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Edmund Husserls Begriff der Intentionalität

Titre: Edmund Husserls Begriff der Intentionalität

Dossier / Travail , 2010 , 25 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Dr. Martin Henneke (Auteur)

Philosophie - Philosophie du XXe siècle
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Den Intentionalitätsbegriffs kann man in aller Kürze so formulieren: Das Bewusstsein ist Bewusstsein von etwas, d.h. man sieht etwas, man denkt etwas, man hofft etwas etc. Dies scheint eine Selbstverständlichkeit und Trivialität zu sein. Doch warum können wir uns geistig auf etwas beziehen? Diese scheinbare einfache Frage, erweist sich bei näherer Betrachtung als äußerst schwierig. Was Husserl unter Intentionalität versteht, soll in dieser Arbeit näher untersucht werden. Den Begriff der Intentionalität hat Husserl von seinem Lehrer Franz Brentano übernommen, der diesen Ausdruck, ursprünglich aus der Scholastik kommend, in modifizierter Form wieder aufnahm und in seinem Werk "Psychologie vom empirischen Standpunkt" in die Neuzeit einführte. Zunächst soll auf Brentanos Intentionalitätsbegriff eingegangen werden. Husserl kritisiert und modifiziert Brentanos Auffassung. In Husserls Verständnis der Intentionalität lassen sich drei Phasen unterscheiden. Die allgemeine Struktur entwickelt er in seiner ersten Phase bis einschließlich den "Logischen Untersuchungen". Im Anschluss daran führt Husserl eine transzendentalphilosophische Neuformulierung seiner Intentionalitätsanalyse durch. In der dritten Phase gelangt er zur Erforschung der vorbewussten Schichten der Intentionalität, die die Gegenstandskonstitution im vollen Sinne erst
ermöglicht. Diese drei Phasen der Intentionalität werden erläutert. Letztlich wird die Bedeutung der Phänomenologie für den Husserlschen Begriff der Intentionalität dargelegt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Brentanos Intentionalitätsbegriff

3 Husserls Intentionalitätsbegriff

3.1 Intentionalität in den „Logischen Untersuchungen Bd. 2“

3.1.1 Zielsetzung der „Logischen Untersuchung Bd. 2“

3.1.2 Ausdruck und Bedeutung

3.1.3 Über intentionale Erlebnisse und ihre Inhalte

3.1.3.1 Intentionale und nicht-intentionale Erlebnisse

3.1.3.2 Materie und Qualität

3.1.4 Erkenntnis, Evidenz und Wahrheit

3.1.5 Abgrenzung zu Brentanos „Psychologie vom empirischen Standpunkt Bd. 1“

3.2 Intentionalität in den „Ideen I“

3.2.1 Natürliche Einstellung, Einklammerung und ἐποχή

3.2.2 Immanenz, Transzendenz und Abschattung

3.2.3 ὕλη und μορφή

3.2.4 Noesis und Noema

3.2.4.1 Die Schichten des Noema

3.2.4.2 Gesetz der Korrelation

3.2.5 Erneute Abgrenzung zu Brentano

3.3 Intentionalität nach den „Ideen I“

3.3.1 Das innere Zeitbewusstsein

3.3.1.1 Urimpression, Retention und Protention

3.3.1.2 Längs- und Querintentionalität

3.3.2 Von der statischen zur genetischen Intentionalitätsanalyse

3.3.2.1 Horizont

3.3.2.2 Genetische Analyse, Passivität und Assoziation

4 Bedeutung der Phänomenologie für die Intentionalität bei Husserl

5 Schlussbetrachtungen

5.1 Zusammenfassung

5.2 Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Entwicklung des Intentionalitätsbegriffs im Werk von Edmund Husserl, ausgehend von dessen Auseinandersetzung mit der Theorie seines Lehrers Franz Brentano bis hin zur genetischen Phänomenologie. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der Beziehung zwischen Bewusstseinsakten und ihren Gegenständen sowie der Konstitution von Sinn im Bewusstseinsstrom.

  • Vergleich und Abgrenzung von Husserls Konzept gegenüber Brentanos „intentionaler Inexistenz“.
  • Analyse der statischen Intentionalitätsanalyse in den „Logischen Untersuchungen“ und den „Ideen I“.
  • Untersuchung der Noesis-Noema-Korrelation und ihrer methodischen Voraussetzungen.
  • Erforschung der passiven Konstitution, des inneren Zeitbewusstseins und der genetischen Intentionalitätsanalyse.
  • Bedeutung der phänomenologischen Methode für das Verständnis des Bewusstseins.

Auszug aus dem Buch

3.1.3.1 Intentionale und nicht-intentionale Erlebnisse

Für alles was im Bewusstsein vorkommt, verwendet Husserl den Begriff „Erlebnisse“. Er unterscheidet intentionale von nicht-intentionalen Erlebnissen. „Dass nicht alle Erlebnisse intentionale sind, zeigen die Empfindungen und Empfindungskomplexionen. Irgendein Stück des empfundenen Gesichtsfeldes [...] ist ein Erlebnis, das vielerlei Teilinhalte in sich fassen mag, aber diese Inhalte sind nicht von dem ganzen intendierte, in ihm intentionale Gegenstände.“ Ist dies kein Widerspruch zu der Intentionalitätsthese des Bewusstseins, also dass Bewusstsein immer Bewusstsein-von-etwas ist? Husserls Antwort lautet: nein, denn nicht-intentionale Erlebnisse kommen als selbständige Größen im Bewusstsein gar nicht vor. Sie gelten Husserl als unselbständige Momente eines intentionalen Gesamtakts, denen selbst kein gegenständlicher Charakter zukommt: „sie bauen den Akt auf, ermöglichen als die notwendigen Anhaltspunkte die Intention, aber sie sind nicht selbst intendiert, sie sind nicht die Gegenstände, die im Akt vorgestellt sind. Ich sehe nicht Farbempfindungen, sondern gefärbte Dinge, ich höre nicht Tonempfindungen, sondern das Lied der Sängerin usw.“

Dies darf allerdings nicht dazu verleiten, die Beziehung zwischen intentionalen Erlebnis und Gegenstand als eine kausale Wirkung von außenbewussten Gegenständen auf das Bewusstsein zu deuten, denn „natürlich kann solch ein Erlebnis im Bewußtsein vorhanden sein mit dieser seiner Intention, ohne dass der Gegenstand überhaupt existiert und vielleicht existieren kann; [...] Für das Bewußtsein ist das Gegebene ein wesentlich Gleiches, ob der vorgestellte Gegenstand existiert oder ob er fingiert und vielleicht gar widersinnig ist. Jupiter stelle ich nicht anders vor als Bismarck, den Babylonischen Turm nicht anders als den Kölner Dom, [...]“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Begriffs „Bewusstsein von etwas“ ein und skizziert die drei Phasen der Intentionalitätsanalyse bei Husserl.

2 Brentanos Intentionalitätsbegriff: Dieses Kapitel erläutert Brentanos Verständnis von intentionaler Inexistenz als Merkmal psychischer Phänomene und dessen Abgrenzung zu physischen Phänomenen.

3 Husserls Intentionalitätsbegriff: Dieser Abschnitt bietet eine detaillierte Untersuchung der drei Entwicklungsphasen von Husserls Intentionalitätstheorie, von den logischen Untersuchungen über die transzendentale Wende bis zur genetischen Konstitutionsanalyse.

4 Bedeutung der Phänomenologie für die Intentionalität bei Husserl: Hier wird dargelegt, wie eng die Entwicklung der phänomenologischen Methode mit der Ausarbeitung des Intentionalitätsbegriffs verknüpft ist.

5 Schlussbetrachtungen: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und wirft einen Blick auf die Bedeutung der Intentionalitätsfrage für die moderne Philosophie des Geistes.

Schlüsselwörter

Intentionalität, Husserl, Brentano, Phänomenologie, Bewusstsein, Noesis, Noema, Zeitbewusstsein, Konstitution, Epoche, Korrelationsapriori, Genetische Analyse, Assoziation, Akt, Empfindung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entwicklung und methodische Ausarbeitung des Begriffs der Intentionalität im philosophischen Werk von Edmund Husserl.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung zum Brentanoschen Intentionalitätsbegriff, die Noesis-Noema-Struktur, die phänomenologische Reduktion und die genetische Konstitution des Bewusstseins.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Husserl die Theorie des Bewusstseins als „Bewusstsein von etwas“ durch seine phänomenologischen Analysen verfeinert und auf welche Weise Gegenstände im Bewusstsein konstituiert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit wendet die phänomenologische Methode der Deskription und der transzendentalen Reflexion an, um die Strukturen intentionaler Erlebnisse freizulegen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine kritische Auseinandersetzung mit Brentano, eine Untersuchung der statischen Analysen aus den „Logischen Untersuchungen“ und den „Ideen I“ sowie eine Analyse der genetischen Phänomenologie inklusive Zeitbewusstsein.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch die Begriffe Intentionalität, Phänomenologie, Noesis, Noema, Konstitution und Zeitbewusstsein charakterisieren.

Warum spielt die Unterscheidung von Noesis und Noema bei Husserl eine so wichtige Rolle?

Diese Unterscheidung ist entscheidend, um den intentionalen Bezug unabhängig von der Existenz eines extramentalen Gegenstandes präzise zu beschreiben und die Korrelation zwischen Akt und Sinngehalt zu erfassen.

Was versteht Husserl unter der genetischen Analyse?

Die genetische Analyse ist die Erweiterung der statischen Betrachtung, die untersucht, wie sich Gegenständlichkeit durch vergangene Erfahrungen (Sedimentierung), Passivität und Assoziation über die Zeit hinweg im Bewusstsein aufbaut.

Welche Rolle spielt das innere Zeitbewusstsein für die Intentionalität?

Das innere Zeitbewusstsein bildet die formale Struktur, durch die Erfahrungen erst in einen Zusammenhang treten können, was eine wesentliche Bedingung für die Konstitution von Einheiten und Objekten darstellt.

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Résumé des informations

Titre
Edmund Husserls Begriff der Intentionalität
Université
University of Hagen
Note
1,0
Auteur
Dr. Martin Henneke (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
25
N° de catalogue
V162594
ISBN (ebook)
9783640763771
ISBN (Livre)
9783640764150
Langue
allemand
mots-clé
Husserl Intentionalität Phänomenologie Philosophie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dr. Martin Henneke (Auteur), 2010, Edmund Husserls Begriff der Intentionalität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/162594
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Extrait de  25  pages
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