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Frühförderung der Muttersprache von Migrantenkindern

Título: Frühförderung der Muttersprache von Migrantenkindern

Tesis (Bachelor) , 2010 , 48 Páginas , Calificación: Gut

Autor:in: Sophie Winkler (Autor)

Salud - Otros
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Die Frühförderung der Muttersprache von Migrantenkindern spielt in Bezug auf den erfolgreichen Zweitspracherwerb eine wesentliche Rolle und stellt das österreichische Bildungssystem vor große Herausforderungen. Von wissenschaftlicher Seite gibt es Forderungen, wie mit Mehrsprachigkeit in Institutionen umgegangen werden soll, um das vorhandene Potential langfristig nützen zu können und den bilingualen Kindern eine erfolgsversprechende (sprachliche) Zukunft zu gewährleisten. Dem Kindergarten als frühester Bildungseinrichtung kommt dabei eine Schlüsselposition zu, innerhalb derer der Grundstein für die weitere bilinguale sprachliche Entwicklung gelegt wird.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen zum Bilingualismus

2.1 Was versteht man unter „Mehrsprachigkeit“?

2.2 Bilinguale Sprachvermittlungskonzepte

2.2.1 Additive Mehrsprachigkeit

2.2.2 Subtraktive Mehrsprachigkeit

2.2.3 Doppelspracherwerb

2.2.4 Zweitspracherwerb

2.3 Theorien zum Erwerb der Zweitsprache

2.3.1 Die Identitätshypothese

2.3.2 Die Transfer-Hypothese

2.3.3 Die Interlanguage-Hypothese

2.3.4 Die Monitor-Hypothese

2.3.5 Die Pidgin-Hypothese

2.4 Typen der Bilingualität

2.4.1 Eine Person – Eine Sprache

2.4.2 Nicht Umgebungssprache zu Hause

2.4.3 Die eine Sprache zu Hause – die andere Sprache aus der Umgebung

2.4.4 Zwei Sprachen zu Hause – eine andere Sprache aus der Umgebung

2.4.5 Nicht muttersprachliche Eltern

2.4.6 Gemischte Sprachen

2.5 Bedingungen für den Zweitspracherwerb

2.5.1 Prestige der Muttersprache

2.5.2 Gleichwertigkeit von Erst- und Zweitsprache

2.5.3 Individuelle familiäre Situation

2.6 Wichtigkeit der Muttersprache in Bezug auf den Zweitspracherwerb

2.6.1 Entwicklung von Selbstvertrauen

2.6.2 Sprache der Gefühle/des Erziehens

2.6.3 Aufbau von Weltwissen

2.6.4 Zurückgreifen auf bekannte Strukturen/sprachliche Ressourcen

2.6.5 Kognitive Entwicklung

3 Wissenschaftliche Forderungen an den Umgang mit Mehrsprachigkeit

3.1 Welche Sprache soll gefördert werden?

3.2 Über welchen Zeitraum soll gefördert werden?

3.3 „Deutsch-only-Programme“ und Mehrsprachigkeitskritik

3.4 Mangelnde Kompetenzen in der Zweitsprache bei Schuleintritt – mögliche Gründe und Lösungsstrategien

3.5 Die Rolle des Kindergartens in einer multikulturellen Gesellschaft

3.6 Studie: A kuci sprecham Deutsch

3.6.1 Design der Studie

3.6.2 Ergebnisse der Studie

3.6.3 Empfehlungen der Autoren an die Bildungspolitik

4 Aktuelle Situation in den österreichischen Kindergärten

4.1 Besuch von Kinderbetreuungseinrichtungen

4.2 Einstellung zur Mehrsprachigkeit im Kindergarten

4.2.1 Ziel der Studie

4.2.2 Durchführung

4.2.3 Ergebnisse der Studie

4.2.4 Empfehlungen der Autoren

4.3 Zweisprachige Kindergärten in Österreich

4.3.1 Interkultureller Bildungsgarten Graz

4.3.2 Interkultureller Montessori-Kindergarten Ottakring (Wien 16)

4.3.3 Interkultureller Kindergarten Lehen

5 Conclusio

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der muttersprachlichen Frühförderung für Kinder mit Migrationshintergrund im österreichischen Kindergarten. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Mehrsprachigkeit als Potenzial genutzt werden kann, um bessere Bildungsvoraussetzungen und eine gelungene Integration zu ermöglichen.

  • Theoretische Grundlagen des Bilingualismus und verschiedene Spracherwerbshypothesen.
  • Wissenschaftliche Anforderungen an einen kompetenzorientierten Umgang mit Mehrsprachigkeit.
  • Analyse der aktuellen Situation und Einstellung in österreichischen Kinderbetreuungseinrichtungen.
  • Vorstellung erfolgreicher Praxisbeispiele für mehrsprachige Erziehung im Kindergarten.
  • Reflektion der Bedeutung der Erstsprache für die kognitive und psychische Entwicklung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Welche Sprache soll gefördert werden?

In der gegenwärtigen Literatur ist die Frage, welche Sprache(n) (Erstsprache, Zweitsprache, oder beide Sprachen) gefördert werden solle(n), ein zentraler Punkt vieler Arbeiten, die sich mit der Thematik des Bilingualismus auseinandersetzen. Weitgehend herrscht Konsens darüber, dass die Muttersprache bei Sprachfördermaßnahmen nicht ausgeklammert werden sollte. In der Regel erwerben Migrantenkinder im Kindergarten die deutsche Sprache jedoch unter Submersionsbedingungen, das heißt, die jeweilige Muttersprache wird zur Gänze ausgeklammert und das Ziel besteht in der Einsprachigkeit in der Majoritätssprache (Zweitsprache). In den deutschen Bildungseinrichtungen wird laut Röhner auf Zwei- und Mehrsprachigkeit bisher keine angemessene Rücksicht genommen (vgl. 2005, S. 7).

Röhner befürwortet den Miteinbezug der Muttersprache bei der Sprachförderung. Sie meint, dass die fehlende Berücksichtigung der Muttersprache im Kindergarten nicht nur dazu führt, dass Kinder bereits erworbenes sprachliches Wissen nicht nutzbringend in den Zweitspracherwerb einbeziehen können, sondern dass sie auch eine unsichere Identitätsentwicklung zur Folge haben kann. Als problematisch beurteilt Röhner außerdem, dass das Kind die Zweitsprache „auf der Grundlage einer noch nicht entwickelten Erstsprache erlernen muss.“ (2005, S. 9)

Dass „gut entwickelte Kenntnisse in der Erstsprache […] eine günstige Voraussetzung für eine schnelle Progression in der Zweitsprache [sind]“ (Röhner, 2005, S. 8), bestätigt auch Fleck: LehrerInnen beobachten häufig, dass die Deutsch-Fortschritte von Migrantenkindern, die mit ca. zehn Jahren nach Österreich emigriert sind, viel rasanter vor sich gehen als bei jenen Migrantenkindern, die in Österreich eingeschult wurden. Als Grund dafür wird das solide Fundament der Quereinsteiger in der L1 angenommen. (vgl. Fleck, n.d., S. 1)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Diskrepanz zwischen der notwendigen Mehrsprachigkeit in einer globalisierten Welt und dem vorherrschenden monolingualen Habitus in Österreich.

2 Theoretische Grundlagen zum Bilingualismus: Dieses Kapitel erläutert zentrale Konzepte wie den Zweitspracherwerb, verschiedene Hypothesen zum Sprachenlernen sowie die Bedeutung der Muttersprache für die kognitive Entwicklung.

3 Wissenschaftliche Forderungen an den Umgang mit Mehrsprachigkeit: Es werden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse diskutiert, die für eine gezielte Einbeziehung der Muttersprache im Kindergarten plädieren, um langfristige Bildungsnachteile zu vermeiden.

4 Aktuelle Situation in den österreichischen Kindergärten: Dieser Teil beleuchtet die Betreuungssituation von Migrantenkindern in Österreich, analysiert Einstellungen des Personals und stellt Praxismodelle wie den interkulturellen Bildungsgarten in Graz vor.

5 Conclusio: Die Conclusio fasst zusammen, dass Mehrsprachigkeit ein gesellschaftliches Reservoir darstellt und die Förderung der Muttersprache einen essenziellen Grundstein für den Bildungserfolg legt.

Schlüsselwörter

Bilingualismus, Mehrsprachigkeit, Frühförderung, Zweitspracherwerb, Migrantenkinder, Kindergarten, Muttersprache, Bildungserfolg, Sprachförderung, Integrationspolitik, Interkulturalität, Sprachentwicklung, Erstsprache, kognitive Entwicklung, Sprachbad.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frühförderung der Muttersprache von Migrantenkindern und der kritischen Auseinandersetzung mit Sprachförderkonzepten in österreichischen Kindergärten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind der Bilingualismus, die theoretischen Hintergründe des Zweitspracherwerbs, die Rolle des Kindergartens bei der Integration sowie die Bedeutung der Erstsprache für den späteren Schulerfolg.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse zu begründen, warum eine muttersprachliche Frühförderung für die sprachliche und kognitive Entwicklung bilingualer Kinder entscheidend ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturanalyse wissenschaftlicher Fachartikel, Studien (wie z.B. dem Kieler Modell oder der Studie "A kuci sprecham Deutsch") und Experteneinschätzungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einführung zum Bilingualismus, eine Erörterung wissenschaftlicher Forderungen an Bildungseinrichtungen und die Analyse der aktuellen Situation in österreichischen Kindergärten.

Welche Schlagwörter charakterisieren die Publikation?

Kernbegriffe sind Bilingualismus, Mehrsprachigkeit, Zweitspracherwerb, Frühförderung und die Rolle der Muttersprache im Bildungssystem.

Wie unterscheidet sich die "Additive" von der "Subtraktiven" Mehrsprachigkeit?

Bei der additiven Mehrsprachigkeit bleibt die Muttersprache erhalten, während eine zweite Sprache hinzukommt. Bei der subtraktiven Form wird die Erstsprache zugunsten der Zweitsprache verdrängt, was oft negative Folgen hat.

Welche Rolle spielt der Kindergarten laut Perchinig?

Der Kindergarten übernimmt in der Migrationsgesellschaft die zentrale Aufgabe des institutionellen Erwerbs der Zweitsprache, benötigt dafür jedoch eine erhöhte Qualität und kleinere Gruppengrößen.

Final del extracto de 48 páginas  - subir

Detalles

Título
Frühförderung der Muttersprache von Migrantenkindern
Universidad
University of Applied Sciences Graz
Calificación
Gut
Autor
Sophie Winkler (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
48
No. de catálogo
V163480
ISBN (Ebook)
9783640786008
ISBN (Libro)
9783640786176
Idioma
Alemán
Etiqueta
Frühförderung Muttersprache Migrantenkindern
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sophie Winkler (Autor), 2010, Frühförderung der Muttersprache von Migrantenkindern, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163480
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