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Soziologie - Die Grundlagen und Entwicklungsformen auf die Generationen bezogen

Titre: Soziologie - Die Grundlagen und Entwicklungsformen auf die Generationen bezogen

Exposé (Elaboration) , 2002 , 21 Pages , Note: 1,1

Autor:in: Peter Schön (Auteur)

Sociologie - Système social et Structure sociale
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Résumé Extrait Résumé des informations

Wenn zwei Neunzigjährige sich im Altersheim kennen und lieben lernen, ist dies heute allenfalls noch dem Lokalblättchen eine Meldung wert. Die zunehmende Überalterung der Bevölkerung und die große Zahl unternehmungslustiger, ja tatendurstiger Rentner führen langsam zu einem selbstverständlicheren Umgang mit alten Menschen, auch wenn sie ihre »Schrullen« haben mögen. Die Vorstellung, daß alte Leute abgeklärt und ohne eigene Wünsche in ihren Dachzimmern sitzen, entspricht sicherlich nicht den Tatsachen. Derartige Anschauungen sind selbst beträchtlichen Modeschwankungen unterworfen. Zur Zeit Martin Luthers puderten sich die Prostituierten ihr Haar weiß – Greisenhaftigkeit galt damals als anziehend. Schon Kinder wurden wie Erwachsene gekleidet. Heute orientieren sich Großmütter an Teenager-Moden . Dabei hat es noch nie so viele alte Menschen gegeben wie in der Gegenwart. Knapp 16 Prozent der westdeutschen Bevölkerung sind Menschen über 65 Jahre, und dieser Prozentsatz wird in den nächsten Jahren noch ansteigen. Die Hochachtung vor dem Alter scheint in vergangenen Zeiten schon deshalb größer gewesen zu sein, weil der Greis ein selteneres Phänomen war und weil im Durchschnitt auch nur der geistig und körperlich Rüstige ein höheres Lebensalter erreichte. Heute erhält sich – und das ist eine zweifelhafte Folge des medizinischen Fortschritts – auch manche Hinfälligkeit, oft sogar gegen den Willen der Betroffenen. So wird Alter – besonders aus der Sicht der Jugend – nur allzuoft mit Senilität und Rückständigkeit gleichgesetzt, dies um so eher, als die ältere Generation seit dem Zweiten Weltkrieg an einem politischen Schuldkomplex trägt, von dem sich die Jugend frei fühlt. Während die Älteren mit »Vergangenheitsbewältigung« beschäftigt waren, mußte ihre Autorität gegenüber der Jugend natürlich schwinden. Das ist nicht nur in Deutschland so, sondern auch in Japan, wo noch vor einem Vierteljahrhundert die Alten besonders verehrt wurden. Heute fühlen sie sich weitgehend überflüssig. Daran ist auch der Aufschwung der Technik schuld – in Fernost wie in Europa oder Nordamerika. Früher wurden handwerkliche Fertigkeiten von einer Generation auf die andere vererbt; und natürlich beherrschte der Alte sie dank langer Erfahrung besser, der Junge hatte von ihm zu lernen. Heute hat jede Generation ihre eigene Technik, die neu erfunden und erlernt wird; was der Alte weiß, ist veraltet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Führen Sie eine Selbsteinschätzung ihres Alters durch und beschreiben Sie dabei , was Sie im Vergleich zu anderen , etwa Gleichaltrigen , jung und alt erscheinen läßt .

Das kalendarische Alter

Das soziale/soziologische Alter

Das biologische Alter

Das psychologische Alter

2. Arbeiten Sie Besonderheiten des älteren Menschen aus ihrer Sicht heraus und stellen sich zugleich die Frage , was den alten Menschen alt und jung erscheinen läßt .

3. Wie stellt die Gesellschaft den älteren Menschen dar ? Können Sie sich mit dieser Bewertung des älteren Menschen einverstanden erklären , warum „ja“, warum „nein “ .

4. Nennen Sie Einflußfaktoren , die das Selbst – und das Fremdbild vom Alter beeinflussen . Arbeiten Sie zugleich heraus , welche Möglichkeiten es gibt , das Fremdbild – und Selbstbild vom Alter zu beeinflussen .

5. Wo werden Selbst – und Fremdbild vom Alter zum Problem und warum ?

6. Wie ist die Selbstbild – und Fremdbildbeeinflussung durch mich selbst , den alten Menschen und die Gesellschaft möglich .

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die vielschichtigen Dimensionen des Alterns, insbesondere die Differenzierung zwischen kalendarischem, sozialem, biologischem und psychologischem Alter sowie deren wechselseitige Beeinflussung. Zentrales Anliegen ist es, die Diskrepanz zwischen dem gesellschaftlichen Fremdbild älterer Menschen und deren tatsächlicher Lebenswirklichkeit aufzudecken, um Wege für eine positivere Alterskultur und mehr Selbstbestimmung im dritten Lebensabschnitt aufzuzeigen.

  • Differenzierung der verschiedenen Altersarten
  • Analyse des gesellschaftlichen Altersbildes und dessen Auswirkungen
  • Bedeutung von Selbstachtung und Identität im Alter
  • Rolle von sozialen Kontakten und ehrenamtlicher Tätigkeit
  • Lösungsansätze zur Korrektur von Fremd- und Selbstbildern

Auszug aus dem Buch

Das biologische Alter

Nach dem biologischen Alter schätzen wir jemanden ein, wenn wir sein Kalenderalter nicht kennen und dennoch sein Alter bestimmten möchten: »Er sieht aus wie ein Sechzigjähriger, also wird er wohl um die 60 sein«. Wir geben unser Urteil auf Grund äußerer Merkmale, auf Grund biologisch physiologischer Anzeichen: die Art der Haare, Falten, die Art des Ganges... Der Körper altert, die Körperzellen altern, diese Altersprozesse zeigen sich nach außen in Aussehen, Leistungsfähigkeit, Gesundheit, Verhalten und Einstellung. In Kindheit und Jugend bedeutet Altern Wachstum und Reife (z.B. Geschlechtsreife), im Erwachsenenalter bedeutet es ab einem bestimmten Zeitpunkt Abbau. Dem biologischen Alterungsprozeß ist der Mensch während seines ganzen Lebens unterworfen. Er kann in seiner Geschwindigkeit sehr unterschiedlich sein, ist aber kein unbeeinflußbares Schicksal.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Führen Sie eine Selbsteinschätzung ihres Alters durch und beschreiben Sie dabei , was Sie im Vergleich zu anderen , etwa Gleichaltrigen , jung und alt erscheinen läßt .: Dieses Kapitel definiert die vier Säulen des Alters – kalendarisch, sozial, biologisch und psychologisch – und erläutert deren unterschiedliche Wirkung auf die individuelle Lebensgestaltung.

2. Arbeiten Sie Besonderheiten des älteren Menschen aus ihrer Sicht heraus und stellen sich zugleich die Frage , was den alten Menschen alt und jung erscheinen läßt .: Hier wird die Lebenswelt älterer Menschen in der Industriegesellschaft beleuchtet, wobei der Fokus auf Isolation, notwendiger Selbständigkeit und dem Umgang mit altersbedingten Einschränkungen liegt.

3. Wie stellt die Gesellschaft den älteren Menschen dar ? Können Sie sich mit dieser Bewertung des älteren Menschen einverstanden erklären , warum „ja“, warum „nein “ .: Das Kapitel kritisiert das negative gesellschaftliche Fremdbild vom „nutzlosen“ Rentner und stellt dem aktuelle Forschungsergebnisse wie die Berliner Altersstudie gegenüber.

4. Nennen Sie Einflußfaktoren , die das Selbst – und das Fremdbild vom Alter beeinflussen . Arbeiten Sie zugleich heraus , welche Möglichkeiten es gibt , das Fremdbild – und Selbstbild vom Alter zu beeinflussen .: Es werden psychologische Komponenten der Selbstachtung analysiert und Wege aufgezeigt, wie durch aktive Teilhabe und soziale Interaktion das Selbst- und Fremdbild positiv gestaltet werden kann.

5. Wo werden Selbst – und Fremdbild vom Alter zum Problem und warum ?: Der Fokus liegt auf der Wechselwirkung zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und individuellem Identitätserleben, insbesondere in der kritischen Situation der Pflege.

6. Wie ist die Selbstbild – und Fremdbildbeeinflussung durch mich selbst , den alten Menschen und die Gesellschaft möglich .: Das abschließende Kapitel plädiert für einen neuen Generationenvertrag und konkrete Maßnahmen, um Senioren aus der Isolation zu befreien und ihre Gestaltungskraft zu stärken.

Schlüsselwörter

Altern, Altersbild, biologisches Alter, kalendarisches Alter, psychologisches Alter, soziales Alter, Identität, Selbstbild, Fremdbild, Generationenvertrag, Altenpflege, soziale Integration, Lebenszufriedenheit, Senioren, gesellschaftliche Teilhabe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die psychologischen und sozialen Herausforderungen des Älterwerdens in der heutigen Industriegesellschaft und untersucht, wie diese das Selbstverständnis älterer Menschen beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernpunkten gehören die Differenzierung der Altersbegriffe, die Rolle von Fremd- und Selbstbildern, die Auswirkungen gesellschaftlicher Vorurteile sowie Möglichkeiten zur Förderung der Selbstbestimmung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Verständnis für den Alterungsprozess zu schärfen und Strategien aufzuzeigen, wie ältere Menschen ihre Lebensqualität durch aktive Teilhabe und ein positives Selbstbild bewahren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung auf Basis soziologischer und psychologischer Erkenntnisse, ergänzt durch praktische Beobachtungen und aktuelle Altersstudien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert, wie externe Erwartungen und interne Identitätskrisen zusammenwirken und welche Wege es gibt, diese Dynamiken durch Kommunikation, Bildung und soziales Engagement zu durchbrechen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Identität, Altersbilder, soziale Integration und die differenzierte Betrachtung von biologischem sowie psychologischem Altern.

Warum wird im Dokument auf das Pflegeheim-Beispiel eingegangen?

Das Beispiel verdeutlicht, wie durch eine reglementierende Kommunikation und die Vernachlässigung der individuellen Bedürfnisse die Gefahr von Gewalt in der Pflege entsteht.

Welche Bedeutung haben die "Rettungsboote" im Text?

Die Metapher der Rettungsboote illustriert die Strategie von Pflegenden, sich durch eine rationale, aber oft distanzierte Sprache vor der emotionalen Belastung durch die Ängste und Klagen der alten Menschen zu schützen.

Fin de l'extrait de 21 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Soziologie - Die Grundlagen und Entwicklungsformen auf die Generationen bezogen
Cours
Umschulung zum exam. Altenpfleger
Note
1,1
Auteur
Peter Schön (Auteur)
Année de publication
2002
Pages
21
N° de catalogue
V163067
ISBN (ebook)
9783640785117
ISBN (Livre)
9783640784790
Langue
allemand
mots-clé
Soziologie Alter primäre Sozialisation sekundäre Sozialisation Generationskonflikte Bedürfnispyramide Maslow Stadtentwicklung das eigene Alter Selbstbild Fremdbild Prägung
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GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Peter Schön (Auteur), 2002, Soziologie - Die Grundlagen und Entwicklungsformen auf die Generationen bezogen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163067
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Extrait de  21  pages
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