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Minderheitenschutz im Völkerrecht

Titre: Minderheitenschutz im Völkerrecht

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2010 , 34 Pages , Note: 5.0

Autor:in: Lukas Knechtle (Auteur)

Droit - Droit communautaire/européen, Droit international, Droit privé international
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Heute gibt es auf der Erde 193 Staaten, diese stehen ca. 3500 Ethnien gegenüber. In Europa sind es 300 Volksgruppen mit 103 Mio. Angehörigen. Inzwischen ist jeder siebte Europäer Angehöriger einer Minderheit, weil die Menschen aufgrund des Schutzes der Demokratie, der Menschenrechte und der Rechtstaatlichkeit zu ihrer Identität zurückfinden, wachsen die Minder-heiten stetig an. Im vergangenen Jahrhundert hat die Zahl der Staaten Europas von 14 auf 51 zugenommen und mit jedem neuen Staat wächst die Anzahl Minderheiten überproportional. Sprachliche Minderheiten mit weniger als 300'000 Angehörigen sind besonders stark gefährdet und ungefähr 80% der Minderheiten in Europa sind auf den Fortschritt des Minderheitenschutzes angewiesen. In meiner Seminararbeit widme ich mich dem Minderheitenschutz ab 1945 bis heute. Dabei werde ich auf die einzelne Organisationen eingehen, ihre Tätigkeiten und Entwick-lungen untersuchen und den heutigen Stand des Minderheitenschutzes aufzeigen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DEFINITIONEN UND KONFLIKTPUNKTE

2.1 Minderheiten

2.2 Volksgruppen und Minderheiten

2.3 Selbstbestimmungsrecht und Minderheiten

2.3 Der Capotorti-Bericht

2.4 Der Vorschlag von Deschenes als Beispiel für die Fortentwicklung der Definition von Capotorti

2.5 Alte und neue Minderheiten

3. UNIVERSELLE EBENE

3.1 UNO

3.1.1 UN-Charta

3.1.2 Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

3.1.3 Res. 217C (III)

3.1.4 UNO-Pakt 1&2

3.1.5 Zusatzprotokoll zum IPbpR

3.1.6 Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermords

3.1.7 Internatonales Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung

3.1.8 UN-Deklaration zum Minderheitenschutz 1992

3.1.9 Internationaler Gerichtshof (IGH)

3.2 NGOS

4. REGIONALE EBENE

4.1 EUROPARAT

4.1.1 Europäische Menschenrechtskonvention

4.1.2 Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen (1992)

4.1.3 Rahmenabkommen zum Schutz nationaler Minderheiten (1994)

4.2 EUROPÄISCHE UNION

4.2.1 Fehlende Kompetenznorm

4.2.2 Grundrechtscharta 2000

4.3 KSZE/OSZE

4.3.1 Schlussakte von Helsinki 1975

4.3.2 Treffen in Kopenhagen und Paris über die menschliche Dimension

4.3.3 Expertentreffen über nationale Minderheiten in Genf

4.3.4 Helsinki-Dokument 1992

4.3.4 Hohe Kommissar für nationale Minderheiten

4.3.5 Budapester Gipfeltreffen 1994

4.3.6 Gipfeltreffen in Lissabon 1996

4.3.7 Gipfeltreffen in Istanbul 1999

5. WÜRDIGUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und den aktuellen Stand des völkerrechtlichen Minderheitenschutzes im Zeitraum von 1945 bis heute, mit dem Ziel, die Wirksamkeit der Schutzmechanismen verschiedener internationaler Organisationen kritisch zu beleuchten.

  • Historische Entwicklung und Herausforderungen des Minderheitenschutzes im Völkerrecht.
  • Analyse universeller Mechanismen, insbesondere der Vereinten Nationen (UN-Pakte, Deklarationen).
  • Untersuchung regionaler Schutzinstrumente durch Europarat, Europäische Union und OSZE.
  • Bedeutung von Definitionsproblematiken für die Durchsetzbarkeit von Minderheitenrechten.
  • Rolle von NGOs und deren Beitrag zur Konfliktprävention und Vermittlung.

Auszug aus dem Buch

2. Definitionen und Konfliktpunkte

Bei Rechtstexten müssen die Begriffe exakt definiert werden, damit man den Adressaten ausfindig machen kann. Das Gleiche gilt beim unscharfen Begriff Minderheit. Gerade weil es noch keine allgemeingültige Definition gibt, sind Staaten vorhanden, welche aufgrund ihrer Staatsdoktrin die Existenz von Minderheiten auf ihrem Gebiet leugnen. Die Weigerung auf eine allgemein anerkannten Definition basiert auf der immer noch bestehenden Furcht der Staaten vor Souveränitätseinschränkungen und Sezessionsforderungen, die von einer klar definierten Gruppe gemacht werden könnten. Auch gibt es einige Minderheiten, die für sich selber den Begriff „Minderheit“ ablehnen, weil sie für das beanspruchte Gebiet die Mehrheit bilden. Auf den ersten Blick sieht die Definition des Begriffs Minderheit ganz einfach aus – das Gegenteil von Mehrheit, doch damit ist das Problem nicht gelöst. Erstmals wagte sich der StIGH am 27. November 1919 in einem Gutachten über die Auslegung des griechisch-bulgarischen Vertrags an die Definitionsproblematik. Der StIGH entschied, dass der Vertrag Minderheiten adressiert, die sich durch objektive Merkmale von der Mehrheit unterscheiden und als subjektives Merkmal müssen sie den Willen haben, die Gemeinsame Tradition und Kultur zu bewahren. Bis heute gibt es keine universelle Definition des Begriffs „Minderheit“, was dazu führt, dass alle Interessierten eine für sie günstige Definition kreieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik des völkerrechtlichen Minderheitenschutzes und historischer Abriss der Entwicklung seit dem Nürnberger Religionsfrieden.

2. DEFINITIONEN UND KONFLIKTPUNKTE: Erläuterung der terminologischen Schwierigkeiten bei der Definition von Minderheiten und des Spannungsverhältnisses zwischen staatlicher Souveränität und dem Schutz von Minderheiten.

3. UNIVERSELLE EBENE: Untersuchung der völkerrechtlichen Instrumente der UNO, darunter die UN-Charta, der UN-Pakt über bürgerliche und politische Rechte sowie die Völkermordkonvention.

4. REGIONALE EBENE: Analyse der Schutzsysteme innerhalb des Europarates, der Europäischen Union und der OSZE, sowie deren jeweilige Mechanismen und Durchsetzungsdefizite.

5. WÜRDIGUNG: Kritische Schlussbetrachtung zur Wirksamkeit der bisherigen Minderheitenschutzmechanismen und Forderung nach einem Ausbau des Schutzes zur Sicherung von Frieden und kulturellem Erbe.

Schlüsselwörter

Völkerrecht, Minderheitenschutz, Menschenrechte, Selbstbestimmungsrecht, UNO, Europarat, OSZE, Diskriminierungsverbot, Minderheiten, Volksgruppen, Friedenssicherung, Konfliktprävention, Identität, Staatenpraxis, Schutzmechanismen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die völkerrechtliche Verankerung und praktische Umsetzung des Minderheitenschutzes seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis zum Jahr 2010.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Definitionsproblematik des Begriffs Minderheit, das Spannungsverhältnis zum Selbstbestimmungsrecht sowie die Wirksamkeit internationaler Schutzinstrumente auf universeller und regionaler Ebene.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den heutigen Stand des Minderheitenschutzes aufzuzeigen und die Tätigkeiten sowie Entwicklungen der relevanten internationalen Organisationen kritisch zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine völkerrechtliche Untersuchung, die auf der Analyse von Rechtstexten, internationalen Übereinkommen, Gutachten sowie Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der universellen Ebene (UNO) und der regionalen Ebene (Europarat, EU, OSZE) unter Berücksichtigung spezifischer Dokumente und Schutzmechanismen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Minderheitenschutz, Völkerrecht, Menschenrechte, Diskriminierungsverbot und kollektive Identität geprägt.

Warum gibt es keine allgemein anerkannte Definition von Minderheiten?

Viele Staaten lehnen eine solche Definition aus Furcht vor Souveränitätseinschränkungen und möglichen Sezessionsforderungen ab, die aus einem klaren Status als geschützte Minderheit resultieren könnten.

Warum wird der Minderheitenschutz als in den "Kinderschuhen" steckend bezeichnet?

Der Autor argumentiert, dass trotz Fortschritten noch immer verbindliche Rechtstexte fehlen, Durchsetzungsmechanismen oft schwach sind und staatliche Interessen den Schutz einer effektiven Ausgestaltung entgegenstehen.

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Résumé des informations

Titre
Minderheitenschutz im Völkerrecht
Université
University of Zurich  (Rechtwissenschafltiches Institut)
Note
5.0
Auteur
Lukas Knechtle (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
34
N° de catalogue
V162472
ISBN (ebook)
9783640763061
ISBN (Livre)
9783640763429
Langue
allemand
mots-clé
Minderheitenschutz Völkerrecht
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Lukas Knechtle (Auteur), 2010, Minderheitenschutz im Völkerrecht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/162472
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Extrait de  34  pages
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