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Was bedeutet Resilienz und kann es SozialarbeiterInnen ein Handlungsmodell bieten, welches sich in Verbindung mit der Lebensweltorientierung bringen lässt?

Betrachtung des lebensweltorientierten Konzepts nach Thiersch

Titre: Was bedeutet Resilienz und kann es SozialarbeiterInnen ein Handlungsmodell bieten, welches sich in Verbindung mit der Lebensweltorientierung bringen lässt?

Dossier / Travail , 2010 , 20 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Karin Luther (Auteur)

Travail Social
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In jeder Generation gab und gibt es Menschen, die von Krieg und seinen Folgen mit dem Tod, mit Vertreibung, Vergewaltigungen etc. konfrontiert wurden. Es gab Menschen, die den Horror eines Arbeits- oder Vernichtungslager überlebt haben. Heute kann man jeden Tag in den Medien von misshandelten Kindern lesen, diese werden körperlich gequält, sexuell ausgebeutet und/oder emotional vernachlässigt. Menschen werden Opfer von Naturkatastrophen, Unfällen, schweren Krankheiten und anderen belastenden Ereignissen, Familien brechen auseinander, es kommt zu Trennungen und Verlusten. Es gibt Kinder, die in Familien am Rande des Existenzminimums, in Familien mit Suchterkrankungen oder in Fremdunterbringungen aufwachsen.

Dies alles sind Bedingungen, welche den Start in das Leben oder das Weiterleben deutlich erschweren. Müssten nicht alle Menschen, die in solchen Bedingungen leben (müssen) schwerst traumatisiert und unfähig „gesund“, im Sinne eines erfüllenden Lebens, zu werden oder zu bleiben?

SozialarbeiterInnen werden immer wieder mit KlientInnen konfrontiert, welche in verschiedenen ungünstigen Lebensbedingungen aufwachsen. Was können sie als Ressource leisten? Was für Erklärungen, Handlungsmuster, Dimensionen gibt es, um Menschen in diesen lebensfeindlichen Bedingungen zu unterstützen und ihnen zur Seite zu stehen, diese nicht nur auszuhalten, sondern aktiv zu ändern oder sich damit zu arrangieren ohne Schaden zu nehmen?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1 Problemaufriss

2 Biographisches zu Hans Thiersch

3 Entstehungsgeschichte des lebensweltorientierten Konzeptes

4 Abriss Resilienz

4.1 Ausgangspunkte der Resilienzforschung

4.2 Kohärenz und Selbstwirksamkeit

5 Die Bedeutung der Peer-Group nach Hans Thiersch

6 Stellung einer positiven Peer-Culture in der Resilienzforschung

7 Umsetzung in die Sozialarbeiterische Praxis

7.1. Präventionsprogramm „STEEP™“

7.2 Strukturmaximen lebensweltorientierter Sozialarbeit

7.3 Dimensionen lebensweltorientierter Sozialer Arbeit

7.3.1 Erfahrene Zeit

7.3.2 Raumdimensionen

7.3.3 Ressourcen und Spannungen (soziale Beziehungen)

7.3.4 Alltäglichkeiten

7.3.5. Hilfe zur Selbsthilfe

7.3.6 Gesellschaftliche Verhältnisse

8 Schlussfolgerungen

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie das lebensweltorientierte Konzept nach Hans Thiersch mit der Resilienzforschung verknüpft werden kann, um Kindern und Jugendlichen in schwierigen Lebensbedingungen wirksame Unterstützung und Perspektiven für eine gesunde Entwicklung zu bieten.

  • Grundlagen und Entstehungsgeschichte der Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch
  • Definition und wissenschaftliche Hintergründe des Resilienzkonzepts
  • Die Rolle der Peer-Group und positiver Peer-Culture in der sozialen Entwicklung
  • Methoden der Resilienzförderung in der sozialarbeiterischen Praxis (z. B. STEEP™)
  • Strukturmaximen und Dimensionen für eine resilienzfördernde Soziale Arbeit

Auszug aus dem Buch

4.1 Ausgangspunkte der Resilienzforschung

Einen ersten wissenschaftlichen Hinweis lieferte eine Langzeitstudie 1955 in Hawaii. Die 1929 in Deutschland geborene Dr. Emmy Werner spezialisierte sich nach Ihrer Auswanderung in die USA und einem Studium der Psychologie als Kinderpsychologin.

In Ihrer Studie dokumentierte Sie über 40 Jahre lang in Zusammenarbeit mit KinderärztInnenen, PsychologInnen, Pflegepersonal und SozialarbeiterInnen, die Entwicklung von 210 Jungen und Mädchen, deren Chancen als schlechtceinzustufen sind: Armut, Vernachlässigung, Scheidung und Misshandlungen prägten ihre Kindheit.

Für zwei Drittel der Teilnehmer musste die Frage auf ein erfülltes Leben negativ beantwortet werden. Dennoch entwickelte sich trotz der hohen Belastungen ein Drittel der TeilnehmerInnen zu zuversichtlichen, fürsorglichen Erwachsenen, bei denen zu keinem Zeitpunkt der Studie irgendwelche Verhaltensauffälligkeiten nachgewiesen werden konnten. So gründeten sie eine Familie, waren erfolgreich in der Schule, führten stabile Ehen und setzten sich realistische Ziele. (vgl. Thimm 2009, 65)

Zusammenfassung der Kapitel

0 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die prekären Lebensbedingungen vieler Kinder und stellt die Frage, wie die Soziale Arbeit als Ressource unterstützen kann.

1 Problemaufriss: Dieses Kapitel fragt nach dem Nutzen des lebensweltorientierten Konzepts und der Resilienzforschung für die pädagogische Praxis.

2 Biographisches zu Hans Thiersch: Der Abschnitt skizziert den Lebensweg und das Wirken von Hans Thiersch als praxisorientierter Sozialreformer.

3 Entstehungsgeschichte des lebensweltorientierten Konzeptes: Hier wird die Entwicklung der Alltagswende und Thierschs Forderung nach einer alltagsorientierten Sozialpädagogik dargelegt.

4 Abriss Resilienz: Das Kapitel führt in den Begriff der Resilienz ein und diskutiert die psychische Widerstandsfähigkeit sowie die wissenschaftlichen Grundlagen.

5 Die Bedeutung der Peer-Group nach Hans Thiersch: Thiersch analysiert die Rolle von Cliquen als Orte der Identitätsfindung und Schutzraum für Jugendliche.

6 Stellung einer positiven Peer-Culture in der Resilienzforschung: Dieses Kapitel thematisiert den Paradigmenwechsel hin zur Nutzung von Peer-Groups als Ressource für die Resilienzförderung.

7 Umsetzung in die Sozialarbeiterische Praxis: Es wird erörtert, wie Erkenntnisse aus Resilienz und Lebensweltorientierung in konkrete Hilfeangebote integriert werden.

8 Schlussfolgerungen: Die Arbeit fasst zusammen, dass eine Kombination aus Ressourcenorientierung und politischem Handeln für die Soziale Arbeit essenziell ist.

Schlüsselwörter

Lebensweltorientierung, Hans Thiersch, Resilienz, Soziale Arbeit, Salutogenese, Kindheit, Prävention, Peer-Group, Selbstwirksamkeit, Psychosoziale Entwicklung, Coping, Alltag, Stigmatisierung, Jugendhilfe, Ressourcenorientierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das Konzept der Lebensweltorientierung von Hans Thiersch mit dem Resilienzkonzept verbunden werden kann, um die Soziale Arbeit zu stärken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Lebensweltorientierung, Resilienzforschung, die Bedeutung von Peer-Groups sowie praktische Ansätze der Prävention und Unterstützung in schwierigen Lebensphasen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein Handlungsmodell für die Soziale Arbeit zu skizzieren, das auf den Stärken und Lebenswelten der KlientInnen basiert, anstatt nur defizitorientiert zu agieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung und literaturbasierte Analyse aktueller wissenschaftlicher Diskurse aus Psychologie, Pädagogik und Sozialwissenschaften.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der Lebensweltorientierung und der Resilienzforschung sowie deren praktische Umsetzung, beispielsweise durch das STEEP-Programm, detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Lebensweltorientierung, Resilienz, Selbstwirksamkeit, Prävention, Soziale Arbeit und Ressourcenorientierung.

Was bedeutet "positive Peer-Culture" im Kontext dieser Arbeit?

Es bezeichnet einen Ansatz, bei dem die Gruppe der Gleichaltrigen unter Anleitung nicht mehr als Risiko, sondern als förderlicher Faktor für soziale Kompetenz und Selbstwirksamkeit genutzt wird.

Warum ist das "Kohärenzgefühl" für die Arbeit so wichtig?

Das Kohärenzgefühl nach Antonovsky bildet die Grundlage dafür, wie Menschen Anforderungen als bewältigbare Herausforderungen wahrnehmen und dient somit als Schutzfaktor für die psychische Gesundheit.

Wie definiert Thiersch den "Alltag"?

Thiersch definiert den Alltag als den unmittelbaren Lebensraum, der für Menschen als Ausgangspunkt für Selbstrealisierung und als resistenter Bereich gegenüber gesellschaftlichen Ideologien dient.

Welche Rolle spielt die Politik laut Thiersch?

Thiersch betont, dass die Soziale Arbeit auch politisch agieren muss, da eine Grundsicherung materieller und immaterieller Bedürfnisse eine Voraussetzung für präventives Handeln ist.

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Résumé des informations

Titre
Was bedeutet Resilienz und kann es SozialarbeiterInnen ein Handlungsmodell bieten, welches sich in Verbindung mit der Lebensweltorientierung bringen lässt?
Sous-titre
Betrachtung des lebensweltorientierten Konzepts nach Thiersch
Université
Erfurt University of Applied Sciences
Note
1,0
Auteur
Karin Luther (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
20
N° de catalogue
V163057
ISBN (ebook)
9783640777204
ISBN (Livre)
9783640777020
Langue
allemand
mots-clé
Resilienz SozialarbeiterInnen Handlungsmodell Verbindung Lebensweltorientierung Betrachtung Thiersch Konzept Salutogenese Soziale Arbeit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Karin Luther (Auteur), 2010, Was bedeutet Resilienz und kann es SozialarbeiterInnen ein Handlungsmodell bieten, welches sich in Verbindung mit der Lebensweltorientierung bringen lässt? , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163057
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Extrait de  20  pages
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