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Die Verdrängung intrinsischer Motivation durch extrinsische Anreize

Empirische Befunde und theoretische Überlegungen

Title: Die Verdrängung intrinsischer Motivation durch extrinsische Anreize

Diploma Thesis , 2010 , 61 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Katharina Hott (Author)

Business economics - Miscellaneous
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Die Arbeit befasst sich mit der Frage, inwieweit und in welcher Form intrinsische Motivation durch extrinsische Anreize beeinflusst wird. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf der Untersuchung des so genannten Verdrägungseffektes. Die Arbeit ist in sechs Kapitel gegliedert. Im Anschluss an die Einleitung legt Kapitel zwei den Schwerpunkt auf eine begriffliche Abgrenzung und beschreibt den Einfluss von Motivation auf das menschliche Verhalten. Dabei steht insbesondere das Verständnis von instrinsischer Motivation im Vordergrung. Kapitel drei widmet sich dem Verdrägungseffekt und refektiert die Ergebnisse aus diversen Studien. Kapitel vier beleuchtet mögliche theoretische Erklärungen für den Verdrägungseffekt. Angeführt werden unter anderem die kognitive Evaluationstheorie, der "Overjustification"-Effekt, kognitive Dissonanz, Reaktanz sowie behavioristische und ökonomische Erklärungen. In Kapitel fünf werden verschiedene Bestimmungsfaktoren für die Verdrängung intrinsischer Motivation dargelegt, wobei der Schwerpunkt auf individuellen Faktoren liegt, deren tatsächlicher Einfluss und Grad der Beeinflussung empirisch schwer zu erfassen sind (z.B. Persönliche Beziehung und Arbeitsumfeld, Unterschiedliche Menschentypen). Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass Verdrägungseffekte einen messbaren Einfluss haben und in ihrem Ausmaß vor allem von der Art des extrinsischen Anreizes und der ausgeübten Tätigkeit abhängen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Intrinsische versus extrinsische Motivation

2.1 Der Fundus motivierten Verhaltens

2.2 Charakterisierungsversuche von intrinsischer Motivation

2.3 Vor- und Nachteile intrinsisch motivierter Arbeit

3. Ergebnisse aus empirischen Untersuchungen

3.1 Laborexperimente

3.2 Feldexperimente

3.3 Metaanalysen

3.4 Beurteilung und Vergleich der empirischen Forschungen

4. Gründe für den Verdrängungseffekt

4.1 Psychologische Prozesse

4.1.1 Die Kognitive Evaluationstheorie

4.1.2 Overjustification Effekt

4.1.3 Kognitive Dissonanz

4.1.4 Reaktanz

4.2 Behavioristische Ansätze

4.3 Fairness

4.4 Verletzung relationaler Verträge und der Reziprozität

4.5 Signalisierungsansätze aus der Ökonomie

5. Bestimmungsfaktoren für den Verdrängungseffekt

5.1 Gestaltung des externen Eingriffs

5.2 Art und Gestaltung der Tätigkeit

5.3 Persönliche Beziehung und Arbeitsumfeld

5.4 Unterschiedliche Menschentypen

6. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Verdrängung intrinsischer Motivation durch extrinsische Anreize (Motivation Crowding Out). Ziel der Forschungsarbeit ist es, auf Basis empirischer Befunde und theoretischer Erklärungsansätze zu ergründen, unter welchen Bedingungen extrinsische Anreize kontraproduktiv wirken und wie Personalmanagementsysteme gestaltet sein müssen, um die intrinsische Motivation der Mitarbeiter zu erhalten oder zu fördern.

  • Analyse des Spannungsfeldes zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation.
  • Auswertung psychologischer und ökonomischer Erklärungsmodelle (z.B. Kognitive Evaluationstheorie, Overjustification Effekt).
  • Kritische Diskussion empirischer Studienergebnisse aus Labor- und Feldexperimenten.
  • Untersuchung von Bestimmungsfaktoren wie Art der Anreize, Beziehungsgeflechte und individuelle Persönlichkeitstypen.
  • Ableitung von Gestaltungsempfehlungen für Anreizsysteme in der Personalarbeit.

Auszug aus dem Buch

3.1 Laborexperimente

DECI, als Vorreiter der Verdrängungshypothese, hat bereits 1971 eines der ersten Experimente zur Überprüfung selbiger durchgeführt. Bis heute existieren über 140 psychologische Studien zu negativen Belohnungseffekten, die im Rahmen dieser Arbeit selbstverständlich nicht alle vorgestellt werden können. Es zeichnet sich in allen aber ein typisches Versuchsparadigma ab: Zunächst werden Teilnehmer rekrutiert, meist Studenten oder Vorschulkinder, die ohne Entlohnung eine interessante Tätigkeit ausführen sollen. In einer zweiten Phase wurden die Probanden für die Tätigkeit entlohnt, wobei die Entlohnung in einem dritten Durchgang wieder entzogen wurde. Nach jeder Phase wurde eine kurze Pause eingelegt, in der die Leiter des Experiments den Raum verließen, um die Teilnehmer in dieser sog. Free-Choice-Phase durch einen Zweiwegspiegel unbemerkt zu beobachten. In dieser Zeit konnten die Probanden frei entscheiden, ob sie weiterhin der Tätigkeit des Experiments nachgehen oder sich anders beschäftigen. Über eben jene Beobachtungen wurde dann die intrinsische Motivation bestimmt. Genauer gesagt, wurde die Zeitdauer gemessen, in der sich die Probanden in der Unterbrechung freiwillig und ohne Wissen beobachtet zu werden weiter mit der gestellten Aufgabe beschäftigten. Zum anderen wurden Befragungen durchgeführt bezüglich des Interesses und der Freude an der Tätigkeit, der sogenannte Selbstreport. Die ermittelten Daten wurden dann in einem letzten Schritt mit denen einer Kontrollgruppe verglichen, die in keiner der Phasen durch extrinsische Anreize beeinflusst wurde. Waren deren Ergebnisse insgesamt höher, war die Korrumpierung intrinsischer Motivation dringend anzunehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Verdrängung intrinsischer Motivation durch extrinsische Anreize ein und definiert die Problemstellung sowie den Aufbau der Arbeit.

2. Intrinsische versus extrinsische Motivation: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Motivationsformen, stellt theoretische Konzepte vor und diskutiert die jeweiligen Vor- und Nachteile intrinsisch motivierter Arbeit.

3. Ergebnisse aus empirischen Untersuchungen: Hier werden empirische Studien (Labor- und Feldexperimente sowie Metaanalysen) vorgestellt und kritisch verglichen, um die Evidenz des Verdrängungseffekts zu prüfen.

4. Gründe für den Verdrängungseffekt: In diesem Teil werden psychologische und ökonomische Ansätze zur Erklärung des Verdrängungseffekts, wie die Kognitive Evaluationstheorie oder die Overjustification, detailliert dargelegt.

5. Bestimmungsfaktoren für den Verdrängungseffekt: Dieses Kapitel analysiert Faktoren, die den Verdrängungseffekt beeinflussen, wie die Gestaltung des Eingriffs, die Arbeitsumgebung und unterschiedliche Menschentypen.

6. Zusammenfassung und Ausblick: Das finale Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und leitet daraus Implikationen für die praktische Personalarbeit ab.

Schlüsselwörter

Intrinsische Motivation, extrinsische Anreize, Verdrängungseffekt, Motivation Crowding Out, Leistungslohn, Kognitive Evaluationstheorie, Overjustification, Prinzipal-Agenten-Theorie, Arbeitsanstrengung, Personalmanagement, Selbstbestimmung, Reziprozität, Zielvereinbarungen, Behavioral Economics, Anreizsysteme.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht das Phänomen, bei dem extrinsische Anreize (wie Geld) die ursprünglich vorhandene intrinsische Motivation eines Menschen verdrängen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die psychologischen und ökonomischen Grundlagen der Motivation, die empirische Evidenz des sogenannten Crowding-Out-Effekts sowie dessen Determinanten im unternehmerischen Kontext.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie und unter welchen Umständen finanzielle Anreize die Leistungsbereitschaft und Motivation von Mitarbeitern eher untergraben statt fördern, und welche Ansätze für ein effektives Personalmanagement daraus folgen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine umfassende Literaturanalyse, die psychologische und ökonomische Forschungsarbeiten sowie zahlreiche empirische Experimente und Metaanalysen auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die empirischen Ergebnisse aus Laboren und der Praxis, analysiert theoretische Erklärungsansätze (wie die Kognitive Evaluationstheorie) und diskutiert Einflussfaktoren wie die Gestaltung des Arbeitsumfelds und individuelle Motivationstypen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Intrinsische Motivation, Verdrängungseffekt, Anreizsysteme, Prinzipal-Agenten-Theorie und Selbstbestimmung.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen "interner" und "externer" Kausalität eine wichtige Rolle?

Diese Unterscheidung ist zentral für die Kognitive Evaluationstheorie; fühlt sich eine Person als "Urheber" ihres Handelns (internal), ist sie intrinsisch motiviert. Wird der Anreiz extern wahrgenommen (external), kann dies das Gefühl der Selbstbestimmung untergraben und die Motivation senken.

Wie unterscheidet sich die Sichtweise der "Einkommensmaximierer" von "Loyalen" Arbeitnehmern?

Einkommensmaximierer reagieren primär auf materielle Anreize, bei ihnen tritt der Verdrängungseffekt selten auf. Loyale Mitarbeiter hingegen sind stark intrinsisch motiviert; bei ihnen können extrinsische Eingriffe leicht als Vertrauensbruch gewertet werden und die Motivation nachhaltig schädigen.

Welche Bedeutung hat das "St. Florians-Problem" im Rahmen der Untersuchung?

Dieses soziale Dilemma verdeutlicht, dass finanzielle Kompensationen in heiklen Kontexten (wie der Lagerung von Nuklearabfällen) kontraproduktiv wirken können, da sie ein Bürgerpflichtgefühl durch ein "gekauftes" Verhalten ersetzen, was die Akzeptanz senken kann.

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Details

Title
Die Verdrängung intrinsischer Motivation durch extrinsische Anreize
Subtitle
Empirische Befunde und theoretische Überlegungen
College
University of Kassel
Grade
1,0
Author
Katharina Hott (Author)
Publication Year
2010
Pages
61
Catalog Number
V163563
ISBN (eBook)
9783640786565
ISBN (Book)
9783640786381
Language
German
Tags
Intrinsische Motivation Verdrängungseffekt Overjustification Crowding-Out extrinsische Motivation Deci Evaluationstheorie Verdrängung intrinsisch Motivation extrinsisch Reaktanz Behaviorismus Anreize Frey Osterloh Überrechtfertigung Metaanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Hott (Author), 2010, Die Verdrängung intrinsischer Motivation durch extrinsische Anreize, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163563
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