dient dabei als Schlüsselkompetenz und Ressource um oder um wieder mit unsere Umwelt in Kontakt zu treten, wenn dabei eine Störung vorliegt. Der Fetus hört im Schutze des Mutterleibs zuerst nur sich selbst und aus der absoluten Ruhe die ihn umgibt, schöpft er die Kraft, zu wachsen. Er beginnt symbiotisch mit seiner Mutter, in deren Herzrhythmus zu leben. Musik kann uns zu diesen Ursprüngen, zu diesem Urgefühl der Sicherheit zurückführen, doch inwieweit kann sie pränatal und bei zu früh geborenen Kindern genutzt werden, um sie besser ins Leben zu begleiten? Diese Arbeit setzt sich mit der therapeutischen Kraft von Musik auseinander und zeigt wie sie in der heilpädagogischen Arbeit auf der Frühchenstation als therapeutisches Mittel zu nutzen ist.
Eine wichtige Grundlage bildet bei diesen Überlegungen, das Wissen um die Funktion und Entwicklung des Ohres um ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie wir hören und hören lernen. Der erste Abschnitt dieser Arbeit ist daher unserem Ohr gewidmet. Der zweite Teil setzt sich mit dem fetalen Hören auseinander und dem Hören als Bindungsmedium zwischen Mutter und Kind. Der Fokus dieser Arbeit liegt jedoch auf dem letzten Teil und setzt sich mit Musiktherapie aus pränataler und Frühgeborenen Sicht auseinander.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Entwicklung Ohres und wie es lernt zu hören

2 Das fetale Hören und seine Bedeutung

2.1 Der kompetente Säugling – das Hören nach der Geburt

3 Musiktherapie

3.1 Die Wirkung der Musik in der pränatalen Phase

3.2 Musiktherapeutische Arbeit mit Frühgeborenen und ihren Familien

4 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die therapeutische Wirksamkeit von Musik in der pränatalen Phase sowie auf Frühgeborenenstationen, um das Potenzial musiktherapeutischer Interventionen als heilpädagogische Begleitung für eine gesunde Entwicklung und Bindungsförderung zu eruieren.

  • Physiologische Grundlagen der Gehörentwicklung und des fetalen Hörens.
  • Die Bedeutung von Musik und Stimme als Bindungsmedium zwischen Mutter und Kind.
  • Musiktherapeutische Ansätze zur Stressreduktion bei Frühgeborenen.
  • Der Einfluss auditiver Stimulation auf die Eltern-Kind-Beziehung.
  • Praktische Implementierung von Musikritualen in der heilpädagogischen Arbeit.

Auszug aus dem Buch

3.2 Musiktherapeutische Möglichkeiten für Frühgeborene und ihre Familien

In der Zeit kurz bevor ein neuer Mensch geboren wird, herrscht große Aufregung, verbunden mit starken Gefühlen, wie Freude aber auch Angst vor dem was auf die werdenden Eltern zu kommt. Insbesondere das Ereignis der Geburt bedeutet für die werdende Mutter, aber auch den Vater, ein Erlebnis das alles verändert. Aus Mann und Frau, werden Mutter und Vater. Dies ist ein Ereignis auf das sich jede Frau vorbereiten will und dem sie während der neun Monate Schwangerschaft, entgegenfiebert. Eine gesunde Schwangerschaft bedeutet, dass sich Mutter und Kind nach etwa 36 Wochen voneinander trennen und das Kind, das Licht der Welt erblickt. Es gibt jedoch auch Kinder, die viel früher auf die Welt kommen, sie sind Frühgeborene. Manch eines von ihnen ist bereits in der 24. Woche geboren und eigentlich noch gar nicht fertig für das Leben auf dieser Erde. Diese Kinder liegen in ihren Brutkästen, angeschlossen an einen Inkubator und sie wirken dabei so klein, so zerbrechlich. Sie verbringen ihre ersten Lebensstunden- manche auch Tage und Wochen, in diesen künstlichen Reifungsraum, der ihnen den Bauch der Mutter ersetzen soll, doch die Nähe und Wärme und vor allem die Geräusche der Mutter sind dabei unersetzbar.

Das Kind verliert durch die Geburt alles an Vertrautem und vor allem auch die akustische Umwelt. Aus Forschungsergebnissen durch vaginale Tonaufnahmen ist bekannt, dass im Mutterleib ein niedriger Frequenzbereich dominiert. Herzschlag, Atmung, Pulsieren des Blutes, Verdauungsgeräusche, ein dunkler Klangteppich, von dem sich Klänge, Stimmen und Geräusche der Außenwelt abheben. Die Stimme der Mutter wirkt hingegen direkt, einhüllender und klingt runder als andere Stimmen oder Musik.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die fundamentale Bedeutung des Hörens als erste Verbindung zur Welt und führt in die Fragestellung ein, inwiefern Musiktherapie pränatal und bei Frühgeborenen unterstützend wirken kann.

1 Entwicklung Ohres und wie es lernt zu hören: Dieses Kapitel erläutert die physiologische Entwicklung des Gehörs als erstes funktionierendes Sinnesorgan und beschreibt den Prozess des Hörens sowie die Bedeutung des Kontrasthörens für die Sprachentwicklung.

2 Das fetale Hören und seine Bedeutung: Das Kapitel thematisiert die akustischen Erfahrungen im Mutterleib, wobei insbesondere die Mutterstimme und der Herzrhythmus als wesentliche Faktoren für die pränatale Bindung und Rhythmusbildung hervorgehoben werden.

2.1 Der kompetente Säugling – das Hören nach der Geburt: Hier wird der Anpassungsprozess des Gehörs an die Luftleitung nach der Geburt beschrieben sowie die lebenslange Bedeutung der ersten Hörbeziehung zur Mutter.

3 Musiktherapie: Dieses Kapitel definiert Musiktherapie als praxisorientierte Wissenschaftsdisziplin und stellt die Unterschiede zwischen rezeptiven und aktiven Ansätzen in der klinischen Anwendung dar.

3.1 Die Wirkung der Musik in der pränatalen Phase: Der Abschnitt diskutiert Möglichkeiten, wie Musik und Gesang bereits in der Schwangerschaft zur Stressminderung und Bindungsförderung sowie zur Etablierung beruhigender Rituale eingesetzt werden können.

3.2 Musiktherapeutische Arbeit mit Frühgeborenen und ihren Familien: Dieses Kapitel analysiert die belastende Umgebung von Intensivstationen für Frühgeborene und stellt musiktherapeutische Konzepte zur Stressbewältigung und Beziehungsstärkung vor.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt den hohen Stellenwert der Musiktherapie in der Frühpädagogik und betont deren Rolle als präventive Maßnahme zur Förderung der seelischen und sozialen Gesundheit.

Schlüsselwörter

Musiktherapie, Schwangerschaft, Frühgeborene, Mutterstimme, auditive Wahrnehmung, fetales Hören, Bindungsförderung, Stressreduktion, Musikmedizin, Heilpädagogik, Entwicklung, pränatale Phase, Rhythmus, auditive Stimulation, Elternarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der therapeutischen Wirkung von Musik auf ungeborene Kinder sowie auf zu früh geborene Säuglinge und deren Familien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Schwerpunkte sind die Entwicklung des Gehörs, die akustische Welt im Mutterleib, die Bedeutung von Musik für die Bindung zwischen Mutter und Kind sowie der Einsatz von Musiktherapie auf neonatologischen Intensivstationen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel besteht darin zu untersuchen, ob der gezielte Einsatz von Musik pränatal und auf der Frühchenstation sinnvoll ist, um die Kinder besser ins Leben zu begleiten und ihre Entwicklung zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse wissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Musiktherapie, Medizin und Psychologie sowie auf musikpsychotherapeutische Ansätze, insbesondere die von Monika Nöcker-Ribaupierre.

Welche zentralen Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in physiologische Grundlagen des Hörens, die pränatale Musikwirkung und konkrete musiktherapeutische Möglichkeiten bei Frühgeborenen, inklusive Regeln zur Vermeidung von Überstimulation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Musiktherapie, Frühgeborene, auditive Stimulation, Mutterstimme, Bindungsaufbau und Stressbewältigung geprägt.

Warum ist die Stimme der Mutter für das Frühgeborene so wichtig?

Die Mutterstimme dient als Brücke zur vertrauten pränatalen Zeit, wirkt beruhigend, reduziert Stresshormone und ist das zentrale Element zur Etablierung einer sicheren Bindung unter den oft belastenden Bedingungen einer Intensivstation.

Gibt es spezifische Risiken beim Einsatz von Musik bei Frühgeborenen?

Ja, da das Nervensystem Frühgeborener noch sehr unreif ist, besteht die Gefahr der Überlastung. Deshalb müssen Musikinstrumente und Abspielmethoden sensibel gewählt werden und die Signale des Kindes (z. B. Unruhe, Meidung von Blickkontakt) stets beachtet werden.

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Details

Titel
Die therapeutische Wirkung von Musik in der Schwangerschaft und bei zu früh geborenen Kindern
Hochschule
Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin
Note
1,3
Autor
Bachelor of Arts Heilpädagogik Susanne Pohl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
14
Katalognummer
V162366
ISBN (eBook)
9783640772513
ISBN (Buch)
9783640772940
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Musiktherapie Bindungstheorie Säuglinge Schwangerschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Heilpädagogik Susanne Pohl (Autor:in), 2009, Die therapeutische Wirkung von Musik in der Schwangerschaft und bei zu früh geborenen Kindern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/162366
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Leseprobe aus  14  Seiten
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