Peter Moors Fahrt nach Südwest

Ein komponierter Feldzugsbericht


Term Paper (Advanced seminar), 2006
36 Pages, Grade: 1,7

Excerpt

Inhaltsverzeichnis

A. Aufbruch in ein fremdes Land - eine Einleitung

B. Das Werk, seine Botschaft und Wirkungsstrategie
1. Hintergrund - der Stoff und sein Potential
2. Intentionen des Autors
3. Möglichkeiten des Autors
4. Inhalt, Botschaft und literarische Umsetzung
4.1 Gewinnen des Lesers
4.1.1 Identifikation: Ich-Erzähler und Charakter des Protagonisten
4.1.2 Erzählstil
4.1.3 Abenteuerliches und Episoden für den Leser
4.1.4 Zusammenfassung
4.2 Komposition - Form und dramaturgischer Aufbau
4.3 Wirklichkeiten
4.3.1 Frenssen und die Wirklichkeit
4.3.2 Wirklichkeit in ‚Peter Moor’
4.3.3 Wirkung und Zweck der Wirklichkeit in ‚Peter Moor’
4.4 Wichtige Botschaften, Ideologien und ihre Verbreitung
4.4.1 Verklärte Wirklichkeit und Romantisierung
4.4.2 Kritiklos - Frenssens gehorsamer Soldat
4.4.3 Arbeit mit Gegensätzen und der Entwurf eines Feindbildes
4.4.4 Sendungsbewusstsein und der Glaube im Dienst der Nation

C. Abschluss

Bibliographie

A. Aufbruch in ein fremdes Land - eine Einleitung

„[An] einem Morgen sagte uns ein Matrose, daß wir Swakopmund heute noch erreichen würden. Da standen wir stundenlang vorn an Backbord und sahen hinüber; aber ein Nebel verbarg uns die Küste. Gegen Mittag aber wich der Nebel und wir sahen am Himmelsrand einige große Dampfer liegen, und dahinter einen endlosen Streifen rötlichweißer Sanddüne aus dem Meer herausragen. Auf Meer und Düne brannte grelle Sonne. Wir meinten erst, es wäre eine Barre, die vor dem Land läge, damit die schöne und große Stadt Swakopmund und die Palmen und Löwen nicht nasse Füße bekämen; aber bald, da der Nebel sich vollends verzog, sahen wir in der flimmernden Luft auf dem kahlen Sand weiße Häuser und lange Baracken stehen und einen Leuchtturm. Da standen alle und staunten und sprachen ihre Meinung aus. Viele sahen still und ernst nach dem ungastlichen, öden Lande; andere spotteten und sagten: ‚Eines solchen Landes wegen so weit fahren!’ Wir wurden an diesem Tage nicht ausgebootet. […]

Am andern Morgen in aller Frühe stiegen wir der Reihe nach, den Tornister mit der weißen Schlafdecke auf dem Rücken, das Gewehr über der Schulter, den Patronengurt um den Leib, daran den Wassersack, den braunen Brotbeutel am Riemen, die Feldflasche daran, über die Reeling und kletterten die Strickleiter hinab nach dem sehr großen, flachen Boot, das in den starken Wellen wohl sieben Meter auf und nieder fuhr. Man mußte sehen, daß man zu rechter Zeit, nämlich, wenn das Boot oben auf einer Welle war, die Strickleiter los ließ; aber, obgleich ich es ganz richtig machte, fiel ich doch schwer gegen die Wandung. Als die Boote zwanzig bis dreißig Mann aufgenommen hatten, spannte sich ein kleiner flacher Dampfer davor und schleppte uns dem Lande zu. Je näher wir dem Strande kamen, desto unruhiger wurde das Wasser. […] Das Boot wurde eine Zeitlang in dem Gewirr der kurzen, schweren, sich überschlagenden Wogen hin und her, auf und nieder gestoßen, daß ich dachte, es müßte ineinander fallen. Viele wurden von plötzlicher und heftiger Seekrankheit befallen und lagen totenbleich an den Planken. Aber nach einer Weile waren wir hindurch, und kamen in flaches, ruhiges Wasser und stiegen an Land.

Durch den unendlich tiefen und heißen Sand, unter brennender Sonne, ungefähr sechzig Pfund auf den Schultern zogen wir landeinwärts. Wir hatten gedacht, daß ganz Swakopmund am Strand stehen würde, überglücklich, daß endlich Hilfe käme; aber es war kein einziger Mensch da. Wir kamen an einzelnen Häusern vorüber, die da im kahlen Sande standen, aber es zeigte sich kein einziger Mensch, der uns einen freundlichen Gruß bot. Wo wir näher oder ferner im Schatten einer Veranda einen Menschen zu Gesicht bekamen, schien es uns, daß er uns gleichmütig und fast spöttisch zusah. […] rund um uns, soweit wir sehen konnten, war nichts als dürrer, heißer Sand, auf den die Sonne mit grellem Flimmern brannte. Die Augen zogen sich zusammen; ein heißes, trockenes Gefühl zog die Kehle herunter. Wir waren ziemlich still.“1

Das ist die Ankunft in Swakopmund, dem einzigen Hafen der deutschen Kolonie Südwest-Afrika, wie sie Gustav Frenssen in seinem „Feldzugsbericht“2 mit dem Titel „Peter Moors Fahrt nach Südwest“ beschreibt. Wenige Wochen zuvor, im Februar 1904, war der Herero-Aufstand losge- brochen - für die meisten völlig überraschend. Ohne selbst in Südwestafrika gewesen zu sein, macht sich Frenssen ans Werk, befasst sich mit dem Aufstand der Herero und greift mit seiner Erzählung ein bedeutendes Ereignis der damaligen Zeit auf. Er liest Zeitungsartikel und Berichte, befragt Augenzeugen und sichtet ihre Aufzeichnungen und Tagebücher. Seine Erzählung nennt er selbst einen „Feldzugsbericht“ und unterstreicht damit seinen Anspruch auf Authentizität. Dennoch genügt sich Frenssen nicht damit, einen reinen Tatsachenbericht zu schreiben. Seinen Erzählungen liegt stets eine Intention zugrunde. So schreibt er in seiner Autobiographie: „Ich glaube, daß alle meine Erzählungen so entstanden sind, daß irgendein ungerechter Zustand mich quälte […]“3. Frenssen sieht sich selbst als „Weltverbesserer“, getrieben von dem Wunsch, „für die deutsche Seele ein eigenes Haus zu bilden“4. Er verwendet mannigfaltige Techniken und Mittel, um Wirkung bei den Lesern zu erzielen und seine Ansichten und Weltanschauung zu transportieren.

B. Das Werk, seine Botschaft und Wirkungsstrategie

1. Hintergrund - Der Stoff und sein Potential

Während andere Nationen, besonders die Portugiesen, Spanier, Franzosen, Engländer und Holländer bereits seit Ende des Mittelalters, verstärkt aber mit dem Anbruch der Neuzeit, begonnen hatten, koloniale Aktivitäten in großem Maßstab zu entwickeln, waren die deutschen Gebiete untereinander zerstritten und uneins, praktisch auf die Zuschauerrolle beschränkt. Koloniale Unternehmungen wie die der Patrizierfamilie der Welser in Venezuela in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts blieben ebenso Episode wie die von Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg gegen Ende des 17. Jahrhunderts unternommenen Koloniegründungsversuche5 an der Goldküste Westafrikas6. Noch fehlte ein einheitlich organisierter Staat, der genügend wirtschaftliche, politische und militärische Macht in seinen Händen vereinigte, um über die Meere der Welt zu segeln und in den Wettlauf der Nationen um die lukrativsten Gebiete einzusteigen. Das änderte sich mit dem Sieg über Frankreich und der Gründung des Deutschen Kaiserreichs im Jahr 1871. Klare Verhältnisse in Europa schufen die Grundlage für eine koloniale Expansion. Zwar hatten sich die einträglichsten Gebiete längst andere Nationen gesichert, aber eine Kolonie konnte nicht nur wirtschaftliches Ausbeutegebiet und Rohstofflieferant sein, sondern zugleich Absatzmarkt und Siedlungsgebiet. Mit dem Beginn kolonialer Expansion konnte das Deutsche Reich nun hoffen, einen wachsenden Teil des Auswandererstroms in die eigenen Kolonien umzuleiten und so der Nation zu erhalten7. Kolonien bildeten damit Konzentrationspunkte der Macht außerhalb des Mutterlandes, waren militärische Stützpunkte und zum Teil Tauschobjekte8, unterstrichen aber in jedem Fall den Weltmachtanspruch der jungen deutschen Nation.

Deutsche Kaufleute und Handelsgesellschaften hatten damit begonnen, Handelsstützpunkte einzurichten und Verträge mit Eingeborenenhäuptlingen zu schließen. Unter dem Druck von Annexionsbestrebungen anderer europäischer Mächte wandten sie sich schließlich um Schutz an die Handelskammern und die Reichsregierung. Trotz Bismarcks Zurückhaltung und seiner Furcht, durch die kolonialen Bestrebungen in unnötige Konflikte mit anderen europäischen Mächten gezogen zu werden, versagte das Reich seine Protektion nicht und stieg in den „Wettlauf um Afrika“ ein. So entstanden im Jahr 1884 die Schutzgebiete Togo, Kamerun und Südwestafrika.9 Bald zeigte sich, dass die Handelsgesellschaften nicht in der Lage oder Willens waren, die Kolonien aus eigener Kraft angemessen zu entwickeln und aus den „Schutzgebieten“ wurden de facto Kronkolonien des Deutschen Reichs. Man behielt die Bezeichnung „Schutzgebiete“ bei, die man durchaus als von Sendungsbewusstsein gefärbt betrachten kann.

Fleiß und Ordnung, deutsche Tugenden, erschließen im Zusammenspiel mit Wissenschaft und Technik das Land. Das Deutsche Reich als Kulturbringer, einer Kultur und Zivilisation, an der auch der schwarze Untertan teilhaben darf. Streng, aber gerecht. Eine Nation, die sich voll Enthusiasmus und Idealismus ans Werk macht und ihren Beitrag zum Zivilisationsprozess der Welt leisten möchte, will und kann. Das ist das Bild, das das Deutsche Reich von sich und seinen kolonialen Unternehmungen zu zeichnen bemüht war.10

Doch wie bei vergleichbaren Unternehmen in der Geschichte fanden sich auch auf der weißen Weste des Deutschen Reiches bald Flecken in wachsender Anzahl und Größe. Der wachsende Zustrom weißer Siedler führte zu sprunghaft steigenden Problemen, weil mehr Ansiedler mehr Land brauchten, und die Weißen, je größer ihre Zahl wurde, um so mehr die nomadisierenden Herero einengten. Aus Freundlichkeit und Genügsamkeit der ersten Ansiedler erwuchsen durch Zunahme an Zahl und Stärkebewusstsein anmaßende Forderungen und maßloses Verhalten gegenüber den Ureinwohnern.

Wegen der kargen Landschaft brauchte eine Farm riesige Flächen, um rentabel arbeiten zu können11. Billiges Land wurde aber bald zu rarem Gut. Dazu trug nicht nur der wachsende Siedlerstrom bei, sondern insbesondere auch die Haltung großer Gesellschaften, die schon früh gewaltige Landflächen billig erworben hatten, in der Hoffnung, diese später Stück für Stück zu besseren Preisen an Siedler weiterverkaufen zu können, mittlerweile aber festgestellt hatten, dass sich mit Schürfrechten und der Ausbeutung für die Industrie viel höhere Renditen verzeichnen ließen und daher das Land nicht mehr zum Verkauf stellten.12 Neuansiedler konnten sich, verfügten sie über genügend Kapital, im Kronland einkaufen. Die wenigsten aber verfügten über die benötigten Mittel und so blieb als einziger Ausweg, das Land billig von den Herero zu kaufen. Landverkauf war nach tradiertem Hererorecht zwar nicht möglich, aber insbesondere habgierige Häuptlinge setzten sich oft darüber hinweg.13 In der Praxis waren die neuen Ansiedler zunächst häufig Händler und versuchten, durch Wucherpreise und Schuldenhandel möglichst schnell zum nötigen Kapital für eine Farmgründung zu gelangen. Besonders als die Händler anfingen, Zahlungsrückstände einzelner Schuldner gegen den ganzen Stamm einzuklagen, wuchsen die Spannungen beträchtlich.14

Versuche der deutschen Kolonialregierung unter Gouverneur Theodor Leutwein, den Spannungen entgegenzuwirken, scheiterten. Leutweins Forderung, den Eingeborenenhandel auf das Prinzip der Barzahlung zu stellen, um eine Überschuldung der Eingeborenen zu verhindern, erreichte, mit Rücksicht auf die Händler, nur einen schlechten Kompromiss, der vorsah, dass Eingeborenen gewährte Kredite binnen Jahresfrist verfallen sollten. Das hatte zur Folge, dass Händler mit rücksichtsloser Härte ihre bereits vergebenen Kredite eintrieben. Das Einrichten von Reservaten sollte die Eingeborenen vor dem Zugriff weißer Siedler schützen und ihnen unverkäufliches Land zur Verfügung stellen, ihnen ein Leben mit einem gewissen Grad an Autonomie ermöglichen. Die Herero aber sahen in den Reservaten, die meist aus recht kargen Gebieten bestanden, das deutsche Vorhaben, ihnen den Rest des Landes abzunehmen. So verschärften die gutgemeinten Ansätze unter Leutwein die Lage zusätzlich.15 Die Herero standen seit der Rinderpest 1897, die große Teile ihres Viehbestands vernichtet hatte, den deutschen Farmern aber Dank der Impfungen nur begrenzten Schaden zugefügt hatte, wirtschaftlich am Abgrund und mit dem Rücken zur Wand. Existenz- und Zukunftsängste breiteten sich aus wie ein Buschfeuer, und die Zukunft schien schwarz und aus flüchtiger Asche.

Ende Oktober 1903 brach bei Warmbad im Süden der Kolonie ein Aufstand der Bondeswart- Hottentotten los. Sofort entsandte Leutwein Teile der Schutztruppe, um den Aufstand beizulegen. Wegen ausbleibenden Erfolgs verlegte Leutwein weitere Truppen in den Süden und begab sich Mitte Dezember selbst ins Kampfgebiet. Noch am 30. Dezember brach der erfahrene und energische Afrika-Veteran Hauptmann Franke mit seiner 2. Feldkompanie zur Unterstützung Leutweins auf. Nun befanden sich der größte Teil der Schutztruppe und auch der Gouverneur im Süden, und die Garnisonen im Hereroland waren stark ausgedünnt und die Besatzung auf ein Minimum reduziert.16 Die Herero nutzten die Gunst der Stunde, und am 12. Januar brach ein Aufstand los, wie ihn das Schutzgebiet an Einheit und Größe noch nie gesehen hatte.

Schon in den ersten Tagen wurde deutlich, dass die Schutztruppe mit dem Ausmaß der Katastrophe überfordert war, und man forderte Truppen aus dem Reich an. Einer der Seesoldaten, die ausziehen, um den deutschen Kolonialbesitz zu verteidigen und den Aufstand niederzuwerfen, ist Peter Moor, der Protagonist in Gustav Frenssens Erzählung „Peter Moors Fahrt nach Südwest“. Das ideologische Potential des Stoffes liegt in der Möglichkeit der Darstellung des Kampfes zwischen Kultur, Zivilisation und Christentum auf der einen, Wildheit, Barbarentum, Unkultiviertheit und Heidentum auf der anderen Seite, sowie der sittlichen, moralischen und letztlich auch militärischen Überlegenheit der Deutschen. Auf allen Gebieten und Ebenen, von Abstraktum des Deutschen Reichs über die Art der Kriegsführung bis hinunter zu den einzelnen Individuen, findet Frenssen Möglichkeiten, sein Weltbild darzustellen. Der Stoff bietet vom rhetorischen Standpunkt außerdem alle Voraussetzungen für Erfolg und Popularität beim Massenpublikum. Neben der Möglichkeit, die Leserschaft durch Abenteuerliches und Exotisches zu erfreuen und zu unterhalten, rhetorisch gesprochen dem delectare , fällt es dem Autor nicht schwer, auf ganz natürliche Weise Belehrungen, docere , über das fremde Land und das Leben dort einfließen zu lassen und den Leser durch Identifikation an den Protagonisten zu fesseln, ihn mit dem jungen Soldaten fühlen und leiden zu lassen, movere . Damit deckt der Stoff die drei Hauptforderungen der Rhetorik sowohl für eine gute Rede, als auch für eine gute Erzählung ab. Docere , delectare und movere , belehren, erfreuen und bewegen, sich gegenseitig ergänzend angewandt, bilden die Grundlage auch für erfolgreiche Literatur17, und sie sind reichlich im Stoff für „Peter Moors Fahrt nach Südwest“ enthalten.

2. Intentionen des Autors

„Als […] jener Feldzug in Südwestafrika vor sich ging, der uns so viel Blut kostete, kränkte es mich, daß unser Volk nach dem russisch-japanischen Kriegsschauplatz starrte und für die heiße Tapferkeit und das Sterben unsrer eignen Leute kein Herz hatte. [Ich war Zeuge wie] Dr. Schian, der diesen Feldzug als Generaloberarzt mitgemacht hatte, eine jener ergreifenden Szenen erzählte, an denen er so reich ist. Ich sprach sofort meine Meinung aus, wie unser Volk wohl hier und da in den Zeitungen einen Fetzen von diesen Begebenheiten erführe, wie aber das große Ganze, der ergreifende Zug der Geschehnisse, ihm verborgen bliebe und auf diese Weise ein großer sittlicher Wert ihm verloren ginge, und ich machte ihm den Vorschlag, er möge doch eine zusammenhängende Darstellung seiner Erlebnisse geben. Er meinte aber sofort, daß dieses Unternehmen vielmehr meine Aufgabe wäre und fügte hinzu, dass er mir alles, was er wisse, zur Verfügung stelle.“18

Zwar muss man Frenssens Autobiographie „Lebensbericht“ kritisch betrachten19, die Absicht aber, den Blick des deutschen Volkes durch einen zusammenhängenden Bericht auf das Kämpfen und Leiden der eigenen Soldaten zu lenken, ist keine „Erfindung“ späterer Zeit. Das beweisen zwei Passagen aus der Erzählung selbst. Im Gespräch mit „alten Afrikanern“ erkennt Peter Moor, wie wenig man in der Heimat über die Ereignisse in der Kolonie erfährt: „Sie nannten manchen Ort tapferer Tat, und manchen wackern Mann, Tote und noch Lebende. Ich wunderte mich, daß schon so große und harte Dinge von Deutschen in diesem Lande ausgeführt waren, davon ich nimmer auch nur ein Wort gehört oder gelesen hatte, und daß schon so viel deutsches Blut qualvoll in diesem heißen, dürren Lande geflossen war.“20 Etwas später in der Erzählung stellt Frenssen seine im „Lebensbericht“ geäußerte Ansicht deutlich dar: „Eines Abends - ich war schon wochenlang im Typhuslager - hatte jemand einen Brief bekommen […] darin stand unter anderm, daß in Deutschland jedermann von dem Krieg zwischen Rußland und Japan spräche, von uns aber spräche kein Mensch, ja man spotte über uns und unsern Jammer als über Leute, die für eine lächerliche und verlorene Sache stritten, und man wolle nichts von uns wissen, weil wir das rasche Siegen nicht verstünden.“21 In beiden Textbeispielen streicht Frenssen Leistungen, Errungenschaften, Opfer und Entbehrungen, Leid und Tod in Südwestafrika und deren Missachtung in der Heimat heraus. Indem Frenssen sich bewusst auf die Perspektive eines einfachen Soldaten - Peter Moors beschränkt, macht er sich zum Sprachrohr für die Erlebnisse und Erfahrungen tausender einfacher Soldaten22 und kämpft gegen die als ungerecht empfundene „Missachtung“ in der Heimat an.

Frenssen nutzt die Gelegenheit, lenkt nicht nur den Blick der Leser auf die Geschehnisse in Afrika, sondern macht zugleich Werbung für die Kolonie. Privat riet er schon 1897 seinem Freund Hermann Niebuhr, nach Südwestafrika auszuwandern23, und Pflegesohn Fritz Hanssen verlässt die Familie Frenssen noch 1907, ein Jahr nach Erscheinen von „Peter Moors Fahrt nach Südwest“, um seinen Vater in Chile zu besuchen und sich darauf in Südwestafrika niederzulassen, wobei ihn Gustav Frenssen mit 20 000 Reichsmark unterstützt.24 In der Erzählung wiederum fragt Peter Moor stellvertretend für den interessierten Leser - einen alten Afrikaner „wie er es anfange, eine Farm zu gründen“25. Es folgt eine kurze, nicht der Idylle entbehrende Beschreibung, wie man vorzugehen habe, dass nach zwei, drei Jahren schon eine ganze Herde auf den 5000 von der Regierung angewiesenen Hektar weide. Insbesondere die großen Pluspunkte einer Farm in Südwestafrika, viel Land, freies und unabhängiges Leben mit wenig Ärger, betont Frenssen.26 Wen wundert es da, dass es auf den letzten Seiten der Erzählung heißt: „Es waren aber nicht wenige unter uns, denen das Land desto mehr gefiel, je mehr sie es kennen lernten und die ernstlich bei sich beschlossen, zu bleiben und Farmer zu werden.“27 Das ist Werbung, Werbung für ein Land, das man, wenn man es erst besser kennte, doch lieben lernte, Werbung für den Gedanken, sich in Südwestafrika niederzulassen.

„Wie lange, und was ich auch immer gearbeitet habe, habe ich immer für ein besseres Deutschland gearbeitet“28, schreibt Gustav Frenssen in seinem Buch „Möwen und Mäuse“ und versichert, dass die größte Ehre der Schriftsteller wäre, „an dem Begriff des Deutschtums mitzuarbeiten und mit zu bauen.“29 Neben ökonomischen Interessen, die bei einem freien Schriftsteller, der von seiner Arbeit leben muss, vorausgesetzt werden können, verfolgt Frenssen nach eigenen Angaben also auch eine ideologische Intention, nämlich am „Begriff des Deutschtums“ mitzuarbeiten. „Peter Moors Fahrt nach Südwest“ begnügt sich nicht damit, einfach ein Feldzugsbericht zu sein, sondern die Erzählung ist bewusst auf Wirkung und auf einen Massenerfolg hin komponiert.

3. Möglichkeiten des Autors

Gustav Frenssen brachte als Autor ideale Bedingungen mit, um den Stoff zu einem erfolgreichen Kolonialroman zu formen.

Im Oktober 1863 wird Gustav Frenssen in Dithmarschen geboren. Er wächst in einem kleinen Handwerkerhaus der Provinz auf, besucht die Dorfschule, erhält aber auch von Pastor Lüdemann Privatunterricht. Um ihren Kindern eine qualifizierte Ausbildung zu ermöglichen, verschulden sich die Frenssens. Nach wechselhafter Schulzeit beginnt Gustav im Sommersemester 1886 das Studium der Theologie in Tübingen, wechselt aber nach dem ersten Semester an die Universität Berlin und später nach Kiel, wo er auch bei Friedrich Nietzsche hört.30

Nach Abschluss des Studiums erhält Gustav Frenssen die Stelle eines zweiten Pastors in Hennstedt und heiratet im selben Jahr. Das geringe Gehalt reicht zum Leben, kaum aber zum Abtragen des angehäuften Schuldenberges. Frenssen tut sich zunächst schwer mit dem Verfassen von Predigten.31 Erst zwei Jahre später, als Pastor in Hemme, findet er in seinen Beruf, indem er seine eigene Glaubensvorstellung entdeckt, in deren Zentrum die Idee vom Reich Gottes steht32. Er arbeitet und glüht vor Eifer, engagiert sich sozial und national33 und ist bemüht, die Zahl der Zuhörer bei seinen Predigten zu steigern. „Es war, als wenn Feuer in meine Seele gekommen war. […] Ich stellte in großen Zeichen Zahlen vor mich auf meinen Tisch: soundso viel Leute sollten an dem und dem Sonntag in der Kirche sein, so stark wollte ich predigen. Der Kirchenbesuch war bescheiden und blieb es […]. Ich predigte - bei einem Kirchspiel von tausend Menschen - an gewöhnlichen Sonntagen vor dreißig Erwachsenen. Aber es sollten fünfzig und hundert werden. Ich wollte wachsen und ein großer Prediger werden […].“34

Frenssen sieht sich in seiner Arbeit jedoch nicht als Diener der Kirche, sondern als seelischer Diener und Helfer des Volkes.35 Als Pastor mit einfachen Menschen, ihrem Denken und ihren Gefühlen vertraut, nutzt Frenssen seine jahrelangen Erfahrungen und die geringe Distanz zu seinem sich selbst gewählten Publikum und beginnt zu schreiben. So kommt Frenssen über das Ausarbeiten von Predigten zum Erzählen36, und er zieht selbst die Analogie zwischen seinem Beruf als Pastor und seiner neuen Tätigkeit als Schriftsteller, indem er sich nun eben an eine größere Gemeinde wende.37 Frenssen sieht sich als Dichter aus dem Volk und für das Volk. „Dem großen, einfachen Volk aber wollte ich dienen, ihm ganz allein und ihm durchaus; denn zu ihm gehörte ich mit meinen ganzen Sinnen […] ich wußte, wie einfache Naturen die Erzählung der Marlitt und Heimburg liebten. Ich hielt für möglich, daß ich so etwas auch schreiben könnte, etwas, das die einfachen Leute gern läsen.“38

Im Jahr 1896 erscheint zunächst der Unterhaltungsroman „Die Sandgräfin“, zwei Jahre später der Heimatroman „Die drei Getreuen“. Frenssen ist von Anfang an um seine schriftstellerische Karriere bemüht und versucht, seinen Werken einen möglichst großen Leserkreis zu erschließen39. Dabei kommt er 1898 zum Grote Verlag, mit dem der junge Schriftsteller sehr gute Bedingungen aushandelt.40 Frenssens dritte Erzählung, „Jörn Uhl“, erscheint rechtzeitig zum Weihnachts- geschäft 1901 bei Grote, avanciert innerhalb kurzer Zeit zum Bestseller und macht den Schriftsteller in der Öffentlichkeit bekannt. Carl Busse, ein damals recht bekannter Autor, verfasst für die Berliner Zeitung „Der Tag“ eine Jubelkritik, die er mit dem Titel „Ein deutscher Roman“ versieht, und empfiehlt die Erzählung wärmstens als Literatur für die junge Nation.41 Im Dezember 1902 übersteigt die Auflage bereits die 100 000. Durch den Erfolg des „Jörn Uhl“ kann Gustav Frenssen endlich seine Schulden abbezahlen. Aber der Schriftsteller steht auch am Scheideweg. Auf Empfehlung von Paul Heyse ringt sich Gustav Frenssen nach längerem Zögern zur Aufgabe seines Pastorberufs durch und wird freier Schriftsteller.

Frenssen bringt für seine kommende Schriftsteller-Karriere seine Erfahrungen als Pastor, Prediger und Seelsorger, darüber hinaus aber auch bereits einige schriftstellerische Erfahrungen und - was noch wichtiger ist - Erfolge mit. Er ist durch seine Tätigkeit als Pastor mit den Interessen der einfachen Leute vertraut, und er weiß, wie man sie erreicht. Spätestens seit „Jörn Uhl“ kann er auf einen hohen Bekanntheitsgrad zurückgreifen, was künftigen Veröffentlichungen nur nützlich und eine gute Basis sein kann. Dazu kommt Frenssens Vermögen, sich in eine Sache hineinzuversetzen, so dass er, nachdem er sich mit dem Stoff für „Peter Moor“ beschäftigt hatte, schreibt: „[ich hatte] nicht mehr das Gefühl, daß ich nicht Selbstgesehenes und Erlebtes darstellte. Ich hatte den Sand nun zwischen den eigenen Zähnen.“42 Unter besten Voraussetzungen also beginnt Gustav Frenssen sein neues Werk „Peter Moors Fahrt nach Südwest“.

[...]


1 Frenssen, Gustav: Peter Moors Fahrt nach Südwest. Ein Feldzugsbericht, Berlin 1906 (künftig abgekürzt als Frenssen: Peter Moor), S. 32-36.

2 Gustav Frenssen fügt dem eigentlichen Titel gleich bei, als was er seine Erzählung verstanden haben möchte: „Ein Feldzugsbericht von Gustav Frenssen“. Mit der Bezeichnung als Feldzugsbericht erhebt Frenssen Anspruch auf Authentizität.

3 Frenssen, Gustav: Lebensbericht, Berlin 1941 (künftig abgekürzt als Frenssen: Lebensbericht), S. 142.

4 Gustav Frenssen: Möwen und Mäuse, Berlin 1928 (künftig abgekürzt als Frenssen: Möwen und Mäuse), S. 228.

5 Schmidt, Rochus: Deutschlands Kolonien ihre Gestaltung, Entwicklung und Hilfsquellen, Berlin 1898, S. X-XXI gibt einen interessanten Überblick über dieses frühe Kolonialbestreben eines Deutschen Teilstaates von seinen Anfängen im Jahr 1677 über Jahrzehnte voll Mühe, Anstrengung, Krankheit, Verlust und Tod, immer wieder bedrängt durch die Holländer bis zum Scheitern und dem schließlichen Verkauf an die Holländer im Jahr 1720.

6 Die Kolonie lag am Kap der drei Spitzen im heutigen Ghana und damit unweit der späteren deutschen Kolonie Togo. 2

7 vgl. Nuhn, Walter: Sturm über Südwest. Der Hereroaufstand von 1904 - Ein düsteres Kapitel der deutschen kolonialen Vergangenheit Namibias, Bonn 1994 (künftig abgekürzt als Nuhn: Sturm über Südwest), S. 33: „Damals geisterte in manchen Köpfen die kühne Idee einer gigantischen Umleitung der deutschen Auswandererströme fort von Amerika und den anderen Emigrationsländern und hin zu den neuen deutschen Schutzgebieten in Afrika, um so dem ‚Aderlaß an deutschem Blut Einhalt zu gebieten’.“

8 Stellvertretend für die Möglichkeiten des Gebietstauschs sei hier nur der Helgoland-Sansibar-Vertrag von 1890 erwähnt, in dem das Deutsche Reich seine Ansprüche auf Sansibar und das Witu-Land gegenüber den Briten aufgab, im Gegenzug von diesen aber die in der Nordsee liegende Insel Helgoland übereignet bekam. Ein Tausch von über 1500 Quadratkilometern Kolonialbesitzes gegen ca. 2 Quadratkilometer Felseninsel vor dem deutschen Festland! Die Insel verfügte vor allem über strategischen Wert, z.B. als Marinestützpunkt.

9 Nach Lenssen, H.E.: Chronik von Deutsch-Südwestafrika. Eine kurzgefaßte Aufzählung geschichtlicher Ereignisse aus der deutschen Kolonialzeit von 1883-1915, Windhoek, 2005 (künftig abgekürzt als Lenssen: Chronik von Deutsch Südwest), S. 9 bekannte sich das Deutsche Reich am Niederlassungen in Südwestafrika. 24. April des Jahres 1884 erstmalig zum Schutz der

10 vgl. Benninghoff-Lühl, Sibylle: Deutsche Kolonialromane 1884-1914 in ihrem Entstehungs- und Wirkungszusammenhang, Bremen 1983 (künftig abgekürzt als Benninghoff-Lühl: Deutsche Kolonialromane), Kapitel I: Kolonialerziehung des deutschen Volkes, S. 16-52.

11 Nuhn: Sturm über Südwest, S. 34: „Um rentabel zu arbeiten, brauchte ein Farmer im Hereroland mindestens eine Fläche von 5000-6000 Hektar (50-60 km2 ).“ und Rohrbach, Paul: Wie machen wir unsere Kolonien rentabel? Grundzüge eines Wirtschaftsprogramms für Deutschlands afrikanischen Kolonialbesitz, Halle a.S. 1907 (künftig abgekürzt als: Rohrbach: Wie machen wir unsre Kolonien rentabel?), S. 211 rechnet gar mit einer durchschnittlichen Größe von rund 10 000 Hektar: „Die durchschnittliche Größe einer Farm im Hererolande aber darf nicht unter 10000 Hektar veranschlagt werden.“

12 Nuhn: Sturm über Südwest, S. 34.

13 Nuhn: Sturm über Südwest, S. 34-36.

14 Nuhn: Sturm über Südwest, S. 34-35.

15 Nuhn: Sturm über Südwest, S. 40-42.

16 vgl. Lenssen: Chronik von Deutsch-Südwest, S. 92-94.

17 Zur Erläuterung der Wirkungsfunktionen der Rede, siehe Ueding, Gert / Steinbrink, Bernd: Grundriß der Rhetorik, Stuttgart 1994 (künftig abgekürzt als Ueding: Rhetorik), S. 277-282.

18 Frenssen: Lebensbericht, S. 143.

19 Stein, Dietrich: Spuren im Nebelland, in: Dohnke, Kay und Stein, Dietrich (Hrsg.): Gustav Frenssen in seiner Zeit. Von der Massenliteratur im Kaiserreich zur Massenideologie im NS-Staat, S. 11-151 (künftig abgekürzt als Stein: Spuren im Nebelland), S. 11: „[…] der Lebensbericht ist kein Sachbuch, sondern die offizielle Lebensdarstellung Gustav Frenssens von sich selbst - so, wie er sich in der Öffentlichkeit präsentiert wissen wollte.“

20 Frenssen: Peter Moor, S. 66-67.

21 Frenssen: Peter Moor, S. 105. Diese Textstelle ist, betrachtet man Frenssens Intention, deckungsgleich mit der Schilderung im später entstandenen „Lebensbericht“.

22 Meyn, Rolf: Abstecher in die Kolonialliteratur, in: Dohnke, Kay und Stein, Dietrich (Hrsg.): Gustav Frenssen in seiner Zeit. Von der Massenliteratur im Kaiserreich zur Massenideologie im NS-Staat, S. 316-346 (künftig abgekürzt als Meyn: Kolonialliteratur), S. 327.

23 Stein: Spuren im Nebelland, S. 25.

24 Stein: Spuren im Nebelland, S. 39.

25 Frenssen: Peter Moor, S. 124.

26 Frenssen: Peter Moor, S. 124-126.

27 Frenssen: Peter Moor, S. 204.

28 Frenssen: Möwen und Mäuse, S.203.

29 Frenssen: Möwen und Mäuse, S. 193.

30 vgl. Stein: Spuren im Nebelland, S. 15-21.

31 Frenssen: Lebensbericht, S. 91: „Es fehlte mir ja auch, bei meiner Jugend und Scheuheit, die innere Sicherheit; und die breite Brust (die hat mir immer gefehlt). Also stoppelte ich mühsam und quälig Ansprachen zusammen, die nicht viel Besseres als Schönredereien waren.“ vgl. auch Crystall, Andreas: Gustav Frenssen. Sein Weg vom Kulturprotestantismus zum Nationalsozialismus, Gütersloh 2002, S. 67.

32 Frenssen: Lebensbericht, S. 101 u. 130, außerdem Frenssen: Möwen und Mäuse, S. 51-52 .

33 Stein: Spuren im Nebelland, S. 22.

34 Frenssen: Lebensbericht, S. 101-102.

35 Frenssen: Lebensbericht, S. 89.

36 Frenssen: Lebensbericht, S. 105: „Indem ich nämlich an den Bildern des Heilandslebens malte und dabei eine starke Freude empfand, […] kam ich von selbst dazu […], diese Freude des Bildens, diese Begabung, die allein mir das Gefühl gab, mitzuleben und am Menschentreiben mitzuschaffen, auch auf andere Lebensläufe als den des Heilands und auf alles Menschenleben auszuwirken. So fing ich an zu erzählen.“ Natürlich verwendet Frenssen hier, wie in seinem Lebensbericht üblich, einen wenig sachlichen, dafür unterhaltsamen und auch blumigen Stil, doch ist der Schritt vom Verfassen von Predigten hin zum Erzählen plausibel und absolut glaubwürdig.

37 Frenssen: Möwen und Mäuse, S. 202: „Ich habe […] bei allen meinen Büchern […] immer den Drang, dem einfachsten Kopf verständlich zu sein. Selbst einfach, erzähle ich einfach. Ich erzähle immer noch in die Augen und Ohren jener drei ganz bestimmten Leute des Kirchspiels Hemme, die ich vor mir sah, auf die ich eindringlich einredete, wenn ich an meinen Predigten arbeitete. Es waren ein Tagelöhner, ein Gärtner und ein Arzt.“ Zu Frenssens Analogie des Pastorenberufs zum Schriftsteller vgl. auch Stein: Spuren im Nebelland, S. 29.

38 Frenssen: Lebensbericht, S. 106-107.

39 Stein: Spuren im Nebelland, S. 25: „Von Anfang an sieht Frenssen sehr realistisch die finanziellen und werbeträchtigen Seiten seiner Tätigkeit als Schriftsteller. Er bemüht sich darum, Leute zu gewinnen, die seine Arbeiten bekanntmachen und positiv rezensieren.“

40 Stein: Spuren im Nebelland, S. 25.

41 Jarchow, Klaas: Geboren 1902, in: Dohnke, Kay und Stein, Dietrich (Hrsg.): Gustav Frenssen in seiner Zeit. Von der Massenliteratur im Kaiserreich zur Massenideologie im NS-Staat, S. 262-284, S. 273: „Grote verlegt den Roman Die drei Getreuen in einer Auflage von 3000 Exemplaren und bietet Frenssen dafür als Honorar 1800 RM […].“

42 Frenssen: Lebensbericht, S. 145.

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Details

Title
Peter Moors Fahrt nach Südwest
Subtitle
Ein komponierter Feldzugsbericht
College
University of Tubingen
Grade
1,7
Author
Year
2006
Pages
36
Catalog Number
V163516
ISBN (eBook)
9783640780266
File size
535 KB
Language
German
Tags
Kolonialismus, Afrika, Namibia, Deutsch-Südwest, Kolonialliteratur, Peter Moor, Gustav Frenssen, Feldzug, Feldzugsbericht, Kolonialroman, 1904, 1906, Herero-Aufstand, Kolonialkrieg, Ideologie, Sendungsbewusstsein, Moor, Frenssen, Victor Franke, Franke, Swakopmund, Windhuk, Windhoek, Augenzeugenbericht, Rhetorik, rhetorische Strategien, Realismus, ethos, pathos
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Andreas Wünsch (Author), 2006, Peter Moors Fahrt nach Südwest, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163516

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Title: Peter Moors Fahrt nach Südwest


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