Zur Geschichte der deutschen Verwaltungssprache


Hausarbeit (Hauptseminar), 2010

25 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Zur Geschichte der Fachsprachen

2. Zur Geschichte der Verwaltung

3. Anfänge der Verwaltungssprache

4. Deutsch als Fachsprache - Deutsch als Verwaltungssprache

5. Fazit

Literaturverzeichnis

0. Einleitung

Das Thema der vorliegenden Hausarbeit ist die Geschichte der Verwaltungssprache. Es ergeben sich jedoch bei der genauen Festlegung des Begriffs Verwaltungssprache Probleme, die meines Erachtens eine Herangehensweise aus einem größeren Blickwinkel erfordern. Daher werde ich mich zuerst dem Thema der Fachsprachen im Allgemeinen widmen, um dann zu versuchen, die Verwaltungssprache genauer abzugrenzen. Da die Verwaltungssprache, besonders die der Behörden, durch ihren natürlichen Kontext eng mit der Judikative verbunden ist, wird es dort thematisch zu Überschneidungen kommen. Ich werde versuchen, den Begriff Verwaltung näher einzugrenzen und die Geschichte der Verwaltung in Deutschland in seinen Anfängen aufzuzeigen. Darauf folgend werde ich auf die Anfänge des Deutschen als Fachsprache und als Verwaltungssprache eingehen.

Es liegen trotz einiger Desiderata zahlreiche Publikationen zu dem Themengebiet Verwaltungssprache vor, vor allem Ärgernisse im externen Gebrauch betreffend, so z. B. zu Missverständnissen bzw. Unverständnis zwischen Verwaltungsmitarbeitern und Bürgern. Als Reaktion darauf folgten vielfältige Verbesserungsvorschläge nicht nur jüngeren Datums. Das Gebiet wurde vor allem von Linguisten untersucht, erfährt aber auch zunehmend aus sozialwissenschaftlicher Sicht Zuwendung. Leider kann man das gleiche nicht unbedingt über die historische Betrachtung der Verwaltungssprache sagen. Zu diesem Themengebiet ist der Forschungsstand vor allem durch Desiderata geprägt. Becker-Mrotzek (1999) und Rehbein (1998) bieten einen Forschungsüberblick aus linguistischer Perspektive. L. Drozd / W. Seibicke geben einen Einblick in die deutsche Fach- und Wissenschaftssprache, und beleuchten auch historische Aspekte. Zur germanistischen und internationalen Fachsprachenforschung findet sich ein umfangreiches Werk herausgegeben von L. Hoffmann / H. Kalverkämper / H. E. Wiegand. Auch hierin befindet sich ein Artikel zur Geschichte der Verwaltungssprache. Über die Kanzleisprachen des Mittelalters und der frühen Neuzeit berichten H. Moser (1985) und R. Bentzinger (2000), beide veröffentlicht in der Reihe ’Sprachgeschichte’. Trotzdem hatte ich den Eindruck, dass diesem Gebiet zwar einzelne Aufsätze gewidmet werden, oder es am Rande Erwähnung findet, aber sich bis dato noch kein Autor erschöpfend damit beschäftigen wollte. Alle Autoren benennen verschiedenste Forschungslücken. Zum einen fällt die Vermischung der drei fachsprachlichen Bereiche (Handwerk, (Geistes-)wissenschaft, Recht und Verwaltung) auf, die einer etwas strikteren Abgrenzung bedürften, die sich jedoch offenbar schwierig gestaltet. Zum anderen finden sich Mängel in der Einordnung sprachlicher Phänomene, sowohl die Lexik, als auch noch stärker die Syntax betreffend, und in der Interpretation ihrer Funktionen. Des Weiteren wäre generell eine umfassende Diachronie der Fachsprachen, und insbesondere der Verwaltungssprachen, wünschenswert. Laut Seibicke (2002:2377) steht eine wissenschafts-theoretische Diskussion über die Historiographie der Fachsprachen noch aus. Es sei vorrangig zu klären, was als erstes Anzeichen für die Existenz einer Fachsprache aufgefasst werden könne. Außerdem wird betont, dass “die zeitlich vorausliegenden Sachwortschätze in der historischen Fachsprachenforschung immer mitberücksichtigt werden müssten, da die Herausbildung einer Fachsprache ein langwieriger und selten geradlinig verlaufender Prozess sei“ (Seibicke 2002:2378). Das Gebiet ist derart komplex, dass eine Hausarbeit dieses Umfangs meines Erachtens nicht annähernd den nötigen Rahmen bieten, und somit nur einen Ausblick auf die Thematik geben kann. Die Geschichte der Verwaltungssprache im Allgemeinen, außerdem die Geschichte der unterschiedlichen Verwaltungssprachen im Speziellen, wären meiner Ansicht nach passendere Themengebiete für eine Dissertation. Wünschenswert wäre hierbei auch eine stärker interdisziplinär ausgerichtete Betrachtungsweise der Thematik.

Historiker, Kunsthistoriker, Sprachwissenschaftler verschiedenster Länder, Sozialwissenschaftler, Politologen, etc. dürften ein großes Beschäftigungsgebiet vorfinden.

1. Zur Geschichte der Fachsprachen

Unter dem Begriff Fachsprachen werden allgemein auch die Wissenschafts- und die Verwaltungssprache subsumiert. Bei dem Versuch der historiographischen Bearbeitung des Themas Fachsprachen stellt man fest, dass die zur Verfügung stehende Literatur zu Wünschen übrig lässt. Zwar wurden einzelne Fachsprachen durchaus gründlich behandelt1, aber es liegen nur wenige Überblickdarstellungen vor. Wie Roelcke (1999:159) bemerkt, liegt keine umfassende Darstellung der Geschichte der deutschen Fachsprachen vor und stellt daher, u.a. “aufgrund der sprach- und kulturgeschichtlichen Bedeutung fachlicher Kommunikation, ein bedeutsames Desiderat der germanistischen Sprachwissenschaft dar“. Auch eine allgemein anerkannte Periodisierung der Entwicklung der deutschen Fachsprachen existiert bis heute nicht, obwohl von verschiedenen Autoren Periodisierungen vorgeschlagen wurden (s. Roelcke 1999:161).2

Die in der Sprachgeschichte übliche Einteilung in Althochdeutsch, Mittelhochdeutsch, Frühneuhochdeutsch, usw. ist für die Periodisierung der Fachsprachengeschichte ungeeignet. Denn hierbei sind nicht Veränderungen im Lautsystem wichtig, sondern z. B. Entdeckungen und neue Denkansätze, die den Bestand und die Qualität von Fachsprachen verändern (s. Seibicke 2002:2379f).

Dass die Quellenlage besonders im “vorliterarischen Dunkel des Frühmittelalters“ (V. Hahn 1983:12) quasi nicht vorhanden ist, liegt an der rein mündlichen Kommunikation der unterschiedlichen Fachsprachen zu dieser Zeit. Dies erschwert die Analyse historischer Fachsprachen ganz erheblich. Auch lässt sich nicht einwandfrei sagen, ob innerhalb eines vorliterarischen Zeitraums von Fachsprachen im heutigen Sinn gesprochen werden kann. Einige Autoren schlagen eine abweichende Benennung vor, z. B. Gruppensprachen, nach Fluck (1996:27f). Des Weiteren ist zu beachten, dass v.a. der mittelalterliche, aber auch der neuzeitliche Mensch, einen zum weitaus größten Teil lokal geprägten Handlungs- und damit Kommunikationsbereich hatte. Aus diesem Grund finden sich in diesem Zeitraum und darüber hinaus viele Belege für regionale Varianten im Fachwortschatz. Die Ansätze für die Herausbildung von eigenständigen Fachdisziplinen und daraus resultierend Fachsprachen liegen nach Drozd / Seibicke (1973:3) sowohl in der Arbeitsteilung,3 als auch in der Trennung von Wohn- und Arbeitsstätte, und damit von häuslicher und beruflicher Kommunikation. Schon in relativ einfach strukturierten Gesellschaften resultierte eine erste Spezialisierung z.B. im Waffenbau, in der Heilkunde oder im Jagdwesen aufgrund von unterschiedlicher Begabung (s. Fluck 1996: 27). Seibicke erscheint als zusätzliches Merkmal besonders wichtig, dass die sprachlichen Besonderheiten wesentlich in der intensiven tätigen (praktischen) und erkennenden (reflektierten) Bewältigung eines bestimmten Wirklichkeitsausschnittes begründet sind, den die an dieser Aufgabe Beteiligten (die Fachleute) als ihr Arbeitsfeld (Fachgebiet) verstehen (Seibicke 2002:2378).

Bauern, Fischern und Schmieden wird bereits sehr früh das Vorkommen eines eigenen Fachvokabulars zugestanden. In vielschichtiger strukturierten Gesellschaften späterer Jahrhunderte wurde auf bestehendem Wissen aufgebaut und dieses differenziert. Als massivem lateinischem Einfluss, teilweise Französisch. Beginnende Wissenschaftssprache. Dritte Phase: Ab 1800 bis Ende des 20. Jh.s, neuzeitliche Fachsprachen, landessprachliche Institutionen- und Wissenschaftssprache. Letzte Phase: Gegenwart, Wissenschaftssprache unter internationalem Einfluss verstärkt durchsetzt mit v. a. englischsprachigen Anteilen, teilweise ausschließlich in Englisch.

Beispiel nehme man die Lehre der sieben artes liberales, die quasi als Grundstein der höheren Wissenschaften fungierten. Auch im Umkreis mittelalterlicher Bauprojekte, vor allem unter italienischem (Rom, Florenz, etc.) und französischem Einfluss, aber auch verstärkt auf deutschem Gebiet (Kaiserpfalzen, Dome, Klöster, Grabdenkmäler, usw.) muss es einen massiven Zuwachs an Spezialisierung des Vokabulars gegeben haben. Ein ausgeprägtes Fachvokabular des Bauwesens konnte sich nur im Umfeld mittelalterlicher Klostergesellschaften, auf der Grundlage von Entlehnungen aus dem römisch-lateinischen Sachwortschatz entwickeln.4 Allerdings ist das Vorhandensein sondersprachlicher Phänomene im Wortschatz oder auf anderen Sprachebenen allein kein brauchbares Kriterium für eine Abgrenzung von Fachsprachen, da dies auch auf Standes- und Gruppensprachen zutrifft (s. Seibicke 2002:2378f). Möhn (1984:129) erkennt bei der Herausbildung einzelner Fächer, nebst sprachlicher Verselbst- ständigung, drei verschiedene Phasen der Entwicklung: Die Abgrenzung der einzelnen Arbeitsbereiche, die Arbeitsteilung in einer Gesellschaft in Verbindung mit darauf folgenden sozialen Veränderungen (Bildung von Interessengemeinschaften) und die Konstitution fachlich autonomer Bereiche mit fachspezifischen Kommunikations- formen. Drozd / Seibicke (1973:3) nennt diese sprachlichen Ausprägungen im Frühmittelalter jedoch “Sachsprachen einzelner Arbeitsbereiche“, die als historische Vorgänger von Fachsprachen angesehen werden müssten. Es dauere zum Teil einige Jahrhunderte, bis sich ein bestimmter Anteil der sprachlichen Kommunikation aus dem unmittelbaren Zusammenhang einer Arbeitssituation löse. Die mittelalterlichen Fachsprachen des Handwerks zeigen laut Fluck (1996:29) die nachstehend genannten Kennzeichen: Eine Theoriesprache fehlt weitestgehend, es findet sich durch die Zünfte ein enger Kommunikationsradius und eine einheitliche Arbeitswelt. Nur so sei der Rahmen für eine individuelle Ausprägung der Kommunikation gegeben. Des Weiteren hebt H.-R. Fluck sowohl die Mundartlichkeit, die Lexik mit starker metaphorischer und affektiver Komponente, als auch die geringe innere und äußere Differenzierung hervor. Ein schriftlicher Beweis der sich steigernden Arbeitsteilung und Organisation der unterschiedlichen Stände ist ein Verzeichnis von 50 Nürnberger Handwerker- vereinigungen aus dem Jahre 1363 (s. Drozd / Seibicke 1973:12f). Die Schriften der Zünfte und Gilden zeigen, dass das Leben innerhalb dieser Gemeinschaften mithilfe von Ordnungen, Erlässen und Protokollen organisiert war. Rechte und Pflichten der Mitglieder waren genau bestimmt. Diese fachsprachliche Kommunikation trug alle Merkmale einer Vertrags- und Urkundensprache, gemessen an Wortschatz, Formelhaftigkeit und komplexer Syntax (s. Drozd / Seibicke 1973:20f). Die Niederschrift solcher Texte zur fachinternen Kommunikation setzte in vielen Bereichen erst spät ein (s. Seibicke 2002:2379). Somit ist ein großer Teil der älteren Literatur eben nicht fachintern, sondern dient (wie z. B. mittelalterliche Enzyklopädien, Weltchroniken, u. dergl.) der Weitergabe von allgemeinem Wissen, oder befasst sich wie z. B. bei vielen Ordnungen im Handwerkswesen vornehmlich mit sozialen Aspekten des Arbeitslebens (ebd.).

Der von Italien ausgehende und sich auch auf deutschem Gebiet ab Mitte des 15. Jh.s ausbreitende Humanismus5, brachte neue Gedanken über Natur und Wissenschaften in die Köpfe der Menschen. Die Vereinfachung der Buchherstellung durch Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern (ab 1448), und die sich ausbreitende städtische Buchkultur (s. V. Hahn 1983:25) bildeten den Nährboden für eine rasche, schriftliche Ausbreitung von Wissen. Der damit sprunghaft erweiterte kommunikative Radius der Menschen führte zu einem aufkeimenden Verlangen nach fachspezifischem Austausch, welches seinerseits in einer Explosion fachwissen- schaftlicher Schriften resultierte (s. V. Hahn 1983:26). Fachzeitschriften des frühen 16. Jh.s war fast durchgängig gemeinsam, dass sie das Wissen immer praktisch zu vermitteln versuchten. Diese handlungsanleitende und damit rezipientenorientierte Literatur erinnert stark an die frühen Kunstbücher Italiens, wie z. B. Libro dell’arte von Cennino Cennini, oder, viel früher, das Werk Vitruvs.6 Das Frühneuhochdeutsche bot eine große Anzahl an Varianten im Wortgebrauch, was sich durchweg in den frühen Fachsprachen niederschlug. Dadurch, dass es keine Regelungen oder Leitfäden zum Gebrauch gab, findet sich dort eine verwirrende Vielzahl an Ausdrücken mit zahllosen Varianten und Synonymen (s. Döring / Eichler 1994:21). Dies erklärt sich nicht nur durch regionale Unterschiede, stilistische Vorlieben und den unter-schiedlichen Gebrauch in den verschiedenen Bevölkerungsschichten, sondern auch durch den gleichzeitigen Gebrauch von praktischem und theoretischem Vokabular. Letzteres sieht man besonders deutlich am Gebrauch von Mittelhochdeutsch / Frühneuhochdeutsch und Latein in derselben Fachschrift, resp. in ein und demselben Satz (s. Döring / Eichler 1994:23). Darüber, ob es sich bei diesem Phänomen um die gegenseitige Veränderung durch zwei relativ gleichwertige Entitäten handelt (lateinisch tradierte Theorie vs. mündliche d. h. mhd. tradierte Praxis), oder ob das Lateinische nicht eher jahrhundertelang den höheren Stellenwert innehatte und sich deshalb in die deutschsprachige Fachliteratur einmischen konnte, kann man diskutieren. Der Gebrauch des Lateinischen zeigte sich jedenfalls nicht nur durch die Vermischung des Vokabulars, sondern veränderte auch z. B. den Satzbau (Periodenbildung etc.). Es wurden aber auch deutsche Begriffe entweder unübersetzt in lateinische Übersetzungen eingemischt, oder wortwörtlich ins Lateinische übersetzt, wodurch lateinische Neologismen entstanden. Durch den Humanismus und die sich steigernde Wissbegierde des Bürgertums, wuchs die Position des Deutschen als Fachsprache. Vor allem ab Mitte des 17. Jh.s fanden sich vermehrt Bürger zu Interessengemeinschaften zusammen. Dies zog die Auflage zahlreicher neuer Fachzeitschriften und erster Terminologiebücher nach sich. Es zeigten sich verstärkt Anstrengungen, in allen Fachsprachen eine einheitliche landessprachliche Linie durchzusetzen. Die Anstöße hierzu kamen größtenteils aus der fortschrittlichen Praxis und setzten daher mehr und mehr den Gebrauch der deutschen Sprache durch (s. Drozd / Seibicke 1973:17). Aber auch Theoretiker, wie z. B. G. W. Leibnitz, waren daran interessiert, die deutsche Sprache voranzutreiben bzw. zu verbessern. Er forderte eine Normierung und Vereinheitlichung, die kontrollierte Einbürgerung fremder Begriffe und die vorsichtige Neubildung neuer Worte, sei es durch Erfindung oder neue Zusammensetzung. Auch andere Wissenschaftler setzten sich für eine landessprachliche Terminologie ein und zeigten dies, indem sie ihre eigenen Abhandlungen ins Deutsche übersetzten (s. Fluck 1996:30). Im 18. Jh. vergrößerte sich der Bestand an Fachtexten und ihr Ausbreitungsradius immens. Die industrielle Entwicklung sowie die von neuzeitlichen Organisationsformen in Technik und Wissenschaften (s. V. Hahn 1983:35), als auch das verbesserte Postwesen und der erweiterte Handel über größere Distanzen hinweg, resultierten in der Ausbildung moderner Fachsprachen (s. V. Hahn 1983:36f). Das Eingreifen von staatlicher Seite in Organisation und Aufbau der verschiedenen Industrien führte zu Veränderungen in den jeweiligen Fachsprachen. Dadurch, dass die Verwaltung ordnend, ergänzend, regelnd, systematisierend und theoretisch unterbauend auf sie einwirkte, wurden sie von ’oben’ und ’außen’ umgestaltet (Seibicke 2002:2382).

[...]


1 Bsp.: Die mittelalterliche Artesliteratur von Gerhard Eis, die Fischersprache von Hans-R. Fluck und die Kanzleisprachen von H. Moser und R. Bentzinger.

2 Man könnte sie vielleicht wie folgt einteilen: Erste Phase: Beginn fraglich bis ca. 1350, gekennzeichnet durch mundartliche Handwerkssprachen. Zweite Phase: Ab dem 14. Jh. bis um 1800, frühneuzeitliche Fachsprachen: Handwerkssprachen, auch Institutionensprache in der Landessprache, doch noch unter

3 D. h., dass die Ausführung bestimmter Aufgaben in einer Gemeinschaft sich fest mit einem besonderen Personenkreis verbindet (s. Seibicke 2002:2378).

4 Hiermit soll in keiner Weise die Bedeutung der spezialsprachlichen Syntax aberkannt sein. Es reicht nicht, nur die Lexik einer Fachsprache zu betrachten. Hierzu siehe auch Fluck (1996:11f). Auch laut Seibicke (2002:2378) muss man Syntax, Stil, pragmatische und text-linguistische Aspekte bei der Beschreibung von Fachsprachen noch stärker berücksichtigen.

5 Eine einflussreiche Persönlichkeit für die Strömung in Deutschland war Peter Luder.

6 Abweichend (laut meinem Verständnis) findet sich hierzu bei Seibicke (2002:2381) die Benennung dieser Texte als ’historia artis’, also als weitgehend historisch-beschreibend.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Zur Geschichte der deutschen Verwaltungssprache
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Germanistisches Institut)
Veranstaltung
Hauptseminar Verwaltungssprache
Note
1,7
Autor
Jahr
2010
Seiten
25
Katalognummer
V163451
ISBN (eBook)
9783640776603
ISBN (Buch)
9783640776849
Dateigröße
474 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fachsprachen, Geschichte
Arbeit zitieren
M. Braun (Autor), 2010, Zur Geschichte der deutschen Verwaltungssprache, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163451

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