Das Thema dieser Hausarbeit lautet "Finanzierung junger Unternehmen durch Business Angels". Ziel dieser Arbeit ist es, dem Leser das Wesen des BAs zu erörtern und dabei die Besonderheiten dieser Finanzierungsform aufzuzeigen.
Zu Beginn wird dabei der Begriff des BA erläutert und der von Intransparenz geprägte Markt vorgestellt. Ferner wird erörtert, wie sich Unternehmensgründer und BA auf dem Markt finden und welche Faktoren aus Sicht des BAs für eine Zusammenarbeit wichtig sind. Weiter wird auf die Motive des BAs für ein Engagement in ein junges Unternehmen und die des Unternehmensführers zur Aufnahme eines BAs als Finanzierungsquelle eingegangen.
Außerdem werden weitere Möglichkeiten der Eigenkapitalfinanzierung dargestellt. Ein Vergleich zwischen einer Finanzierung durch BA und anderen Risikokapitalgebern soll die bis dahin erläuterten besonderen Eigenschaften des BAs unterstreichen. Ebenso soll diese Arbeit aufzeigen, welche unterschiedlichen Motive Eigenkapitalgeber für ihr Engagement in ein junges Unternehmen haben. Daneben wird auf die verbundenen Vor- und Nachteile der Finanzierungsform des BAs im Vergleich zu anderen Eigenkapitalfinanzierungen eingegangen.
Zum Ende der Arbeit wird der Markt der BA-Finanzierungen in Deutschland analysiert und Märkten in anderen Ländern gegenübergestellt. Hierbei ist auffällig, dass der deutsche BA-Markt im internationalen Vergleich unterentwickelt ist. Gründe hierfür und mögliche Auswirkungen auf die deutsche Volkswirtschaft runden diese Arbeit ab.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Charakteristika einer Finanzierung junger Unternehmen durch Business Angels
2.1 Begriffsdefinition „Business Angels“
2.2 Der Markt für Finanzierungen durch Business Angels
2.3 Ablauf einer Finanzierung junger Unternehmen durch BA
2.4 Motive für eine Finanzierung durch BA
3 Abgrenzung zu Kapitalbeteiligungsgesellschaften
3.1 Formelles Venture Capital
3.1.1 Förderorientierte Venture Capital Gesellschaften
3.1.2 Renditeorientierte Venture Capital Gesellschaften
3.2 Corporate Venture Capital
4 Auswirkung der Finanzierung junger Unternehmen durch Business Angels
4.1 Vorteile für den Jungunternehmer
4.2 Nachteile für den Jungunternehmer
5 Der Markt der Business Angels in Deutschland
5.1 Deutsche BA Aktivitäten im internationalen Kontext
5.2 Ursachen und mögliche Auswirkungen der besonderen Situation in Deutschland
6 Zusammenfassung und Schlussfolgerung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Wesen sowie die Besonderheiten von Business Angels als Finanzierungsquelle für junge Unternehmen und analysiert die Vor- und Nachteile dieser Kooperation im Vergleich zu anderen Eigenkapitalfinanzierungsformen, mit einem speziellen Fokus auf die aktuelle Marktsituation in Deutschland.
- Charakteristika und Begriffsdefinition von Business Angels
- Abgrenzung zu formellem und Corporate Venture Capital
- Analyse des Finanzierungsablaufs und der Motive beider Parteien
- Bewertung von Vorteilen und Risiken für den Jungunternehmer
- Vergleichende Marktanalyse der Business Angel Aktivitäten in Deutschland
Auszug aus dem Buch
2.1 Begriffsdefinition „Business Angels“
Der Begriff des Business Angel (BA) stammt aus dem angelsächsischen Raum und beschreibt wohlhabende Privatpersonen, welche über Managementerfahrung verfügen und noch nicht börsennotierten Unternehmen, zu der keine familiäre Beziehung besteht, Risikokapital zur Verfügung stellen. Darüber hinaus lässt der BA dem Unternehmer auch an seiner eigenen Kompetenz und seinem Netzwerk teilhaben. Mit seinem Engagement in ein junges Unternehmen verbindet der BA die Hoffnung, eine positive Rendite zu erzielen. Die Zielunternehmen werden allgemein auch als Portfoliounternehmen (PU) bezeichnet.
Das Profil des typischen BA weist folgende Merkmale auf: er ist männlich, verfügt in der Regel über einen erfahrungsreichen beruflichen Werdegang und häufig auch einem ausgeprägten formalen Bildungsgrad. Im Gegensatz zu Beteiligungsgesellschaften investieren BA ihr eigenes Vermögen direkt in die Unternehmen. Das Verlustrisiko des investierten Kapitals hat somit der BA zu tragen.
BA lassen sich in folgenden Gruppen einteilen: Aktive BA, latente BA und Virgin Angels. Bei aktiven BA handelt es sich um erfahrene BA, die auf der Suche nach weiteren Investitionszielen sind. BAs, die in der Vergangenheit bereits investiert waren, aktuell aber über kein Engagement verfügen, nennt man latente BA. Sucht eine Person aktiv nach Investitionsprojekten, war jedoch in der Vergangenheit noch nicht als BA tätig, spricht man von Virgin Angels. Es handelt sich also um das Potenzial aktiver BA.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Finanzierung durch Business Angels ein, benennt das Ziel der Arbeit und skizziert die methodische Vorgehensweise sowie den inhaltlichen Aufbau der Untersuchung.
2 Charakteristika einer Finanzierung junger Unternehmen durch Business Angels: Dieses Kapitel definiert den Business Angel, erläutert die Marktbedingungen, beschreibt den typischen Finanzierungsprozess und analysiert die verschiedenen Motive für ein solches Engagement.
3 Abgrenzung zu Kapitalbeteiligungsgesellschaften: Hier werden Business Angels in den Kontext des gesamten Venture-Capital-Marktes gestellt und von institutionellen Akteuren wie förderorientierten, renditeorientierten und Corporate Venture Capital Gesellschaften abgegrenzt.
4 Auswirkung der Finanzierung junger Unternehmen durch Business Angels: Dieses Kapitel beleuchtet die Chancen, die ein Business Angel für einen Gründer bietet, sowie die potenziellen Risiken und Konfliktfelder, die sich aus dieser engen Zusammenarbeit ergeben können.
5 Der Markt der Business Angels in Deutschland: Es wird der deutsche Markt analysiert, in internationalen Vergleich gesetzt und die spezifischen Gründe für die aktuelle Situation sowie deren Auswirkungen auf die Volkswirtschaft erörtert.
6 Zusammenfassung und Schlussfolgerung: Das Abschlusskapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bietet einen Ausblick sowie Lösungsvorschläge zur Minderung der Marktintransparenz.
Schlüsselwörter
Business Angels, Venture Capital, Eigenkapitalfinanzierung, Unternehmensgründung, Risikokapital, Start-Up, Marktintransparenz, Coaching, Beteiligungsgesellschaften, Corporate Venture Capital, Deutschland, Volkswirtschaft, Finanzierung, Gründer, Innovationskraft
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Finanzierung von jungen, nicht börsennotierten Unternehmen durch vermögende Privatpersonen, sogenannte Business Angels.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind die Definition des Business Angels, der Vergleich zu institutionellen Venture-Capital-Gebern sowie die Vor- und Nachteile dieser spezifischen Finanzierungsform für Gründer.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, das Wesen und die Besonderheiten von Business Angels als Kapitalgeber darzulegen und den deutschen Markt im internationalen Kontext zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und dem Vergleich von Sekundärdaten, Marktstudien und empirischen Untersuchungen zum informellen Beteiligungsmarkt.
Was sind die Schwerpunkte des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in die Charakterisierung von Business Angels, deren Abgrenzung zu Beteiligungsgesellschaften, die Analyse der Auswirkungen für Gründer und die Untersuchung der deutschen Marktsituation.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Kernbegriffe sind Business Angels, Risikokapital, Start-Up-Finanzierung, Beteiligungsgesellschaften und Eigenkapital.
Warum spielt die Persönlichkeit des Gründers eine so große Rolle für den Business Angel?
Da Business Angels ihr eigenes Kapital investieren und oft eng mit dem Management zusammenarbeiten, ist das Vertrauen in die Person und die Kompetenz des Gründers ein entscheidendes Kriterium für die Ablehnung oder Zusage einer Beteiligung.
Welche Probleme bestehen bei der Finanzierung in Deutschland im Vergleich zum Ausland?
Deutschland weist im Vergleich zu Ländern wie den USA oder England eine geringere Risikobereitschaft privater Investoren sowie steuerliche Hemmnisse auf, was zu einem unterentwickelten Markt für Business-Angel-Finanzierungen führt.
Können Banken von Business-Angel-Plattformen profitieren?
Ja, laut der Arbeit könnten Banken durch solche Plattformen Finanzierungslücken schließen und das Kreditrisiko durch das kaufmännische Know-how der Business Angels im Unternehmen potenziell reduzieren.
- Arbeit zitieren
- Christian Heins (Autor:in), 2007, Finanzierung junger Unternehmen durch Business Angels, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/162642