Die Klasse 2b besteht aus 21 Kindern, diese Anzahl verteilt sich auf neun Mädchen und zwölf Jungen. Nur fünf Schüler der Klasse sind Ausländer, davon haben drei Schüler die türkische, zwei die italienische Staatsangehörigkeit. Sie sind jedoch alle in Deutschland aufgewachsen, es bestehen daher nur geringe Sprachschwierigkeiten. Nur D., deren Eltern aus der Türkei stammen, hat teilweise Verständigungsprobleme, da sie bestimmte Wörter nicht versteht, ihre Deutschkenntnisse sind aber relativ gut. In der Klasse herrscht ein gutes soziales Klima. Die Leistungs- und Motivationsfähigkeit der Schüler ist allgemein als gut einzustufen. Die Kinder fertigen die ihnen gestellten Aufgaben meist mit Freude an, sind für neue Inhalte aufgeschlossen und gesprächsbereit. Damit sind wichtige Voraussetzungen für eine entspannte Arbeitsatmosphäre gegeben. Die Schüler arbeiten für ihr Alter auch schon recht selbstständig, wenn der Arbeitsauftrag von ihnen verstanden wurde.
In längeren Arbeitsphasen zeigen sich jedoch bei vielen Kindern schnell Konzentrationsschwierigkeiten. Auch die Einhaltung der Gesprächsregeln fällt ihnen noch schwer, sie haben ein starkes Bedürfnis, sich zu äußern. Nach Erkenntnis der Klassenlehrerin weicht das Verhalten der Schüler aber nicht von dem anderer Zweitklässler ab.
Besonders M. fällt durch sein großes Mitteilungsbedürfnis auf. Er kann sich nur kurz konzentrieren und hat auch oft Angst, Fehler zu machen. Er besitzt wenig Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, dies zeigt sich in häufigem Nachfragen und zögerndem Arbeiten. Die Schüler sind es gewohnt, im Stuhlkreis zusammenzukommen, auch wenn das Bilden des Stuhlkreises teilweise mit einem hohen Lärmpegel verbunden ist. Auf die Themen und Lerninhalte im Fach Musik reagieren die Schüler im Allgemeinen positiv. Sie sind aufgeschlossen und interessiert und beteiligen sich gerne. Die Schüler haben bis jetzt im Musikunterricht noch keine Klanggeschichte erstellt, sie kennen aber das Orff-Instrumentarium bereits, es wurde in der ersten Klasse eingeführt. Zu Beginn der zweiten Klasse haben die Schüler wieder mit den Orff-Instrumenten gespielt, sie kennen also bereits die Benutzung einiger Instrumente. Da aber nicht sehr häufig damit gearbeitet wurde, rechne ich damit, die Namen sowie die Benutzung der Instrumente nochmals erklären zu müssen.
Inhaltsverzeichnis
Analyse der Lerngruppe
Situation der Klasse
Entwicklungspsychologische Voraussetzungen
Einordnung der Stunde in den Unterrichtszusammenhang
Fach Musik
Fächerübergreifend
Sachanalyse
Klanggeschichte
Orff-Instrumentarium
Text der geplanten Stunde
Reizwörter
Didaktische Überlegungen
Zielbestimmung
Begründungen
Methodische Überlegungen
Einstieg
Erarbeitung
Schluss
Unterrichtsverlaufsskizze
Evaluation
Einstieg
Erarbeitung
Schluss
Zielsetzung und Themen
Das Hauptziel dieses Unterrichtsentwurfs ist die Einführung der Schüler der 2. Klasse in die Gestaltung einer Klanggeschichte, wobei die Kinder lernen sollen, Reizwörter in einem Text musikalisch zu identifizieren und mit dem Orff-Instrumentarium sowie körpereigenen Instrumenten umzusetzen.
- Analyse der lernpsychologischen Voraussetzungen einer 2. Grundschulklasse
- Einführung in das Orff-Instrumentarium zur musikalischen Illustration
- Förderung der Ausdrucksfähigkeit durch die Verbindung von Musik und Sprache
- Reflexion über musikalische Gestaltungsmittel und Angstbewältigung durch thematische Auseinandersetzung
Auszug aus dem Buch
Reizwörter
In dieser Geschichte gibt es einige sehr deutliche Reizwörter, bei denen ich erwarte, dass sie von den Kindern gefunden werden. Dazu gehören: Wind, donnern, Regentropfen fallen auf die Erde, es regnet immer weniger.
Diese Situationen können relativ leicht dargestellt werden.
Probleme kann es besonders mit dem Wort blitzen geben. Es wird für die Schüler auch eines der Reizwörter sein, da man einen Blitz aber nicht hört, rechne ich an diesem Punkt mit Diskussionen.
Aber auch weniger deutliche Reizwörter sollen gefunden werden. So kann man sich beispielsweise überlegen, wie der Satz „Die Wolke wird immer dunkler und schwerer.“ dargestellt werden kann.
Im weiteren ist es schwierig einzuschätzen, welche Wörter die Kinder besonders reizen, dies kann nicht geplant werden.
Zusammenfassung der Kapitel
Analyse der Lerngruppe: Dieses Kapitel beschreibt die Zusammensetzung der Klasse 2b und die entwicklungspsychologischen Voraussetzungen der Schüler gemäß Jean Piagets Stufenmodell.
Einordnung der Stunde in den Unterrichtszusammenhang: Hier wird der Bezug zum Fach Musik und die fächerübergreifende Anbindung an Sachkunde, Deutsch und Kunst erläutert.
Sachanalyse: Das Kapitel liefert Hintergrundwissen zu Klanggeschichten, zum Orff-Instrumentarium sowie den spezifischen Text und die Reizwörter für die Unterrichtseinheit.
Didaktische Überlegungen: Die Autorin legt hier die Lernziele dar und begründet die musikalische Förderung sowie die Angstbewältigung durch den Umgang mit Naturphänomenen.
Methodische Überlegungen: Dieses Kapitel skizziert den zeitlichen und inhaltlichen Aufbau der Stunde, unterteilt in Einstieg, Erarbeitung und Schluss.
Unterrichtsverlaufsskizze: Hier findet sich die tabellarische Zusammenfassung der einzelnen Phasen inklusive Ziele, Lehrer-Schüler-Interaktion und Materialeinsatz.
Evaluation: Die Autorin reflektiert den tatsächlichen Unterrichtsverlauf und vergleicht die praktischen Erfahrungen mit den ursprünglichen Planungen.
Schlüsselwörter
Klanggeschichte, Orff-Instrumentarium, Musikunterricht, Grundschule, Unterrichtsentwurf, Donner, Regen, Reizwörter, Elementare Musik, Musikalische Gestaltung, Angstbewältigung, 2. Klasse, Wetter, Gruppenarbeit, Instrumentenkunde
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Planung und Durchführung einer Musikstunde in einer 2. Klasse, in der die Kinder eine Klanggeschichte zum Thema „Wetter“ gestalten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die instrumentale Umsetzung von Geräuschen, die Arbeit mit dem Orff-Instrumentarium und die kreative Gestaltung von Erzähltexten durch Musik.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?
Die Schüler sollen lernen, Reizwörter in einem Text zu finden und diese musikalisch bewusst und differenziert mit Instrumenten oder dem eigenen Körper zu imitieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Methode des Unterrichtsentwurfs mit einer Analyse der Lerngruppe, einer Sachanalyse und anschließender didaktisch-methodischer Reflexion.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Einordnung der Stunde, der detaillierten Beschreibung der Instrumente, der Planung des Unterrichtsverlaufs und der Evaluation der Praxiserfahrung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Klanggeschichte, Orff-Instrumentarium, Musikpädagogik, Grundschule und Unterrichtsreflexion.
Warum spielt die Angstbewältigung eine Rolle für die Kinder?
Da viele Kinder Gewitter als bedrohlich empfinden, soll die kontrollierte Auseinandersetzung mit dem akustischen Phänomen „Donner“ helfen, Ängste abzubauen.
Wie reagierten die Kinder auf die Herausforderung, das Wort „Blitz“ musikalisch darzustellen?
Wie erwartet löste dies Diskussionen aus, da ein Blitz visuell ist, aber kein Geräusch erzeugt, was die Schüler dazu brachte, zwischen sichtbaren und hörbaren Phänomenen zu unterscheiden.
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- Melanie Knapp (Author), 2001, Unterrichtseinheit: Erstellen einer Klanggeschichte (Klasse 2), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16333