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Das Schaffen Johann Philipp Kriegers am Beispiel des Kirchenstückes „Rufet nicht die Weisheit?“

Titre: Das Schaffen Johann Philipp Kriegers am Beispiel des Kirchenstückes „Rufet nicht die Weisheit?“

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2010 , 18 Pages

Autor:in: Sebastian Haupt (Auteur)

Musicologie - Divers
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Dass der Großraum Halle- Leipzig in der Musikgeschichte eine besondere Stellung einnimmt, ist hinlänglich bekannt. Namen wie Johann Sebastian Bach, der in Leipzig wirkte, Georg Friedrich Händel, aus der Saalestadt stammend, und Heinrich Schütz aus Weißenfels sind weltbekannt, ihr Schaffen gehört auch heute noch zum musikalischen Aufführungs-Repertoire. Bereits früh im 17. Jahrhundert erfuhr Halle eine erste Blüte, nicht zuletzt begründet durch den Administrator Herzog August, der hier seinen Hof unter-hielt und unter hohem finanziellen Aufwand einen optimalen Nährboden für Kunst und Musik bot. Das mag ein Grund sein, warum der bereits in jungen Jahren weit gereiste Johann Philipp Krieger am Ende des Jahrhunderts dort seine Anstellung suchte und selbst, so ist in einschlägiger Literatur zu lesen, eine nicht geringe Rolle eben für die musikalische Bedeutung der Region spielen würde. „Dieweil er lebet, hat er einen grössern Nahmen, denn andere tausend; und, nach seinem Tode, bleibt ihm derselbe Nahme“1, schreibt Mattheson in seinem Komponistenlexikon Grundlage einer Ehrenpforte über Johann Philipp Krieger.
Nachfolgend soll das Kirchenstück „Rufet nicht die Weisheit?“ von Johann Philipp Krieger untersucht, und so ein Eindruck in das Schaffen Johann Philipp Kriegers gewonnen werden. Um die Analyse in ei-nem für eine Hausarbeit angemessenen Rahmen zu halten, soll das Hauptaugenmerk dabei auf den ersten Chor und die nachfolgende Aria gelegt werden, nur für den Zusammenhang wichtige formelle Aspekte anderer Sätze finden darüber hinaus Berücksichtigung.
Zunächst soll jedoch ein Überblick über das Leben des Komponisten gegeben werden, um darauf folgend den Kontext seines Schaffens hervorzuheben und sein Wirken darin eingliedernd darzustellen. Ein Exkurs zu den Gattungsbegriffen Oratorium und Kantate scheint überdies notwendig, um sich anschließend der Analyse selbst widmen zu können. In einem Fazit werden dann die relevanten Ergebnisse aus Analyse und den vorigen Kapiteln zusammengefügt und die Frage nach der Bedeutung des Komponisten geklärt.
[...]
1 Vgl. Mattheson, Johann: Grundlage einer Ehrenpforte, Hamburg 1740, Reprint Berlin 1910, S. 150.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Lebenslauf Johann Philipp Krieger

3. Der Hof und Krieger

4. Oratorium und Kantate? Kirchenstück!

5. Analyse des Stückes „Rufet nicht die Weisheit?“

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit hat das Ziel, das Schaffen des Komponisten Johann Philipp Krieger anhand einer detaillierten Analyse seines Kirchenstücks „Rufet nicht die Weisheit?“ zu untersuchen und seine historische Bedeutung sowie seine Rolle als Wegbereiter für spätere Komponisten der Barockzeit zu beleuchten.

  • Biografischer Überblick zu Johann Philipp Krieger
  • Kontextualisierung des Komponisten im Umfeld des Weißenfelser Hofes
  • Musikwissenschaftliche Einordnung der Gattungsbezeichnungen Oratorium und Kantate
  • Detaillierte Analyse von Satzstruktur, Textausdeutung und harmonischer Gestaltung
  • Untersuchung der Bedeutung Kriegers für die Entwicklung der protestantischen Kirchenmusik

Auszug aus dem Buch

5. Analyse des Stückes „Rufet nicht die Weisheit?“

Die zu analysierende Komposition ist die einzige erhaltene Krieger-Vertonung eines Neumeister- Textes.64 Der Text des ersten Satzes entspricht dem Bibelspruch „Rufet nicht die Weisheit?“.

Das Kirchenstück lässt sich, gemäß der Einteilung Max Seifferts, als ein Werk aus sechs Sätzen beschreiben, denen die gemeinsame Grundtonart B-Dur als verbindendes Element zugeordnet ist. In der Seiffertschen Einteilung, die jedoch in der Druckausgabe der Denkmäler deutscher Tonkunst nicht explizit so benannt ist, gliedert es sich in 1.Chor, 2.Arie, 3.Arioso, 4. Arie, 5. Chor, 6.Chor – eine zyklische Form ist demnach erkennbar. Die beiden Arien verfügen über die gleiche Melodie und Machart über einen jeweils anderen Text. Auch die beiden Chöre in Satz eins und fünf weisen Verwandtschaften auf, die charakterlich vor allem durch die rhythmische Ähnlichkeit der Stimmen und den damit verbundenen Primwiederholungen an einigen Passagen geprägt wird. Der abschließende Chor, als einziger mit einem 3/4-Takt vom sonstigen Grundmaß (4/4-Takt) abweichend, ist ein Amen und zeichnet sich besonders durch seinen imitatorischen Charakter aus.

Über das Aufführungsdatum, dem zweiten Sonntag nach Trinitatis, lässt sich schon der Grundzusammenhang des Textes erschließen, der- durch und durch kirchlich geprägt- die Einladung Gottes an den Menschen thematisch verarbeitet. Auf die enge zeitliche Nähe zum Trinitatis selbst, dem Festtag der heiligen Dreieinigkeit, sei ebenfalls hingewiesen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Bedeutung des mitteldeutschen Raums für die Musikgeschichte dar und legt die methodische Herangehensweise an die Untersuchung von Kriegers Kirchenstück fest.

2. Lebenslauf Johann Philipp Krieger: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg des Komponisten von seiner Ausbildung in Nürnberg über seine Auslandsaufenthalte bis hin zu seiner Tätigkeit am Hofe von Weißenfels nach.

3. Der Hof und Krieger: Der Fokus liegt hier auf dem musikalischen Umfeld am Weißenfelser Hof, der Rolle Herzog Augusts als Förderer und der Position Kriegers innerhalb dieses kulturellen Gefüges.

4. Oratorium und Kantate? Kirchenstück!: Dieses Kapitel diskutiert die schwierige Abgrenzung der Gattungen Oratorium und Kantate im 17. Jahrhundert und begründet die Wahl des Begriffs „Kirchenstück“ für das untersuchte Werk.

5. Analyse des Stückes „Rufet nicht die Weisheit?“: Das Hauptkapitel bietet eine detaillierte musikalische Analyse der Sätze, wobei Textausdeutung, Harmonik und formale Anlage im Vordergrund stehen.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und würdigt Kriegers Rolle als stilprägenden Komponisten, der die polyphone Tradition mit neuen Entwicklungen verschmolz.

7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Sekundärliteratur und Musikalien.

Schlüsselwörter

Johann Philipp Krieger, Musikgeschichte, Kirchenstück, Kantate, Oratorium, Weißenfels, musikalische Analyse, Barock, Textausdeutung, Heinrich Schütz, Vokalmusik, Kirchenmusik, Komposition, Harmonik, Satzstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem musikalischen Schaffen des Komponisten Johann Philipp Krieger unter besonderer Berücksichtigung seines Kirchenstücks „Rufet nicht die Weisheit?“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Biografie Kriegers, der musikalische Kontext am Hof in Weißenfels, die gattungsgeschichtliche Einordnung barocker Vokalmusik sowie die spezifische Analyse von Kriegers Kompositionsstil.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die musikwissenschaftliche Aufarbeitung des Kirchenstücks, um Kriegers Beitrag zur Entwicklung der protestantischen Kirchenmusik und seinen Einfluss auf nachfolgende Generationen zu belegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine formale und harmonische Analyse einzelner Sätze des Werkes durchgeführt, die durch eine historische Kontextualisierung und den Vergleich mit zeitgenössischen Gattungsmerkmalen ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Analyse der Satzstruktur, der Anwendung von Stilmitteln zur Textausdeutung und der harmonischen Gestaltung der untersuchten Arien und Chöre.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Johann Philipp Krieger, Kirchenstück, Musikgeschichte des Barock, Textausdeutung und Kompositionsanalyse.

Warum wird das Stück nicht eindeutig als Kantate bezeichnet?

Aufgrund der im 17. Jahrhundert verschwimmenden Grenzen zwischen Oratorium und Kantate wählt der Autor den Begriff „Kirchenstück“, um das Werk treffender und ohne problematische Gattungszuweisungen einzuordnen.

Welche Rolle spielt die Orgel in der Komposition?

Die Orgel übernimmt in den untersuchten Abschnitten eine aktive Rolle bei der Textausdeutung und rhythmischen Gestaltung, insbesondere dort, wo das Orchester zurücktritt.

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Résumé des informations

Titre
Das Schaffen Johann Philipp Kriegers am Beispiel des Kirchenstückes „Rufet nicht die Weisheit?“
Université
Martin Luther University
Auteur
Sebastian Haupt (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
18
N° de catalogue
V162485
ISBN (ebook)
9783640761609
ISBN (Livre)
9783640761722
Langue
allemand
mots-clé
Schaffen Johann Philipp Kriegers Beispiel Kirchenstückes Weisheit
Sécurité des produits
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Citation du texte
Sebastian Haupt (Auteur), 2010, Das Schaffen Johann Philipp Kriegers am Beispiel des Kirchenstückes „Rufet nicht die Weisheit?“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/162485
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Extrait de  18  pages
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