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„Die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU- entwickelt sie sich tatsächlich nach dem Paradigma des Intergouvernementalismus ?“

Titre: „Die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU- entwickelt sie sich tatsächlich nach dem Paradigma des Intergouvernementalismus ?“

Dossier / Travail , 2010 , 26 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Sascha Tiedemann (Auteur)

Politique - Sujet: Union européenne
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Résumé Extrait Résumé des informations

Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges hat sich in Europa ein bis heute andauernder dynamischer Integrationsprozess entwickelt.
Dies war möglich, weil schon früh die Idee eines europäischen Staatenbundes entstand mit der Absicht, eines Tages die "Vereinigten Staaten von Europa" zu gründen.
Nach einer Phase loser Kooperation zwischen den einzelnen Staaten Europas, bildete sich im Laufe der Dekaden ein festes, gemeinsames Institutionengefüge, welches wir heute in Form der Europäischen Union (EU) erkennen können.
Bereits seit dem Vertrag von Maastricht aus dem Jahr 1992 existiert nun die "Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik" (GASP) der EU innerhalb dieses Institutionengefüges.
Parallel zur Entwicklung der EU entstanden unter anderem schon seit den Anfangsjahren sogenannte Integrationstheorien, welche die Integrationsfähigkeit von verschiedenen Bereichen darstellen und bewerten sollten.
Eine dieser Theorien ist der Intergouvernementalismus des Politikwissenschaftlers Stanley Hoffmann.
Dieser geht in der Theorie in seiner Kernthese davon aus, dass die Nationalstaaten in den für sie relevanten Bereichen die Souveränität aufrecht erhalten, bzw. diese nicht an eine supranationale Ebene abgeben.
In Anbetracht der Tatsache, dass diese Theorie aus den 1960er Jahren stammt ist es durchaus interessant zu betrachten, inwiefern diese noch Relevanz für den jetzigen Integrationsverlauf der EU und speziell für die GASP hat.
Diese Frage und Beantwortung ist Kern der vorliegenden Arbeit.

Hierzu wird zunächst die GASP der EU in ihrer Gänze von den ersten Kooperationsbestrebungen bis in die heutige Phase der Integration nach dem Vertrag von Lissabon dargestellt.
Dem folgt eine Darstellung der Theorie des Intergouvernementalismus von Stanley Hoffmann.
Eine Analyse der GASP unter Berücksichtigung der theoretischen Grundlagen des Intergouvernementalismus führt zur Beantwortung der Fragestellung.
Abschließend wird ein Ausblick für künftige Entwicklungen der GASP gegeben.
Ein wirklich interessantes Thema, welches im Rahmen eines Seminars (hier "European Governance") entstanden ist.
Die Arbeit bildet allerdings nicht nur die Thematik des Titels ab. Sie kann ebenfalls in Teilen für andere Themen, bzw. Arbeiten verwendet werden. Die GASP sowie der Intergouvernementalismus sind umfangreich beschrieben.
Mehrere Seiten Literaturverzeichnis erleichtern die weitere Recherche zur Thematik.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE GEMEINSAME AUßEN- UND SICHERHEITSPOLITIK (GASP) DER EUROPÄISCHEN UNION

2.1. DIE GASP HEUTE

3. DER INTERGOUVERNEMENTALISMUS NACH STANLEY HOFFMANN

4. ANALYSE DER GASP UND BEANTWORTUNG DER FRAGESTELLUNG

5. AUSBLICK- WIE KANN DIE ZUKUNFT DER GASP AUSSEHEN?

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit sich die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) der Europäischen Union unter Berücksichtigung der Theorie des Intergouvernementalismus von Stanley Hoffmann entwickelt hat und ob diese 40 Jahre alte Theorie zur Erklärung des aktuellen Integrationsstatus noch anwendbar ist.

  • Historische Entwicklung der GASP von den Anfängen bis zum Vertrag von Lissabon
  • Darstellung der Grundfesten der intergouvernementalistischen Integrationstheorie
  • Analyse der Rolle nationalstaatlicher Interessen in der aktuellen EU-Sicherheitspolitik
  • Untersuchung von strukturellen Grenzen der Integration im Bereich der Außenpolitik
  • Ausblick auf zukünftige Entwicklungstendenzen der europäischen Außen- und Sicherheitspolitik

Auszug aus dem Buch

3. Der Intergouvernementalismus nach Stanley Hoffmann

Im Folgenden wird der Intergouvernementalismus als Theorie der europäischen Integration vorgestellt. Dabei soll hier keine komplizierte Analyse, sondern vielmehr ein Überblick gegeben werden, um im nächsten Schritt einen Bezug auf die GASP herstellen zu können.

Wie bereits oben dargestellt führte das Ende des Zweiten Weltkrieges schon bald zu Überlegungen von europäischer Integration, bzw. multilateraler Kooperation.

Die institutionelle und prozessuale Entwicklung, bzw. der Erfolg erster europäischer Integration folgte primär den integrationstheoretischen Perspektiven des prozeduralen Föderalismus, sowie der neo- funktionalistischen Theorie. Der Neo- Funktionalismus ging beispielsweise von einer ständig fortschreitenden Integration aller Politikbereiche durch sogenannte „spill- over- Effekte“ aus. Spill- over beschreibt in diesem Fall einen Prozess, wodurch einzelne Ereignisse oder Entscheidungen aus der europäischen Integration heraus wieder Auswirkungen auf andere Bereiche hat. Dadurch entstehen Verflechtungen in mehreren Bereichen, welche wiederum neue Integrationsschritte benötigen. Ein Beispiel: Ein gemeinsamer Handel zwischen zwei Staaten hat zur Folge, dass die Zollpolitik zwischen den beiden Ländern überdacht und neu konzipiert werden muss um Prozesse beim Handel erleichtern zu können. Der Spill- over wäre hier von der Handelskooperation in evtl. gemeinsamer Zollpolitik zu erkennen.

Mitte der 1960er Jahre verlangsamte sich der Integrationsprozess, wodurch sich die theoretischen Annahmen dieser Theorie, welche maßgeblich von Ernst B. Haas angestrengt wurden, nicht weiter durchsetzten.

Zur gleichen Zeit entwickelte der US- amerikanische Politikwissenschaftler Stanley Hoffmann mit seinen Beiträgen den Intergouvernementalismus und etablierte ihn im politischen Diskurs zum europäischen Integrationsprozess.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in den dynamischen europäischen Integrationsprozess ein, stellt die GASP als sicherheitspolitisches Instrument vor und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Anwendbarkeit des Intergouvernementalismus.

2. DIE GEMEINSAME AUßEN- UND SICHERHEITSPOLITIK (GASP) DER EUROPÄISCHEN UNION: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der GASP von den Anfängen nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Vertrag von Lissabon nach und arbeitet die wesentlichen prozessualen und institutionellen Veränderungen heraus.

2.1. DIE GASP HEUTE: Hier wird der aktuelle rechtliche und institutionelle Rahmen der GASP nach dem Vertrag von Lissabon mit Fokus auf die Akteure Europäischer Rat und Ministerrat erläutert.

3. DER INTERGOUVERNEMENTALISMUS NACH STANLEY HOFFMANN: Dieses Kapitel erläutert die Grundannahmen der Theorie von Stanley Hoffmann, insbesondere das Festhalten an der Souveränität der Nationalstaaten und die Unterscheidung zwischen „high“ und „low politics“.

4. ANALYSE DER GASP UND BEANTWORTUNG DER FRAGESTELLUNG: Die Analyse führt die empirischen Befunde der GASP-Entwicklung mit der Theorie zusammen und bejaht die zentrale Fragestellung, ob der Prozess den Mustern des Intergouvernementalismus folgt.

5. AUSBLICK- WIE KANN DIE ZUKUNFT DER GASP AUSSEHEN?: Der Ausblick diskutiert unter Einbeziehung aktueller wissenschaftlicher Debatten die Möglichkeiten einer weiteren Integration der GASP und betont die anhaltende Abhängigkeit von den Interessen der Mitgliedstaaten.

Schlüsselwörter

GASP, Europäische Union, Intergouvernementalismus, Stanley Hoffmann, europäische Integration, Außenpolitik, Sicherheitspolitik, Nationalstaat, Souveränität, Vertrag von Lissabon, Neofunktionalismus, GSVP, Vertrag von Maastricht, Europäischer Rat, Krisenprävention

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) der EU und untersucht, ob deren Entwicklung durch die Theorie des Intergouvernementalismus von Stanley Hoffmann erklärt werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind die historische Genese der GASP, die theoretischen Konzepte der europäischen Integration, insbesondere der Intergouvernementalismus, sowie das Spannungsfeld zwischen nationaler Souveränität und supranationaler Kooperation.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob die Theorie des Intergouvernementalismus angesichts moderner Entwicklungen wie der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP) noch zur Erklärung der europäischen Integrationsprozesse taugt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theoretisch geleitete Analyse durchgeführt, bei der die historische Entwicklung der GASP anhand des Analyserasters von Stanley Hoffmann reflektiert und mit der aktuellen politischen Praxis in der EU abgeglichen wird.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der chronologischen Entwicklung der GASP durch verschiedene EU-Verträge (Maastricht, Amsterdam, Nizza, Lissabon) und der detaillierten theoretischen Fundierung des Intergouvernementalismus.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist primär durch Begriffe wie GASP, Intergouvernementalismus, nationale Souveränität, europäische Integration und das Konzept der "high politics" charakterisiert.

Warum ist die "Politik des leeren Stuhls" in der Arbeit relevant?

Sie dient als historisches Beispiel für den Souveränitätsschutz Frankreichs, welches Hoffmann als Beleg für seine These der zentralen Rolle der Nationalstaaten in der Integration anführte.

Welche Rolle spielt die Unterscheidung zwischen "high" und "low politics"?

Diese Unterscheidung ist zentral, um zu erklären, warum Bereiche wie die Außenpolitik (high politics) schwieriger zu integrieren sind als wirtschaftliche Bereiche (low politics), da sie die nationale Souveränität direkt berühren.

Wie bewertet die Arbeit den Vertrag von Lissabon für die GASP?

Die Arbeit sieht im Vertrag von Lissabon eine Aufwertung des Amtes des Hohen Vertreters, betont jedoch, dass der intergouvernementale Charakter und die Einstimmigkeit im Rat weiterhin gewahrt bleiben.

Was ist die abschließende Schlussfolgerung der Arbeit?

Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass die GASP nach wie vor den Mustern des Intergouvernementalismus folgt und die weitere Integration primär von den Interessen der Nationalstaaten abhängt.

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Résumé des informations

Titre
„Die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU- entwickelt sie sich tatsächlich nach dem Paradigma des Intergouvernementalismus ?“
Université
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg  (Professur für Politikwissenschaft, insbesondere das politische System der Bundesrepublik Deutschland )
Cours
Seminar: European Governance
Note
1,7
Auteur
Sascha Tiedemann (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
26
N° de catalogue
V163007
ISBN (ebook)
9783640785100
ISBN (Livre)
9783640784783
Langue
allemand
mots-clé
Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik GASP ESVP GSVP Intergouvernementalismus Europäische Integration Theorien zur europäischen Integration Theorie Stanley Hoffmann Entwicklung der GASP EU seit 1945 Vertrag von Lissabon Europäische Union EU Souveränität der Nationalstaaten Europäische Sicherheitsstrategie ESS Zukunft der GASP
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Citation du texte
Sascha Tiedemann (Auteur), 2010, „Die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU- entwickelt sie sich tatsächlich nach dem Paradigma des Intergouvernementalismus ?“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163007
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Extrait de  26  pages
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