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Sprachliche Heterogenität im europäischen Einigungsprozess

Ein Vergleich mit der sprachpolitischen Situation im Deutschland des 19. Jahrhunderts

Titel: Sprachliche Heterogenität im europäischen Einigungsprozess

Wissenschaftlicher Aufsatz , 2010 , 23 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Andreas Strege (Autor:in)

Pädagogik - Allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Einleitung
Die sprachliche Heterogenität hat auf dem europäischen Markt und in den sozialen Systemen seit den letzten beiden Dekaden zugenommen. Es werden mehr sprachlich heterogene Situationen in Schulen und im Berufsleben zu bewältigen sein, die mit bisherigen Betrachtungsmustern vermutlich nicht immer zu bewerkstelligen sind. Die Hausarbeit möchte in einem historischen Vergleich den sprachlichen (heterogenen) Bedingungen nachgehen, um ein weiter blickendes Verständnis für solche Situationen anbieten zu können. Zwei wirtschaftlich ähnlich ablaufende Entwicklungsprozesse in zwei verschiedenen Epochen geben den Anlass, die sprachliche (somit auch sprachpolitische) Relevanz bei solchen Entwicklungen näher zu betrachten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Soziologischer Ansatz

2.1 Elias Prozess der Zivilisation

3 Deutsche Integration und sprachliche Homogenisierung im 19. Jh.

3.1 Die Ausgangssituation um 1800

3.2 Die wirtschaftliche Entwicklung

3.3 Deutsche Integration und sprachliche Homogenisierung

4 Europäische Integration und sprachliche Heterogenität im 20. Jh.

4.1 Die Ausgangssituation 1945

4.2 Die wirtschaftliche Entwicklung

4.3 Europäische Integration und sprachliche Heterogenität

5 Europäische Probleme bei einer sprachlichen Homogenisierung

5.1 Europäische Sprachpolitik für den Integrationsprozess

5.2 Der Prozess der europäischen Zivilisation (?)

6 Zusammenfassung / Kritik

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen historischen Vergleich zwischen dem deutschen Einigungsprozess des 19. Jahrhunderts und der europäischen Integration im 20. und 21. Jahrhundert zu ziehen, um die daraus resultierenden sprachpolitischen Herausforderungen und die Rolle sprachlicher Homogenität zu analysieren.

  • Analyse soziologischer Grundlagen nach Norbert Elias.
  • Untersuchung des wirtschaftlichen Einigungsprozesses im Deutschland des 19. Jahrhunderts.
  • Vergleich der Integrationsbestrebungen in Europa nach 1945.
  • Herausarbeitung der Zusammenhänge zwischen wirtschaftlicher Vereinigung und sprachlicher Homogenisierung.
  • Diskussion der Schwierigkeiten sprachlicher Vielfalt in politischen Unionen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Elias Prozess der Zivilisation

Norbert Elias (1897-1991) ist in Breslau geboren, hat Medizin, Philosophie und Psychologie studiert und emigrierte 1933 erst nach Frankreich und dann 1935 nach England. Dort entwickelte er 1939 seine Theorie zum Zivilisationsprozess (vgl. Retter, 2000, S. 50). Elias zentrales Interesse in seiner Theorie, sind, die langfristigen Transformationen der Gesellschafts- und Persönlichkeitsstrukturen. Anhand verschiedener Quellen - insbesondere anhand von Benimmbüchern - untersucht er das Verhalten und die Verhaltensnormen von Angehörigen der Oberschicht (ebd.). Die Transformationen dabei, setzt Elias in einen Zusammenhang mit den seit dem Mittelalter im Fortgang der Geschichte festzustellenden Veränderungen der Gesellschaft. Er stellt sich für sein Werk die grundsätzliche Frage: "Wie kommt es überhaupt in dieser Menschenwelt zu Gestaltungen, die kein einzelner Mensch beabsichtigt hat, und die dennoch alles andere sind als Wolkengebilde ohne Festigkeit, ohne Aufbau und Struktur?" (Elias, 1976, Band II, S. 313). Aufgrund seiner Untersuchungen versucht er eine Antwort zu geben, indem er die ständig ineinander greifenden Pläne und Handlungen, emotionaler und rationaler Regungen der einzelnen Menschen als Verflechtungen aufzeigt. Diese fundamentalen Verflechtungen können "Wandlungen und Gestaltungen herbeiführen", die kein einzelner geplant oder geschaffen hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung legt den historischen Kontext fest und beschreibt das methodische Vorgehen für den Vergleich der zwei Epochen.

2 Soziologischer Ansatz: Dieses Kapitel erläutert die Theorie des Zivilisationsprozesses nach Norbert Elias als theoretisches Instrumentarium.

3 Deutsche Integration und sprachliche Homogenisierung im 19. Jh.: Hier wird der Weg von 1800 bis zur deutschen Einigung 1871 unter Berücksichtigung wirtschaftlicher und sprachpolitischer Faktoren analysiert.

4 Europäische Integration und sprachliche Heterogenität im 20. Jh.: Das Kapitel behandelt den europäischen Integrationsprozess nach 1945, inklusive der wirtschaftlichen Verflechtungen und der Sprachproblematik.

5 Europäische Probleme bei einer sprachlichen Homogenisierung: Es werden die Schwierigkeiten diskutiert, im heutigen Europa eine einheitliche Sprachpolitik zu etablieren.

6 Zusammenfassung / Kritik: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst und die Einschränkungen der gewählten methodischen Herangehensweise kritisch reflektiert.

Schlüsselwörter

Sprachliche Heterogenität, Europäische Integration, Norbert Elias, Zivilisationsprozess, Deutscher Zollverein, Europäische Union, Sprachpolitik, Homogenisierung, Wirtschaftliche Entwicklung, Bildungsgeschichte, Nationalbewegung, Mehrsprachigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Integration und sprachlicher Homogenisierung anhand eines historischen Vergleichs zwischen dem deutschen Einigungsprozess des 19. Jahrhunderts und der modernen europäischen Integration.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Rolle der Sprache in staatlichen oder überstaatlichen Zusammenschlüssen, wirtschaftliche Verflechtungsprozesse und die soziologische Perspektive auf gesellschaftliche Transformationen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aus den Erfahrungen der deutschen Nationalstaatsbildung Erkenntnisse für die gegenwärtige europäische Sprachpolitik und deren Integrationsherausforderungen zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um einen komparativen historischen Ansatz, der durch eine soziologische Theoriebildung (Norbert Elias) ergänzt wird, um die gesellschaftlichen Entwicklungsprozesse zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Entwicklungen um 1800 in Deutschland, die Entstehung des Zollvereins, die Rolle der preußischen Bildungspolitik sowie die europäische Entwicklung nach 1945 bis zur Gegenwart.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Europäische Integration, sprachliche Heterogenität, Zivilisationsprozess, Nationalbewegung und Sprachpolitik geprägt.

Welche Rolle spielt Norbert Elias für die Argumentation?

Elias' Theorie des Zivilisationsprozesses dient als theoretischer Rahmen, um zu erklären, wie durch Verflechtungsprozesse und Konkurrenzdruck soziale Ordnungen entstehen, die kein Individuum explizit geplant hat.

Warum ist der Vergleich mit dem 19. Jahrhundert relevant?

Der Vergleich ist relevant, da in beiden Epochen wirtschaftliche Interessen (Zollverein vs. EU) eine zentrale Rolle für politische Einigungsprozesse spielen, die zwangsläufig Auswirkungen auf die sprachliche und kulturelle Identität der beteiligten Akteure haben.

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Details

Titel
Sprachliche Heterogenität im europäischen Einigungsprozess
Untertitel
Ein Vergleich mit der sprachpolitischen Situation im Deutschland des 19. Jahrhunderts
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Interkulturelle Erziehungswissenschaft)
Note
1,0
Autor
Andreas Strege (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
23
Katalognummer
V162525
ISBN (eBook)
9783640762934
ISBN (Buch)
9783640763320
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sprachliche Heterogenität Einigungsprozess Vergleich Situation Deutschland Jahrhunderts
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andreas Strege (Autor:in), 2010, Sprachliche Heterogenität im europäischen Einigungsprozess, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/162525
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