Die Alterung der Bevölkerung ist nicht mehr zu übersehen. Ein Blick in die Straßen zeigt, dass immer mehr alte Menschen am Gesellschaftsleben teilnehmen. Dieser Prozess ist eine der tiegreifendsten gesellschaftlichen Entwicklungen des vergangenen Jahrhunderts und der näheren Zukunft.
Die Veränderung der Bevölkerungsstruktur wird sich gravierend auf die Sozialsysteme Deutschlands auswirken. Insbesondere die Absicherung der Rentenzahlungen steht dabei in einem besonderen Interessenschwerpunkt, da sich die zunehmende Zahl von Rentenempfängern hier am stärksten bemerkbar machen wird. Zielsetzung dieser Arbeit ist es, einen kurzen Überblick über die zukünftige Bevölkerungsentwicklung und die Gestaltung von Altern in unserer Gesellschaft angesichts dieses Prozesses zu geben. Außerdem werden einige Handlungsoptionen dargestellt und deren Umsetzbarkeit analysiert. Zuvor wird jedoch „Alter“ als Konstrukt der sozialstaatlichen Instrumente interpretiert und die subjektiv wahrgenommenen Bevölkerungsverschiebungen durch empirische Untersuchungsergebnisse unterlegt.
Am Ende der Arbeit wird dann Bezug auf die solidarischen Grundlagen der Alterssicherung und deren Relevanz für die Generationenbeziehungen und die Rolle dieser Fundamente unserer Gesellschaft und in der Generationendiskussion erläutert.
Inhaltsverzeichnis
- DIE INSTITUTIONALISIERUNG DES LEBENSLAUFES IM MODERNEN WOHLFAHRTSSTAAT - ALTER ALS SOZIALSTAATLICHE KONSTRUKTION
- FAKTOREN DER BEVÖLKERUNGSENTWICKLUNG -
DAS DEMOGRAPHISCHE DILEMMA DER BUNDESREPUBLIK
- Geburtenrate
- Die Entwicklung der Lebenserwartung
- DIE ALTERSSICHERUNG IN DEUTSCHLAND – EIN ZUKUNFTSFÄHIGES MODELL?
- Die Auswirkungen der zukünftigen Bevölkerungsentwicklung auf das Rentensystem
- Generationengerechtigkeit in der sozialstaatlichen Alterssicherung
- Einwirkende Faktoren auf die Entwicklung der Rentenbeiträge
- MÖGLICHE HANDLUNGSOPTIONEN
- Eine veränderte Grundlage der Finanzierung – die private Kapitalanlage
- Die verlängerte Arbeitszeit – Zukunftsmodell mit Hindernissen
- Das vernachlässigte Frauenpotential
- UND DIE SOLIDARITÄT? DIE SOLIDARISCHEN GRUNDLAGEN DER ALTERSSICHERUNG
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit zielt darauf ab, einen Überblick über die zukünftige Bevölkerungsentwicklung und die Gestaltung des Alterns in unserer Gesellschaft vor dem Hintergrund des demografischen Wandels zu geben. Zudem werden Handlungsoptionen zur Bewältigung der Herausforderungen dargestellt und analysiert.
- Die Institutionalisierung des Lebenslaufes im modernen Wohlfahrtsstaat
- Faktoren der Bevölkerungsentwicklung in der Bundesrepublik Deutschland
- Die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Alterssicherung
- Mögliche Handlungsoptionen zur Sicherung der Altersversorgung
- Die Bedeutung von Solidarität in der Alterssicherung
Zusammenfassung der Kapitel
- Die Institutionalisierung des Lebenslaufes im modernen Wohlfahrtsstaat - Alter als sozialstaatliche Konstruktion: Dieses Kapitel analysiert die Auswirkungen der Institutionalisierung des Lebenslaufes durch den Wohlfahrtsstaat auf die Generationenbeziehungen und die Wahrnehmung von Alter. Es wird gezeigt, wie staatliche Instrumente die familiären Beziehungen und die Rolle von Alter neu definieren.
- Faktoren der Bevölkerungsentwicklung - das demographische Dilemma der Bundesrepublik: Das Kapitel beleuchtet die demographischen Veränderungen in Deutschland, insbesondere die sinkende Geburtenrate und die steigende Lebenserwartung. Es werden die Ursachen dieser Veränderungen und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Sozialsysteme erläutert.
- Die Alterssicherung in Deutschland – ein zukunftsfähiges Modell?: Dieses Kapitel untersucht die Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Alterssicherung in Deutschland, insbesondere auf das Rentensystem. Es werden die Herausforderungen der Generationengerechtigkeit und die notwendigen Anpassungen des Systems beleuchtet.
- Mögliche Handlungsoptionen: In diesem Kapitel werden verschiedene Handlungsoptionen zur Bewältigung der Herausforderungen der Alterssicherung vorgestellt und analysiert. Dabei werden Optionen wie die private Kapitalanlage, die Verlängerung der Arbeitszeit und die Aktivierung des Frauenpotenzials beleuchtet.
Schlüsselwörter
Alter, Demographischer Wandel, Alterssicherung, Sozialstaat, Generationenbeziehungen, Geburtenrate, Lebenserwartung, Rentensystem, Handlungsoptionen, Solidarität
Häufig gestellte Fragen
Wie beeinflusst der demografische Wandel das deutsche Rentensystem?
Durch sinkende Geburtenraten und eine steigende Lebenserwartung erhöht sich die Zahl der Rentenempfänger im Verhältnis zu den Beitragszahlern. Dies gefährdet die finanzielle Stabilität und die Generationengerechtigkeit der gesetzlichen Rentenversicherung.
Was versteht man unter der „Institutionalisierung des Lebenslaufes“?
Der Wohlfahrtsstaat definiert durch Renteneintrittsalter und soziale Sicherungssysteme, was als „Alter“ gilt. Diese staatliche Konstruktion beeinflusst die Wahrnehmung des Lebenslaufs und die Beziehungen zwischen den Generationen.
Welche Handlungsoptionen gibt es zur Sicherung der Altersvorsorge?
Diskutiert werden unter anderem die Förderung privater Kapitalanlagen, die Verlängerung der Lebensarbeitszeit sowie eine bessere Nutzung des Erwerbspotenzials von Frauen.
Welche Rolle spielt die Solidarität in der Alterssicherung?
Solidarität bildet das Fundament des deutschen Sozialstaats. Die Arbeit untersucht, wie diese solidarischen Grundlagen angesichts des strukturellen Generationenwandels erhalten und neu interpretiert werden können.
Was ist das „demografische Dilemma“ der Bundesrepublik?
Das Dilemma besteht in der Schere zwischen einer schrumpfenden jungen Bevölkerung und einer wachsenden Gruppe älterer Menschen, was die sozialen Sicherungssysteme unter massiven Anpassungsdruck setzt.
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- MSc. M.A. Robert Fiedler (Author), 2006, Altern in Deutschland - Eine Kurzanalyse der Problematik des strukturellen Generationenwandels und dessen Auswirkungen auf die soziale Alterssicherung in der Bundesrepublik Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163695