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Optimale Betriebsgröße von Banken

Title: Optimale Betriebsgröße von Banken

Seminar Paper , 2003 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Frank Schröder (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit soll eine Antwort auf die Frage geben, ob in Deutschland eine optimale Betriebsgröße von Banken existiert. Wie misst man die Betriebsgröße einer Bank, welche Betriebsgröße kann als optimal bzw. effizienter gelten als andere und gibt es so etwas überhaupt? Des Weiteren soll geklärt werden, welche Faktoren die Effizienz einer Bank beeinflussen und durch welche Maßnahmen Banken diese verbessern können. Vor allem der Trend zur Konzentration am Bankenmarkt und die damit verbundene These von der höheren Effizienz größerer Banken gegenüber kleineren werden im Kontext zu obiger Frage kritisch untersucht und hinterfragt. Zunächst wird daher ein kurzer Überblick über die aktuelle Betriebsgrößenstruktur in der deutschen Bankwirtschaft und deren Entwicklung gegeben.
Anschließend wird der - zunächst nur theoretische - Zusammenhang zwischen dem Bankunternehmenserfolg und der Betriebsgröße erörtert. Im darauf folgenden Teil werden Methoden zur Messung dieses Zusammenhangs dargestellt und hinsichtlich ihrer Zuverlässigkeit analysiert, wobei dies auf Grund des engen Rahmens dieser Hausarbeit nur in Kurzform möglich ist. Zudem werden Ergebnisse empirischer Untersuchungen zu diesem Thema präsentiert, die durch Anwendung unterschiedlicher zuvor gezeigter Methoden gewonnen wurden. Abschließend wird ein Fazit aus den verschiedenen Ergebnissen gezogen und eine Bewertung bezüglich der Eingangsfrage vorgenommen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Betriebsgrößenstruktur in der deutschen Bankenwirtschaft

2.1. Aufbau der Betriebsgrößenstruktur

2.2. Entwicklung der Betriebsgrößenstruktur

3. Zusammenhänge zwischen Betriebsgröße und Bankunternehmenserfolg

3.1. “Economies of scale”

3.2. “Economies of scope“

3.3. Verbesserung der bankinternen Kosteneffizienz

4. Empirische Analysen zum Zusammenhang zwischen Betriebsgröße und Bankunternehmenserfolg

4.1. Methoden empirischer Analysen

4.1.1. Bestimmung der „economies of scale“

4.1.2. Bestimmung der „economies of scope“

4.1.3. Messung bankinterner X-Ineffizienzen

4.2. Ergebnisse empirischer Untersuchungen

5. Resümee

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht, ob in Deutschland eine optimale Betriebsgröße für Banken existiert und ob der Trend zur Konzentration durch Fusionen tatsächlich zu einer höheren Effizienz führt oder ob alternative Maßnahmen der Unternehmensführung effektiver sind.

  • Analyse der aktuellen Betriebsgrößenstruktur im deutschen Bankensektor
  • Theoretische Grundlagen zu Größenvorteilen (Economies of Scale) und Verbundvorteilen (Economies of Scope)
  • Methodische Bewertung empirischer Untersuchungen zur Messung von Bankeffizienz
  • Kritische Hinterfragung des Konzentrationsprozesses und der ökonomischen Rechtfertigung von Bankfusionen

Auszug aus dem Buch

3.1. „Economies of scale“

„Economies of scale“ bezeichnen so genannte Größenvorteile bzw. Skaleneffekte. Diese Skaleneffekte können u.a. dadurch entstehen, dass sich die Fixkosten auf eine größere Menge verteilen und mit einer Erhöhung der Betriebsgröße eine bessere Möglichkeit zur Arbeitsteilung und Spezialisierung entsteht. Dies führt bei Erhöhung des Outputs zu abnehmenden Durchschnittsstückkosten. Zusätzlich können Skaleneffekte aus Erfahrungskurveneffekten erwachsen, die mittels eines effizienteren Faktoreinsatzes durch Erfahrungswerte über die Zeit erzielt werden können.

Hinzu können Skaleneffekte kommen, die durch das Bestehen von Marktmacht auf den Beschaffungsmärkten ausgelöst werden, welche wiederum einen günstigeren Bezug von Produktionsfaktoren, wie z.B. Personal, Kapital und Einlagen, ermöglicht werden. Zudem können auch bankenspezifische Skaleneffekte durch Risikodiversifikationseffekte mittels größerer Anleihenportfolios erzielt werden.

Als Probleme von Unternehmenszusammenschlüssen zur Erreichung solcher Skaleneffekte, aber auch generell, können u.a. unterschiedliche Unternehmenskulturen und Unternehmensabläufe gelten, die im Ergebnis eine negative Auswirkung auf den Erfolg einer Bank haben können, da Kunden oder Mitarbeiter dem neu entstandenen Unternehmen und dessen Geschäftsgebaren mit Skepsis begegnen und so dem Unternehmen Know-how und Kunden verloren gehen könnten. Zudem gilt laut Thiesler für das individuelle Beratungsgeschäft der Banken eher eine Kostenstruktur, die hauptsächlich durch variable Kosten gekennzeichnet ist und daher kaum Möglichkeit bietet, Skaleneffekte auszunutzen, weil sich die Kosten vorwiegend proportional zur Anzahl der Kunden verändern. Lediglich für das Investmentbanking wird folglich die Nutzung von Skaleneffekten für möglich gehalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung formuliert die zentrale Forschungsfrage nach der optimalen Betriebsgröße von Banken in Deutschland und skizziert den Aufbau der Untersuchung.

2. Betriebsgrößenstruktur in der deutschen Bankenwirtschaft: Dieses Kapitel beschreibt den Aufbau und die historische Entwicklung der drei Säulen des deutschen Bankenmarktes unter besonderer Berücksichtigung des Konzentrationsprozesses.

3. Zusammenhänge zwischen Betriebsgröße und Bankunternehmenserfolg: Hier werden theoretische Ansätze wie Economies of Scale, Economies of Scope und bankinterne Kosteneffizienz als Erfolgsvariablen von Fusionen erörtert.

4. Empirische Analysen zum Zusammenhang zwischen Betriebsgröße und Bankunternehmenserfolg: Dieses Kapitel stellt verschiedene wissenschaftliche Methoden zur Messung von Skaleneffekten und Ineffizienzen vor und diskutiert die Ergebnisse einschlägiger empirischer Studien.

5. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen, kritisiert die einseitige Fokussierung auf die Kostenseite bei Fusionen und plädiert für eine stärkere Berücksichtigung der individuellen Anpassungsfähigkeit von Banken.

Schlüsselwörter

Betriebsgröße, Banken, Konzentrationsprozess, Economies of Scale, Economies of Scope, X-Ineffizienz, Kosteneffizienz, Fusionen, Universalbanken, Bilanzsumme, Bankunternehmenserfolg, Wettbewerbsfähigkeit, Kreditinstitute.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Seminararbeit untersucht, ob es eine optimale Betriebsgröße für Banken in Deutschland gibt und ob die häufig angestrebten Fusionen tatsächlich zu den erwarteten Effizienzsteigerungen führen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die deutsche Bankenstruktur, der Prozess der Marktkonzentration, theoretische Kostenvorteile durch Skalen- und Verbundeffekte sowie die Messung der bankinternen Effizienz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den wissenschaftlichen Zusammenhang zwischen der Betriebsgröße von Banken und deren Unternehmenserfolg zu analysieren und die These zu hinterfragen, dass größere Banken generell effizienter arbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf der Analyse bestehender Literatur und empirischer Studien, wobei insbesondere verschiedene Kostenfunktions-Methoden und Ansätze zur Messung von Ineffizienzen (wie der "thick frontier approach") kritisch beleuchtet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die theoretischen Grundlagen (Economies of Scale/Scope) und stellt empirische Methoden zur Bestimmung von Kostenvorteilen sowie die Ergebnisse konkreter Untersuchungen an bayerischen und deutschen Bankdaten vor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Bankbetriebsgröße, Fusionen, X-Ineffizienz, Economies of Scale und deutsche Universalbanken charakterisieren.

Warum spielt die Bilanzsumme eine so große Rolle?

Die Bilanzsumme ist das gängigste Maß für die Betriebsgröße, da sie einfach zu erheben ist, dient jedoch laut der Arbeit oft als zu starres Kriterium für die Effizienzbewertung.

Was ist das wichtigste Ergebnis bezüglich der X-Ineffizienz?

Die Arbeit stellt heraus, dass bankinterne X-Ineffizienzen oft eine deutlich stärkere Bedeutung für den Unternehmenserfolg haben als die durch Fusionen angestrebten Größenvorteile.

Gibt es eine wissenschaftliche Empfehlung für Banken?

Ja, die Arbeit empfiehlt, sich eher auf die Verbesserung der internen Kosteneffizienz und individuelle Anpassungsstrategien an Rahmenbedingungen zu konzentrieren, statt blind auf die Erhöhung der Betriebsgröße durch Fusionen zu setzen.

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Details

Title
Optimale Betriebsgröße von Banken
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Lehrstuhl für Finanzdienstleistungen / Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)
Course
Seminar Strukturwandel in der Bank- und Finanzdienstleistungswirtschaft
Grade
1,7
Author
Frank Schröder (Author)
Publication Year
2003
Pages
23
Catalog Number
V16306
ISBN (eBook)
9783638211970
ISBN (Book)
9783638644549
Language
German
Tags
Optimale Betriebsgröße Banken Seminar Strukturwandel Bank- Finanzdienstleistungswirtschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frank Schröder (Author), 2003, Optimale Betriebsgröße von Banken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16306
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