Weltweit gibt es zahlreiche Menschen, die Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens und Rechtschreibens hatten und haben. Für Deutschland wird davon ausgegangen, dass ca. 3 Millionen Deutsche von einer Lese- Recht-schreibschwäche betroffen sind und dies trotz regelmäßigen Schulbesuchs und Beherrschens der deutschen Sprache.
Dieses Störungsbild wurde bereits im 19. Jahrhundert durch Augenärzte beschrieben.
Zuallererst ist zu klären, was unter LRS, auch „Lese-Rechtschreibschwäche“, „Lese-Rechtschreibstörung“ oder auch „Legasthenie“ genannt zu ver-stehen ist.
Dabei ist festzuhalten, dass es zurzeit keine Einheitlichkeit in Bezug auf die Verwendung von Begriffen und Definitionen für Schwierigkeiten beim Erwerb von Lese- und Rechtschreibfähigkeiten gibt.
Es wird aber auf jeden Fall eine Störung/Schwäche bezeichnet, die durch ausgeprägte Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens und/oder Recht-schreibens gekennzeichnet ist .
Dabei geht es um normgerechtes Lernen. Die Rechtschreibleistung wird in Beziehung zum IQ oder zum Alter gesetzt. Eine Rechtschreibstörung liegt vor, wenn die Rechtschreibleistung um einen bestimmten Betrag unterhalb dessen liegt, was zu erwarten wäre.
Liegt sowohl eine Störung beim Umsetzten von gesprochener zu geschriebener Sprache als auch umgekehrt vor und verfügen die Kinder über eine normale oder sogar überdurchschnittliche Intelligenz, gehen regelmäßig zur Schule, werden dort fachgerecht unterrichtet und sind ansonsten nicht organisch (z.B. durch Hör- oder Sehbehinderung) beeinträchtigt, so spricht man von einer Legasthenie, wobei dieser Begriff wörtlich übersetzt (legere (lateinisch) = lesen/ astheneia (griechisch) = Schwäche) soviel wie Leseschwä
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffserklärung
3. Symptome
4. Folgen
5. Ursachen
6. Diagnostik
7. Förderung
7.1. Aspekte für eine Förderung
7.2. Konzeptionelle Einordnung
7.3. Vorschulische und Schulische Förderung
7.4. Außerschulische Förderung
7.5. Dauer und Umfang der Förderung
7.6. Förderprogramme und Methoden
7.7. Leistungsbewertung
8. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Störungsbild der Lese- Rechtschreibschwäche (LRS), beleuchtet deren Ursachen und Symptome und stellt verschiedene diagnostische sowie förderpädagogische Ansätze zur Unterstützung betroffener Kinder dar.
- Grundlagen und Definition der LRS bzw. Legasthenie
- Symptomatische Erscheinungsbilder beim Lesen und Schreiben
- Psychologische und schulische Folgen für Betroffene
- Diagnostische Verfahren und Voraussetzungen
- Möglichkeiten der individuellen schulischen und außerschulischen Förderung
Auszug aus dem Buch
3. Symptome
Im Vordergrund stehen Probleme beim Verschriftlichen von Wörtern und dem Erlesen von einzelnen Buchstaben und Wörtern. Möglich ist auch, dass nur eine dieser Fähigkeiten deutlich eingeschränkt ist. D. h. eine LRS tritt meist erst im 2. oder 3. Schuljahr deutlich zutage. So werden zum Beispiel einzelne Buchstaben weggelassen oder nur Wortruinen verschriftet. Auch das Abschreiben gelingt nicht fehlerfrei. Oft ist die Handschrift unleserlich. Beim Lesen fällt es schwer, einzelne Laute zu verbinden, die Lesegeschwindigkeit ist deutlich herabgesetzt. Beim Vorlesen haben die Kinder oft Mühe zu starten.
In vielen Fällen können sie den Inhalt des Gelesenen nicht wiederholen, sodass sie auch den Textsinn kaum erfassen. Konkret könnte das z.B. so aussehen:
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in das Thema der Lese-Rechtschreibschwäche und deren historische sowie gesellschaftliche Relevanz.
2. Begriffserklärung: Erläuterung der unterschiedlichen Bezeichnungen wie LRS und Legasthenie sowie der Schwierigkeiten bei der wissenschaftlichen Definition.
3. Symptome: Detaillierte Auflistung der typischen Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben im Schulalltag.
4. Folgen: Beschreibung der Auswirkungen einer LRS auf den Schulerfolg und die psychische Verfassung der betroffenen Kinder.
5. Ursachen: Diskussion potenzieller Auslöser, von Entwicklungsschwierigkeiten bis hin zu genetischen und neurologischen Faktoren.
6. Diagnostik: Vorstellung der Voraussetzungen und Verfahren zur Feststellung einer LRS durch Fachpersonal.
7. Förderung: Umfassende Darstellung von Förderansätzen, Methoden und der rechtlichen Möglichkeit eines Nachteilsausgleichs.
8. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung, dass LRS eine lebenslange Herausforderung darstellt, die durch frühzeitige Förderung positiv beeinflusst werden kann.
Schlüsselwörter
Lese- Rechtschreibschwäche, LRS, Legasthenie, Diagnostik, Förderung, Sprachkompetenz, Schriftspracherwerb, Nachteilsausgleich, phonologisches Bewusstsein, Lernstörung, Teilleistungsschwäche, Schulprobleme.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Lese- Rechtschreibschwäche (LRS) und bietet einen Überblick über das Störungsbild, von der Definition bis hin zu praktischen Fördermöglichkeiten.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zentrale Aspekte sind die Abgrenzung von Begriffen, die Erkennung der Symptomatik, die Auswirkungen auf Betroffene sowie pädagogische Interventionsstrategien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, ein Verständnis für das Wesen der Legasthenie zu schaffen und aufzuzeigen, wie betroffene Kinder durch frühzeitige und gezielte Maßnahmen unterstützt werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erarbeitung genutzt?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle Definitionen, Forschungsergebnisse und bewährte Förderprogramme zusammengeführt werden.
Was wird primär im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Symptomatik, Ursachenforschung, diagnostische Abklärung und die praktische Umsetzung von Fördermaßnahmen.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?
Kernbegriffe sind LRS, Legasthenie, Diagnostik, Förderung, phonologisches Bewusstsein und Nachteilsausgleich.
Welche Rolle spielt die Kooperation zwischen Eltern und Schule?
Die Kooperation ist entscheidend, um den Leistungsdruck für das Kind zu mindern und eine konsistente, auf das Kind abgestimmte Unterstützung zu gewährleisten.
Warum ist eine frühzeitige Diagnose der LRS so wichtig?
Eine frühzeitige Diagnose ermöglicht es, das Kind rechtzeitig zu fördern, um Versagensängste, Schulunlust und sekundäre psychische Probleme zu minimieren.
Besteht nach der Förderung dauerhafte Heilung?
Nein, eine LRS besteht meist lebenslang, jedoch kann die Ausprägung durch gezieltes Training so weit kompensiert werden, dass eine erfolgreiche gesellschaftliche und berufliche Teilhabe möglich ist.
- Arbeit zitieren
- Christian Moor (Autor:in), 2010, Die Grundlagen von Lese- und Rechtschreibeschwäche (LRS). Ursachen, Folgen und Förderungsmethoden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163278