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Erziehung und Bildung im Werk des Intellektuellen Hermann Hesse

Titre: Erziehung und Bildung im Werk des Intellektuellen Hermann Hesse

Dossier / Travail de Séminaire , 2010 , 21 Pages , Note: 1,00

Autor:in: Sonia Vowinckel (Auteur)

Pédagogie - Divers
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Mit dem Namen Hermann Hesse, 1877 im schwäbischen Städtchen Calw geboren und 1962 in Montagnola in der Schweiz gestorben, assoziiert man automatisch Klassiker der deutschen Literatur wie den Steppenwolf, Narziß und Goldmund oder Das Glasperlenspiel. Hesse, der 1946 den Nobelpreis erhielt, gilt als einer der meistgelesenen deutschen Schriftsteller des 20 Jahrhunderts: Laut Hesses langjährigem Verleger Siegfried Unseld ist dessen Werk in 60 Sprachen übersetzt worden. „Der index translatorum der UNESCO weist Hesse als meistübersetzter deutschsprachiger Autor seit den Gebrüdern Grimm aus.“ Nach seinem Tod im Jahre 1962 löste besonders der Roman Der Steppenwolf die internationale Renaissance seines Autors aus, er galt als Kultbuch der Hippie- und Flowerpower Bewegung. Besonders betont wurde dabei der gesellschaftskritische Aspekt seines Oeuvres. Bis zum heutigen Tag bleibt die Haltung in Deutschland Hesses Werk gegenüber jedoch ambivalent: „Ablehnung oder Verehrung? Diese Alternative zieht sich durch die Wirkungsgeschichte des gesamten Werkes von Hermann Hesse, und dies bis zum heutigen Tag.“ Der Verehrung, die der Autor von Seiten seines Lesepublikums genießt, steht die Ignoranz und Ablehnung der universitären Germanistik gegenüber, die in seinem Werk lediglich den Versuch sieht, „einen historisch gewordenen Romantizismus fortzuschreiben". Folglich bleiben Seminare, Vorlesungen und Publikationen zu Hesses Werk aus dem Kreise der Germanistik in Deutschland eine Ausnahme, ganz im Gegenteil zu der akademischen Rezeption in den USA: Im Zuge der Renaissance seines Werkes wurde der deutsch-schweizerische Schriftsteller zu einem studienwerten Autor der Weltliteratur erhoben auch dank Mitspracherecht der Studenten bei den universitären Lehrinhalten. In dieser Arbeit soll im ersten Schritt geklärt werden, welche Eigenschaften Hermann Hesse als Intellektuellen auszeichnen. Im zweiten Schritt wird Hesses Verhältnis zur schulischen Erziehung und Bildung beleuchtet, um diesen im dritten Schritt Formen von außerschulischen Lernsettings gegenüber zu stellen. Konstituierend für die biographisch-literarischen Betrachtungen sollen hauptsächlich die Werke Unterm Rad, Demian, Narziß und Goldmund sowie autobiographische Schriften, Briefe und politische Beiträge Hesses sein. Die Arbeit schließt mit einem Fazit ab, in dem die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst werden bzw. die Frage beantworten werden soll, was Pädagogen von dem Intellektuellen Hesse lernen können.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. HESSES SELBSTVERSTÄNDNIS – ALS INTELLEKTUELLER

3. HESSES VERHÄLTNIS ZUR SCHULE

4. AUßERSCHULISCHE LERNSETTINGS

5. FAZIT

6. LITERATURVERZEICHNIS

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht Hermann Hesse als Intellektuellen und analysiert sein kritisches Verhältnis zur schulischen Erziehung im Kontrast zu außerschulischen Lernsettings, um pädagogische Erkenntnisse aus seinem Werk und seiner Biografie abzuleiten.

  • Hesses Selbstverständnis als unabhängiger Intellektueller
  • Die ambivalenten Erfahrungen mit dem wilhelminischen Schulsystem
  • Prozesse der Selbsterziehung und außerschulische Bildung
  • Die pädagogische Bedeutung von Hesses Romanen wie "Demian" und "Narziß und Goldmund"
  • Anregungen für moderne Pädagogen aus der Perspektive Hesses

Auszug aus dem Buch

2. Hesses Selbstverständnis - als Intellektueller

War Hermann Hesse ein Intellektueller? Könnte man jenem Schriftsteller diese Frage stellen, würde er diese Zuschreibung, so lässt sich vermuten, mit Skepsis betrachten. Dem Begriff des Intellektuellen hängt eine negative Konnotation an, der sogenannte „Verstandesmensch, Geistesarbeiter, Wissenschaftler“ gilt im Allgemeinbewusstsein als weltfremd und vergeistigt, die Assoziation des (wissenschaftlichen) Intellektuellen, im Elfenbeinturm sitzend, liegt nahe. Hesse empfindet eine tiefe Abneigung gegen alles Akademische und Wissenschaftliche, das versucht sich das Wesen des literarischen Textes kognitiv und nicht intuitiv zu erschließen. Hesses langjähriger Verleger Siegfried Unseld, der den Autor selbst kennenlernen durfte, verbindet mit seinem Autor nichts Literatenhaftes oder Intellektuelles. Viel eher hätte der „Literat sui generis“ den Habitus eines Naturwissenschaftlers, eines Botanikers oder Zoologen gehabt, als eines Literaten. Die habituelle Besonderheit seiner Erscheinung lässt sich durchaus in Verbindung mit Hesses Selbstbeschreibungen bringen, in denen er sich leitmotivisch als Sonderling, Problematiker und Outsider inszeniert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung gibt einen Überblick über Hesses weltweite Bedeutung, seine Rezeptionsgeschichte in Deutschland und den USA sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.

2. HESSES SELBSTVERSTÄNDNIS – ALS INTELLEKTUELLER: Dieses Kapitel beleuchtet Hesses Abgrenzung zum klassischen Intellektuellen-Begriff, sein politisches Engagement gegen den Ersten Weltkrieg und seine Verpflichtung gegenüber der Menschlichkeit.

3. HESSES VERHÄLTNIS ZUR SCHULE: Hier wird Hesses schwierige Schulzeit, geprägt von autoritären Erziehungsmethoden und persönlichen Krisen, sowie sein Weg zum Schriftsteller nachgezeichnet.

4. AUßERSCHULISCHE LERNSETTINGS: Das Kapitel beschreibt Hesses lebenslange Selbsterziehung durch Lesen, Denken und Suchen und analysiert die pädagogische Funktion seiner literarischen Werke.

5. FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert, wie Pädagogen Hesses Konzept der Persönlichkeitsentfaltung und Selbsterziehung auf heutige Bedingungen übertragen können.

6. LITERATURVERZEICHNIS: Das Verzeichnis listet sämtliche verwendeten Primär- und Sekundärquellen der Arbeit auf.

Schlüsselwörter

Hermann Hesse, Intellektueller, Erziehung, Bildung, Selbsterziehung, Schule, Literatur, Menschlichkeit, Individualität, Pädagogik, Krisenbewältigung, Steppenwolf, Demian, Gesellschaftskritik, Biografie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Hermann Hesse als Intellektuellen und untersucht seine Ansichten zu Erziehung und Bildung, insbesondere im Hinblick auf seine eigenen Schulerfahrungen und die Rolle außerschulischer Lernprozesse.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentral sind Hesses Identitätskonzept als Intellektueller, sein Konflikt mit autoritären Erziehungssystemen sowie seine Philosophie der Selbstbildung als lebenslanger Prozess.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Hesses intellektuelle Position zu bestimmen und aufzuzeigen, welche pädagogischen Lehren aus seinem Leben und Werk für eine humanistische, am Individuum orientierte Erziehung gezogen werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine biographisch-literarische Analyse, bei der Werke wie "Unterm Rad", "Demian" und "Narziß und Goldmund" sowie Briefe und politische Schriften als Datenbasis dienen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Hesses Selbstbild als Intellektueller, sein kritisches Verhältnis zum wilhelminischen Schulwesen und die Bedeutung der autonomen Bildung und Selbsterziehung durch Literatur und Reflexion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Selbsterziehung, Individualität, Menschlichkeit, schulisches Erziehungssystem, intellektuelle Unabhängigkeit und lebenslange Bildung geprägt.

Wie unterscheidet sich Hesses Verständnis von Bildung vom damaligen Schulkonzept?

Während die Schule seiner Zeit auf Drill, Disziplinierung und das "Brechen des Willens" setzte, begriff Hesse Bildung als einen dynamischen, inneren Prozess der Ich-Werdung und Selbstreflexion.

Welche Rolle spielt die Psychoanalyse in Hesses pädagogischem Denken?

Die Psychoanalyse ermöglichte es Hesse, seine Kindheitserfahrungen aufzuarbeiten und psychische Kräfte freizusetzen, was er als Teil eines notwendigen Prozesses zur persönlichen Reifung und Erkenntnis betrachtete.

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Résumé des informations

Titre
Erziehung und Bildung im Werk des Intellektuellen Hermann Hesse
Université
University of Frankfurt (Main)  (Institut für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung )
Cours
Intellektuelle und Pädagogik
Note
1,00
Auteur
Sonia Vowinckel (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
21
N° de catalogue
V162985
ISBN (ebook)
9783640770687
ISBN (Livre)
9783640771097
Langue
allemand
mots-clé
Erziehung Bildung Werk Intellektuellen Hermann Hesse
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sonia Vowinckel (Auteur), 2010, Erziehung und Bildung im Werk des Intellektuellen Hermann Hesse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/162985
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Extrait de  21  pages
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