Der Bundestag der Bundesrepublik Deutschland soll in dieser Seminararbeit als oberstes Organ der „Verwaltung“ gelten. An der Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland waren bisher immer mindestens eine der sog. Volksparteien CDU/CSU und SPD beteiligt.
Als erstes wird in dieser Seminararbeit die Stellung der Parteien in der Bundesrepublik erläutert. Dazu wird in einem historischen Abriss die Entstehung, Entwicklung und die
Regierungsbeteiligungen mit innen- und außenpolitischen Bedeutungen auf die „Verwaltung“ der Bundesrepublik Deutschland dargestellt.
Im Anschluss wird die Finanzierung beider Volksparteien analysiert. Hauptaugenmerk liegt dort bei den Spenden juristischer Personen. Hier wird die Schnittstelle zwischen „Unternehmen und Verwaltung“ gesehen.
In der Folge wird auf die Parteienfinanzierung durch staatliche Mittel eingegangen.
Zum Abschluss wird ein Resümee über die Parteienfinanzierung und deren Wahrnehmung in der Öffentlichkeit gezogen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Überblick über die Finanzierung deutscher Parteien
3. Die Christlich Demokratische Union – CDU
3.1 Gründung
3.2 Regierungsbeteiligungen der CDU im DeutschenBundestag und deren Bedeutung für die innen- und außenpolitische Entwicklung Deutschlands von 1949 bis 2010
3.3 Mitglieder
3.4 Aktuelle politische Ausrichtung
4. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands – SPD
4.1 Gründung
4.2 Entwicklung der Sozialdemokratie von 1875 bis 1949
4.3 Regierungsbeteiligungen der SPD im DeutschenBundestag und deren Bedeutung für die innen- und außenpolitische Entwicklung Deutschlands von 1949 bis 2010
4.4 Mitglieder
4.5 Aktuelle politische Ausrichtung
5. Finanzierung politischer Parteien in der Bundesrepublik Deutschland
5.1 Finanzierung durch Spenden
5.2 Finanzierung aus öffentlichen Mitteln
6. Lobbyismus
6.1 Die Flick-Parteispendenaffäre als Sinnbild des Vertrauensverlusts der Gesellschaft in die Politik
7. Resümee
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Finanzierungspraxis der deutschen Volksparteien CDU/CSU und SPD, wobei der Fokus insbesondere auf der Bedeutung von Parteispenden als Schnittstelle zwischen Unternehmen und Verwaltung liegt. Ziel ist es, die historische Entwicklung der Parteien, ihre Regierungsbeteiligungen sowie die Abhängigkeiten durch verschiedene Finanzierungsquellen kritisch zu beleuchten.
- Historische Entstehung und politische Ausrichtung von CDU und SPD
- Strukturanalyse der Parteienfinanzierung (Mitgliedsbeiträge, Spenden, öffentliche Mittel)
- Einfluss von Spenden juristischer Personen auf politische Entscheidungen
- Diskussion über Lobbyismus und Vertrauensverlust in der Bevölkerung
Auszug aus dem Buch
3.1 Gründung
Kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges entstanden 1945 in vielen deutschen Städten unabhängig voneinander christliche Parteigruppierungen. Katholiken, welche vor 1933 der Zentrumspartei und Protestanten, welche deutschnationalen Parteien angehörten und Anhänger liberaler und konservativer Parteien fanden sich in der „Union“ zusammen.
Bei den ersten Landtagswahlen 1946/47 erzielten sie in den Westsektoren zwischen 20 und 56% der Stimmen.
Die CDU in dem sowjetischen Sektor geriet von Seiten der SED unter Druck zur Anpassung, welche Ende 1947 Jakob Kaiser und Ernst Lemmer als CDU-Vorsitzende absetzte.
Im Mai 1950 gründeten die Landesvorsitzenden die CDU-Bundespartei, ohne CSU, unter dem Vorsitz Adenauers. Der erste Bundesparteitag der CDU fand vom 20.-22.10.1950 in Goslar statt, bei dem der programmatische Leitgedanke der CDU dargelegt wurde. Aufgabe Deutschlands sei es, in Europa einen Damm gegen den Bolschewismus zu errichten und Frieden in Freiheit zu schaffen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Rolle der Volksparteien innerhalb der Verwaltungsstrukturen der Bundesrepublik ein und umreißt die Analyse der Parteienfinanzierung.
2. Überblick über die Finanzierung deutscher Parteien: Es werden die drei zentralen Säulen der Parteienfinanzierung – Beiträge, Spenden und öffentliche Mittel – und die damit verbundenen Rechenschaftspflichten erläutert.
3. Die Christlich Demokratische Union – CDU: Dieses Kapitel behandelt die Entstehung, historische Regierungsbeteiligungen, Mitgliederstruktur und die aktuelle politische Ausrichtung der CDU.
4. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands – SPD: Das Kapitel zeichnet die Geschichte, die Entwicklung der Regierungsbeteiligungen, die Mitgliederzusammensetzung und das aktuelle Grundsatzprogramm der SPD nach.
5. Finanzierung politischer Parteien in der Bundesrepublik Deutschland: Eine detaillierte Analyse der Einnahmen durch Spenden sowie durch staatliche Mittel unter Berücksichtigung gesetzlicher Rahmenbedingungen.
6. Lobbyismus: Untersucht die Einflussnahme von Interessengruppen auf die Politik und beleuchtet die Flick-Parteispendenaffäre als historisches Beispiel für Vertrauensverlust.
7. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Finanzierungspraktiken und der Forderung nach mehr Transparenz zur Stärkung der demokratischen Glaubwürdigkeit.
Schlüsselwörter
Parteienfinanzierung, CDU, SPD, Parteispenden, Volksparteien, Lobbyismus, Demokratie, Regierungsbeteiligung, Rechenschaftsbericht, Unternehmensspenden, staatliche Parteienfinanzierung, politische Willensbildung, Parteienrecht, Transparenz, politische Ethik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Finanzierungspraxis der deutschen Volksparteien CDU/CSU und SPD im Kontext ihrer Regierungsverantwortung und der Interaktion mit wirtschaftlichen Interessengruppen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung der beiden großen Parteien, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Parteienfinanzierung sowie die kritische Untersuchung von Spendenflüssen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie sich die Finanzierung aus Spenden auf die politische Unabhängigkeit auswirkt und wo die Schnittstellen zwischen unternehmerischen Interessen und staatlicher Verwaltung liegen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin/der Autor nutzt eine historische Analyse in Kombination mit der Auswertung von Rechenschaftsberichten und empirischen Daten zu Mitgliederstrukturen und Finanzströmen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte historische und strukturelle Analyse von CDU und SPD sowie eine umfassende Betrachtung der Spenden- und staatlichen Finanzierungsmechanismen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Parteienfinanzierung, Lobbyismus, Transparenz und politische Willensbildung charakterisieren.
Welche Rolle spielen Spenden von juristischen Personen?
Spenden von juristischen Personen werden als potenzielle Einflusnahme kritisch betrachtet, da sie oft mit Erwartungen an wirtschaftspolitische Gegenleistungen verbunden sein können.
Was ist die Kernbotschaft in Bezug auf die Flick-Affäre?
Die Flick-Affäre dient als historisches Sinnbild für den Vertrauensverlust der Bevölkerung, da sie die problematische Verflechtung von politischem Handeln und industrieller Einflussnahme offenlegte.
- Citation du texte
- Maik Gerstner (Auteur), 2010, Die deutschen Volksparteien CDU/CSU und SPD im Deutschen Bundestag und die heutige Finanzierungspraxis der Parteien, speziell im Hinblick auf Parteispenden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163555