Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen. Theoretische Grundlagen und praxisbezogene Beispiele


Diplomarbeit, 2010

96 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen der aktiven Medienarbeit
2.1. Definition der aktiven Medienarbeit
2.2. Zur Entstehung der aktiven Medienarbeit
2.3. Die Leitziele: Authentische Erfahrung und kommunikative Kompetenz
2.4. Zielbereiche der aktiven Medienarbeit
2.5. Symbolischer Interaktionismus als Grundlegung der aktiven Medi­enarbeit
2.6. Die Lernprinzipien der aktiven Medienarbeit
2.6.1. Handelndes Lernen
2.6.2. Exemplarisches Lernen
2.6.3. Gruppenarbeit
2.7. Inhalte der aktiven Medienarbeit
2.8. Zentrale medienpädagogische Position für die aktive Medienarbeit
2.8.1. Die gesellschaftskritische Position
2.8.2. Die handlungsorientierte Position
2.9. Die Aufgaben einer handlungsorientierten Medienpädagogik

3. Jugend, Gesellschaft, Medien
3.1. Jugend als Lebensphase
3.2. Die Adoleszenz
3.3. Die Betrachtung von Jugend in der Jugendforschung
3.4. Die Probleme in der Lebenswelt von Jugendlichen
3.4.1. Problembereiche in der Lebenswelt Jugendlicher
3.4.1.1. Problembereich Schule und Arbeit
3.4.1.2. Problembereich Ökologie und Frieden
3.4.1.3. Problembereich Politik und politische Partizipation
3.4.1.4. Problembereich Zukunft
3.4.2. Problembewältigungsstrategien Jugendlicher
3.4.2.1. Die Problembewältigungsstrategien des >Anpassen<
3.4.2.2. Die Problembewältigungsstrategien des >Verändern<
3.4.2.3. Die Problembewältigungsstrategien des >Sich zurückziehen<
3.4.3. Konsequenzen für die aktive Medienarbeit
3.5. Jugendliche und die Massenmedien
3.5.1. Zur Mediennutzung Jugendlicher in ihrer Freizeit
3.5.2. Die Funktionen von Massenmedien
3.5.3. Konsequenzen für die aktive Medienarbeit
3.5.4. Jugendmedienschutz

4. Aktive Medienarbeit in der Jugendarbeit
4.1. Definition der Kinder- und Jugendarbeit
4.2. Daten aus der KJH-Statistik zur Kinder- und Jugendarbeit
4.3. Die Kriterien aktiver Medienarbeit in der Jugendarbeit
4.4. Die programmatischen Ziele emanzipatorischer Jugendarbeit
4.5. Aktive Medienarbeit mit Multimedia in der Jugendarbeit
4.5.1. Definition für die aktive Medienarbeit mit Computer und Internet
4.5.2. Ziele und Kriterien für die aktive Medienarbeit mit Multimedia
4.5.3. Die Voraussetzungen für Multimediaprojekte in der offenen Kinder- und Jugendarbeit
4.5.4. Multimediaprojekte in der Jugendarbeit
4.5.4.1. Aller Anfang ist leicht: Web-Design für Einsteiger
4.5.4.2. Der Fotoaktionstag - Digitale Fotos und Bilder verfremden
4.5.4.3. Mp3 und Musikbearbeitung in der Jugendarbeit
4.5.4.4. Online-Radio
4.5.4.5. Video im Internet - Eine Fiktion!?
4.5.4.6. NetGrandPrix - Ein Internet-Musikcontest

5. Aktive Medienarbeit in der Schule
5.1. Die Situation aktiver Medienarbeit in der Schule
5.2. Beispiele von aktiver Medienarbeit an Schulen
5.2.1. Projekt: Gründung einer Schülerzeitungsredaktion und Erstellung einer Schülerzeitung
5.2.2. Projekt: >Zeitung in der Schule<
5.2.3. Praxisbezogene Beispiele für den Beitrag einzelner Fächer zur aktiven Medienarbeit
5.2.3.1. Beitrag des Fachs Deutsch zur aktiven Medienarbeit
5.2.3.2. Beitrag des Fachs Kunsterziehung zur aktiven Medienarbeit
5.2.3.3. Beitrag des Fachs Musik zur aktiven Medienarbeit

6. Aktive Medienarbeit in nicht-institutionellen Formen
6.1. Die Jugendpresse Deutschland
6.1.1. Zur Entstehung der Jugendpresse Deutschland
6.1.2. Das Leitbild der Jugendpresse Deutschland
6.1.3. Die Projektgruppen der Jugendpresse Deutschland
6.1.4. Medienwettbewerbe
6.2. Die Jugendfilmszene
6.2.1. Die Jugendfilmszene in Bayern
6.2.2. Ein bundesweites Forum für die Jugendfilmszene: Das Bundesfestival Video

7. Fazit

Literaturverzeichnis

Eidesstattliche Versicherung

1. Einleitung

In der heutigen Zeit spielen Medien eine immer größere Rolle, gerade für die Ju­gendlichen. Ob Musik, Computer, Internet oder Fotos machen mit dem Handy, Medien haben einen besonders großen Stellenwert in der Sozialisation und in der Lebenswelt Jugendlicher. Diese Tatsache impliziert die Chance, mit Hilfe von Me­dien die Jugendlichen dazu zu bewegen, sich intensiv mit Gegenstandsbereichen ih­rer eigenen sozialen Realität auseinander zu setzen und dabei authentische Erfah­rungen zu machen. Einen äußerst wirksamen methodischen Ansatz der handlungs­orientierten Medienpädagogik stellt dazu die aktive Medienarbeit dar.

In der folgenden Diplomarbeit sollen im ersten Teil die theoretischen Grundlagen der aktiven Medienarbeit mit Jugendlichen vermittelt werden. Hierbei wird erör­tert, wie sich die aktive Medienarbeit überhaupt definiert, wie sie entstanden ist, welche Ziele sie verfolgt, welche Zielbereiche, pädagogische Grundlegung, Lern­prinzipien und Inhalte sie hat, welche medienpädagogischen Positionen für sie entscheidend sind, sowie die Aufgaben einer handlungsorientierten Medienpäda-gogik.

Im einem zweiten Teil folgt die Auseinandersetzung mit Jugend, Gesellschaft und den Medien. Dabei wird auf Jugend als Lebensphase, die Adoleszenz, die Sicht­weisen der Jugend­forschung in Hinblick auf Jugend, auf Problembereiche und Problembewältigungsstrategien Jugendlicher und auf Jugendliche und die Mas­senmedien eingegangen.

Die folgenden Teile greifen die Praxis der aktiven Medienarbeit in der Jugendar­beit, in Schulen und nicht-institutionellen Formen auf, mit jeweils praxisbezoge­nen Bei­spielen.

Letztlich werden die erarbeiteten Aspekte in einem Fazit bewertet.

2. Theoretische Grundlagen der aktiven Medienarbeit

Zu Beginn dieses Kapitels wird eine ausführliche Definition nach Fred Schell von aktiver Medienarbeit vorangestellt, um in die Thematik einzuführen.

Im Anschluss daran wird die Entwicklung aktiver Medienarbeit aufgezeigt. Hier­bei wird auf die theoretischen und praktischen Ansätze von den 1920er Jahren bis hin zu den 1970er Jahren eingegangen, die bis heute zu der erprobten und evalu­ierten Konzeption von aktiver Medienarbeit von Fred Schell führten.

Daraufhin wird auf die grundlegenden Leitziele aktiver Medienarbeit, wie die der (Wieder-)Herstellung von authentischer Erfahrung und kommunikativer Kompe­tenz, eingegangen.

Nachdem die Leitziele definiert und beschrieben sind, folgt eine Auseinanderset­zung mit den Zielbereichen der aktiven Medienarbeit. Dabei wird auf die Nut­zungsmöglichkeiten von Medien mit bestimmten Mitteln eingegangen.

Danach wird die pädagogische Grundlegung aktiver Medienarbeit thematisiert: der symbolische Interaktionismus.

Dem folgen die Lernprinzipien der aktiven Medienarbeit, nämlich das handelnde Lernen, das exemplarische Lernen und die Gruppenarbeit, die die Grundlagen aktiver Medienarbeit auf methodischer Ebene bestimmen.

Im Folgenden werden kurz die Inhalte aktiver Medienarbeit abgehandelt.

Die zentralen Positionen für die aktive Medienarbeit, wie die der gesellschaftskri­tischen und handlungsorientierten Position, werden im Anschluss an die Inhalte aktiver Medienarbeit aufgegriffen, da sie zentrale Bestimmungen enthalten, auf deren Basis eine Konzeption aktiver Medienarbeit entwickelt werden kann.

Letztlich werden in diesem Kapitel die Aufgaben einer handlungsorientierten Me­dienpädagogik be­handelt. In diesem Abschnitt wird auf die Voraussetzungen ein­gegangen, deren Erfüllung zur Erreichung der Zielsetzung medienpädagogischer Bemühungen, die Emanzipation der Individu­en, notwendig ist.

2.1. Definition der aktiven Medienarbeit

„Aktive Medienarbeit ist ein wesentlicher methodischer Ansatz einer handlungs­orientierten Medienpädagogik. Sie bedeutet die Be- und Erarbeitung von Gegen­standsbereichen sozialer Realität mit Hilfe von Medien wie Druck, Foto, Ton, Vi­deo, Computer, Multimedia und Internet. Die Medien werden von ihren Nutzern >in Dienst genommen<, das heißt selbsttätig gehandhabt und als Mittel der Kom­munikation gebraucht.“[1] Dies kann heißen, dass die Medien zu Recherchen einge­setzt werden (z.B. durch das Medium Internet mit Hilfe einer Suchmaschine), an­derseits die Heranziehung von Medien als Mittel der Kommunikation zu Informa­tionszwecken (z.B. durch die Vergabe oder Beschaffung von Flyern, Broschüren usw.), weiterhin die Verwendung von Medien zur Klärung von Sachverhalten, In­teressen, Einstellungen, Sicht- und Verhaltensweisen und/oder zur Darstellung und Vermittlung eigener Meinungen, Absichten, Problemsichtweisen usw. (wie z.B. der Einsatz des Mediums Video als Mittel der Exploration, die Verwendung von Medien als Mittel zur Kommunikation und letztlich zu Demonstrationszwe­cken.[2]

In Hinblick auf den Fachbegriff „aktive Medienarbeit“ liegt in Bezug auf die Be­deutung, nach Palme, ein „zielgerichtetes aktives Handeln“[3] nahe. Dieses zielge­richtete Handeln läuft auf die Erstellung eines medialen Produkts hinaus, wie z.B. eine Schülerzeitung, eine Fotogeschichte, ein Hörspiel, ein Film, eine Webseite usw.. Im Unterschied zum Musikkonsum, wie z.B. beim Musik hören und Fernse­hen gucken, wird dieses Medienhandeln als aktiv beschrieben.[4] Medienkonsumen­ten sollen zu Medienproduzenten werden.

Grundlegende Ziele aktiver Medienarbeit sind Mündigkeit und Emanzipation, bzw. die Herstellung von authentischer Erfahrung, sowie die Entwicklung und Steigerung von kommunikativer Kompetenz.[5]

Wesentlich für die aktive Medienarbeit zur Erreichung dieser Ziele sind ihre Prin­zipien, wie das exemplarische Lernen, das handelnde Lernen und die Gruppenar­beit.[6]

2.2. Zur Entstehung der aktiven Medienarbeit

Die „Medienpädagogik beschränkte sich bis Anfang der 1970er Jahre weitgehend auf die Auseinandersetzung mit den Inhalten und Formen massenmedialer Pro­dukte, v.a. Film und Fernsehen“[7]. Anfänglich wurde mit den Medien Foto und Su­per-8 und dann mit dem Medium Video Aktivitäten von Bürgerinitiativen und de­mokratischen Basisbewegungen dokumentiert und für die Öffentlichkeitsarbeit verwendet.[8] Im Anschluss daran „fand die aktive Auseinandersetzung und Nut­zung von Medien allmählich auch Einzug in die Medienpädagogik und erweiterte ihr Methodenspektrum“[9].

In Hinblick auf das Ziel aktiver Medienarbeit, aus bloßen Medienkonsumenten durch die aktive Medienverwendung und -handhabung auch Medienproduzenten zu machen, konnte konzeptionell auf frühere theoretische und praktische Ansätze hierzu in verschiedenen Bereichen von Kunst und Kultur zurückgegriffen werden.

Dies waren zum einen die praktischen Versuche Anfang der 1920er Jahre der So­wjetrussen Dziga Vertov und Sergeji Tretjakov, die die Menschen mit dem Medi­um Kamera zur aktiven Mitgestaltung der Gesellschaft bewegen wollten[10], indem sie „die Menschen durch die Kamera hindurch zur Beobachtung und Reflexion ih­res Alltagshandelns“[11] anregten. Im Jahr 1972 entwickelte Tretjakov dann später das operative Medienkonzept aus diesen Ansätzen.

Anderseits die von Bertolt Brecht entworfene Radiotheorie[12], „nach der der Rund­funk von einem Distributions- zu einem Kommunikationsapparat umzuwandeln

sei“[13], mit dem Ziel, die Hörer zueinander in Beziehung zu bringen und sie auch zu Sprechern zu machen.

Des Weiteren die Forderungen von Walter Benjamin, „alle Menschen zur Produkti­on von Literatur und Film anzuleiten“[14].

Weitere theoretische und praktische Ansätze, die aufgegriffen, wurden stammen aus der Arbeiterradiobewegung (in den 1920er Jahren und frühen 1930er Jahren) und aus der Arbeiterfotografie, von der Aufforderung Enzensbergers 1970, alle Medienmanipu­lierten zu Medien-Manipulateuren zu machen, und letztlich der Forderung von Negt und Kluge 1973[15], „das durch reale Erfahrungen und durch die Medien dop­pelt blockierte Bewusstsein durch eigenes Medienschaffen und der Herstellung von Gegenöffentlichkeit zu durchbrechen und authentische Erfahrung (wieder-)herzustellen“[16].

Insbesondere unter Berufung auf die theoretischen und praktischen Ansätze in Bezug auf die aktive Mediennutzung von Brecht, Benjamin und Tretjakov entwickelte sich in den 1970er/1980er Jahren die Szene der Alternativen Medienarbeit. In die­ser Szene wurden mit Hilfe des Mediums Video Anliegen formuliert und der Öf­fentlichkeit zugänglich gemacht. In den Massenmedien fand diese Szene jedoch keine Berücksichtigung. „In dieser Phase fand aktive Medienarbeit auch Eingang in theoretische Überlegungen und in die praktische Arbeit der Medienpädagogik.“[17] Zunächst wurde die aktive Handhabung von Medien in den emanzipatorischen Konzepten der Kunst- und Kulturpädagogik, der Medienpäd­agogik und der medienpädagogischen Einrichtungen zum signifikanten Bestand­teil der medienpädagogischen Praxis.

In Laufe der Zeit haben viele Autorinnen und Autoren in der Praxis erprobte und evaluierte Konzeptionen aktiver Medienarbeit theoretisch fundiert und publik ge­macht.[18] Diese Diplomarbeit ist schwerpunktmäßig angelehnt an Fred Schell, der „aktive Medienarbeit als eine wesentliche Methode handlungsorientierter Medien­pädagogik“[19] begründet, „die auf Erkenntnis und Reflexion gesellschaftlichen Seins und auf Kommunikations- und Handlungsfähigkeit der Subjekte zielt“[20]. Weitere Autoren/innen, die eine Konzeption aktiver Medienarbeit theoretisch fundiert und veröffentlicht haben, sind Niesyto (1991), Pöttinger (1997), Röll (1998 und 2003), Witzke (2003) und Düx (2000).[21]

2.3. Die Leitziele: Authentische Erfahrung und kommunikative Kompetenz

Die grundlegenden Leitziele aktiver Medienarbeit sind die Herstellung und Wie­derherstellung authentischer Erfahrungen und die Vermittlung der dazu benötigten Fähigkeiten, wie der kommunikativen Kompetenz, insbesondere der Medienkom­petenz.[22]

„Authentische Erfahrung beschreibt Prozess und Ergebnis der Befreiung aus un­nötigen gesellschaftlichen Abhängigkeiten und Zwängen und das Fortschreiten zu selbstbestimmtem Denken und Handeln. Sie zielt auf die Erkenntnis der Bedingun­gen und Strukturen die authentische Erfahrung be- und verhindern, und auf deren Veränderung oder Beseitigung durch solidarisches Handeln.“[23]

Die kommunikative Kompetenz „bezeichnet die Fähigkeit, in Kommunikations- und Interaktionsprozessen vorhandene Sprach- und Handlungsschemata zu reflek­tieren und ggf. neue zu produzieren und zu begründen“[24]. Ohne kommunikative Kompetenz wäre die Teilnahme an der gesellschaftlichen Kommunikation in selbstbestimmter und angemessener Form unvorstellbar. Sie umfasst Sprach- und Handlungskompetenz. Die kommunikative Kompetenz beinhaltet Fähigkeiten auf der Beziehungs- und Inhaltsebene.[25] Kompetenz bezeichnet in diesem Zusammen­-hang insbesondere die „Verfügbarkeit über Strategien zur Lösung von Problemen aus eigener Kraft und Kalkulation“[26], auf der kommunikativen Ebene.

Konkretisiert man diese Leitziele in Bezug auf Medien, ist bei der aktiven Medien­arbeit Ziel, dass die Jugendlichen erkennen, dass Massenmedien als Instrumente der Verschleierung und Verfestigung der produzierten Erfahrung dienen. Neben dem Erkennen dieser gesellschaftlichen Funktion der Medien sollen alternative Kommunikationsstrukturen entwickelt werden können und Medien als Mittel der Kommunikation aktiv genutzt werden.[27] Diese Ziele der aktiven Medienarbeit ge­ben keinen zu erreichenden Zustand an, sondern eine Zielrichtung, auf die das pädagogische Bemühen prozessual gerichtet ist, deren Mittel und Wege sich in Hinblick auf die Veränderung der gesellschaftlichen Bedingungen und Strukturen anpassen und verändern müssen.[28]

2.4. Zielbereiche der aktiven Medienarbeit

Nach Fred Schell lassen sich fünf Zielbereiche in der aktiven Medienarbeit von­einander unterscheiden, die in der Praxis meistens ineinander greifen. Sie um­schreiben, unter welchen Gesichtspunkten Medien verwendet werden und welche Ziele damit verfolgt werden.

[1] „Medien als Mittel der Reflexion“ [29]

Der erste Zielbereich aktiver Medienarbeit erfasst die Nutzung der Medien als Mittel der Reflexion. Die Einstellungen, Verhaltens- und Handlungsweisen Ein­zelner oder von Gruppen sollen reflektiert werden, um so den Zugang zur Ver-ände­rung zu eröffnen. Medien bieten dabei die Chance die Einstellungen und Ver-hal­tensweisen auf der sinnlichen Ebene zu erfassen und leisten somit den Beitrag ei­ner Erweiterung des sonst nur auf die Sprache begrenzten Feedbacks zu einer Be­obachtung eines Anderen.[30] „Primäres Ziel aktiver Medienarbeit ist hier die Förde­rung der rationalen Urteilsfähigkeit und der Kommunikations- und Interaktionsfä­higkeit.“[31] Die Förderung der Urteilsfähigkeit wird erreicht, da die Jugendlichen bei der Reflexion lernen ein Urteil abzugeben, das z.B. bei einer Videoprodukti­on in Bild und Ton überprüft werden kann, so dass man schließlich zu einem ra­tionalen und angemessenen Urteil kommt. Des weiteren lernen die Jugendlichen in diesem Prozess auch, worauf sie noch besser achten müssen bzw. welche Dinge sie noch übersehen und bei welchen Dingen sie schon richtig urteilen. Das För­dern der Kommunikationsfähigkeit wird allein schon durch den gesamten Reflexi­onsprozess gesteigert, da die Jugendlichen in diesem lernen ihr Urteil zu artikulie­ren und auch Formen dafür annehmen. Die Förderung der Interaktionsfähigkeit wird z.B. durch die Gruppenarbeit erreicht, da dort wichtige Interaktionen in der Auseinandersetzung zwischen den einzelnen Gruppenmit-gliedern ablaufen.[32]

[2] „Medien als Mittel der Exploration“ [33]

Der zweite Zielbereich aktiver Medienarbeit erfasst die Nutzung von Medien als Mittel der Exploration, d.h. die Medien zu nutzen als Mittel zur Untersuchung und Befragung, um einen Gegenstand sozialer Realität intensiv zu durchdringen. Bei diesem Prozess sollen die eigenen Standpunkte und Interessen herausgearbeitet werden, welche zur Herstellung eines medialen Produkts dienen, das dann bei Veröffentlichung in der Auseinandersetzung mit anderen zur Vermittlung und Re­flexion dieser Standpunkte und Interessen nützlich ist. Hierbei werden neue Er­fahrungsräume eröffnet und Fähigkeiten in Hinblick auf Realitätsaneignung und -verarbeitung erweitert und fundiert. Bei diesem Zielbereich soll die Kommunika­tions- und Interaktionsfähigkeit der Adressaten, also der Empfänger, weiterentwi­ckelt werden.[34]

[3] „Medien als Mittel zur Herstellung von (Gegen)Öffentlichkeit bzw. als Mittel der Artikulation“ [35]

Der dritte Zielbereich aktiver Medienarbeit erfasst die Nutzung von Medien als Mittel zur Herstellung von (Gegen)Öffentlichkeit bzw. als Mittel der Artikulation. Hierbei sollen Medien zur Formulierung von eigenen Sichtweisen, Anliegen und Interessen zu Gegenständen sozialer Realität verwendet werden. Mit eigens ange­fertigten medialen Produkten sollen sich die Jugendlichen in die öffentliche, me­diale Kommunikation einschalten und somit die Chancen erhöhen, dass ihre Posi­tionen zu dem jeweiligen Gegenstand sozialer Realität an Durchsetzbarkeit gewin­nen. Im Web 2.0 sind inzwischen unzählige Plattformen zu den unterschiedlichs­ten Themen zu finden, in denen die Anliegen und die eigenen Sichtweisen der Ju­gendlichen zum Tragen kommen, wie z.B. zu den Themen Musik, Film und Fern­sehen, Kultur, Politik, Umwelt.[36]

[4] „Medien als Mittel zum örtlich und zeitlich ungebundenen Erfahrungs- tausch und zur Organisation gemeinsamer Aktivitäten“ [37]

Der vierte Zielbereich aktiver Medienarbeit erfasst die Nutzung von Medien als Mittel zum örtlich und zeitlich ungebundenen Erfahrungsaustausch und zur Organisation gemeinsamer Aktivitäten.[38] „Schwerpunkt aktiver Medienarbeit ist hier die Kommunikation über Medien unabhängig von Zeit und Raum, um Inter­essen und Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Zielsetzungen zu verfol­gen“[39], wie z.B. die der Umweltaktivisten, der Friedensbewegung, der Politiker. Das Internet bietet in diesem Kontext die Möglichkeiten, durch Foren, Chats, E-Mails, Netz-Communitys u.a. dies zu realisieren. Das primäre Ziel dabei ist die Förde­rung der Verständigung untereinander und des Erfahrungsaustausches zu Gegen­ständen sozialer Realität, sowie die Verfolgung von kollektiven Interessen im und außerhalb des Internets, die Entwicklung von Standpunkten zu diesen In­teressen und die Entfaltung von Handlungsstrategien im Netz und in der Realität, wie man z.B. vorgehen muss um die Menschen zu umweltbewussterem Verhalten zu bewe­gen oder wie man die jungen Menschen für Politik begeistern könnte usw..[40]

[5] „Medien als Mittel der Analyse und Kritik der Medien“ [41]

Der fünfte Zielbereich aktiver Medienarbeit erfasst die Nutzung von Medien als Mittel der Analyse und Kritik der Medien. Hierbei sind die Medien selbst Gegen­standsbereich.[42] „Primäres Ziel aktiver Medienarbeit ist hier, die inhaltlichen und formalen Gestaltungsmittel der Aufbereitung von Realität in (Massen)Medien so­wie die darin liegenden Manipulationsmöglichkeiten zu erkennen, Zusammenhän­ge und Unterschiede zwischen medial vermittelter und eigenerlebter Realität zu erfassen und mit Medien autonom, verantwortlich und kompetent umzugehen.“[43] Ein Beispiel dafür könnte sein, dass man das Buch „Im Namen der Rose“, das auf der Realität beruht, mit seiner Verfilmung und Berichten aus der Realität ver­gleicht.

2.5. Symbolischer Interaktionismus als Grundlegung der aktiven Medi­enarbeit

„Wesentlich für pädagogische Zielsetzungen und daraus abgeleitete Methoden zur Erreichung dieser Ziele ist das grundgelegte Verständnis des Bedingungszusam­menhangs von Lernen.“[44] Dieser Bedingungszusammenhang von Lernen lässt „sich aus der Theorie des symbolischen Interaktionismus herleiten“[45].

George Herbert Mead gilt als der Urvater des symbolischen Interaktionismus. Er beschäftigt sich mit der Interaktion zwischen Individuen. Beim symbolischen In­teraktionismus handelt es sich um eine Handlungstheorie.[46] Diese basiert auf dem Leitgedanken, „dass die Bedeutung von sozialen Objekten, Situationen und Bezie­hungen im symbolisch vermittelten Prozess der Interaktion bzw. Kommunikation produziert wird“[47]. In Bezug auf die Gesellschaft wird sie als ein Konstrukt han­delnder Individuen verstanden[48], „die sich in einem fortwährenden Interaktions­prozess befinden“[49]. Neben Mead wurde diese Theorie von Charles Horton Coo­ley (1864 - 1929) und William Isaac Thomas (1863 - 1947) geprägt. Die Weiter­entwicklung des Symbolischen Interaktionismus wurde durch Herbert Blumer (1900 - 1987) fortgeführt.[50]

Nach Brumlik 1973 geht der Symbolische Interaktionismus methodisch und syste­matisch von der Voraussetzung aus, dass die Individuen auf Interaktionen bzw. so­ziale Beziehungen zu Anderen angewiesen sind, um eine Identität aufzubauen.[51]

Nach Mead entwickelt sich Identität; „ sie ist bei der Geburt anfänglich nicht vor­handen, entsteht aber innerhalb des gesellschaftlichen Erfahrungs- und Tätig­keitsprozesses, das heißt im jeweiligen Individuum als Ergebnis seiner Beziehun­gen zu diesem Prozess als Ganzem und zu anderen Individuen innerhalb dieses Prozesses.“[52]

Für den Lernprozess bei der aktiven Medienarbeit bedeutet dies, dass dieser als Interaktionsprozess gestaltet werden muss.[53] In der Lernsituation muss also den Jugendlichen ermöglicht werden „ihre Einstellungen, Erfahrungen und Verhal­tens- und Handlungsweisen in den Lernprozess einbringen und in der Interaktion mit anderen verändern zu können“[54]. Es sollen hierbei nicht nur verbale Interakti­onsformen gefördert werden, sondern auch die nonverbalen Formen.[55]

2.6. Die Lernprinzipien der aktiven Medienarbeit

Betrachtet man die Theorie des symbolischen Interaktionismus, so besagt sie, dass sich menschliches Denken und Handeln nur in Interaktionen entwickelt. Interakti­on meint das Interagieren, in diesem Fall die wechselseitige Beeinflussung von In­dividuum und Gesellschaft, bei der Auseinandersetzung des Einzelnen mit Ande­ren im Kontext der gesamten Gesellschaft. Die Sozialisation des Individuums ist bei dieser Auseinandersetzung gleichermaßen Prozess und Ergebnis. Die Individu­en interagieren dabei über Symbole, in verbaler Form, aber auch in nonverbalen Formen wie über das Handeln.[56] „Im Handeln werden Wissen angeeignet und Einstellungen, Verhaltens- und Handlungsweisen geformt.“[57] Die aktive Medien­arbeit trägt diesem Lernverständnis Rechnung, indem sie Handeln als grundlegen­de Lernform zulässt, durch die möglichst eigen tätige Gestaltung des Lernprozess und die selbstbestimmte Definition und das Anstreben von Zielen durch die Ju­gendlichen und letztlich durch die Schaffung von Lerngelegenheiten, bei denen

Interaktionsprozesse stattfinden und gefördert werden.[58] „Diesen Forderungen werden am ehesten die Lernprinzipien handelndes Lernen, exemplarisches Lernen und Gruppenarbeit gerecht.“[59] Diese drei Lernprinzipien stehen in einem Ergän­zungsverhältnis und verfolgen übergreifend die Leitziele der aktiven Medienar­beit. Die Grundlagen aktiver Medienarbeit werden durch die Lernprinzipien auf methodischer Ebene bestimmt.[60]

2.6.1. Handelndes Lernen

Der Ursprung des Begriffs des handelnden Lernens geht auf Deweys >learning by doing-Konzept< zurück. Hierbei ging es um die aktive Auseinandersetzung der Lernenden mit Bereichen ihrer sozialen Realität. Im Mittelpunkt stand das selbst­ständige und eigenverantwortliche Lösen von Problemen. Dieses Lernverständnis wird dann später in den Konzepten der Arbeitsschule der frühen sozialistischen Pädagogik weiter entfaltet.[61]

„Handelndes Lernen ist dialektisches Lernen in Form von Aktion und Reflexion in und von Bereichen sozialer Realität und zielt auf Aneignung, Mitgestaltung und Veränderung der Realität.“[62] Den Jugendlichen sollen die gesellschaftlichen Be­dingungen und Strukturen eines Gegenstandes sozialer Realität im Lernprozess kritisch bewusst werden, sowie die Möglichkeiten des Handelns, bezüglich einer selbstbestimmten und solidarischen Mitgestaltung und Veränderung der sozialen Realität. Da diese Aneignung, Mitgestaltung und Veränderung von sozialer Reali­tät in Interaktionen stattfindet, deren Grundlage die Kommunikation ist[63], ist die kommunikative Kompetenz „die übergreifende Fähigkeit, die mit handelndem Lernen letztlich anzustreben ist“[64]. Das handelnde Lernen findet heute in einer Vielzahl von Konzepten Platz, wie z:B. in den Unterrichtskonzeptionen im Werk- oder Arbeitsunterricht, in naturwissenschaftlichen Fächern, aber auch im Musik­unterricht, Informatikunterricht usw..[65] „Eine der aktuellsten Entwicklungen des Handelnden Lernens ist seine Konzeptionalisierung als >Kritische Medien-praxis<, >alternative<, >kreative<, >produktive<, >praktische< oder auch Aktive Medienarbeit (Schell 2003) in der Tradition der Handlungsorientierten Medien­pädagogik.“[66]

2.6.2. Exemplarisches Lernen

„Exemplarisches Lernen ist Lernen im Sinne des Durchdringens und Erkennens der gesellschaftlichen Bedingungen und Zusammenhänge von Gegenstandsberei­chen sozialer Realität, die gleichermaßen zu den Erfahrungen der Lernenden in Bezug stehen und gesellschaftliche Konflikte und Widersprüche in sich tragen.“[67] Zum einen soll beim exemplarischen Lernen ein Gegenstandsbereich sozialer Realität, wie z.B. die Umweltpolitik in Bezug auf die Erhaltung der Atomkraft­werke, be- und erarbeitet werden, so dass der Lernende einen „klaren Begriff von der vermittelnden Sache“[68] hat. Anderseits sollen die Konflikte und Widersprüche erkannt werden und im medialen Endprodukt verwertet werden. In dem Beispiel Umweltpolitik und die Erhaltung der Kernkraftwerke ist z.B. bei vielen Politikern widersprüchlich, dass sie sich einerseits zur Verminderung der umweltschädlichen Emissionen aussprechen zur Prävention und Senkung der globalen Erderwär­mung, sich aber anderseits für die Erhaltung von Atomkraftwerken aussprechen, die umweltschädliche radioaktive Emissionen ausstoßen. Die Jugendlichen sollen solche Widersprüche erkennen und sich in der Vielzahl von Interessen, Meinun­gen, Konflikten usw. wiedererkennen und finden, welche Befähigung dazu Ziel des exemplarischen Lernen ist. Ein weiteres Ziel ist, dass die erworbenen Fähig­keiten und Kompetenzen aus dem Lernprozess auf andere Gegenstandsbereiche sozialer Realität übertragen und ohne initiiertes Lernen weiterentwickelt werden können. Durch die Verwirklichung insbesondere dieser Ziele leistet das exempla­rische Lernen einen entscheidenden Beitrag zur Allgemeinbildung, indem bei dem zugrunde gelegten Gegenstandsbereich sozialer Realität „am Besonderen et-­

was Allgemeines erschlossen wird“[69]. Letztlich zielt exemplarisches Lernen auf die Herstellung authentischer Erfahrung, da die er- und bearbeiteten Gegenstands­bereiche sozialer Realität, wie z.B. die Umweltpolitik, aus den eigenen Erfahrun­gen der Lernenden resultieren und gesellschaftliche Bedingungen und Zusam­menhänge erkannt werden sollen und letztlich auch auf Grund der eigenständigen Emanzipation der Lernenden, die sie befähigt die soziale Realität zu verändern.[70]

2.6.3. Gruppenarbeit

„Gruppenarbeit ist interaktionales Lernen, das an Gegenständen aus dem Erfah­rungsbereich Jugendlicher ansetzt und in einem dialektischen Prozeß auf koopera­tive und solidarische Reflexion und Veränderung sozialer Realität und auf Identi­tätsherstellung und Emanzipation der einzelnen Gruppenmitglieder zielt, wobei die Interaktionssituation durch Herrschaftsarmut und ständige Offenlegung der in­ternen Probleme der Gruppe gekennzeichnet ist.“[71] Bei der Gruppenarbeit sollen die individuellen Fähigkeiten entfaltet werden und auf die solidarische, d.h. ge­meinsame, Veränderung gesellschaftlicher Bedingungen, die diese Entfaltung be- und verhindern, hingearbeitet werden. Die einzelnen Verhaltens- und Handlungs­weisen sollen dabei reflektiert und erweitert werden. Bereits vorhandene Einstel­lungen und Erfahrungen der Jugendlichen sollen aktiviert werden. Voraussetzung dafür ist, dass der Lerngegenstand dies zulässt. Bei diesem Lernprozess steht die Emanzipation der Jugendlichen, in Bezug auf den Abbau von Zwängen und Ab­hängigkeiten zugunsten der Selbstbestimmung der Einzelnen, im Vordergrund. Folglich sollen die Jugendlichen möglichst gleichermaßen mit ihren Erfahrungen und Kompetenzen am Lernprozess beteiligt werden.

Der Pädagoge bringt in die Gruppe seine Sachkompetenz mit ein und gibt Hilfe­stellung in Hinblick auf den Inhalt und die Struktur der Gruppenarbeit. Die Grup­penarbeit ist von ihm ohne große Autoritätsausübung und Druck zu gestalten, zu­gunsten der Entfaltung von emanzipatorischen Prozessen beim Lernen. Sollten sich Probleme zwischen den einzelnen Gruppenmitgliedern während der Grup­penarbeit ergeben, so sind diese vom Pädagogen zum Gegenstand des Lernprozess zu machen.[72]

„Die Herstellung von Identität als Fähigkeit, Rollendistanz, Empathie und Ambi­guitätstoleranz in Interaktionen zum Ausdruck bringen zu können, ist dialektisch verbunden mit der aktiv-handelnden Auseinandersetzung mit sozialer Realität mit dem Ziel, sich diese Realität anzueignen und zu verändern.“[73] Dieser Lernprozess ist untrennbar eingebunden in kommunikative Prozesse, somit hat Gruppenarbeit den Erwerb oder die Erweiterung der kommunikativen Kompetenz zum Ziel.[74]

2.7. Inhalte der aktiven Medienarbeit

Die Inhalte aktiver Medienarbeit sind aktuelle Themen bzw. Gegenstände sozialer Realität, an denen die Jugendlichen ein Interesse haben und/oder mit denen ein Problem verbunden ist. Wichtig bei der Auswahl der Inhalte ist der Bezug zur Le­benswelt der jeweiligen Gruppe, die erreicht werden soll. Die Ergebnisse aus dem Lernprozess der aktiven Medienarbeit müssen auch auf die Realität angewendet werden können, da den Jugendlichen schließlich eröffnet werden soll, wie man Ziele ihres Lernens definiert und anstreben kann. Die Inhalte aktiver Medienarbeit müssen einen exemplarischen, d.h. beispielhaften, Charakter haben.

Auch die Medien selbst sollten thematisiert werden, gerade in Bezug auf ihre hilf­reichen Funktionen, wie die der Kompensation von Alltagserfahrungen, der Infor­mation und Unterhaltung u.a..[75]

„Die Auseinandersetzung mit den Inhalten zielt auf den Erwerb von Wissen und die Erweiterung von Verhaltens- und Handlungsstrategien“[76] ab.

2.8. Zentrale medienpädagogische Position für die aktive Medienarbeit

„Die gesellschaftskritische und die handlungsorientierte Medienpädagogik enthal­ten zentrale Bestimmungen, auf deren Basis eine Konzeption aktiver Medienarbeit entwickelt werden kann“.[77] Im Folgenden sollen diese zentralen Bestimmungen verdeutlicht werden.

2.8.1. Die gesellschaftskritische Position

Bei der gesellschaftskritischen Position wird die Beeinflussung des Rezipienten primär durch sein Sein als gesellschaftliches Subjekt gesehen. Sekundär, so die Auffassung dieser Position, wird er durch die Massenmedien beeinflusst, die u.a. einen Sozialisationsfaktor darstellen. Dabei macht das gesellschaftliche Subjekt rea­le Erfahrungen, aus denen sich Bedürfnisse entwickeln.

Der Ausgangspunkt in Hinblick auf die Gesellschaft ist die kritische Sichtweise auf die entgegengesetzten Interessen zwischen unterschiedlichen Gruppierungen und den Machtkonstellationen in kapitalistisch organisierten Gesellschaften[78], die „die Erkenntnis und Durchsetzung objektiver Interessen der Mehrzahl der Men­schen be- und verhindern“[79]. Die gesellschaftskritische Position sieht dabei ihren Ansatzpunkt, die Hintergründe dieser Be- und Verhinderung von der Erkenntnis und Durchsetzung objektiver Interessen aufzudecken, denen der gegenwärtige Zu­stand der Gesellschaft zugrunde liegt. Durch das Aufdecken der Hintergründe von gesellschaftlichen Strukturen, die Abhängigkeiten und Fremdbestimmung mit sich bringen[80] „und durch die Wiederentdeckung der eigenen Fähigkeiten, Bedürf­nisse und Interessen sollen die Subjekte befähigt werden, selbst bestimmt und verän­dernd in diese Strukturen einzugreifen“[81].

Massenmedien werden als Organe bürgerlicher Öffentlichkeit gesehen, die nur ei­nem kleinen Teil der Bevölkerung zugänglich sind. „Der 'Normalbürger' [...] ist ver­wiesen auf Rezeption und Konsum massenmedialer Produkte.“[82] Dies führt nach Negt/Kluge (1973) zur „'Blockierung des Bewusstseins', d.h. zur Vernebelung ob­jektiver Bedürfnisse und Interessen der Mehrzahl der Individuen“[83] und verhindert die Artikulation authentischer Erfahrung.[84]

Im Sinne der aktiven Medienarbeit sollen die Subjekte „die Medien 'in Dienst nehmen'“[85]. Die Rezipienten sollen vom Konsumenten zum Produzenten werden.

Die Emanzipation von Abhängigkeiten und Fremdbestimmung des Individuums von denen der gesellschaftlichen Kommunikationsstrukturen und die Methode in Hinblick auf den handelnden Umgang und den Einsatz mit Medien entspricht den Zielsetzungen der aktiven Medienarbeit.[86] Damit soll u.a. auch erreicht werden, dass die Subjekte gegen die „ Manipulationen der Massenmedien gefeit“[87] sind. und anderseits auch in der Lage sind, eine Gegenöffentlichkeit herzustellen[88].

2.8.2. Die handlungsorientierte Position

Die handlungsorientierte Position der Medienpädagogik entwickelte sich aus der gesellschaftskritischen Position heraus. Verbreitet ist diese Position insbesondere in der Jugendarbeit, weitgehend außerhalb der Schule. Das gesellschaftliche Sub­jekt steht im Mittelpunkt der handlungsorientierten Position der Medienpädago­gik. Die Medien spielen bei der Sozialisation dieser Subjekte eine signifikante Rolle neben anderen Sozialisationsinstanzen.[89] „Der Umgang von Kindern und Ju­gendlichen mit Medien, ihre Kompetenz bei der Mediennutzung und die Einord­nung der Medienerfahrungen in ihre Lebenswelt wurden und werden verstärkt - und zunehmend auch mit handlungsorientierten Methoden untersucht [...], prakti­sche pädagogische Versuche und Konzeptionen eines handelnden Umgangs mit Medien wurden und werden entwickelt und auf ihre Funktionsleistung hin be­fragt.“[90] Zum Beispiel haben Schorb und Theunert unterschiedliche Formen für den aktiven Umgang mit Computermedien beobachtet und bewertet und Kriterien für die handlungsorientierte Nutzung entwickelt.[91]

2.9. Die Aufgaben einer handlungsorientierten Medienpädagogik

Fred Schell bestimmte bei der Bewertung medienpädagogischer Positionen als primäres Ziel medienpädagogischer Bemühungen die Emanzipation der Individu­en. „Dies setzt Erkenntnisfähigkeit und kommunikative Kompetenz gleicherma­ßen voraus: Das Erkennen der eigenen Fähigkeiten, Bedürfnisse und Interessen und das Erkennen von Bedingungen, die ihre Entfaltung be- und verhindern sowie die Kompetenz, mit anderen in Kommunikation zu treten und autonom und soli­darisch an der Veränderung dieser Bedingungen mitzuwirken.“[92] Die Medienpäd­agogik soll in diesem Sinne als Erziehung verstanden werden zu einem selbst ver­antworteten Umgang mit Sprache, Verhalten und Massenmedien zum Zweck der Kommunikation, die Kommunikation soll dabei als soziale Verhaltensform ver­standen werden, „die unter gegebenen Voraussetzungen eine Gesellschaft konstru­iert“[93]. Dieses Verständnis von Medienerziehung soll verdeutlichen, dass sie „einen generellen sozialpolitischen/gesellschaftspolitischen Bezugsrahmen hat“[94]. Diese Zielsetzung impliziert sechs Voraussetzungen:

[1] „Medienpädagogik muß sich als allgemeine Pädagogik begreifen“ [95]

Die Massenmedien sind dabei als integraler Bestandteil, d.h. für sich bestehender Bestandteil, dieser Gesellschaft anzusehen. Die Medienpädagogik darf sich nicht auf den Kontext zwischen Massenmedien und Rezipienten beschränken.[96] Darüber hinaus muss die Medienpädagogik ein „Wissen haben über die Funktionsweisen unserer publizistischen Kultur“[97], d.h. u.a. sie muss insbesondere die Wirkungen der Massenmedien in Bezug auf die Öffentlichkeit und die Medien, die einen viel­fältig intervenierendem Charakter haben, „in hard- und software auf fast alle Le­bensbereiche beobachten“[98], „analysieren und zu den anderen intervenierenden Faktoren in Beziehung setzen“[99] und die aus diesem Prozess gewonnenen Er­kenntnisse im Lernprozess vermitteln.

[2] „Medienpädagogik muß sich als Medienpolitik und als politisch bildende Medienarbeit begreifen“[100]

In der Geschichte der Medienpädagogik hat sich gezeigt, dass immer dann auf sie Bezug genommen wird, wenn in der Gesellschaft unerwünschte Erscheinungen im Medienbereich auftreten.[101] Ihr wird unterstellt, dass sie „ bis heute weitgehend im Re-Agieren auf mediale Entwicklungen verhaftet ist“[102]. Hierzu sei bemerkt, dass sich seit spätestens der 1980er Jahre die Medienpädagogen bemühen, „ihre Diszi­plin aus dem reinen Reagieren hin zum Handeln, zur Stellungnahme und Partizi­pation an medialen Entwicklungen zu verändern“[103].

Die Medien sind ein wesentlicher Bestandteil gesellschaftlicher Konstruktion und Veränderung, deshalb muss sich die Medienpädagogik auch mit den Entwicklun­gen der Gesellschaft beschäftigen. Dazu müssen Standpunkte bezogen werden und insbesondere im politischen und pädagogischen Raum öffentlich artikuliert werden. Baacke stellt die Forderung an die Medienpädagogen, dass sie sich als Medienpolitiker verstehen müssen und auch in Entscheidungs-Gremien präsent sein müssen, wo sie dann ihre Einschätzung der Situation präventiv vortragen sol­len und im Anschluss daran einer möglichst breiten Öffentlichkeit von selbstbe­stimmten und selbst handelnden Individuen zugänglich zu machen, die diese Ein­schätzung dann mittragen sollen.[104] „Um dies zu erreichen, muß sich Medienpäd­agogik als politisch bildende Medienarbeit verstehen. Teilziele politisch bildender Medienpädagogik, die einen Beitrag zur Emanzipation der gesellschaftlichen Sub­jekte leisten will, sind“[105]:

„- Verbesserung so­zial kommunikativer Fähigkeiten
- Stärkung der Entscheidungsfähigkeit
- Förderung der Sinn und Identitätsfindung
- Verstär­kung kreativer Möglichkeiten
- Herstellung von Transparenz in gesellschaftliche-politische-ökonomische Zu­sammenhänge
- Initiierung solidarischen Handelns“[106].

Die Prämisse für die Erreichung dieser Ziele ist politische Bildung.

[3] „Medienpädagogik muß sich an ihren Adressaten als gesellschaftliche Subjekte orientieren“ [107]

Die Aufgabe der Medienpädagogik besteht darin, den interdependenten Prozess, also den voneinander abhängenden Prozess, der Aneignung und Gestaltung der Lebenswelt zu unterstützen.[108] Sie soll dazu beitragen, „die >Blockierung des Be­wusstseins< (Negt/Kluge 1973) aufzubrechen und die Artikulation von authenti­scher Erfahrungen zu ermöglichen“[109]. Dabei darf dem Individuum seine prinzipi­elle gesellschaftliche Handlungs- und Gestaltungsfähigkeit ebenso wenig abgesprochen werden, wie seine Stellung als gesellschaftliches Subjekt.[110] Adressatenorientie­rung heißt in diesem Kontext, die „Lernprozesse in ihren inhaltlichen und metho­dischen Elementen an den Gegenstandsbezügen, Erfahrungszusammenhängen und Interessen der jeweiligen Adressaten“[111] auszurichten.

[4] „Medienpädagogik muß sich handlungsorientierter Methoden bedienen“ [112]

Die aktive Medienarbeit ist als handlungsorientierte Methode besonders geeignet, da sie der Bewältigung der alltäglichen Realität sehr nahe kommt und sie Ju­gendliche anregt, sich mit ihrer Lebenswelt intensiv auseinanderzusetzen, verbun­den mit dem positiven Nebeneffekt, dass das Ganze auch noch Spaß macht.[113] Hierzu muss die Medienpädagogik „Erfahrungsräume sozialen Lernens schaffen, die eine selbständige Erfahrungsaneignung und -erweiterung und einen handeln­den Umgang mit realen Gegenständen ermöglichen“[114]. Die handlungsorientierten Methoden müssen möglichst vielseitig das Repertoire an verbalen und nonverba­len Äußerungsformen oder in Kombination mit anderen ermöglichen. Solche

handlungsorientierten Methoden sind neben der aktiven Medienarbeit alle kreati­ven und spielerischen Formen, die Spurensuche, Projekte, Gruppendiskussion in Verbindung mit anderen Formen usw..[115]

[...]


[1] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit. In: Schorb, Bernd / Anfang, Günther / Demmler, Kathrin (Hrsg.): Grundbegriffe Medienpädagogik - Praxis, München: kopaed 2009, S. 9

[2] Vgl.: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen - Theorie und Praxis, Opladen München: kopaed, 4., unveränderte Aufl. 2003, S. 51

[3] Bounin, Ingrid: Aktive Medienarbeit. Online: www.mediaculture-online.de/Aktive-Medienarbeit.355.0.html (Stand: 9.3.2010)

[4] Bounin, Ingrid: Aktive Medienarbeit. Online, a.a.O.

[5] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit, a.a.O., S. 9

[6] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 151 - 152

[7] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit (2010). In: Hüther, Jürgen / Schorb, Bernd: Grundbegriffe Medienpädagogik, München: kopaed, 5., gegenüber der 4. unveränderten Aufl. 2010, S. 9

[8] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit (2010), a.a.O., S. 9

[9] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit (2010), a.a.O., S. 9

[10] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit (2010), a.a.O., S. 9

[11] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit (2010), a.a.O., S. 9

[12] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit (2010), a.a.O., S. 9 - 10

[13] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit (2010), a.a.O., S. 10

[14] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit (2010), a.a.O., S. 10

[15] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit (2010), a.a.O., S. 9 - 10

[16] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit (2010), a.a.O. S. 10

[17] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit (2010), a.a.O., S. 10

[18] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit (2010), a.a.O., S. 10

[19] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit (2010), a.a.O., S. 10

[20] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit (2010), a.a.O., S. 10

[21] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit (2010), a.a.O., S.10 - 11

[22] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 143 - 144; Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit, a.a.O., S. 9 - 10

[23] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 143

[24] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 143 - 144

[25] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 144

[26] Baacke, Dieter: Kommunikation und Kompetenz - Grundlegung einer Didaktik der Kommunikation und ihrer Medien, München: Juventa Verlag 1973, S. 238

[27] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 144

[28] Vgl.: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 60

[29] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit, a.a.O., S. 11

[30] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit, a.a.O., S. 10 - 11

[31] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit, a.a.O., S. 11

[32] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit, a.a.O., S. 11

[33] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit, a.a.O., S. 11

[34] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit, a.a.O., S. 11

[35] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit, a.a.O., S. 12

[36] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit, a.a.O., S. 12

[37] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit, a.a.O., S. 12

[38] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit, a.a.O., S. 12

[39] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit, a.a.O., S. 12

[40] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit, a.a.O., S. 12

[41] Schell Fred: Aktive Medienarbeit,a.a.O., S. 13

[42] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit, a.a.O., S. 13

[43] Schell Fred: Aktive Medienarbeit,a.a.O., S. 13

[44] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 55

[45] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 55

[46] Vgl.: Nieken, Kathrin Lisa: Symbolischer Interaktionismus - George Herbert Mead - Studienarbeit, Dokument Nr. V139582, München: GRIN - Verlag 2008, S. 4

[47] Nieken, Kathrin Lisa: Symbolischer Interaktionismus, a.a.O., S. 4 - 5

[48] Vgl.: Nieken, Kathrin Lisa: Symbolischer Interaktionismus, a.a.O., S. 5

[49] Nieken, Kathrin Lisa: Symbolischer Interaktionismus, a.a.O., S. 5

[50] Vgl.: Nieken, Kathrin Lisa: Symbolischer Interaktionismus, a.a.O., S. 5

[51] Vgl.: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 56

[52] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 56, zitiert nach Mead, G.H.: Geist, Identität und Gesellschaft, Frankfurt/M., 1973, S. 177

[53] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 57

[54] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 57

[55] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 57

[56] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 151; Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit, a.a.O., S. 10

[57] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit, a.a.O., S. 10

[58] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit, a.a.O., S. 10; Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienar­beit mit Jugendlichen, a.a.O. S. 151 - 152

[59] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit, a.a.O., S. 10

[60] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 177 - 178; Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit, a.a.O., S. 10

[61] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit (2010), a.a.O., S. 12

[62] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 162

[63] Vgl.: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 163

[64] Schell, Fred: Aktive-Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 163, zitiert nach Theunert, Hel­ga / Schorb, Bernd / Schell, Fred: Wer beherrscht hier wen!? Die Gewalt der 'Neuen Medien', hrsg. vom Institut Jugend Film Fernsehen, München, 1987, S. 220

[65] Vgl.: Hartung, Anja / Unger, Alexander: Handelndes Lernen. In: Schorb, Bernd / Anfang, Gün­ther / Demmler, Kathrin (Hrsg.): Grundbegriffe Medienpädagogik, a.a.O., S. 99

[66] Hartung, Anja / Unger, Alexander: Handelndes Lernen., a.a.O., S. 99

[67] Schell, Fred: Aktive-Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 167

[68] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., 168, zitiert nach Negt, Oskar: Marxis­mus und Arbeiterbildung - Kritische Anmerkung zu meinen Kritikern, Oberursel, Hustedt, 1976, S.20

[69] Baldwin, Vivien: Das Prinzip des exemplarischen Lernens in der Politischen Didaktik - Wie er­reicht die Methode der Fallanalyse mit dem Verfahren der Fallstudie das Lernziel? - Studienar­beit, Dokument Nr. V115014 München: GRIN Verlag 2007, S. 2, zitiert nach: Grammes, Til­man: Exemplarisches Lernen. In: Sander, Wolfgang (Hrsg.): Handbuch politische Bildung, Rei­he Politik und Bildung Vol. 32. Schwalbach / Ts.: Wochenschau - Verlag 2005, S.93

[70] Vgl.: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 167 - 169

[71] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 175

[72] Vgl.: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 175 - 176

[73] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 177

[74] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 177

[75] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 149 - 151

[76] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 151

[77] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 29

[78] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 23

[79] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 23

[80] Vgl.: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O. S. 23

[81] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O. S. 23

[82] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O. S. 23

[83] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O. S. 24

[84] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 24

[85] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O. S. 24

[86] Vgl.: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O. S. 24 - 25

[87] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O. S. 25

[88] Vgl.: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O. S. 25

[89] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O. S. 25 - 26

[90] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O. S. 26

[91] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O. S. 26

[92] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 41 - 42

[93] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 42, zitiert nach Bauer, Thomas Alfred: Medienpädagogik. Einführung und Grundlegung, Wien, Köln, Graz, 1979, S. 58f.

[94] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 42, zitiert nach Bauer, Thomas Alfred: Medienpädagogik, a.a.O., S. 58f.

[95] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 42

[96] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 42

[97] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 42, zitiert nach Baacke, Dieter: Medienkultur und Jugend, in: deutsche jugend 3/1984, S. 121

[98] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 42, zitiert nach Baacke, Dieter: Medienkultur und Jugend, a.a.O., S. 121

[99] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 42

[100] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 43

[101] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 43

[102] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 43

[103] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 13

[104] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 43 - 44

[105] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 44

[106] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 44, zitiert nach Hüther, Jür- gen /Terlinden, R.: Medienpädagogik als politische Sozialisation, Grafenau / Württ., 1982

[107] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 44

[108] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 45

[109] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 45

[110] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 44

[111] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 45, zitiert nach Theunert, Helga / Schorb, Bernd / Schell, Fred: Wer beherrscht hier wen!?, a.a.O., S.S. 198f.

[112] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 47

[113] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 47

[114] Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 47

[115] Siehe: Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen, a.a.O., S. 47 - 48

Ende der Leseprobe aus 96 Seiten

Details

Titel
Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen. Theoretische Grundlagen und praxisbezogene Beispiele
Hochschule
Fachhochschule Dortmund
Note
2,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
96
Katalognummer
V162947
ISBN (eBook)
9783640778423
ISBN (Buch)
9783640778270
Dateigröße
759 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mix, Computer, Internet, Medienarbeit, Aktive Medienarbeit, Jugendarbeit, Schule, Aktive Medienarbeit in der Jugendarbeit, Aktive Medienarbeit in der Schule, Theorie, Praxis, Sven Mix, Schülerzeitung, Aktive
Arbeit zitieren
Sven Mix (Autor:in), 2010, Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen. Theoretische Grundlagen und praxisbezogene Beispiele, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/162947

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