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DIE LINKE - Bedroht die Westausdehnung der Linkspartei.PDS ihren Charakter als „ostdeutsche Heimatpartei“?

DIE LINKE - Westausdehnung und Ost-West-Gefälle

Title: DIE LINKE - Bedroht die Westausdehnung der Linkspartei.PDS ihren Charakter als „ostdeutsche Heimatpartei“?

Term Paper , 2010 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Claudia Böcker (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Spätestens seit der Bundestagswahl 2009 konnte sich die Partei DIE LINKE endgültig in die gesamtdeutsche Parteienlandschaft integrieren und hat das System in ein Fünfparteiensystem gewandelt. Bei der Bundestagswahl 2002 war ihr der Eintritt als PDS in den Deutschen Bundestag noch verwehrt geblieben, da sie an der 5%-Hürde scheiterte. Nach der Fusion von PDS und WASG und die Umbenennung der Partei in DIE LINKE schaffte sie es 2005 das erste Mal in dieser Konstellation in den Deutschen Bundestag. Auch auf Landesebene konnte die Partei schon als PDS diverse Wahlerfolge erzielen, welche sich allerdings ausnahmslos auf die neuen Bundesländer beschränkten. Innerhalb der Partei gibt es zahlreiche Auseinandersetzungen, die vor allem auf der Heterogenität ihrer Strukturen beruhen. Auffälligkeiten ergeben sich aus der Zusammensetzung der Wählerschaft sowie der Parteimitglieder. Es lässt sich ein deutliches Ost-West-Gefälle erkennen.
Im Laufe meiner Hausarbeit werde ich die historische Entwicklung der Partei und ihre Mitglieder- und Wählerstruktur darstellen. Anschließend werde ich darauf eingehen, warum die Partei gerade in Ostdeutschland so erfolgreich ist und den Charakter einer „ostdeutschen Heimatpartei“ aufweist. In meinem Fazit möchte ich auf die Frage eingehen, ob die Westausdehnung der Partei diesen Wesenszug gefährdet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichte und Entwicklung der LINKEN

2.1 Von der SED zur PDS

2.2 Die PDS von 1990-2005

2.3 Die Fusion von PDS und WASG

3. Mitgliederstruktur und Wählerschaft

3.1 Mitgliederstruktur

3.2 Wählerschaft

3.3 Probleme der Partei

4. Die Linkspartei.PDS als ostdeutsche Heimatpartei

5. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die strukturelle Zusammensetzung der Partei DIE LINKE, um zu analysieren, ob die Westausdehnung der Partei ihren Charakter als „ostdeutsche Heimatpartei“ gefährdet. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Heterogenität der Partei, die aus der Fusion der PDS mit der WASG resultiert.

  • Historische Genese von der SED zur PDS und schließlich zur LINKEN
  • Analyse der Mitglieder- und Wählerstruktur mit Fokus auf das Ost-West-Gefälle
  • Untersuchung der internen parteiinternen Konfliktlinien zwischen Ost- und West-Flügel
  • Bewertung der Rolle als ostdeutsche „Kümmerer“-Partei vs. gesamtdeutscher Anspruch
  • Herausforderungen für eine zukünftige Regierungsbeteiligung auf Bundesebene

Auszug aus dem Buch

Die PDS von 1990-2005

Bei den Volkskammerwahlen wurde die PDS entgegen läufigen Prognosen mit 16,4% drittstärkste Kraft hinter CDU und SPD. Viele Beobachter sahen die Partei zuvor am Rande der Bedeutungslosigkeit, jedoch wurden diese Vorhersagen von zahlreichen Wahlerfolgen auf Bundes- und Landesebene widerlegt.

Bei den Bundestagswahlen von 1990 bis 2009 konnte sie ihre Stimmenanteile kontinuierlich verbessern und ihre Position laut einer aktuellen Sonntagsfrage von September 2010 mit minus einem Prozentpunkt im Vergleich zur zurückliegenden Bundestagswahl behaupten. Auffällig ist das starke Ost-West-Gefälle, welches sich in der Stimmenverteilung findet. So erlangte die PDS bei den Bundestagswahlen 1990 insgesamt 2,4% der Zweitstimmen, wobei 11,1% aus den neuen und 0,3% aus den alten Bundesländern stammten. Nach Annullierung der 5%-Hürde durch das Bundesverfassungsgerichts, welches diese als Benachteiligung ostdeutscher Bürgerrechtler einstufte, mussten die Parteien nur in einem Teil Deutschlands die 5% erreichen. Aufgrund dessen schaffte es die PDS, zwar ohne eine eigene Fraktion bilden zu können, in den Bonner Bundestag.

Auch bei diversen Landtagswahlen im Osten Deutschlands konnte sie große Erfolge verbuchen. Sie stieg in einigen Ländern zur zweitstärksten Kraft im Parlament noch vor der SPD auf. Die Gründe für die Wahlerfolge lagen einerseits am Erbe aus vergangenen SED-Tagen in Form eines ausgereiften Parteiapparats und einer beträchtlichen finanziellen Ausstattung. Kein anderer politischer Verband im Osten konnte sich mit der Quantität sowie der Qualität der PDS-Strukturen messen. Sie verfügte über 650.000 Mitglieder, darunter redegewandte, politikerfahrene und in den Medien bekannte Aktivisten. Allein die Bundesparteien SPD, CDU/CSU und FDP konnten aufgrund ihrer im Westen etablierten Stellung und ihrer materiellen Ausstattung mit der PDS konkurrieren. Auf der anderen Seite spielte die Selbstinszenierung der Partei eine große Rolle für die Akzeptanz bei den ostdeutschen Wählern. Die Partei konnte sich neben der alten SED- und MfS-Riege auch unter den ostdeutschen Bürgerrechtlern Stimmen und Zuspruch sichern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Etablierung der Partei DIE LINKE im deutschen Parteiensystem ein und definiert die zentrale Forschungsfrage hinsichtlich des Charakters der Partei als ostdeutsche Heimatpartei.

2. Geschichte und Entwicklung der LINKEN: Das Kapitel zeichnet den historischen Weg der Partei von der SED über die PDS bis hin zur Fusion mit der WASG nach, um die Transformationsprozesse zu verdeutlichen.

3. Mitgliederstruktur und Wählerschaft: Hier werden die soziodemografischen Merkmale von Mitgliedern und Wählern analysiert und dabei die deutlichen Unterschiede zwischen dem Osten und dem Westen hervorgehoben.

4. Die Linkspartei.PDS als ostdeutsche Heimatpartei: Dieses Kapitel erörtert die Gründe für die Verwurzelung der Partei im Osten und ihre Inszenierung als „Anwältin der Ostdeutschen“.

5. Fazit: Die abschließende Zusammenfassung bewertet die Folgen der Westausdehnung und kommt zu dem Schluss, dass die durch die Fusion gewonnene Heterogenität den ursprünglichen Charakter einer ostdeutschen Heimatpartei zunehmend verwischt.

Schlüsselwörter

DIE LINKE, PDS, WASG, SED, Ost-West-Gefälle, Heimatpartei, Parteientransformation, Wählerstruktur, Mitgliederstruktur, Regierungsbeteiligung, Opposition, politische Heterogenität, DDR-Vergangenheit, soziale Gerechtigkeit, Bundestagswahl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie sich die Partei DIE LINKE vom ehemaligen ostdeutschen PDS-Erbe zu einer gesamtdeutschen Partei entwickelt hat und ob dieser Transformationsprozess ihren ursprünglichen Identitätskern als "ostdeutsche Heimatpartei" gefährdet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der Partei, die Unterschiede in der Wähler- und Mitgliederzusammensetzung zwischen Ost- und Westdeutschland sowie die parteiinternen Spannungen zwischen verschiedenen Strömungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu analysieren, ob und wie die durch die Westausdehnung gewonnene parteiinterne Heterogenität den Status der Partei als regionale Interessenvertretung der ostdeutschen Bevölkerung untergräbt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse der historischen Entwicklung sowie einer Auswertung von Parteistrukturen und Umfragedaten zu Wähler- und Mitgliedschaftsstrukturen im Zeitraum bis 2010.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Darstellung (SED, PDS, Fusion), eine empirische Betrachtung der Mitglieder- und Wählerschaft sowie eine qualitative Diskussion der Probleme der Partei bezüglich ihrer politischen Positionierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem DIE LINKE, PDS, Ost-West-Gefälle, Heimatpartei, politische Transformation und Heterogenität.

Welche Rolle spielte die WASG bei der Entwicklung der Partei?

Die WASG fungierte als wichtiger Kooperations- und später Fusionspartner, der es der PDS ermöglichte, den Weg in die westdeutschen Parteienlandschaften zu finden und die Hürde für einen bundesweiten Erfolg zu nehmen.

Warum wird die Partei im Osten als "Kümmerer" wahrgenommen?

Die Partei konnte sich aufgrund ihrer historischen Verwurzelung und der gezielten Thematisierung ostdeutscher Probleme (z.B. Widerstand gegen Privatisierungen, Abwertung von Lebensleistungen) erfolgreich als Anwältin ostdeutscher Interessen etablieren.

Was sind die Hauptkonfliktpunkte zwischen Ost- und Westflügel?

Die Konflikte entzünden sich vor allem an der Frage der Regierungsbeteiligung (pragmatisch im Osten vs. fundamentalistisch-oppositionell im Westen) sowie an unterschiedlichen Sichtweisen auf die DDR-Diktaturvergangenheit.

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Details

Title
DIE LINKE - Bedroht die Westausdehnung der Linkspartei.PDS ihren Charakter als „ostdeutsche Heimatpartei“?
Subtitle
DIE LINKE - Westausdehnung und Ost-West-Gefälle
College
University of Bonn  (Politische Wissenschaft)
Course
Regierungslehre
Grade
2,0
Author
Claudia Böcker (Author)
Publication Year
2010
Pages
18
Catalog Number
V163205
ISBN (eBook)
9783640783373
ISBN (Book)
9783640783908
Language
German
Tags
Osterweiterung der Partei DIE LINKE Ost-West-Gefälle
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claudia Böcker (Author), 2010, DIE LINKE - Bedroht die Westausdehnung der Linkspartei.PDS ihren Charakter als „ostdeutsche Heimatpartei“?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163205
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