Event-PR unter besonderer Berücksichtigung relevanter Teilöffentlichkeiten

Am Beispiel Deutscher Evangelischer Kirchentag


Hausarbeit, 2010

14 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Problemstellung
1.3 Zielsetzung
1.4 Aufbau der Arbeit

2 Theoretische Grundlagen der PR
2.1 Definitionen und Begriffsbestimmungen
2.2 Funktionen der PR
2.3 Wandel der PR – Perspektivenwandel
2.4 Event – PR

3 Event-PR des Deutschen Evangelischen Kirchentages
3.1 Deutscher Evangelischer Kirchentag
3.2 Relevante Teilöffentlichkeiten
3.2.1 Die deutsche Gesellschaft
3.2.2 Die Besucher

4 Schlussbetrachtung
4.1 Beantwortung der Problemstellung
4.2 Ausblick

5 Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Logo des Deutschen Evangelischen
Kirchentages

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Funktionen der PR

1 Einleitung

Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema der Event-PR des Deutschen Evangelischen Kirchentages (auch DEKT) mit speziellem Augenmerk auf zwei der vielen Teilöffentlichkeiten. Diese ist zum Ersten die deutsche Gesellschaft und zum Zweiten die Teilnehmer und Besucher des DEKT.

1.1 Ausgangssituation

Event-Kommunikation wird in der heutigen Welt immer wichtiger, da Events auch immer wichtiger für unsere Gesellschaft werden, die man heutzutage als „Spaß- oder Freizeitgesellschaft“ bezeichnet. Die Eventbranche hat sich jedoch von einer anfänglichen „Naivität“, bei der das endlose Steigern-wollen (schneller-höher-weiter-neuer-aufregender) im Vordergrund stand, distanziert. Events sind Veranstaltungen mit speziellem Ereignischarakter, die vielfältige Bedürfnisse befriedigen und mannigfaltigen Ansprüchen ausgesetzt sind.[1]

Der Deutsche Evangelische Kirchentag ist ein fünftägiges Großevent, das sowohl für die christliche wie auch die politische Gesellschaft in Deutschland von Bedeutung ist. Die einzelnen Veranstaltungen des Kirchentages sind so vielfältig wie das religiöse und gesellschaftliche Leben: „Kleine Meditation oder große Open-Air-Bühne. Diskussionen über soziale, ethische und politische Themen. Fragen nach der gerechten Gestaltung einer globalisierten Welt, der Bewahrung der Schöpfung und der Würde des Menschen. Fragen zu Theologie und Spiritualität. Der Dialog zwischen den Konfessionen und Religionen. Gottesdienste, Gebete und Bibelauslegungen. Konzerte aller Musikrichtungen: Rock, Pop, Jazz, Klassik oder Gospel. Theater und Comedy. Ausstellungen und Gespräche. Und ein ‚Markt der Möglichkeiten‘ in den Messehallen.“[2] Bei jedem Kirchentag versammeln sich hunderttausende von Menschen und feiern das „Fest des Glaubens“, unter ihnen sind Politiker, Schüler und Studenten, Künstler, Wissenschaftler, Theologen, Menschen aus sozialen Berufen und aus der Wirtschaft, sowie Jung und Alt, deutsche und internationale Gäste.

1.2 Problemstellung

Da der DEKT so wichtig für die Gesellschaft ist, ergibt sich die Frage, wie die Organisatoren dieses Event präsentieren und in der Öffentlichkeit darstellen. Wie pflegen sie die Beziehungen zu den Teilnehmern, die so begeistert worden sind, dass sie immer wieder kommen? Wie gewinnen sie bei jedem Kirchentag neue Teilnehmer? Wie schaffen sie es, dass sich alle eingeladen fühlen? Wie gehen sie mit Krisen um, die die gesamtdeutsche Gesellschaft betreffen?

1.3 Zielsetzung

Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Analyse der Public Relations und Kommunikation des Deutschen Evangelischen Kirchentages anhand der beiden Teilöffentlichkeiten „Teilnehmer“ und „deutsche Gesellschaft“.

1.4 Aufbau der Arbeit

Die vorliegende Arbeit ist in vier Teile unterteilt. Im ersten Teil, gibt es eine allgemeine Einführung in das Thema. Der zweite Teil beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen der Public Relations. Dort wird der Begriff „Public Relations“ definiert und bestimmt, Funktionen der PR aufgezeigt, der Perspektivenwandel erklärt und versucht eine Definition für „Event-PR“ zu finden. Im dritten Teil wird zunächst einmal das Event Deutscher Evangelischer Kirchentag vorgestellt. Relevante Teilöffentlichkeiten werden erläutert, speziell die Kommunikation zu den Teilnehmern bzw. der deutschen Gesellschaft, bei der auf den Wandel der PR des DEKT eingegangen wird. Der vierte und letzte Teil beantwortet die Problemstellung und gibt einen Ausblick auf die Chancen der Event-PR des DEKT.

2 Theoretische Grundlagen der PR

In diesem Teil werden theoretischen Grundlagen der Public Relations erklärt und erörtert. Der Begriff „Public Relations“ wird definiert und bestimmt, Funktionen der PR werden aufgezeigt, der Perspektivenwandel erklärt und versucht eine Definition für „Event-PR“ zu finden.

2.1 Definitionen und Begriffsbestimmungen

Public Relations heißt wörtlich übersetzt „Öffentliche Beziehungen“ oder „Beziehungen zur Öffentlichkeit“. Der wohl gängigste Fachbegriff im Deutschen ist „Öffentlichkeitsarbeit“, eingeführt von Prof. Dr. Albert Oeckl.[3] Public Relations ist als Begriff sowie als Tätigkeit so vielschichtig und komplex, dass es viele verschiedene Definitionen gibt.

„Public Relations ist die Pflege und Förderung der Beziehungen eines Unternehmens, einer Organisation oder Institution zur Öffentlichkeit; sie sind eine unternehmerische Führungsaufgabe.“ (Definition der Deutsche Public Relations Gesellschaft[4] )

Diese Definition beschreibt schon das wesentliche der Aufgaben der PR, jedoch scheint dies noch nicht den gesamten Aspekt zu decken. Daher ist es sinnvoll, die Definition mit einer weiteren zu ergänzen.

„Public Relations is the management of communication between an organization and its public.” (Grunig & Hunt[5] )

Der Aspekt der Kommunikation ist sehr wichtig. Die Öffentlichkeit gewinnt Vertrauen, wenn ein Unternehmen, eine Organisation oder Institution aktuelle Informationen schnell bereitstellt und stetiger Kontakt besteht.

„Der Begriff Öffentlichkeitsarbeit beziehungsweise Public Relations kennzeichnet die planmäßig zu gestaltende Beziehung zwischen der Unternehmung und den verschiedenen Teilöffentlichkeiten mit dem Ziel, bei diesen Teilöffentlichkeiten Vertrauen und Verständnis zu gewinnen beziehungsweise auszubauen.“ (Jefkins[6] )

2.2 Funktionen der PR

Wie schon im vorherigen Abschnitt beschrieben wurde, sind die Aufgaben und Funktionen von Public Relations sehr vielschichtig und vielzählig. Hier sind die wichtigsten aufgeführt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab.1 Funktionen der PR, nach Meffert (2005), S.724

Die beiden ersten Funktionen sind die Kernfunktionen der Public Relations. In erster Linie soll Öffentlichkeitsarbeit informieren und den Kontakt zu den Stakeholdern aufbauen und pflegen. Durch ständigen Informationsfluss und stetigem Kontakt baut sich auch das Image mit auf. Und durch die Informationen, die weitergegeben werden, kann das Image so aufgebaut werden, dass es im Sinn des Unternehmens ist. Das heißt nicht, dass Informationen nur zum Schein rausgegeben werden sollen. Die Informationen sollen realistisch bleiben und das Unternehmen authentisch präsentieren. Indem durch stetigen Kontakt mit den Stakeholdern auch die persönlichen Beziehungen (Human Relations) zum Unternehmen gestärkt werden, wächst das Vertrauen und die Anerkennung in der Öffentlichkeit und innerhalb des Betriebes. Das wiederum fördert den Verkauf und den Absatz. Außerdem bleibt das Unternehmen dadurch krisenfest. Mit seinem stetigen Kontakt und aktuellen Informationen, wissen die Stakeholder, dass sie dem Unternehmen trotz Krise weiter vertrauen können. Da eine PR-Strategie langfristig gehalten wird und einheitlich nach innen und außen getragen wird, wird so eine Kontinuität gewahrt. Desweiteren kann durch Öffentlichkeitsarbeit die soziale und gesellschaftliche Anteilnahme des Unternehmens betont und hervorgehoben werden, indem Pressemitteilungen über die Unterstützung sozialer Projekte veröffentlicht werden.

2.3 Wandel der PR – Perspektivenwandel

Das Wesen der Public Relations hat sich mit der Zeit verändert. Traditionell und historisch haben Unternehmen erst etwas für ihr Ansehen getan und ihre Beziehungen zur Öffentlichkeit gepflegt, als sie in einer Krise waren und ihr Ansehen gesunken war. Sie haben reagiert, anstatt vorher etwas dafür zu tun, dass es erst gar nicht so weit kommt. Außerdem war das Leitmotiv „Tue Gutes und rede darüber!“, um sich als Unternehmen besser darzustellen.

Die moderne und innovative Public Relations agiert schon bevor es eine Krise gibt, damit das Unternehmen in der Krise direkt nicht so viel Schaden abbekommt. Die langfristige Bindung der Teilöffentlichkeiten an das Unternehmen ist wichtig, daher gehen Unternehmen auf ihre Stakeholder zu und kommuniziert mit ihnen und hält sie immer auf dem aktuellen Stand. Das Leitmotiv hier ist: „Rede über das, was du tust!“[7]

2.4 Event – PR

Event-PR hat die gleichen Aufgaben bezogen auf ein Event, wie Öffentlichkeitsarbeit bezogen auf ein Unternehmen, mit dem Unterschied, dass Events Dienstleitungen und keine feste Unternehmung sind und einer unsicheren Nachfrage unterliegen. Events integrieren den Mensch als externen Faktor und betonen die Mensch-Mensch-Schnittstelle. Event-PR muss gründlicher durchdacht sein, da ein Event mit dessen Öffentlichkeitsarbeit steht und fällt. Bei schlechter Öffentlichkeitsarbeit werden nicht viele Besucher und Teilnehmer kommen, was die Mitarbeiter und Organisatoren demotiviert und das Event wird ein Misserfolg. Wie auch bei der allgemeinen Public Relations bedeutet Event-PR die Pflege und Aufrechterhaltung der Kommunikation zwischen dem Event und dessen Stakeholdern.

3 Event-PR des Deutschen Evangelischen Kirchentages

Zunächst einmal wird das Event Deutscher Evangelischer Kirchentag vorgestellt. Relevante Teilöffentlichkeiten werden erläutert, speziell die Kommunikation zu den Teilnehmern bzw. der deutschen Gesellschaft, bei der auf den Wandel der PR des DEKT eingegangen wird.

[...]


[1] Vgl. U. Wünsch/P. Thuy (2007),S.13ff

[2] Vgl. www.kirchentag.de (Stand 15. Juni 2010)

[3] Vgl. D. Puttenat (2007), S.18f.

[4] Vgl. D. Puttenat 2007, S.19

[5] Vgl. Grunig & Hunt (1984), S.6

[6] Vgl. H. Meffert (2005), S.724

[7] Vgl. H. Meffert (2005) S.724

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Event-PR unter besonderer Berücksichtigung relevanter Teilöffentlichkeiten
Untertitel
Am Beispiel Deutscher Evangelischer Kirchentag
Hochschule
Business and Information Technology School - Die Unternehmer Hochschule Iserlohn
Note
1,7
Autor
Jahr
2010
Seiten
14
Katalognummer
V162967
ISBN (eBook)
9783640772674
ISBN (Buch)
9783640773077
Dateigröße
518 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Event-PR, Kirchentag, Deutscher Evangelischer Kirchentag, Teilöffentlichkeiten, Event-Kommunikation
Arbeit zitieren
Amelie Butzkies (Autor), 2010, Event-PR unter besonderer Berücksichtigung relevanter Teilöffentlichkeiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/162967

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